Seit dem 27. März 2026 gelten weltweit neue Regeln für Powerbanks an Bord. Verbindlich, für alle 193 ICAO-Mitgliedsstaaten, ohne Übergangsfrist. Trotzdem stehen täglich Passagiere am Gate, die von den Änderungen nichts wissen und ihre Geräte abgeben müssen. Höchste Zeit für eine Auffrischung. Lufthansa und ihre Konzerntöchter setzten die strengeren Standards bereits zwei Monate vor der ICAO um. Asiatische Airlines hatten den Anfang gemacht. Wer regelmäßig fliegt, sollte seine Routine anpassen, bevor es am Check-in unangenehm wird.
Die ICAO hat in Montreal beschlossen, was vorher von Airline zu Airline unterschiedlich gehandhabt wurde. Pro Passagier sind maximal zwei Powerbanks erlaubt. Das Aufladen von Geräten über die Powerbank während des Fluges ist untersagt. Das Aufladen der Powerbank selbst über die Bordstromversorgung ebenfalls. Die Regeln gelten für alle internationalen Flüge unabhängig vom Abflugland.
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Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥Hintergrund ist eine signifikante Zunahme von Zwischenfällen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA dokumentierte allein 2024 insgesamt 84 Vorfälle mit Lithium-Ionen-Batterien an Bord. Powerbanks führten die Statistik an, gefolgt von E-Zigaretten. Das ICAO Dangerous Goods Panel reagierte im Oktober 2025 mit einer Empfehlung, die der ICAO-Rat formell verabschiedete.
Eine wichtige Nuance: Das Ladeverbot für Powerbanks ist zwingend. Die Einschränkung bei der Verwendung der Powerbank zum Laden anderer Geräte ist als starke Empfehlung formuliert. Viele Airlines machen daraus eine Pflicht.

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Lufthansa und SWISS: Neue Powerbank-Limits seit 15. Januar 2026
Die Lufthansa Group setzte die strengeren Standards vor der ICAO um. Seit Mitte Januar 2026 gilt für Lufthansa, Austrian Airlines, SWISS, Eurowings, Brussels Airlines, Discover Airlines, Edelweiss, Air Dolomiti und ITA Airways ein einheitliches Regelwerk.
Erlaubt sind maximal zwei Powerbanks pro Person. Die Nutzung an Bord ist vollständig verboten, sowohl zum Laden eigener Geräte als auch zum Aufladen der Powerbank selbst über USB. Die Aufbewahrung im Gepäckfach über den Sitzen ist nicht mehr gestattet. Powerbanks gehören am Körper, in der Sitztasche oder unter dem Vordersitz verstaut. Damit reagiert die Crew bei einem Brand binnen Sekunden.
»Die Sicherheit unserer Fluggäste und Mitarbeitenden hat für Lufthansa stets oberste Priorität«, sagt Jörg Waber, Pressesprecher der Lufthansa AG.
Powerbanks mit einer Kapazität bis 100 Wattstunden bleiben genehmigungsfrei. Bei 100 bis 160 Wh ist eine vorherige Transportgenehmigung der Airline erforderlich. Über 160 Wh sind generell verboten.

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Powerbank im Flugzeug: Im aufgegebenen Gepäck weltweit verboten
Powerbanks gehören ausschließlich ins Handgepäck. Diese Regel gilt bei allen Airlines, ohne Ausnahme. Der Grund ist betrieblich nachvollziehbar. In der Kabine werden gefährliche Situationen meistens schnell bemerkt und von der Crew bekämpft. Im Frachtraum bleiben Brände oft unentdeckt, bis das Feuer kritische Ausmaße erreicht.
Auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA veröffentlichte im Mai 2025 neue Empfehlungen zur Risikoverwaltung von Lithium-Batterien. Auf ihrer Website heißt es: »Ersatzbatterien, einschließlich Powerbanks, dürfen an Bord des Flugzeugs nicht aufgeladen werden. Darüber hinaus sollten Powerbanks an Bord des Flugzeugs nicht angeschlossen sein oder ein Gerät mit Strom versorgen.«

Info-Grafik: ella Verlag
Sicher unterwegs: Worauf es beim Kauf und beim Packen ankommt
Bereits beim Kauf entscheidet die Qualität. Zertifizierungen wie CE oder UL belegen, dass Schutzmechanismen gegen Überladung und Kurzschluss vorhanden sind. Billige Powerbanks ohne klare Herstellerangaben sind die häufigste Ursache von Zwischenfällen.
Vor dem Abflug sollten Akkus nicht über Nacht geladen werden. Ein Ladestand von 50 bis 70 Prozent reduziert das Brandrisiko erheblich. Powerbanks dürfen nicht in der Nähe metallischer Gegenstände liegen. Schlüssel oder Münzen können Kurzschlüsse verursachen.
Beschädigte Gehäuse, Verformungen, Schmelzstellen oder verfärbte Metallteile sind Alarmsignale. Solche Geräte gehören nicht ins Flugzeug. Bei der Gepäckkontrolle kann die Mitnahme verweigert werden. Die Kapazitätsangabe in Wh oder mAh muss klar lesbar aufgedruckt sein. Fehlt sie, drohen Konfiszierung und Diskussion am Gate.
Vor Abflug noch einmal die Regularien der jeweiligen Airline prüfen
Vor jeder Reise lohnt der Blick auf die aktuellen Vorgaben der gebuchten Airline. Die Regeln können sich aufgrund neuer Vorfälle kurzfristig ändern. Wer auf Langstrecken auf eine eigene Powerbank verzichten möchte, findet in fast allen modernen Flotten USB-Ladebuchsen am Sitz, auch in der Economy Class.
