Start der Serbien Rundreise: Belgrad
Der beste Auftakt für eine Rundreise durch Serbien ist Belgrad. Serbiens Hauptstadt liegt am Zusammenfluss von Save und Donau und präsentiert sich als Mischung aus prächtigen Altbauten, sozialistischer Architektur, neuen Hochhäusern und viel Grün.
Einen guten Eindruck von der Stadt vermittelt ein Spaziergang durch das Zentrum. Die Knez Mihailova führt hinauf zum Kalemegdan und zur Belgrader Festung. Von dort öffnet sich der Blick über Save und Donau. Noch mehr Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Tipps für die serbische Hauptstadt finden sich in unserem ausführlichen Belgrad-Guide.

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Einen ganz anderen Charakter hat Skadarlija. Kopfsteinpflaster, alte Häuser und traditionelle Kafanas prägen das historische Bohème-Viertel. Besonders am Abend wird deutlich, wie wichtig Essen, Musik und Geselligkeit in Belgrad sind.
Auf den Speisekarten stehen Klassiker wie Pljeskavica, Ćevapčići und Kajmak. Auf den Märkten kommen Ajvar, eingelegte Paprika, Obst, Käse und Slatko hinzu, eine sehr süße Spezialität aus eingekochten Früchten.

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Am Abend verlagert sich das Leben an die Flüsse und in die Ausgehviertel. Gerade im Sommer kann Belgrad bis tief in die Nacht laut und lebendig sein. Wer anschließend Ruhe sucht, findet sie auf der nächsten Etappe der Rundreise.
Vojvodina: Weinberge, Klöster und weite Landschaft
Nördlich von Belgrad beginnt die Vojvodina. Die autonome Provinz gehört zur Pannonischen Tiefebene und bildet einen starken Kontrast zur Hauptstadt. Felder reichen bis zum Horizont, dazwischen liegen kleine Orte, Weinberge und alte Klöster.

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Eines der schönsten Ziele ist die Fruška Gora. Der bewaldete Höhenzug südlich von Novi Sad ist Nationalpark und ein beliebtes Gebiet zum Wandern und Radfahren. Zwischen den Wäldern und Weinbergen liegen zahlreiche orthodoxe Klöster.
Zu den bekanntesten gehört Krušedol an den südöstlichen Hängen der Fruška Gora. Das Kloster wurde im frühen 16. Jahrhundert gegründet und später mehrfach verändert und wiederaufgebaut. Im Inneren sind unter anderem Teile älterer Fresken und eine reich verzierte Ikonostase erhalten.

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Auch kulinarisch lohnt sich die Region. Auf den Hängen der Fruška Gora wird seit Jahrhunderten Wein angebaut. Eine Besonderheit ist Bermet, ein aromatisierter Wein, der vor allem mit der Region um Sremski Karlovci verbunden ist.
Irdische Genüsse warten im Perkov Salaš, einem traditionellen serbischen Farmhaus in der Vojvodina. Der Senior des Hauses begrüßt seine Gäste in traditioneller Bauerntracht, mit Brot, Salz und einem Glas Rakija.

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Im idyllischen Garten ist bereits der Tisch gedeckt. Hund und Katze spielen in der Sonne, die Äste der Birnbäume biegen sich unter den reifen Früchten. Dann wird aufgetischt: Tomatensuppe mit Zucchini-Valjušci, serbische Gnocchi mit säuerlich eingelegtem Futog-Kohl, dazu hausgemachte Würstchen und Tomatensalat. Zum Abschluss folgt Kuchen mit Johannisbrot, begleitet von Bermet, einer regionalen Weinspezialität.
Spätestens hier zeigt sich eine weitere Seite der Rundreise: Serbien beeindruckt nicht nur mit Städten, Klöstern und Landschaften. Das Land schmeckt auch verdammt gut.
Novi Sad: Barock, Donau und Petrovaradin
Novi Sad lohnt auf einer Serbien-Rundreise mehr als nur einen kurzen Zwischenstopp. Die zweitgrößte Stadt des Landes liegt rund 90 Kilometer nördlich von Belgrad an der Donau und wirkt deutlich entspannter als die Hauptstadt. Breite Plätze, Straßencafés und die Architektur der Habsburgerzeit prägen das Zentrum. 2022 trug Novi Sad als erste Stadt Serbiens den Titel Kulturhauptstadt Europas.
Mittelpunkt der Altstadt ist der Trg Slobode, der Platz der Freiheit. Hier stehen das neobarocke Rathaus und die katholische Kirche Mariä Namen mit ihrem hohen Turm. Von dort führt die Fußgängerzone Zmaj Jovina durch das historische Zentrum. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Dunavski Park, eine kleine grüne Ruhezone auf dem Weg zur Donau.
Das Wahrzeichen der Stadt erhebt sich auf der anderen Flussseite: die Festung Petrovaradin. Ihre Geschichte reicht weit zurück, ihre heutige Gestalt erhielt die mächtige Anlage vor allem im 18. Jahrhundert unter habsburgischer Herrschaft. Besonders bekannt ist der Uhrturm, bei dem die Zeiger scheinbar vertauscht sind: Der große Zeiger zeigt die Stunden, der kleine die Minuten. So ließ sich die Uhrzeit einst auch aus größerer Entfernung gut erkennen.
Von der Festung öffnet sich einer der schönsten Blicke über Novi Sad. Zu Füßen fließt die Donau, dahinter breitet sich die Stadt aus. Besonders stimmungsvoll ist der Aussichtspunkt am Abend, wenn die Sonne hinter Novi Sad verschwindet und nach und nach die Lichter entlang des Flusses angehen.
Unterhalb der Festung liegt Petrovaradin mit engen Gassen, alten Fassaden und kleinen Ateliers. Einen starken Kontrast dazu bildet das moderne Novi Sad auf der anderen Seite der Donau. Gerade diese Mischung macht die Stadt zu einer der interessantesten Stationen im Norden Serbiens.
Welche Viertel, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele sich außerdem lohnen, zeigt unser Beitrag über Novi Sad.
Zentralserbien: Durch die Ovčar-Kablar-Schlucht
Nach Belgrad und der Vojvodina verändert sich die Landschaft auf dem Weg nach Süden deutlich. Berge treten näher an die Straßen, Täler werden enger und das urbane Serbien rückt in den Hintergrund.
Besonders eindrucksvoll ist die Ovčar-Kablar-Schlucht westlich von Čačak. Die Westliche Morava windet sich hier zwischen den Bergen Ovčar und Kablar hindurch. An den Hängen liegen mehrere orthodoxe Klöster, weshalb die Gegend gelegentlich als serbischer Athos bezeichnet wird.

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Zu ihnen gehört das Kloster Nikolje. Es wird erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt und gilt als eines der ältesten Klöster der Schlucht. Das kleine Gotteshaus unterscheidet sich auch architektonisch von vielen anderen serbisch-orthodoxen Klöstern: Es besitzt keine Kuppel.

Foto: Simone Sever
Eine Bootsfahrt auf der Westlichen Morava eröffnet eine andere Perspektive auf die Schlucht. Bewaldete Hänge spiegeln sich im Wasser, kleine Häuser stehen am Ufer, dazwischen tauchen immer wieder Kirchen und Klöster auf.
Spätestens hier zeigt sich, warum sich Serbien für eine Rundreise eignet. Zwischen dem Nachtleben Belgrads, den Ebenen der Vojvodina und den engen Flusstälern Zentralserbiens liegen nur wenige Stunden Fahrt. Die Eindrücke könnten unterschiedlicher kaum sein.
Weitere Infos über Urlaub in Serbien gibt es auf der Website Serbien Travel.


