Wo liegt’s? In Wildshut, einem Ort in der Gemeinde St. Pantaleon im oberösterreichischen Innviertel, direkt an der bayerischen Grenze. Bis in die Stadt Salzburg sind es rund 30 Kilometer, der Flughafen liegt etwa eine halbe Stunde entfernt. Am nahen Höllerersee haben Hotelgäste einen privaten Badeplatz. Der historische Kern geht auf eine Burg aus dem 12. Jahrhundert zurück. Seit 1917 gehört das Gut der Stieglbrauerei zu Salzburg, seit 2015 ist das Biergut für Besucher geöffnet. Was ein Biergut ist? Das Pendant zum Weingut, nur eben rund ums Bier: vom Anbau der Rohstoffe über das Brauen bis ins Glas, alles auf einem Hof.
Wie viele Zimmer? 19 Zimmer im Gästehaus, individuell gestaltet und mit heimischen Materialien eingerichtet. Ein Teil davon liegt im früheren Dachboden, mit hohen Decken und sichtbaren alten Holzbalken. Das Haus ist bewusst klein gehalten.

Foto: Hotel Stiegl-Gut Wildshut
Schlafen ohne Bildschirm
Was verspricht das Interieur? Wildshut setzt auf Naturmaterialien und das Wesentliche. In den Zimmern stehen Betten aus Zirbenholz, dazu gibt es Hopfenkissen und bewusst wenig Technik. Zirbe ist das Holz der Zirbelkiefer, dem eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt wird. Kein Fernseher, kein Telefon: Statt digitaler Ablenkung stehen Stille und Schlafqualität im Mittelpunkt. Ein »Raum der Stille« bietet Platz für Yoga und Meditation, dazu kommen Saunen und ein Ruhebereich.
Wo essen und trinken? Das kulinarische Herz ist das Bio-Restaurant »Einkehr«. Küchenchef Stefan Sigl prägt es seit 2023, er lernte unter anderem im Wiener Steirereck bei Heinz Reitbauer. Seine Küche ist konsequent regional und biologisch, von alten Getreidesorten über fermentiertes Gemüse bis zum Mangalitza-Schwein, einem alten Wollschwein. Zwei Gault-Millau-Hauben und 87 Falstaff-Punkte bestätigen das Niveau, dazu ist das Gut Mitglied bei Slow Food. Sogar die Einrichtung erzählt vom Kreislauf: Der Boden stammt aus altem Holz der Stiegl-Brauerei, die Regale aus alten Bierkisten. In der eigenen Brauerei und Brennerei entstehen handwerkliche Spezialbiere, dazu preisgekrönte Spirituosen. Der Wildshut Bio-Hopfen-Gin holte bei den World Spirits Awards Doppelgold, der Bio-Single-Malt-Whisky Silber.

Foto: Wildbild
Ein Gut, das im Kreis läuft
Was kann man unternehmen? Vor der Haustür liegen zwei Hopfenfelder, biologische Landwirtschaft und ein eigenes Tierreich. Bei Verkostungen lässt sich das Bier direkt an der Quelle probieren, dazu gibt es Fahrräder und Stand-up-Paddles für die Umgebung. Das Wasser stammt aus dem eigenen Brunnen und wird vor Ort aufbereitet. Die Weitläufigkeit des Guts verleiht dem Aufenthalt eine fast spirituelle Ruhe.
Highlight des Hotels? Das geschlossene Konzept. Feld, Brauerei, Küche und Hotel greifen hier ineinander, vom Rohstoff bis zum Teller und ins Glas. Dazu die Haubenküche und das konsequente Digital-Detox-Prinzip, das im Luxussegment selten so ernst gemeint ist.
Was kostet der Spaß? Eine Übernachtung im Doppelzimmer kostet ab 195 Euro pro Person inklusive Salzburger Bio-Frühstück, im Einzelzimmer ab 97,50 Euro pro Person.
Buchungen laufen über wildshut.at.


