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Spanien

Unwetter auf Mallorca und Ibiza: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Das Unwettertief »Adam« hat in der Nacht zu Montag Mallorca erreicht, schwächer als befürchtet. Auf Ibiza und Formentera hatte es zuvor Straßen überflutet und den Flugverkehr gestört. Auf Mallorca gilt inzwischen die niedrigste Warnstufe Gelb. Ausgestanden ist die Lage aber nicht. Heute Abend werden gegen 21 Uhr nochmal heftige Regenfälle erwartet. Was Urlauber jetzt wissen müssen.

Stand: Montag, 19. Oktober 2026, 18 Uhr

Unwetter »Adam«: Was bisher geschah

Den Start in die Herbstferien hatten sich viele Urlauber anders vorgestellt. Am Sonntagabend schrillte auf Mallorca der Warnton des Katastrophenschutz-Systems ES-Alert auf allen Handys. Das Höhentief »Adam« hatte am Wochenende bereits an der spanischen Mittelmeerküste Starkregen und Überschwemmungen gebracht. In Katalonien rissen die Wassermassen eine Frau mit, sie kam ums Leben. Die militärische Notfalleinheit UME schickte vorsorglich Einsatzkräfte aus Valencia nach Mallorca und Ibiza. Die Balearenregierung schloss für Montag alle Schulen und die Universität auf Mallorca, Ibiza und Formentera.

Unwetter auf Ibiza und Formentera: Überschwemmungen und Flugausfälle

Zuerst traf es Ibiza und Formentera, die dem spanischen Festland am nächsten liegen. Der Wetterdienst Aemet warnte dort ab Samstagabend vor Starkregen und Gewittern. Am heftigsten regnete es ab Sonntagmorgen. Aemet rechnete mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und bis zu 160 Litern in fünf bis sechs Stunden. Straßen, Geschäfte und Wohnhäuser standen unter Wasser. Zwischen Samstagnacht und Sonntagvormittag registrierte die Notrufzentrale auf Ibiza 23 wetterbedingte Einsätze, auf Formentera 38, wie Ibiza Heute berichtete.

Gewitter mit Blitzen und dunklen Wolken über dem Meer vor Ibiza

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Auch am Flughafen Ibiza lief wenig nach Plan. Flüge fielen aus, Maschinen landeten auf anderen Flughäfen oder starteten verspätet. Eine wichtige Zufahrtsstraße zum Flughafen war zeitweise gesperrt. Aktuelle Ankünfte und Abflüge zeigt die Website des Flughafenbetreibers Aena. Todesopfer gab es auf Ibiza und Formentera nach bisherigem Stand nicht.

Unwetter auf Mallorca: Die aktuelle Lage

In der Nacht zu Montag erreichte »Adam« Mallorca. Von Mitternacht bis 6 Uhr galt für den Süden, den Osten und das Inselinnere die höchste Warnstufe Rot. Aemet hatte bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde vorhergesagt, in zwölf Stunden bis zu 160 Liter. Das Unwetter fiel jedoch schwächer aus als befürchtet. Am Morgen stufte Aemet die Warnung auf Orange herab, seit 12 Uhr galt auf der ganzen Insel Gelb und es wurde Entwarnung gegeben. Kurzfristig erhöhte der Wetterdienst nochmal auf Orange, weil die Regenfälle tagsüber am Montag doch heftiger ausfielen als erwartet.

Vorbei ist es damit noch nicht. Denn heute Abend kommen gegen 21 Uhr nochmal heftige Schauer auf der gesamten Inseln runter. Bis Montag um Mitternacht warnt Aemet vor Regen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Gewitter und starke Winde sind bis Dienstag 12 Uhr möglich. Am Nachmittag soll es ruhiger werden, in der Nacht zu Dienstag kann aber neuer Regen einsetzen. Aktuelle Warnungen veröffentlicht der staatliche Wetterdienst Aemet auf seiner Website.

Flughafen Palma: Fallen Flüge nach Mallorca aus?

Der Flughafen Palma de Mallorca blieb geöffnet. Laut Betreiber Aena fielen aber Dutzende Verbindungen aus, viele Maschinen starteten und landeten verspätet. Das bekamen auch Reisende in Deutschland zu spüren: Laut WDR kamen einzelne Mallorca-Flüge von und nach Deutschland verspätet an. Einen generellen Flugstopp gab es nicht. Gegen 9.40 Uhr lief der Betrieb in Palma laut Mallorca Zeitung weitgehend normal. Mit dem Wetter kann sich das wieder ändern. Den aktuellen Flugstatus zeigt die App der jeweiligen Airline.

Dunkle Unwetterwolken über Palma de Mallorca

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Das sollten Urlauber auf Mallorca und Ibiza jetzt tun

Strandurlaub ist auf Mallorca und Ibiza vorerst nicht drin. Der Zivilschutz bittet, unnötige Fahrten und Aufenthalte im Freien oder in Kellern zu vermeiden. Palma hat vorsorglich mehrere Parks gesperrt und den Zugang zum Castell de Bellver eingeschränkt. Die größte Gefahr geht von örtlichen Überschwemmungen und Sturzbächen aus, auf Mallorca »Torrents« genannt. Ausgetrocknete Bachbetten schwellen bei Starkregen binnen Minuten zu reißenden Strömen an. Deshalb gilt: überflutete Straßen weder zu Fuß noch mit dem Auto durchqueren, Bachbetten meiden und nicht ins Meer gehen. Im Notfall den Anweisungen der Behörden folgen und den Notruf 112 wählen.

Wer schon auf der Insel ist, macht es sich am besten im Hotel gemütlich, mit einem guten Buch oder einem langen Nachmittag im Spa. Weitere Ideen für Mallorca bei Regen hat die Redaktion gesammelt, viele davon funktionieren, sobald die Warnungen auslaufen. Bei Fragen zu Ausflügen und Transfers helfen Reiseveranstalter und Hotelrezeption weiter. Die Lage ändert sich stündlich, ein Blick auf die Aemet-Warnungen lohnt sich deshalb mehrmals am Tag.

Häufige Fragen

Dürfen Urlauber ihr Hotel verlassen?
Ja, ein Ausgangsverbot gibt es nicht. Ausflüge über Land verschieben Reisende aber besser, bis die Warnungen auslaufen. Aktuelle Straßensperren zeigt die spanische Verkehrsbehörde DGT unter infocar.dgt.es (nur auf Spanisch).
Marie Tysiak
Ihren ersten Gipfel erklomm Marie im Himalaya in Nepal, weitestgehend ungeplant. Seither sind einige Berge hinzugekommen, besonders Vulkane haben es ihr angetan. Je abenteuerlicher der Aufstieg, je mehr Adrenalin involviert, je zerklüfteter der Weg erscheint, desto besser! Hoch über den Wolken, aus eigener Kraft hinaufgeschleppt, das ist für Marie Urlaub.