Alle Ziele liegen höchstens eine Autostunde von der Innenstadt entfernt; viele sind auch mit Bahn oder Fähre erreichbar.
Wakenitz: der Amazonas des Nordens
Über vier Jahrzehnte lang bildete die Wakenitz zwischen Ratzeburger See und Lübeck die innerdeutsche Grenze. Weil kaum ein Mensch das Ufer betrat, konnte sich die Natur ungestört entwickeln. Umgestürzte Bäume blieben liegen; am Ostufer wuchs ein dichter Erlenbruchwald mit Stelzwurzeln, der tatsächlich ein wenig an den Regenwald erinnerte. Heute steht der Fluss als Naturschutzgebiet unter Schutz, in den Wurzeltellern der umgestürzten Erlen brüten Eisvögel.

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Am bequemsten erleben Besucher die Wakenitz vom Ausflugsschiff, das in der Saison zwischen Lübeck und Rothenhusen pendelt. Sportlicher geht es im Kanu, Boote verleihen mehrere Anbieter in Lübeck. Im Naturschutzgebiet darf allerdings nur zwischen 6 und 19 Uhr gepaddelt werden.
Beste Zeit: April bis Oktober.
Ratzeburg: Inselstadt im See
Am südlichen Ende der Wakenitz liegt Ratzeburg, mitten im Ratzeburger See. Die Altstadt liegt auf einer Insel, die über Dämme mit dem Ufer verbunden ist. Ratzeburg gehört zum Naturpark Lauenburgische Seen und lässt sich gut mit der Wakenitz kombinieren: Von Rothenhusen fahren Schiffe weiter über den See bis in die Stadt.

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Beste Zeit: Mai bis September.
Wedel: Schiffsbegrüßung am Willkomm-Höft
Westlich von Hamburg liegt in Wedel-Schulau eine Besonderheit. Seit 1952 begrüßt die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft jedes große Seeschiff, das die Elbe hinauf- oder hinunterfährt, mit seiner Nationalhymne und einem Flaggengruß. Bei Kaffee und Kuchen am Elbufer lässt sich das stundenlang beobachten.
Beste Zeit: ganzjährig.
Glückstadt: barocke Planstadt an der Elbe
Noch weiter elbabwärts liegt Glückstadt. Der dänische König Christian IV. gründete die Stadt 1617, ihr strahlenförmiger Grundriss ist bis heute erhalten. Bekannt ist Glückstadt vor allem für ihren Matjes: Jedes Jahr im Juni feiert die Stadt die Glückstädter Matjeswochen. Wer weiter möchte, setzt mit der Elbfähre nach Wischhafen auf die niedersächsische Seite über.

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Beste Zeit: Juni zu den Matjeswochen.
Boßeln in der Wilstermarsch
Hinter dem Elbdeich der Wilstermarsch lässt sich der norddeutsche Volkssport Boßeln ausprobieren. Ziel ist es, eine Kugel mit möglichst wenigen Würfen über eine festgelegte Strecke zu bringen. Traditionell wird von Oktober bis März geboßelt, und danach gehört ein deftiges Grünkohlessen dazu. Geführte Touren mit Ausrüstung hat zuletzt die Touristinformation Wilstermarsch organisiert, Treffpunkt war das Störsperrwerk bei Wewelsfleth. Gruppen sollten vorab anfragen.

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Beste Zeit: Oktober bis März.
Brenner Moor in Stormarn
Bei Bad Oldesloe liegt eine botanische Besonderheit: Das Brenner Moor ist die größte binnenländische Salzstelle Schleswig-Holsteins. Aus dem Boden treten Solquellen hervor, deren Salzgehalt stellenweise dem der Nordsee entspricht. Deshalb wachsen hier Pflanzen wie Queller und Strand-Dreizack, die sonst nur an der Küste vorkommen. Bohlenwege mit zehn Erlebnisstationen führen durch das Naturschutzgebiet, den besten Überblick gibt es von der »Grünen Brücke«. Unterwegs zeigen sich Graureiher und Rohrammern.

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Beste Zeit: Frühling bis Herbst.
Altes Land: Apfelblüte und Apfelernte
Direkt vor den Toren Hamburgs beginnt das Alte Land, nach eigener Angabe das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Auf rund 10.700 Hektar wachsen vor allem Äpfel, aber auch Kirschen und Birnen. Zweimal im Jahr lohnt der Ausflug besonders: Ende April bis Mitte Mai, wenn die Bäume blühen, und zur Ernte von Ende August bis Anfang November.

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Zur Erntezeit öffnen viele Höfe ihre Hofläden und Hofcafés, einige laden zum Selbstpflücken ein oder bieten Hofführungen an. Am schönsten ist die Anreise übers Wasser: Die Hafenfähre 62 fährt ab den Landungsbrücken nach Finkenwerder, ab Blankenese setzt die Fähre 64 nach Cranz über.
Beste Zeit: Ende April bis Mitte Mai sowie September bis Oktober.
Hier geht es zur Website der Urlaubsregion Altes Land.
Lüneburg: Backsteingiebel und Salzgeschichte
Mit dem Zug ist Lüneburg in rund 30 Minuten erreicht. Die Altstadt mit ihren Backsteingiebeln verdankt ihren Reichtum dem Salz, davon erzählt das Salzmuseum. Am Stintmarkt am Ufer der Ilmenau sitzen Einheimische und Besucher bei gutem Wetter bis in den Abend draußen.

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Beste Zeit: ganzjährig, besonders schön zum Weihnachtsmarkt.
Hier geht es zur Website des Deutschen Salzmuseums.
Lüneburger Heide: die Heideblüte
Südlich von Hamburg liegt der Naturpark Lüneburger Heide, der 1921 als erster Naturpark Deutschlands gegründet wurde. Hier liegt die größte zusammenhängende Heidefläche Mitteleuropas. Von Anfang August bis Mitte September blüht die Besenheide und färbt die Landschaft lila, dazwischen stehen knorrige Wacholder, Kiefern und Birken. In dieser Zeit stellen Imker ihre Bienenvölker auf, und über dem Land liegt ein süßer Duft.
»Die Heide riecht dann förmlich schon nach Heidehonig – sie honigt eben«,
beschreibt eine Gästeführerin aus Schneverdingen dieses Naturschauspiel.
Zahlreiche markierte Rundwege führen durch die Heide, etwa durch das Pietzmoor, ins Büsebachtal oder auf den Wilseder Berg, mit 169 Metern die höchste Erhebung der Region. Das Dorf Wilsede ist autofrei und nur zu Fuß, mit dem Rad oder der Kutsche erreichbar.
Hier geht es zur Website der Lüneburger Heide.

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Beste Zeit: August bis Mitte September.
Landpark Lauenbrück: Ausflug mit Kindern und Hund
Zwischen Hamburg und Bremen liegt der gemeinnützige Landpark Lauenbrück, ein Tier- und Landschaftspark für die ganze Familie. Kinder können auf Eseln reiten oder handzahme Tiere streicheln, dazu gibt es Spiellandschaften mit Tiefseilgarten, Schaukelwald, Ritterburg und Riesendüne. Auch Hunde sind willkommen: Für sie gibt es einen eigenen Wald zum Toben.
Hier geht es zur Website des Landparks.

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Beste Zeit: April bis Oktober.
Lieber in Hamburg bleiben?
Tipps für die Stadt selbst sammelt unser Hamburg-Reiseguide. Unser Übernachtungstipp ist das Le Méridien Hamburg an der Alster.

