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Druck auf den Ohren nach dem Flug: 5 Tipps, die schnell Linderung bringen

So wundersam das Reisen mit dem Flugzeug auch ist, so nervig sind so manche Kleinigkeiten, die damit einhergehen. Zu den lästigsten Nebenerscheinungen zählt der lang anhaltende Druck auf den Ohren, der manchmal während und nach der Landung auftritt. Mit unseren Tipps lässt sich der Druck auf den Ohren jedoch gut verkürzen.

Gleich vorab: Woher kommt der Druck auf den Ohren überhaupt? Die Ursache für das unangenehme Gefühl liegt in den sogenannten Eustachischen Röhren. Das ist der Teil im Ohr, der das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbindet. Wenn sich die Druckverhältnisse außerhalb des Ohrs schnell ändern – etwa bei Start oder Landung mit dem Flugzeug – entsteht ein Ungleichgewicht. Je nach Über- oder Unterdruck wölbt sich das Trommelfell leicht nach innen oder nach außen. Das Druckgefühl entsteht. Das ist zwar nervig, aber in der Regel harmlos. Sollte der Druck jedoch über mehrere Tage anhalten oder sogar in ein Schmerzgefühl umschlagen, gilt es, einen Arzt aufzusuchen.

Schlucken und Kauen: Warum der Bonbon-Klassiker tatsächlich funktioniert

Der Klassiker: Bonbons lutschen, Kaugummi kauen oder einfach viel schlucken. Diese Bewegungen helfen dabei, die Eustachische Röhre zu öffnen, was den Druckausgleich im Ohr fördert. Das Kauen und Schlucken regt die Muskeln an, die für das Öffnen der Röhren verantwortlich sind.

Gähnen: Auch das absichtliche wirkt

Gähnen ist eine weitere natürliche Methode, um den Druck auf den Ohren nach einem Flug zu regulieren. Beim Gähnen öffnen sich die Eustachischen Röhren und ermöglichen den Druckausgleich. Ein absichtliches, übertriebenes Gähnen kann oft den gleichen Effekt erzielen wie ein echtes Gähnen.

Eine junge Frau sitzt in einem Flugzeug, gähnt und hält sich dabei die Hand vor den Mund.

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Valsalva-Manöver: Der Trick der Taucher, aber bitte vorsichtig

Diese Technik wird oft von Tauchern genutzt. Dabei wird die Nase zugehalten, der Mund geschlossen und versucht, sanft Luft durch die Nase zu blasen. Der dadurch entstehende Druck öffnet die Eustachischen Röhren. Vorsicht ist geboten: Zu starkes Blasen kann das Trommelfell schädigen.

Nasenspray: Wirksam, aber nur kurzfristig anwenden

Ein abschwellendes Nasenspray kann die Schleimhäute in der Nase und in den Eustachischen Röhren abschwellen lassen. Idealerweise wird es bereits vor dem Start oder vor dem Sinkflug der Landung angewandt. Dadurch wird es einfacher, den Druck auszugleichen. Es sollte jedoch nur kurzfristig und gemäß den Anweisungen verwendet werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.

Eine Frau greift nach Nasenspray.

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Dampfinhalation: Was nach der Landung im Hotelzimmer hilft

Ein Dampfbad kann helfen, die Schleimhäute zu befeuchten und den Druck im Ohr zu lindern. Einfach heißes Wasser in eine Schüssel geben, den Kopf darüber halten und ein Handtuch über den Kopf legen. Der warme Dampf hilft, die Nasengänge und Eustachischen Röhren zu öffnen.

 

Häufige Fragen

Warum entsteht Druck auf den Ohren beim Fliegen?
Durch schnelle Höhenänderungen ändert sich der Luftdruck. Das Mittelohr kann nicht schnell genug ausgleichen, besonders bei verstopfter Nase.
Was hilft gegen Ohrendruck beim Start und Landen?
Schlucken, Gähnen, Kaugummi kauen oder die Valsalva-Methode: Nase zuhalten und sanft ausatmen. Babys sollten in dieser Zeit trinken.
Kann man Ohrendruck beim Fliegen vorbeugen?
Ja, mit abschwellendem Nasenspray vor Start und Landung. Bei Erkältung oder Sinusitis sollte man Flüge möglichst verschieben.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.