Alle Jahre im Herbst stellt die Deutsche Bahn ihren Fahrplan für das kommende Jahr vor. Nun ist es wieder so weit und reisen EXCLUSIV hat einen genauen Blick darauf geworfen. Schließlich erfreut sich die Bahn aller Widrigkeiten zum Trotz weiterhin großer Beliebtheit als Transportmittel für den Städtetrip und den Urlaub.

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Neu ab 2027: Direkt mit dem Zug von München nach Rom
Die Bahn überwindet Grenzen, vor allem jene zu unseren Nachbarländern. So dürfen sich Bahnreisende von Stuttgart aus über mehr Verbindungen nach Paris freuen. Statt zehn Zügen täglich fahren nächstes Jahr zwölf Züge pro Tag aus dem Kessel in Richtung der französischen Hauptstadt. In die österreichische Hauptstadt Wien wiederum geht es von Frankfurt aus über Nürnberg nach einer Korridorsanierung in Zukunft 14-mal pro Tag, zweimal häufiger als noch vor der Sanierung. Und apropos Österreich: Auch von Kassel aus geht es 2027 wieder täglich ohne Umstieg bis nach Innsbruck.
Im Norden freut man sich über mehr Verbindungen auf der Strecke von Hamburg nach Kopenhagen. Das Highlight des neuen Fahrplans dürfte aber wohl die neue Direktstrecke von München nach Rom sein. Ab Sommer 2027 verbindet der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa in Kooperation mit der Deutschen Bahn täglich (in beide Richtungen) die selbsternannte nördlichste Stadt Italiens mit der Hauptstadt Italiens. Wer von München nach Mailand möchte, schafft das über die Verbindung in etwa 6,5 Stunden, nach Rom sind es 8,5 Stunden.

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Insgesamt kommt die Bahn 2027 so auf mehr als 320 internationale Fahrten in 14 Länder. Die Bahn arbeitet außerdem an einer Vereinfachung der Buchung. Fahrten mit den Kooperationspartnern ÖBB, SBB, Trenitalia, SNCF, Eurostar, SJ und National Rail können direkt auf bahn.de oder in der hauseigenen App, dem DB Navigator, gebucht werden.
Neuer Sprinter Hamburg nach München in 5 Stunden 20
Nicht nur international, auch beim innerdeutschen Verkehr hält der Fahrplan 2027 einige Neuerungen bereit. So wird zwischen Hamburg und München ein neuer Sprinter eingerichtet, der dreimal täglich verkehrt. Zwischenhalte sind nur in Hannover und Nürnberg vorgesehen. Die planmäßige Fahrtzeit beträgt 5 Stunden und 20 Minuten, was einer Zeitersparnis von 20 Minuten im Vergleich zur bisherigen Verbindung entspricht. Saarbrücken wiederum bekommt erstmals eine direkte Verbindung nach Hamburg, über Frankfurt und Hannover. In der Gegenrichtung startet die Verbindung sogar schon in Flensburg.
Auf der Strecke zwischen Berlin und Stuttgart wird in beide Richtungen die Frequenz erhöht. Statt einmal täglich geht der Sprinter in Zukunft dreimal pro Tag. Zwischen Berlin und Hamburg fährt der Zug nach Bauarbeiten nächstes Jahr wieder im Halbstundentakt. Wiederaufgenommen wird außerdem die zweistündliche IC-Verbindung zwischen Dresden und Rostock über Berlin, die tägliche ICE-Verbindung zwischen Frankfurt und Warnemünde sowie der Direkt-ICE zwischen Jena und Berlin.
Sperrungen 2027: Wo Reisende deutlich mehr Zeit einplanen müssen
Bei aller Freude über neue Verbindungen: 2027 bringt auch neue (und dringend notwendige) Sanierungen und damit einhergehend Umleitungen und Linienausfälle. Unter anderem wird auf den Strecken Hannover–Berlin, Hanau–Fulda und Rosenheim–Freilassing/Salzburg gewerkelt.
Verbindungen zwischen NRW und der Hauptstadt brauchen infolgedessen länger. Rund 80 Minuten mehr genießen Reisende hier die Gastfreundschaft der Bahn. Der Konzern will aber eine Verbindung stündlich aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland in Richtung Berlin garantieren. Zwischen Köln und Frankfurt ist außerdem die Schnellfahrstrecke zwischen dem 15. Mai und dem 19. Juli gesperrt, die Umleitung führt zu einer Verlängerung von 75 Minuten. Und zwischen Duisburg und Dortmund geht vom 10. Juli bis zum 15. Oktober aufgrund von Bauarbeiten gar nichts, der Verkehr wird über Gelsenkirchen, Hagen oder Hamm umgeleitet.

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Familienticket für 99,99 Euro und günstigere Monatskarten
Das bereits im Sommer getestete Familienticket wird nun fest ins Angebot der Bahn eingeführt. Bis zu fünf Personen können damit für 99,99 Euro in der 2. Klasse hin und zurück reisen, die Reservierung ist inkludiert. Buchbar ist das Angebot ab dem 26. Oktober, gültig für Reisen ab dem 1. November 2026.
Außerdem neu: Monatskarten im Fernverkehr werden ab dem 21. Oktober um 25 Prozent günstiger. Dafür fällt das Abo-Modell weg. Wer eine Streckenzeitkarte erwerben möchte, muss dies in Zukunft Monat für Monat neu beantragen.


