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USA

The Bear, Chicago und ein Italian Beef Sandwich: Diese Foodtour macht Seriengucker satt

Am 26. Juni 2026 läuft die fünfte und letzte Staffel der Hit-Serie »The Bear« an. Nach viel Küchengeschrei, Messergeklirr und zerdeppertem Geschirr kommt die Geschichte um Küchenchef Carmy Berzatto sein Team und ihr Restaurant in Chicago zu Ende. Grund genug, sich noch einmal die realen Vorlagen der Story anzuschauen. Denn die kulinarischen Highlights in der Windy City gibt’s zum Glück auch weiterhin.

Klirrende Kochtöpfe, zerdepperte Teller, sich stapelnde Bestellungen, viel zorniges Geschrei und ein immer lauter werdender Rauchmelder. Wer schon bei dieser Beschreibung einen steigenden Cortisolspiegel fürchtet, sollte sich vielleicht nicht die preisgekrönte Serie »The Bear« zu Gemüte führen. (An dieser Stelle spricht die Redaktion ihre uneingeschränkte Empfehlung für die Serie aus. Aber Achtung: Es ist wirklich stressig!)

Darum geht’s in »The Bear«

In dem fünf Staffel messenden TV-Meisterwerk will Protagonist Carmy Berzatto (Jeremy Allen White), der durch die harte Schule der New Yorker Nobelgastronomie gegangen ist, das nicht ganz so noble Familienrestaurant in Chicago nach dem verfrühten Tod seines Bruders vor dem Ruin bewahren. Verkaufsschlager: das Chicago Style Beef Sandwich, vor Fleischbrühe tropfend. Dass Haute Cuisine und rauer Imbisscharme miteinander kollidieren werden, ist vorprogrammiert. Schnell wird aber auch klar, dass in »The Bear« nicht nur Küchenphilosophien, sondern auch zeitgenössische Themen wie moderne Männlichkeit, Leistungsdruck und Burnout oder Gentrifizierung mit Bravour behandelt werden.

Fassade des Restaurants »Mr. Beef« in Chicago, Vorlage für die Serie »The Bear«

Foto: WTS/Choose Chicago

Kulinarische Tour durch Chicago

Aber es geht eben auch ums Essen. Und sollte sich beim Schauen der Serie der Hunger auf deftige US-Küche ebenso laut melden wie der Hunger auf neue Reiseerfahrungen, dann steht vielleicht eine Reise an den Drehort Chicago an. Mit der kulinarischen Städtetour »Yes, Chef! Chicago: A Bear-Inspired Food Tour« (etwa 120 Euro, vegetarische Option möglich) hat die Reiseführerin und Serienfan Theresa Nemetz eine von der Serie inspiriertes Kulinarikerlebnis entworfen, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dreieinhalb Stunden geht es mit dem Bus durch die Windy City. In der Zeit können sich die Teilnehmenden Leib und Seele mit reichlich Leckereien und Hintergrundwissen zur Serie vollschlagen.

Startpunkt ist, wie könnte es anders sein, Mr. Beef. Das Sandwich-Lokal diente Serienschöpfer Christopher Storer, selbst gebürtiger Chicagoer, nicht nur als Inspiration für das Restaurant in »The Bear«, sondern auch gleich als Drehort. Bereits seit 1979 gehen hier die Italian Beef Sandwiches über die Ladentheke, die längst Kultstatus genießen. Aber auch gehobene Adressen wie das Ever, Frühstückscafés, Eisdielen und Pizzerien, die Fans aus der Serie kennen, stehen auf der Reiseroute.

Wir sind schon ganz (reise-)hungrig! Hier geht’s zur Website der Tour.

Food-Tour durch Chicago

Margies Candies

Häufige Fragen

Welche Spezialitäten sollte man in Chicago probieren?
Zu den Klassikern zählen Deep-Dish Pizza, Chicago-Style Hot Dog, Italian Beef Sandwich und Garrett Popcorn. Auch süße Spezialitäten wie der Rainbow Cone oder der Palmer House Brownie gehören dazu.
Wo kann man in Chicago besonders gut essen?
Beliebt sind Viertel wie West Loop, River North und Logan Square. Dort findest du eine große Auswahl von Traditionslokalen bis zu modernen Restaurants mit kreativer Küche.
Ist Chicago eher für deftige Küche bekannt?
Ja, Chicago ist berühmt für kräftige, herzhafte Gerichte. Gleichzeitig gibt es aber auch internationale Küche, Streetfood und viele moderne Restaurants mit frischen Ideen.
Was ist das typische Essen in Chicago?
Typisch sind vor allem Deep-Dish Pizza, Chicago-Style Hot Dogs und das Italian Beef Sandwich. Diese Gerichte gelten für viele Besucher als kulinarische Wahrzeichen der Stadt.
Konrad Bender
Konrad hat Geschichte studiert, das Mittelalter, um genau zu sein. Logisch, dass es ihm die geschichtsträchtigen Orte Europas besonders angetan haben. Egal ob in den historischen Städten Deutschlands, einsam im Norden Norwegens oder wandernd in den Vogesen – überall findet Konrad eine Story, die es zu erzählen lohnt. Hauptsache, nicht am Strand liegen – das ist so gar nicht Konrads Ding.