Natur zwischen Flüssen, Wäldern und Geotopen
Bayerisch-Schwaben erstreckt sich vom Rieskrater im Norden bis an den Rand des Allgäus. Dazwischen liegen Flusstäler, Auwälder, Feuchtgebiete und historische Städte. Viele Landschaften sind durch Donau, Lech, Iller oder Günz geprägt und lassen sich entspannt auf einem dichten Netz aus Wander- und Radwegen erkunden.

Foto: Tourismusverband Bayerisch-Schwaben / Florian Trykowski
Streifzüge in der Region Günzburg/Neu-Ulm: Kleine Wanderungen mit großem Naturerlebnis
Die neun Premium-Spazierwanderwege »Streifzüge« richten sich an alle, die ohne lange Tagesetappen unterwegs sein möchten. Die Rundwege sind zwischen 3,5 und 5,7 Kilometer lang, nach den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts zertifiziert und in beide Richtungen ausgeschildert.
Die Wege führen durch renaturierte Flussauen, Wälder, Biotoplandschaften und kleine Ortschaften. Entlang der Günz oder des Osterbachs lassen sich mit etwas Aufmerksamkeit Eisvögel, Teichrohrsänger oder Biberspuren entdecken. Sitzplätze und Aussichtspunkte bieten Gelegenheit für kurze Pausen, ohne dass eine aufwendige Tourenplanung nötig ist.
Unesco-Global-Geopark Ries: Auf den Spuren eines gewaltigen Meteoriteneinschlags
Vor rund 14,6 Millionen Jahren entstand durch den Einschlag eines Asteroiden das Nördlinger Ries. Der Krater mit einem Durchmesser von rund 25 Kilometern zählt zu den am besten erhaltenen Einschlagstrukturen der Erde und prägt die Landschaft bis heute.
Wie sich die gewaltigen Kräfte ausgewirkt haben, zeigt unter anderem der Steinbruch Lindle bei Holheim. Dort liegen Gesteinsschichten noch immer schräg übereinander. Die besondere Geologie machte das Ries auch für die Raumfahrt interessant: 1970 nutzten Astronauten der Apollo-14-Mission das Gelände als Trainingsgebiet für ihre spätere Mondmission.
Heute vermittelt der Unesco-Global-Geopark Ries die Erdgeschichte an Informationszentren, Themenwegen und digitalen Lauschtouren. Besucher erfahren, wie der Krater entstand, weshalb hier winzige Diamanten im Gestein vorkommen und welche Spuren der Meteoriteneinschlag bis heute hinterlassen hat. Familien können die Landschaft auf mehreren Erlebniswegen erkunden, die geologische Zusammenhänge kindgerecht erklären.

Foto: Tourismusverband Bayerisch-Schwaben / Fouad Vollmer
Der Lech-Radweg: Immer dem türkisgrünen Fluss entlang
Der Lech begleitet Radfahrer auf seinem Weg von den Alpen bis zur Donau. Seine oft türkisgrüne Farbe entsteht durch feine Gesteinspartikel, die der Fluss mitführt.
Der Lech-Radweg beginnt an der Donaumündung bei Marxheim und führt in fünf Etappen bis nach Tirol. Die beiden ersten Etappen verlaufen vollständig durch Bayerisch-Schwaben und verbinden Natur- und Kulturlandschaften miteinander. Unterwegs liegen Seen, Auwälder und Wasserkraftwerke ebenso am Weg wie historische Städte.
Ein Ziel entlang der Strecke ist Augsburg. Das Unesco-Welterbe Augsburger Wassermanagement-System dokumentiert, wie Wasser seit Jahrhunderten das Leben der Stadt prägt. Wer mehr über den Fluss erfahren möchte, kann an mehreren Stationen eine digitale Lauschtour nutzen.
Der Lech-Radweg ist Teil eines größeren Radwegenetzes. Zwischen Donau, Lech, Iller und Paar lassen sich verschiedene Flussrouten miteinander kombinieren.

Foto: Allgäu GmbH / Marc Oeder
Kneipp erleben: Erfrischung mit Tradition
Sebastian Kneipp entwickelte viele seiner Wasseranwendungen während seiner Zeit in Dillingen an der Donau. Eine Lauschtour führt zu den Stationen seines Wirkens und erläutert die Grundgedanken seiner Gesundheitslehre.
Wer das Wassertreten selbst ausprobieren möchte, findet in Bayerisch-Schwaben zahlreiche öffentlich zugängliche Kneipp-Anlagen. Sie liegen unter anderem im Gerberviertel in Nördlingen, im Schnellepark in Gundelfingen, im Luitpoldhain in Lauingen oder am Kneipp-Rundweg in Krumbach. Viele Anlagen sind in Grünanlagen oder an Bachläufen angelegt und lassen sich gut mit einem Spaziergang verbinden.

Foto: Tourismusverband Bayerisch-Schwaben / Florian Trykowski
Vogelbeobachtung im Schwäbischen Donaumoos: Naturkino mit Fernglas
Das Schwäbische Donaumoos gehört zu den größeren zusammenhängenden Feuchtgebieten Süddeutschlands. Flachwasserzonen, Schilfflächen und Moore bieten zahlreichen Vogelarten geeignete Lebensräume.
Beobachtungstürme und Aussichtshütten ermöglichen den Blick über Wasserflächen und Röhrichte, ohne die Tiere zu stören. Je nach Jahreszeit lassen sich unter anderem Rohrdommeln, Nachtreiher, Silberreiher, Kiebitze, Eisvögel oder Singschwäne beobachten. Mit etwas Glück ist auch ein Seeadler zu sehen.
Naturlehrpfade erschließen Teile des Gebiets und informieren über die Entwicklung der Moorlandschaft sowie über Tier- und Pflanzenarten. Wer früh am Morgen oder in den Abendstunden unterwegs ist, hat oft die besten Chancen auf Beobachtungen.

Foto: Tourismusverband Bayerisch-Schwaben / Helmut Grandel
Outdoor-Inspiration für die ganze Region
Noch mehr Ideen für Wanderungen, Radtouren und Naturerlebnisse bietet das neue Booklet »Alltag aus. Abenteuer an«. Die Broschüre kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.
Weitere Infos auf der Internetseite des Tourismusverbands Bayerisch-Schwaben.
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