Ab dem 6. Dezember 2026 sind die neuen Villen buchbar. Für mich ist das ein guter Anlass, an meinen ersten Aufenthalt zu erinnern.
Neue Overwater-Villen mit Pool im Six Senses Laamu
Die Neugestaltung ist der Auftakt einer mehrjährigen Modernisierung, die nach und nach weitere Unterkünfte und öffentliche Bereiche des Resorts umfassen soll. Die 17 neuen Villen verteilen sich auf vier Kategorien: Ocean Water Villa Suite with Pool, Laamu Water Villa Suite with Pool, Horizon Water Villa Suite with Pool und Family Water Villa with Pool. Die freieste Sicht bietet laut Hotel die Horizon Water Villa Suite, von der der Blick über das offene Meer bis zum Horizont reicht.

Foto: Six Senses Laamu
Jede Villa hat einen 18 Quadratmeter großen Pool direkt an der Terrasse, eine Hängematte über dem Wasser, eine Badewanne mit Meerblick und ein zusätzliches Oberdeck mit Blick über die Lagune. Helle Naturtöne, Weiß und Blau greifen die Farben der Lagune auf, Couchtische aus Treibholz und handgefertigte Hängeleuchten ergänzen die Einrichtung. Besonders schön sind die strukturierten Wände: Ihr Muster erinnert an den Panzer einer Schildkröte, eine Hommage an die Echten Karettschildkröten und Grünen Meeresschildkröten, die rund um das Resort leben und im Mittelpunkt der Meeresschutzarbeit stehen.
Neu sind auch die Family Water Villas with Pool. Sie haben ein separates Kinderzimmer mit eigenem Bad, damit Eltern und Kinder Platz und Privatsphäre haben. Für junge Gäste gibt es zusätzlich das Junior Marine Biologist Programm: Kinder lernen dort die Unterwasserwelt des Laamu-Atolls und die Arbeit der Meeresbiologen kennen, die fest im Resort arbeiten. Die Preise beginnen bei 2.185 US-Dollar für eine Ocean Water Villa Suite with Pool.

Six Senses Laamu
Mein Lieblingshotel: Erinnerungen an Laamu
Es gibt Orte, die ein Herz mit Wärme füllen. Luftig leicht, in bunten, aber nicht grellen Farben, die in der Erinnerung niemals verblassen. Das Six Senses Laamu wird für mich ewig ein solcher Ort bleiben.
Es ist der letzte Abend
Malte und ich sitzen bei einer Frozen Margarita im Restaurant und blicken in die Dunkelheit. Um uns herum nur Kerzen und sanfte Lichter. Das Meer rauscht. Loungemusik schwappt leise von der Bar herüber, während wir in der gemütlichen Bank versinken und die Traurigkeit uns übermannt. Nur noch ein paar Stunden bleiben uns im Paradies, nur noch ein paar Stunden in unserer Wasservilla. Es fühlt sich an wie die letzten Minuten einer Beziehung, als müssten wir uns trennen. Dabei ahnen wir noch nicht, dass dieser Abend alles verändern wird.
Die beste Eisdiele der Malediven
Auf dem Rückweg vom Restaurant zur Villa halten wir noch kurz an der hoteleigenen Eisdiele. In den wenigen Tagen konnten wir uns kostenlos durch 42 Sorten probieren. Jede exzellent, jede überraschend, serviert von einer jungen Maledivierin, die immer wieder für eine fruchtige Abwechslung in unserer Waffel sorgt.

Jennifer Latuperisa-Andresen
Danach geht es zum Fahrrad. Zu jeder Villa gehören welche, gekennzeichnet mit einem »Nummernschild«, damit man das eigene wiederfindet. Malte warnt mich wieder einmal, an den Linksverkehr zu denken und lieber abzusteigen, bevor ich samt Rad vom Holzsteg in den Indischen Ozean plumpse. Fürsorge, wie schön!
Dschungelkino auf den Malediven
Es regnet, deshalb fällt das Open-Air-Kino im Dschungel aus. Wie gern hätten wir am Strand gelegen und unter freiem Himmel einen Film gesehen, eine Tüte Popcorn in der Hand. Stattdessen fahren wir in unsere Villa, setzen uns auf das riesige Daybed der Terrasse und kommen ins Gespräch. Ein Gespräch, das unser Leben verändern sollte. Doch von vorne.

Six Senses Laamu
Bei Ankunft barfuß
So lautet die Philosophie des Hauses, und »No Shoes, No News« gilt hier bis heute. Deshalb wartet das Personal schon im Transferboot mit einem Jutebeutel, um Schuhe und Socken einzusammeln. Malte ist skeptisch. Ein Barfuß-Resort war für ihn der Inbegriff von Hipster-Getue, ein Klischee, nach dem sich alle zu richten haben. Mit einer Mischung aus Respekt und Unbehagen beobachte ich, wie der freundliche Mitarbeiter höflich nach seinen Schuhen fragt. Ohne Widerworte wandern sie in den Beutel. Die totale Kapitulation. Was ein nach Zitronengras duftendes, kühles Handtuch und ein hausgemachter Eistee alles bewirken können.
Und siehe da: Bei der Ankunft auf der Insel sind wir barfuß und sofort guter Dinge. Die gute Laune begleitet uns von da an, und nach ein paar Stunden wird daraus Glück.
Die Tage sind eine Wonne
Kein Wecker, kein Frühstücksstress, kein Druck, am frühen Morgen aus dem Bett zu purzeln, um das bereits bezahlte Frühstück nicht zu verpassen. Wer keine Lust hat, zum Frühstücksbuffet zu radeln, lässt sich die erste Mahlzeit des Tages einfach in die Villa bringen. Danach folgt ein Tag, der herrlich frei von Sinn und Stress ist. Erst am Nachmittag schleicht sich eine leichte Form von Planung ins Gespräch. Ein Picknick auf einer einsamen Insel? Eine Delfin-Tour in den Sonnenuntergang? Surfen? Oder doch Schnorcheln?
Lebensaufgabe Schnorcheln
Die Malediven ohne Schnorcheln (oder wahlweise Tauchen, je nach Fähigkeit) sind wie ein Berlinbesuch ohne Brandenburger Tor.
So oder ähnlich beginnt meine Predigt an Malte, es doch noch einmal mit dem Schnorcheln zu versuchen. Hier soll seine Skepsis allerdings recht behalten, wobei ich für diese Erfahrung dankbar bin: Selten hat mich etwas so gut unterhalten, wie dem großen blonden Mann beim Schnorcheln zuzusehen. Maltes Schuhgröße ist eine stattliche 49. Damit im normalen Geschäft Schuhe zu finden, ist schon schwierig genug. Aber Flossen auf einer kleinen Insel im Indischen Ozean?
Auf großem Fuß auf den Malediven
Mit hochgezogener Augenbraue schaut der Mitarbeiter im Surfshop ihn an und schüttelt den Kopf. Doch statt Nein zu sagen, sucht er nach einer Lösung. Wie wäre es mit den Flossen, die Taucher über ihre Neoprenschuhe ziehen? Die haben hinten einen verstellbaren Verschluss. Bequem sieht das nicht aus, das denkt Malte wohl auch.

Six Senses Laamu
Vermutlich ist es mein flehender Blick, der ihn schließlich in die unbequemen Dinger zwängt. Wenn ich daran denke, muss ich heute noch schmunzeln. Dazu Brille, Schwimmweste und Schnorchel, fertig. Am schönsten gleitet man vor der Bar ins Meer, nah am Riff. Dort stehen große weiße Daybeds, dort serviert der Service eiskalte Getränke, dort lässt es sich entspannt in der Sonne liegen.
Wir tapsen langsam ins Wasser und schnorcheln los. Meine Gedanken kreisen um Clownfische und Korallen und um die immer wieder neue Erkenntnis, wie friedlich es unter der Wasseroberfläche im badewannenwarmen Meer ist. Doch wo ist Malte? Als ich auftauche, sehe ich ihn aus dem Wasser klettern. Schnorchelausflug beendet. Der Grund: Flosse verloren, Brille sitzt nicht, und überhaupt sei das nicht sein Sport.
Er als Vollblut-Norddeutscher sieht den Fisch wohl lieber zwischen zwei Brötchenhälften.
Schwere kulinarische Entscheidungen
Bestens gelaunt schauen wir bei einem Bier zu, wie die Sonne im Meer versinkt und den Himmel dunkelblau färbt. Und dann steht wieder eine schwere Entscheidung an: Wo essen wir heute? Im Urlaub hat man ja unfassbare Luxusprobleme. Auf dem Rückweg zur Villa überlegen wir, ob wir im Baumhausrestaurant »Leaf« über den Palmenwipfeln Gerichte mit Gemüse aus dem eigenen Garten essen oder ins »Altitude« gehen, das Restaurant mit einer unverschämt großen Weinkarte, erst recht für eine einsame Insel. Oder doch ins Buffetrestaurant? Dort ist heute maledivische Nacht mit traditionellen, scharfen Gerichten. Wir entscheiden uns für Letzteres und landen dort, wo diese Geschichte begann: bei einer Margarita nach einem ausgezeichneten Essen. Bei der Erkenntnis, dass der Urlaub zu Ende geht.

Six Senses Laamu
Was also geschah auf dem Daybed in der dunklen maledivischen Nacht, nach dem Abendessen und vor der Abreise? Die Einsicht kam. Einen Urlaubstraum wie diesen erlebt man nur mit einem Menschen, mit dem man die sinnbefreiten Stunden gern verbringt. Also beschlossen wir, dieses Glück so lange wie möglich zu genießen. Wir verabschiedeten uns nicht für immer, im Gegenteil: Wir kehren wieder. Zu einer ganz besonderen Reise. Der, bei der am Fahrradsattel nicht die Zimmernummer steht, sondern zwei Worte: just married.
Six Senses Laamu: Infos für die Reise
Das Six Senses Laamu liegt auf der Insel Olhuveli im Laamu-Atoll im Süden der Malediven. Die neuen Overwater-Villen mit Pool sind ab dem 6. Dezember 2026 buchbar, die Preise beginnen bei 2.185 US-Dollar für eine Ocean Water Villa Suite with Pool. Dieser Link führt auf die Seite des Six Senses Laamu.
Anreise zum Six Senses Laamu
Das Six Senses Laamu liegt auf der Insel Olhuveli im Laamu-Atoll im Süden der Malediven. Seit Oktober 2023 bringt ein resorteigenes Wasserflugzeug die Gäste direkt ins Resort. Am Velana International Airport in Malé empfängt das Six-Senses-Team die Ankommenden und begleitet sie zum Terminal der Wasserflugzeuge. Der Flug mit der »Flying Turtle« dauert gut eine Stunde, ohne Zwischenstopp. Er ist ausschließlich für Gäste des Resorts reserviert.
Wichtig für die Planung: Wasserflugzeuge fliegen nur bei Tageslicht, etwa zwischen 6 und 16 Uhr. Six Senses empfiehlt deshalb, den Flug nach Malé auf dieses Zeitfenster abzustimmen. Wer später landet, übernachtet in Hulhumalé und fliegt am nächsten Morgen weiter. Alternativ bucht das Resort auf Anfrage einen Inlandsflug mit Maldivian nach Kadhdhoo, der auch abends verkehrt. Der Flug dauert 35 bis 45 Minuten, danach geht es in 15 bis 20 Minuten mit dem Speedboot zur Insel. Beide Transfers organisiert das Resort nach der Buchung.
Nach Malé fliegt Condor ab Frankfurt nonstop in rund zehn Stunden. Mit Umstieg geht es täglich mit Emirates über Dubai, Qatar Airways über Doha, Etihad über Abu Dhabi oder Turkish Airlines über Istanbul. Ab Zürich fliegt Edelweiss nonstop.
Die neuen Overwater-Villen mit Pool sind ab dem 6. Dezember 2026 buchbar, die Preise beginnen bei 2.185 US-Dollar für eine Ocean Water Villa Suite with Pool. Dieser Link führt auf die Seite des Six Senses Laamu.


