Mitten in der Ferienzeit müssen sich Reisende auf Einschränkungen am Flughafen Barcelona-El Prat einstellen. Seit Dienstag, 4. August, streiken Beschäftigte des Bodenabfertigers Groundforce unbefristet. Betroffen sind vor allem Passagiere internationaler Airlines – darunter auch Flüge zwischen Deutschland und Barcelona.
Die gute Nachricht: Der Flughafen bleibt geöffnet, ein Großteil der Verbindungen soll trotz des Arbeitskampfs stattfinden. Mit Verspätungen, längeren Wartezeiten und Problemen bei der Gepäckabfertigung müssen Reisende jedoch rechnen.
Welche Flüge nach Deutschland können betroffen sein?
Groundforce fertigt in Barcelona zahlreiche internationale Airlines ab, darunter Lufthansa, SWISS, Air France, KLM, ITA Airways, Turkish Airlines und Finnair. Passagiere dieser Fluggesellschaften müssen besonders mit Verspätungen oder Problemen bei der Gepäckabfertigung rechnen.
Doch auch Fluggäste anderer Airlines sollten aufmerksam bleiben: Obwohl Fluggesellschaften wie Iberia, Level oder Vueling überwiegend von anderen Bodenverkehrsdiensten betreut werden, kam es am ersten Streiktag auch dort zu einzelnen Verspätungen und Flugstreichungen. Die Auswirkungen eines Arbeitskampfes können sich auf den gesamten Flughafenbetrieb ausweiten. Deshalb empfiehlt es sich unabhängig von der Airline, den aktuellen Flugstatus vor der Anreise zum Flughafen zu prüfen.
Was bedeutet der Streik konkret?
Der Streik richtet sich nicht gegen die Fluggesellschaften, sondern gegen den Arbeitgeber Groundforce. Dessen Beschäftigte kümmern sich unter anderem um:
- den Check-in,
- das Boarding,
- die Gepäckabfertigung,
- das Be- und Entladen der Flugzeuge sowie
- die Koordination der Maschinen auf dem Vorfeld.

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Kommt es hier zu Engpässen, wirkt sich das schnell auf den gesamten Flugbetrieb aus. Flüge starten häufig verspätet, Koffer treffen später ein oder Check-in und Boarding dauern deutlich länger als üblich.
Fallen jetzt Flüge aus?
Nach aktuellem Stand ist nicht mit einem flächendeckenden Flugchaos zu rechnen. Das spanische Verkehrsministerium hat sogenannte Mindestdienste angeordnet. Je nach Strecke müssen zwischen 35 und 80 Prozent der Groundforce-Leistungen aufrechterhalten werden. Für internationale Verbindungen – darunter auch Flüge zwischen Deutschland und Barcelona – müssen mindestens 58 Prozent der betroffenen Abfertigungsleistungen erbracht werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass 42 Prozent der Flüge ausfallen. Die Vorgabe regelt lediglich die Mindestkapazität, die Groundforce bereitstellen muss. Wie stark sich der Streik tatsächlich auswirkt, hängt unter anderem davon ab, wie viele Beschäftigte die Arbeit niederlegen und welche Flüge von den Mindestdiensten erfasst werden.
Was sollten Reisende jetzt tun?
Wer in den kommenden Tagen zwischen Deutschland und Barcelona fliegt, sollte den Flugstatus regelmäßig in der App oder auf der Internetseite seiner Airline prüfen. Einige Fluggesellschaften – darunter die Lufthansa Group – haben bereits auf mögliche Einschränkungen hingewiesen und empfehlen, sich vor der Abreise über den aktuellen Status zu informieren.

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Außerdem empfiehlt es sich,
- möglichst früh am Flughafen zu sein,
- Medikamente, Wertsachen und wichtige Dokumente im Handgepäck mitzunehmen,
- bei aufgegebenem Gepäck etwas mehr Zeit bei der Ankunft einzuplanen und
- Push-Benachrichtigungen der Airline zu aktivieren.
Weitere Informationen gibt es auch auf der Webseite des Flughafens Barcelona.


