Text: Madeline Böse
Flug, Bahn oder Auto: Welche Anreise für den Hund am wenigsten Stress bedeutet
Gleich vorweg: Fliegen mit Hund ist zwar möglich, aber keinesfalls die beste Möglichkeit, um mit dem geliebten Vierbeiner in den Urlaub zu starten. Auch wenn kleinere Hunde (je nach Fluglinie bis zu zehn Kilo) mit in den Passagierraum dürfen, müssen sie während der gesamten Zeit in der Transportbox bleiben. Ausnahme: Im Juli 2026 gab die italienische Airline ITA bekannt, infolge einer Lockerung durch die italienische Luftfahrtbehörde auf einzelnen Verbindungen auch größere Hunde bis zu 30 Kilogramm als kostenpflichtiges Zusatzangebot in der Kabine zuzulassen. Bei Erfolg soll das Angebot ausgeweitet werden.
Abgesehen davon geht es für alle größeren Hunde auch weiterhin in den Frachtraum. Ja, dieser ist vollklimatisiert und ja, er ist auch beheizt. Dennoch sind die Tiere durch die ungewohnte Umgebung, die lauten Geräusche und den Höhenunterschied enormen Stress ausgesetzt. Daher sollte eine Flugreise mit Hund genauestens überlegt und durchdacht werden!

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Mit der Bahn sieht das ganze schon einfacher aus. Hier müssen Hunde, die nicht in einer kleinen Transportbox mitgenommen werden können, zwar während der gesamten Fahrt angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Dafür können sie aber direkt bei Herrchen und/oder Frauchen bleiben. Das Zusatzticket kann für Bello ganz einfach online oder auch direkt am Bahnhof erworben werden. Ausnahmen gelten für Blindenführhunde und gekennzeichnete Assistenzhunde. Diese fahren kostenfrei und auch ohne Maulkorb. Auch hier gilt: Frühzeitig informieren! Auf der Seite der DB gibt es neben den Infos über den Nah- und Fernverkehr mit Hund auch wichtige Hinweise zu internationalen Verbindungen.
Die beste Reisevariante ist und bleibt aber einfach das Auto. Fahrzeiten können an den Rhythmus des Hundes angepasst werden, Gassi- und Trinkpausen sind flexibel einlegbar und der Hund ist in seiner gewohnten Umgebung. Weniger stressfrei könnte die Anfahrt nicht ablaufen. Wichtig bei der Autovariante ist allerdings das »Anschnallen«, denn auch hier gibt es das ein oder andere zu beachten. Wenn die Fellnase auf dem Rücksitz reist, braucht es einen speziellen Gurt zur Sicherung. Bei der Mitnahme im Kofferraum ist das Abtrennen zum Vorderraum des Autos durch ein stabiles Netz empfehlenswert, und bei einer Transportbox sollte in jedem Fall die Größe und das Material stimmen. Und: Den Hund NIE alleine im Auto lassen, auch nicht für kurze Zeiten. Die Gefahr der Überhitzung und des Sauerstoffmangels ist zu groß.
Hundeverbot am Strand: Worauf Urlauber in Italien, Frankreich und Portugal achten müssen
Wer mit seinem Vierbeiner an der Seite einen entspannten Urlaub verbringen möchte, der sollte sich vorab ausreichend informieren. Falls noch nicht vorhanden, sollte die Beantragung eines EU-Heimtierausweises in jedem Fall zu den ersten Schritten gehören. Je nach Destination wird dieser neben dem Impfpass verlangt. Genaues informieren über die Gegebenheiten lohnt sich also – auch aus finanzieller Sicht. Denn nur, weil eine Unterkunft Hunde erlaubt, heißt dies noch lange nicht, dass diese auch kostenlos sind. In den meisten Fällen wird nämlich auch für Hunde ein Reinigungszuschlag oder ähnliches erhoben.
Ebenfalls sollten Urlauber mit Hund beim Strandbesuch aufpassen. In beliebten Urlaubsländern wie Frankreich, Portugal oder Italien gilt in der Hauptsaison meist ein striktes Hundeverbot an öffentlichen Stränden. Wer mit Vierbeiner unterwegs ist, sollte zum Auslauf lieber einen speziellen Hundestrand aufsuchen. In der Nebensaison wird das Verbot gelockert, sollte allerdings vor Anreise nochmals recherchiert werden. Abgesehen von den gekennzeichneten Auslaufflächen sollte der Hund in der Regel außerdem an der Leine geführt werden, insbesondere im städtischen Umfeld.

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Vor Ort helfen bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung dann gewohnte Strukturen wie Fütterungszeiten und regelmäßige Spaziergänge. Verreist man in eine Zone, in der das Klima von dem zu Hause abweicht, sollte die Zeit im Freien langsam gesteigert werden. Das gewohnte Futter, die Lieblingsdecke und das Lieblingsspielzeug sollten übrigens auch von zu Hause aus mitgebracht werden, damit sich im Urlaub möglichst schnell Entspannung einstellt.
Berge oder Meer: Wo sich der Hund im Urlaub am wohlsten fühlt
Dass sich der Vierbeiner in einer Großstadt im Vergleich zu einer ländlichen Destination wohl eher hundeelend fühlen wird, ist an dieser Stelle überflüssig zu erwähnen. Es stellt sich eher die Frage, ob es an den Strand oder ins Gebirge gehen soll. Was erwarten Herrchen und Frauchen von der gemeinsamen Zeit? Abstriche müssen heutzutage nämlich bei einem Urlaub mit Hund nicht mehr gemacht werden. Denn auch wenn es Bundesländer gibt, die tendenziell hundefreundlicher sind als andere, gilt mittlerweile das Motto »Alles ist möglich«. Ganz egal ob Luxus-Hotel-Urlaub in den Alpen, Campingurlaub an der deutschen Küste oder Fahrrad-Aktiv-Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern.
Und wenn es außerhalb von Deutschland sein soll? Auch kein Problem! Internetseiten wie www.hundeurlaub.de oder auch www.hunde-urlaub.net bieten eine Menge toller Unterkünfte und Inspirationen, die garantiert nicht nur das Herz auf vier Pfoten höher schlagen lassen.
Zwei besondere Empfehlungen für Urlauber mit Hund wollen wir hier ganz konkret aussprechen.

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Landhotel Haus Waldeck: Agility-Platz, Hundeteich und Massage für den Vierbeiner
Einmaliges Hotel und einmaliger Service: Im Landhotel Haus Waldeck im Bayerischen Wald fühlen sich nicht nur Hunde pudelwohl. Das familiengeführte Hundehotel hat ein Konzept entwickelt, dass sowohl Zwei- als auch Vierbeiner begeistert! Vom Frühstücksbuffet bis hin zu den Spa- und Wellnessangeboten gibt es nicht nur für Frauchen und Herrchen besondere Angebote, sondern eben auch für den Hund. Während die Besitzer in der Trocken-Sauna, bei einem Dampfbad oder im Whirlpool entspannen, kann sich der Hund auf dem hoteleigenen Agility-Platz austoben, eine Runde durch den extra angelegten Hundeteich schwimmen oder bei einer Hunde-Massage entspannen.
Am Abend geht’s dann wieder gemeinsam in den Speisesaal, in dem Hunde selbstverständlich erlaubt sind. Das Verhältnis zwischen Mensch und Hund wird hier nämlich großgeschrieben. Auf Wunsch gibt die Hundeverhaltensberaterin des Hotels Tipps für die Beziehung. Hier geht’s zur Website des Hotels.

Foto: Landhotel Haus Waldeck
Hotel Lärchenhof in Tirol: Wo der Hund auch mal allein im Zimmer bleiben darf
»Gelegen am höchsten, der Natur am nächsten.« So heißt das Natur & Spa Hotel Lärchenhof seine Gäste willkommen – egal ob Zwei- oder Vierbeiner. Inmitten der Tiroler Bergwelt gelegen, locken weitläufiges Gelände und unzählige Wanderwege an die frische Luft und machen den Urlaub zu einem einzigarteigenen Erlebnis. Der hundefreundliche Service und Komfort zeichnet sich durch das Vier-Pfoten-Qualitätszeichen aus und beinhaltet neben einem Begrüßungsleckerli auch den Fress- und Wassernapf auf dem Zimmer.

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Zusätzlich kann man sich einen Wanderrucksack für Ausflüge befüllen lassen – passend für Herrchen, Frauchen und Bello. Vor dem Ausflug liegen die Hundekot-Säckchen selbstverständlich im Zimmer griffbereit, und bei Heimkehr wartet die kuschelige Schlafgelegenheit und Decke für den Hund zum Entspannen. Außerdem darf der Hund im Hotel Lärchenhof auch mal alleine auf dem Zimmer bleiben, sodass die Besitzer sich eine Auszeit im Spa oder Pool gönnen können. Hier treffen Wellness, Gourmet und Aktivität aufeinander und stehen für jedermann, jederfrau und jederhund bereit. Hier geht’s zur Website des Hotels.

Foto: Alan King

