Europas höchster aktiver Vulkan gibt in diesem Sommer weiter keine Ruhe. Der Ätna stößt wieder Vulkanasche aus, die sich über Teile des Luftraums im Osten der Insel ausbreitet. Besonders betroffen ist der nur rund 30 Kilometer entfernte Flughafen Catania.
Dort mussten die Behörden den Flugverkehr am Wochenende erneut stoppen. Was zunächst als vorübergehende Einschränkung begann, hat sich inzwischen zu einer mehrtägigen Störung entwickelt. Am Montag, 28. September, ist Catania bereits den dritten Tag in Folge von Flugausfällen betroffen. Nach Angaben des Flughafenbetreibers SAC gelten die Einschränkungen nach aktuellem Stand bis 23.59 Uhr.
Für Reisende ist die Situation besonders unangenehm, weil sich die Lage kurzfristig verändern kann. Entscheidend ist nicht allein, wie stark der Ätna ausbricht. Windrichtung und Ausbreitung der Asche bestimmen maßgeblich, ob Flugrouten und Luftraumsektoren genutzt werden können.
Vulkanasche stellt für Flugzeuge eine erhebliche Gefahr dar. Die feinen Partikel können unter anderem Triebwerke und andere technische Systeme beeinträchtigen. Entsprechend vorsichtig reagieren Flugsicherung und Flughafen, sobald sich Asche in den für Catania relevanten Luftraum ausbreitet.
Flughafen Catania: Flüge seit Samstag beeinträchtigt
Die aktuellen Probleme begannen am Samstag, 26. September. Wegen der Aktivität des Ätna und der Wetterbedingungen setzte der Flughafen zunächst ankommende und abgehende Flüge bis Sonntagmittag aus. Die Sperre wurde anschließend mehrfach verlängert. Am Sonntag ruhte der Flugbetrieb schließlich bis zum Ende des Tages. Auch am Montag hält die Störung an. Der Flughafen teilte am Montagmorgen mit, dass der Flugbetrieb wegen der Vulkanasche weiterhin ausgesetzt bleibt. Nach aktuellem Stand gilt die Sperrung bis Montag, 28. September, 23.59 Uhr. Ankommende und abgehende Flüge sind damit betroffen. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Aschewolke und den Wetterbedingungen ab.
Passagiere sollten deshalb nicht ohne vorherige Prüfung zum Flughafen fahren. SAC fordert Reisende ausdrücklich auf, den Status ihrer Verbindung zunächst bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu kontrollieren.

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Der Ätna sorgt 2026 immer wieder für Flugausfälle
Der aktuelle Zwischenfall ist längst nicht die erste größere Beeinträchtigung des Jahres. Bereits im Juli hatten heftige Eruptionsphasen den Flughafen zeitweise lahmgelegt. Damals wurden Hunderte Flüge gestrichen oder zu anderen Flughäfen umgeleitet.
Auch danach kehrte keine dauerhafte Ruhe ein. Am 14. September musste Catania wegen Vulkanasche erneut den Flugbetrieb aussetzen.

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Wie sehr das Thema die sizilianische Luftfahrt inzwischen beschäftigt, zeigt auch eine Entwicklung abseits der unmittelbaren Flugausfälle: Erst am 21. September kündigten die italienische Luftfahrtbehörde ENAC und das Vulkaninstitut INGV an, ihre Zusammenarbeit beim Umgang mit Vulkanasche weiter auszubauen. Ziel ist unter anderem eine noch schnellere Verbindung zwischen wissenschaftlicher Überwachung und den betrieblichen Anforderungen des Luftverkehrs. Als Grund nennen die Behörden ausdrücklich die wiederholten Ätna-Eruptionen und deren Auswirkungen auf Catania.
Was sollten Sizilien-Urlauber jetzt konkret tun?
Wer in den nächsten Tagen über Catania reist, sollte seinen Flugstatus mehrfach kontrollieren und die Kontaktdaten bei der Fluggesellschaft hinterlegen. So erreichen kurzfristige Änderungen die Passagiere möglichst schnell.
Bei einem Flugausfall empfiehlt es sich, zunächst die Umbuchungsmöglichkeiten der Airline zu prüfen. Belege für Verpflegung, Unterkunft oder notwendige Transfers sollten Reisende sorgfältig aufbewahren. Auch ein Blick auf alternative Verbindungen über Palermo kann sich lohnen. Vor einer eigenständigen Neubuchung sollten Passagiere jedoch mit der Fluggesellschaft klären, welche Kosten übernommen werden.
Vor Ausflügen zum Ätna sollten Urlauber zudem aktuelle Informationen der Behörden und örtlichen Veranstalter einholen. Denn der Vulkan kann seine Aktivität schnell verändern. Und der Ätna hält sich erfahrungsgemäß an keinen Flugplan.
Warum der Ätna immer wieder den Flugverkehr lahmlegt
Ein Vulkan vor der Haustür sorgt für spektakuläre Bilder. Für einen internationalen Flughafen ist die Nachbarschaft allerdings ungefähr so praktisch wie ein Sandsturm neben einer Cabriovermietung. Der Flughafen Catania liegt nur rund 30 Kilometer vom Ätna entfernt. Gleichzeitig gehört er zu den wichtigsten Flughäfen Italiens und ist das zentrale Drehkreuz für Reisen in den Osten Siziliens. Von hier erreichen Urlauber unter anderem Catania, Taormina und Syrakus.
Der Ätna zählt zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Kleinere Eruptionen, Lavafontänen und Ascheemissionen treten regelmäßig auf. Nicht jeder Ausbruch führt automatisch zu Einschränkungen im Flugverkehr. Entscheidend sind unter anderem die Stärke der Eruption, die Höhe der Aschewolke und vor allem die Windrichtung. Zieht die Vulkanasche in Richtung Flughafen, können einzelne Bereiche des Luftraums gesperrt, Ankünfte ausgesetzt oder der Betrieb im Extremfall vollständig eingestellt werden.
Müssen Urlauber jetzt ihre Reise nach Sizilien absagen?
Eine pauschale Absage einer Sizilienreise ist derzeit nicht notwendig. Große Teile der Insel sind vom aktuellen Ausbruch nicht unmittelbar betroffen. Auch ein Ausbruch des Ätna bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Flughäfen Siziliens oder touristische Regionen geschlossen werden.
Probleme entstehen vor allem für Reisende, die über Catania fliegen. Wer in den kommenden Tagen von oder nach Catania fliegt, sollte deshalb unbedingt den aktuellen Flugstatus überprüfen. Auch kurzfristige Änderungen sind möglich. Die Aktivität des Ätna und die Ausbreitung der Aschewolke können sich innerhalb weniger Stunden verändern.
Droht die Lava bewohnten Gebieten?
Die spektakulären Bilder vom Ätna können zwar einen anderen Eindruck vermitteln, doch für Urlauber in den Städten und Ferienorten rund um den Vulkan besteht derzeit keine vergleichbare Gefahr wie für den Flugverkehr.
Die aktuellen Lavaströme bewegen sich in weitgehend unbewohnten Bereichen des Vulkans. Eine unmittelbare Bedrohung von Catania oder den bekannten Urlaubsorten an der Ostküste besteht nach derzeitigem Stand nicht. Anders sieht es im unmittelbaren Gipfelbereich aus. Der Ätna kann seine Aktivität sehr schnell verändern. Neben Lava stellen dort Explosionen, Asche und ausgeworfenes vulkanisches Material eine Gefahr dar.
Was passiert, wenn mein Flug wegen des Ätna ausfällt?
Fällt ein Flug wegen Vulkanasche aus, haben Passagiere grundsätzlich Anspruch auf eine alternative Beförderung oder die Erstattung des Ticketpreises. Eine zusätzliche Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung gibt es in der Regel jedoch nicht. Vulkanasche gilt normalerweise als außergewöhnlicher Umstand, den die Fluggesellschaft nicht verhindern kann.

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Anders sieht es bei den sogenannten Betreuungsleistungen aus. Müssen Passagiere wegen eines Flugausfalls oder einer erheblichen Verspätung warten, bleiben Fluggesellschaften grundsätzlich verpflichtet, sich um ihre Kunden zu kümmern.
Je nach Dauer der Wartezeit können dazu Mahlzeiten und Getränke gehören. Wird eine Übernachtung notwendig, muss die Fluggesellschaft grundsätzlich auch eine Hotelunterbringung sowie den Transport zwischen Flughafen und Unterkunft organisieren oder die angemessenen Kosten übernehmen. Reisende sollten deshalb sämtliche Belege für notwendige Ausgaben aufbewahren.
Können Urlauber stattdessen über Palermo fliegen?
Wer flexibel reisen kann, sollte einen Blick auf alternative Flughäfen werfen. Der Flughafen Palermo liegt allerdings auf der anderen Seite Siziliens. Die Fahrt nach Catania dauert mit dem Auto je nach Verkehr rund zweieinhalb bis drei Stunden. Auch der kleinere Flughafen Comiso im Südosten der Insel kann bei einzelnen Verbindungen eine Alternative sein.
Wichtig: Reisende sollten nicht eigenständig einen neuen Flug buchen, bevor sie mit ihrer Fluggesellschaft gesprochen haben. Andernfalls besteht das Risiko, dass sie auf zusätzlichen Kosten sitzen bleiben.
Ist eine Reise zum Ätna derzeit gefährlich?
Der Ätna ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Siziliens. Gerade während einer Eruption zieht der Vulkan zahlreiche Schaulustige an.

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Doch ein aktiver Vulkan ist keine Aussichtsplattform mit gelegentlichem Feuerwerk. Behörden können Zufahrtsstraßen, Wanderwege oder Teile des Gipfelbereichs kurzfristig sperren. Auch Ascheregen, herabfallendes vulkanisches Material und plötzliche Änderungen der Aktivität stellen Gefahren dar.
Urlauber sollten deshalb ausschließlich freigegebene Wege nutzen und aktuelle Anweisungen des Zivilschutzes sowie der örtlichen Behörden beachten. Geführte Touren können ebenfalls kurzfristig geändert oder abgesagt werden.


