Wo liegt’s? Das Elizabeth Unique Venice, das im Juni eröffnet hat, liegt an der Fondamenta Cannaregio direkt am Cannaregio-Kanal in Venedig. Die Lage ist interessant, weil Cannaregio trotz seiner Sehenswürdigkeiten in Teilen stärker vom venezianischen Alltag geprägt ist als die Umgebung des Markusplatzes. In den Gassen finden sich zahlreiche Bacari, kleine Restaurants und Geschäfte. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das historische jüdische Ghetto.

Foto: DesignHotels
14 Zimmer und drei venezianische Farbwelten
Wie sehen die Zimmer aus? Groß ist die Auswahl nicht, zumindest was die Zahl der Zimmer betrifft. Das Elizabeth Unique Venice besitzt gerade einmal 14 Zimmer und Suiten. Die Kategorien reichen von Initiale und Deluxe über Junior Suiten bis zu größeren Suiten und Spa Suiten. Letztere verfügen über eine private Sauna. Gestalterisch ziehen sich drei Farbwelten durch die Räume: Lagunengrün, kräftiges Rot und sanfte Sandtöne. Typisch venezianischer Terrazzo trifft auf Marmorino-Wände und Holzvertäfelungen aus Canaletto-Nussbaum. Hinzu kommen Carrara- und Fior-di-Pesco-Marmor sowie Stoffe von Rubelli und Dedar.

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Viele Möbel entstanden eigens für das Hotel. Architektin und Designerin Cristina Celestino entwarf unter anderem Konsolen, Spiegel, Kopfteile und Nachttische. Selbst die kleinste Kategorie Initiale misst je nach Zimmer nur etwa 18 bis 23 Quadratmeter. Einige der größeren Zimmer und Suiten blicken auf den Cannaregio-Kanal.
Wie sieht das Interieur aus? Cristina Celestino wollte aus dem alten Palazzo kein historisierendes Venedig-Hotel machen. Stattdessen ließ sie vorhandene Elemente wie dekorative Decken und Holzbalken restaurieren und kombinierte sie mit zeitgenössischem italienischem Design. Leuchten von Moooi, Fontana Arte und Oluce treffen auf Möbel von Pianca und eigens entworfene Stücke. Selbst in den Badezimmern setzt sich das Farbkonzept fort.

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Eine weitere Rolle spielt die Kunst. Das Hotel arbeitet mit der traditionsreichen Galleria Russo aus Rom zusammen. Zeitgenössische Werke italienischer Künstler hängen deshalb nicht nur in öffentlichen Bereichen, sondern auch in den Zimmern. Das gesamte Haus versteht sich als eine Art bewohnbare Galerie.
Frühstück für Langschläfer
Wo essen und trinken? Das Restaurant »Da GrandMa« folgt einem hausgemachten italienischen Konzept: klassische Gerichte, regionale Spezialitäten, eher schlichte Hausmannskost als Fine-Dining-Theater. Das kulinarische Konzept verantwortet Riccardo Pepe, der bereits das Restaurant des Schwesterhauses Elizabeth Unique in Rom leitet. Das Frühstück wird den Angaben des Hauses zufolge den ganzen Tag angeboten. Daran schließt sich ein begrünter Innenhof mit Terrasse an – kaum sichtbar von der Fondamenta, bei gutem Wetter Treffpunkt für Mittagessen und Aperitivo.

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Cannaregio zwischen Bacari und jüdischem Ghetto
Was kann man in der Umgebung unternehmen? Cannaregio gehört zu den Vierteln, in denen sich ein Spaziergang ohne festes Ziel lohnt. In den traditionellen Bacari gibt es Wein und Cicchetti, kleine venezianische Häppchen. Rund um das historische Ghetto finden sich Synagogen und Zeugnisse der jahrhundertelangen jüdischen Geschichte Venedigs.
Wer weiter Richtung Zentrum läuft, erreicht schließlich die Rialtobrücke und anschließend den Markusplatz. Damit lässt sich das klassische Venedig gut mit den ruhigeren Straßen Cannaregios verbinden.
Praktisch ist die Lage außerdem für die An- und Abreise: Der Bahnhof Santa Lucia befindet sich vergleichsweise nah am Hotel. Gerade in einer autofreien Stadt, in der ein Koffer schnell über mehrere Brücken getragen werden muss, ist das ein nicht ganz unwichtiges Detail.
Was ist das Highlight des Hotels? Die Spa Suiten mit privater Sauna sind sicherlich das Ungewöhnlichste im Hotel. In einem kleinen venezianischen Palazzo mit insgesamt nur 14 Zimmern ist das alles andere als selbstverständlich. Das eigentliche Highlight ist aber das Haus als Ganzes. Der historische Palazzo wurde nicht auf venezianische Opulenz getrimmt. Stattdessen treffen alte Decken und Holzbalken auf kräftige Farben, zeitgenössische Kunst und modernes italienisches Design.

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Dazu kommt die Lage direkt am Cannaregio-Kanal. Und dann wäre da noch der versteckte Garten. Gerade in Venedig ist ein ruhiger begrünter Außenbereich mitten im historischen Stadtgefüge ein ungewöhnlicher Luxus.
Was kostet eine Übernachtung? Günstig ist die neue Adresse erwartungsgemäß nicht. Die Preise schwanken in Venedig allerdings erheblich nach Saison, Wochentag und Auslastung. Aktuelle Buchungsportale zeigen für das Elizabeth Unique Venice Einstiegspreise von etwa 370 bis 550 Euro pro Nacht, zu besonders gefragten Terminen kann ein Zimmer deutlich mehr kosten.
Weitere Informationen und Buchung auf der Website von DesignHotels.

