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Republik Irland & Nordirland

Dublin im Winter: Warum sich die irische Metropole in der kalten Jahreszeit lohnt

Dublin im Winter? Unbedingt! Dank des milden Atlantikklimas wird es im Winter nicht sehr kalt, die Pubs sind besonders gemütlich und die Vorweihnachtszeit lockt. Unsere Tipps für Dublin im Winter.  

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Dublin ist einfach magisch. Die irische Metropole ist nicht ohne Grund die meistbesuchte Stadt der Insel. Doch viele Reisenden lassen sich eines der absoluten Highlights entgehen: Dublin im Winter. Denn in der kalten Jahreszeit verwandelt sich die Stadt an der Liffey in einen fast schon magischen Ort voller Wunder, Gemütlichkeit und Abenteuer.

Eine Stadt im Lichterglanz

Im Dezember erstrahlt die ganze Stadt bei den Dublin Winter Lights in bunten Lichtern – bis in den Januar rein. Dann werden öffentliche Orte mit Einbruch der Dunkelheit – und das kann in Dublin im Dezember schon um kurz nach 16 Uhr sein – kunstvoll angeleuchtet, wodurch die altehrwürdigen Mauern des Dublin Castle oder der Wolfe Tone Square im wahrsten Sinne des Wortes in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Um keinen dieser magischen Momente zu verpassen, sollten Besucher am besten den Christmas Twinkling Lights Trip buchen. Im romantischen Retro-Doppeldeckerbus geht es fast eineinhalb Stunden gemütlich durch die Stadt, mit Weihnachtsklassikern aus den Boxen, herzhaften Snacks und einem warmen Getränk in der Hand. Festliche Beschaulichkeit to go, sozusagen.

Der beleuchtete Uhrturm von Dublin Castle bei Nacht, aufgenommen durch einen kreisförmigen Lichteffekt aus blauen und roten Streifen. Vor dem Gebäude ist eine Menschenmenge zu erahnen.

Foto: Allen Kiely Photography / Fáilte Ireland

Bummel über den Weihnachtsmarkt

Weihnachtszeit heißt Weihnachtsmarkt, und Dublin bildet da keine Ausnahme. In jeden Dezemberbesuch gehört ein Abstecher zum historischen Smithfield Square. Dort entsteht Ende November die TwinkleTown, ein weihnachtliches Wunderland mit zahllosen Möglichkeiten zum Schlemmen, Shoppen und Spaß haben. Zwischen Kunsthandwerk, warmen Getränken – mindestens ein Irish Coffee ist Pflicht! – und herzhaften Leckereien bieten sich außerdem eine Fahrt auf dem Riesenrad oder ein Gang ins mysteriöse Spiegelzelt an. Ein Muss für Familien ist außerdem die Theateraufführung »Santo Panto and the Magic Present Machine«.

Alljährlich lädt außerdem die Royal Dublin Society zum Weihnachtsmarkt »Dublin Loves Christmas«, der das RDS-Gelände im Süden der Stadt in Ballsbridge komplett einnimmt (für 2026 sind allerdings noch keine Details bekannt). Neben viel gutem Essen und der festlichen Stimmung dürfen Besucher sich außerdem über eine Eislaufbahn und adrenalingeladene Fahrgeschäfte freuen. Und wer Heimweh hat, besucht einfach den »Bavarian Market« für eine perfekt gegrillte Bratwurst und einen Glühwein.

Ein hoch geschmückter Weihnachtsbaum leuchtet abends an der O'Connell Street in Dublin vor dem beleuchteten General Post Office mit seinen Säulen. Lichtspuren des Verkehrs ziehen über die nasse Straße.

Foto: Ruth Medjber / Fáilte Ireland

Winterluft schnuppern

Ein großer Vorteil eines winterlichen Besuchs in Dublin: Die Stadt ist nicht so voll wie während der Hauptsaison. Und dank des auch im Winter milden Klimas frieren Besucher auch während eines ausgedehnten Spaziergangs durch die Stadt nicht durch. Und wie könnte man Dublin besser entdecken als im eigenen Tempo? Unbedingt ins Programm gehört der Phoenix Park im Westen der Stadt. Mit mehr als 700 Hektar ist die Anlage die größte Grünfläche der Stadt – und Heimat einer gut 600 Tiere starken Hirschherde.

Eine große Herde Damhirsche steht im verschneiten Phoenix Park in Dublin. Bei leichtem Schneefall blicken mehrere Tiere in Richtung Kamera, im Hintergrund stehen kahle Bäume.

Foto: RR Photo/Shutterstock.com

Sollten Touristen einmal etwas Abwechslung von all der winterlichen Gemütlichkeit benötigen, dann müssen sie nur den Weg bis zur Landzunge Forty Foot auf sich nehmen. Am Fuß der Klippen befindet sich ein ganzjährig beschwimmbarer Badeplatz. Und so mild die Temperaturen in Irland auch im Winter sein mögen, das Wasser der Irischen See schwankt im Dezember zwischen erfrischenden acht und elf Grad Celsius. Für mehr als einen schnellen Sprung sollte hier niemand ins Wasser, dafür ist man danach garantiert für den Rest des Tages mehr als wach.

Luftaufnahme des Neujahrsschwimmens am Forty Foot bei Dublin. Zahlreiche Menschen stehen auf den Felsen an der Bucht, einige schwimmen im kalten Meerwasser.

Foto: Remizov/Shutterstock.com

Irische Gemütlichkeit

Ein Besuch in Dublin wäre nicht komplett ohne einen Abstecher in einen der zahlreichen Pubs der Stadt. Das gilt natürlich auch im Winter, gewissermaßen gleich doppelt. Denn was könnte gemütlicher sein, als sich nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die pittoresken Straßen und Gassen der Stadt in einer einladenden Sitzecke niederzulassen, ein frisch gezapftes Bier oder einen wärmenden Tee zu trinken und dabei den Klängen der Live-Musik zu lauschen? Eben!

Auch andere Highlights der Stadt sind im Winter zugänglich, etwa ein lehrreicher Besuch im Guinness Storehouse oder in der Jameson Distillery. Wer zum ersten Mal in der Stadt ist und auch nur minimal geschichtsinteressiert ist, sollte unbedingt einen Abstecher zum altehrwürdigen Trinity College machen. Nicht nur kommst du dir auf dem historischen Gelände, über das schon Oscar Wilde, Samuel Beckett und Bram Stoker flanierten, automatisch klüger vor. In der atemberaubend schönen Alten Bibliothek wartet mit dem Book of Kells, einem herausragend bebilderten Manuskript, einer der größten Schätze des Mittelalters.

Guiness in Irland

Foto: jjmtphotography/Shutterstock.com

Über die Stadtgrenze hinaus

Und nicht nur die Stadt selbst ist im Winter ein echter Geheimtipp. Auch die Umgebung über die Stadtgrenzen hinaus glänzt im Licht der Wintersonne in einem ganz eigenen Schein. Im Nordosten der Stadt etwa ragt die Halbinsel Howth in die Irische See. Der Howth Cliff Walk führt hier auf knapp acht Kilometern vom Hafen aus entlang der charakteristischen Klippen, mit unzähligen Aussichtsmöglichkeiten auf das im Winter schroff gegen die Küste peitschende Meer. Nach den gut zwei Stunden Wanderung schmeckt eine heiße Suppe im Start- und Zielort Howth gleich doppelt so gut.

Drei warm gekleidete Personen wandern lächelnd auf einem Küstenpfad bei Howth nahe Dublin. Neben dem Weg wächst dichtes Grün, im Hintergrund liegt das graue Meer.

Foto: Fionn McCann / Fáilte Ireland

Südlich der Stadt wiederum verläuft auf gut 43 Kilometern der Fernwanderweg Dublin Mountains Way. Winterfrohe Wanderer stiefeln hier durch die Dubliner Berge und durch die winterlichen Wälder. Wer den gesamten Weg läuft, überwindet währenddessen beachtliche 1.140 Höhenmeter. Die Start- und Zielorte Shankill und Tallaght sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Veranstaltungen im Dubliner Winter

Nicht nur Weihnachtsmärkte stehen im Winter auf dem Veranstaltungsprogramm in Irland. So feiern die Iren das neue Jahr in ihrer Hauptstadt gleich drei Tage lang. Besucher des New Year’s Festival dürfen sich über zahlreiche Konzerte, eine riesige Parade und jede Menge fröhlicher Iren in den Straßen freuen. Den Höhepunkt bildet das professionelle Feuerwerk in der Silvesternacht über der Hafenbucht von Dún Laoghaire.

Luftaufnahme eines Feuerwerks über dem Hafen von Dún Laoghaire bei Dublin. Über der beleuchteten Küste steigen goldene Fontänen auf, während sich violettes Licht im Wasser spiegelt.

Foto: Allen Kiely Photography / Fáilte Ireland

Kurzum: Der Winter in Dublin ist alles andere als langweilig und dürfte nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben. Die beste Zeit, um den Dezember dort zu verbringen, ist also jetzt!

Mehr Informationen zum Winter in Dublin gibt es auf https://www.ireland.com/de-de/magazine/culture/winter-in-dublin/.

Konrad Bender
Konrad hat Geschichte studiert, das Mittelalter, um genau zu sein. Logisch, dass es ihm die geschichtsträchtigen Orte Europas besonders angetan haben. Egal ob in den historischen Städten Deutschlands, einsam im Norden Norwegens oder wandernd in den Vogesen – überall findet Konrad eine Story, die es zu erzählen lohnt. Hauptsache, nicht am Strand liegen – das ist so gar nicht Konrads Ding.