Foto: Igor Laski
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Fouquet’s Gstaad: Wer Ruhe als Luxus sieht, wird dieses Alpinhotel lieben

Mit dem Fouquet’s Gstaad wagt die Barrière-Gruppe den Sprung in die Alpen. Das Luxus-Refugium in der Schweiz vereint ab der Eröffnung am 4. Dezember 2026 alpine Gemütlichkeit mit zeitgenössischem Design und dem Luxus der Abgeschiedenheit.

Einfach mal abschalten. Diesen oft hohen Anspruch an den eigenen Urlaub können sich Reisende bald in den Schweizer Alpen erfüllen. Denn am 4. Dezember 2026 öffnet dort das Fouquet’s Gstaad. Das Nobelhotel will der perfekte Rückzugsort mitten in den Bergen sein. Und viel spricht dafür, dass das auch gelingen dürfte.

Elf Suiten, sechs Apartments und ein privates Chalet

Wo liegt’s? Mitten im in den Schweizer Alpen, in Gstaad. Der Skiort liegt ziemlich genau an der Grenze der Kantone Bern und Waadt, nur einen Steinwurf vom Genfersee entfernt.

Wie viele Zimmer? Insgesamt kommt das Hotel gerade einmal auf elf Suiten und sechs Apartments zwischen 46 und 250 Quadratmetern sowie ein 1.500 Quadratmeter großes privates Chalet. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit schätzt, liegt hier also goldrichtig.

Ein Schlafzimmer mit Altholzverkleidung und abgehängter Lichtdecke. Auf dem Doppelbett liegt ein heller Fellüberwurf, am Fußende steht eine gesteppte Samtbank. Links führt eine Glastür auf einen Balkon mit Liege.

Foto: Igor Laski

Was verspricht das Interieur? Das Innenleben des Hotels ist pure alpine Gemütlichkeit. Bei der Gestaltung wurde sich deutlich an typischen Elementen der französischen Alpenarchitektur orientiert, ohne ins Kitschige zu kippen. Die hochwertigen Holzverkleidungen und die offenen Decken lassen keinen Zweifel daran, dass der Gast sich gerade in einer traditionellen Alpenhütte befindet. Gleichzeitig sorgen die in Weiß und Grau gehaltenen Polstermöbel mit geraden Linien und ohne viel Chichi dafür, dass der Blick nicht überfrachtet wird. Zeitgenössisches Design trifft hier gekonnt auf stilvollen Alpincharme.

Und so können die Gedanken beim abendlichen Lümmeln vor dem Kamin ganz ohne unnötige Ablenkung kreisen, die Abenteuer auf der Skipiste Revue passieren lassen oder den nächsten Tag planen. Der eigentliche Star in der Gestaltung ist aber ohnehin die alpine Umgebung. Durch die großflächigen Fenster oder vom eigenen Balkon öffnet sich der unverbaute Blick auf die mächtigen und im besten Fall schneeverhangenen Berge.

Ein Wohnraum mit Altholzwänden und offener Balkendecke. Links trägt eine Wand den Schriftzug „GOLD” über einer Konsole mit Glasgefäßen und goldenen Objekten, rechts hängt ein großformatiges Schwarzweißporträt über grauen Samtsofas. In der Mitte steht ein runder Couchtisch mit schuppenförmigem Sockel.

Foto: Igor Laski

Sushi auf 1.000 Metern: Zuma kommt nach Gstaad

Wo essen und trinken? Statt deftiger Alpenküche können Gäste im Hotel sich über die delikate Kochkunst Japans freuen. Denn als gastronomisches Highlight konnte die Barrière-Gruppe, die hinter dem Hotel steht, die Nobel-Restaurant-Kette Zuma gewinnen. Das Konzept basiert auf japanischen Izakaya-Tavernen und wurde vom Deutschen Rainer Becker ins Leben gerufen. Er ist übrigens einer der erfolgreichsten Gastronomen aus Deutschland.  Und so werden gut 1.000 Meter über dem Meeresspiegel im Zuma-Pop-up nun Sushi und Sashimi in der offenen Küche zubereitet, bestes Wagyu gegrillt und feinstes Tartar aufgetischt. Der Fokus der Küche liegt dabei auf kleineren Portionen zum Teilen. Der beheizte Außenbereich sorgt dafür, dass auch beim Essen niemand auf den Bergblick verzichten muss.

Ein dunkler Holztisch im Abendlicht mit mehreren japanischen Gerichten: Sashimi auf Eis in einer Muschelschale, eine Reihe Nigiri auf einer langen Platte, mariniertes Thunfisch-Carpaccio, frittierte Bällchen und zwei Gläser Weißwein.

Foto: Igor Laski

Was gibt es in der Umgebung zu entdecken? In Gstaad treffen sich die Reichen und Schönen, abseits der neugierigen Öffentlichkeit. Bereits Roger Moore, Grace Kelly, Axel Springer und Liz Taylor schätzten die Abgeschiedenheit des Ferienorts. Im Ort selbst müssen Besucher deshalb auch nicht lange nach der nächsten Luxus-Filiale suchen: Prada unterhält im Ort eine Dependance, ebenso können Besucher sich mit Louis Vuitton eindecken.

Wer nicht für die Promi- oder Fashionjagd da ist, wird sich aber dennoch an der atemberaubenden Natur und der frischen Bergluft erfreuen können. Im Winter ist Gstaad außerdem ein perfekter Ausgangsort für ausgedehnte Trips in die umliegenden Skigebiete Wispile, Eggli – Saanen – Chalberhöni – Videmanette und Wasserngrat.

800 Quadratmeter Spa mit Schneedusche und Hammam

Wie sieht’s mit Wellness aus? Die Bergluft ist an sich schon Erholung genug. Aber für ganz schwere Fälle findet sich im Hotel ein 800 Quadratmeter großer Wellnessbereich. Dazu zählen fünf Treatment Rooms, einer davon für Paare, in denen unter anderem Produkte von Nobelmarken wie Augustinus Bader zum Einsatz kommen. Ebenso wohltuend dürfte ein Aufenthalt in der Sauna, dem Hammam oder den Indoor- und Outdoor-Jacuzzis sein.

Wer keine Angst vor Kälte hat, traut sich in die Schneedusche. Und zur körperlichen Ertüchtigung stehen zudem ein 15 Meter langer Indoor-Pool, ein voll ausgestattetes Technogym, zwei Pilates-Reformer sowie ein Yoga-Studio zur Verfügung. Wer da nicht ein paar Jahre jünger aus dem Hotel rauskommt, ist selbst schuld.

Ein länglicher Innenpool unter einer Decke aus Altholzbalken mit schwarzen Zierpaneelen. Links reihen sich weiße Liegen auf einem Holzdeck, die Wände sind mit schwarzem Marmor verkleidet und spiegeln sich im Wasser.

Foto: Igor Laski

Highlight des Hotels? Der absolute Luxus findet sich in Form des privaten Chalets. 1.500 Quadratmeter Raum, um sich völlig auszuleben, abzuschalten und zu erholen. In den acht Schlafzimmern kommen auch Großfamilien und große Freundesgruppen ohne Probleme unter und dank eigenem Spa, Fitnessraum, Nachtclub und Privatkino dürfte während des Aufenthalts keine Langeweile aufkommen. Und zur Not sind dann ja immer noch die Alpen direkt vor der Haustür.

Was kostet der Spaß? Die Junior Suite für zwei Personen gibt es mit Glück ab etwa 900 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. In der Hauptsaison und den größeren Suiten und Apartments wird es schnell vierstellig.

Ein Kaminraum mit Altholzwänden, in dem ein Feuer hinter einer Glasscheibe brennt, darüber ein Fernseher. Um einen quadratischen Lederhocker mit Bildbänden stehen Samtsofas mit Fell- und Samtkissen. Durch die Fenster ist das verschneite Tal zu sehen.

Foto: Igor Laski

Häufige Fragen

Wo liegt Gstaad?
Im Berner Oberland auf 1.050 Metern, als Dorf der Gemeinde Saanen im Kanton Bern. Rundherum liegen die Skiberge Eggli, Wispile und Wasserngrat, das Saanenland reicht bis an die Waadtländer Grenze.
Wie ist die Anreise?
Der GoldenPass Express verbindet Montreux über Gstaad mit Interlaken, in Zweisimmen wechselt der Zug die Spurweite. Von Zürich führt der Weg über Bern, Spiez und Zweisimmen. Mit dem Auto dauert es von Bern rund anderthalb, von Genf etwa zwei und von Zürich gut drei Stunden.
Wofür ist Gstaad bekannt?
Für den autofreien Dorfkern mit der Promenade im Chalet-Stil, für den Skiverbund mit zehn Gebieten bis hinauf zum Glacier 3000 und für seine Veranstaltungen. Dazu zählen das Menuhin Festival im Sommer, das Herren-Tennisturnier und der Polo Gold Cup.
Konrad Bender
Konrad hat Geschichte studiert, das Mittelalter, um genau zu sein. Logisch, dass es ihm die geschichtsträchtigen Orte Europas besonders angetan haben. Egal ob in den historischen Städten Deutschlands, einsam im Norden Norwegens oder wandernd in den Vogesen – überall findet Konrad eine Story, die es zu erzählen lohnt. Hauptsache, nicht am Strand liegen – das ist so gar nicht Konrads Ding.