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Servicetipps

Trinkgeld im Hotel: Wie viel für Housekeeping, Concierge und Kofferträger?

Ein Aufenthalt im Hotel ist doch eine echte Wonne. Alles wird für einen erledigt, jeden Tag wird sich mit frischen Handtüchern abgetrocknet und den Kaffee gibt’s auch noch an den Platz gebracht. Gerne wollen wir unserer Dankbarkeit deshalb auch finanziell Ausdruck verleihen. Doch wie viel Trinkgeld ist im Hotel eigentlich angemessen?

Ein Wochenendtrip in ein schönes Boutiquehotel, Strandurlaub im Beach Resort, ein paar Tage im Grandhotel – egal, in welche Unterkunft die Reise führt, die Zimmer sind im besten Fall sauber und aufgeräumt, die Bettwäsche glatt, die Handtücher frisch, der Pyjama für die Nacht hübsch auf dem Bett drapiert, die Schuhe in Reih und Glied angeordnet. Shampoo, Conditioner, Seife … alles da. Wie von Zauberhand? Wohl kaum!

Es ist das fleißige Personal, das den Gästen den Aufenthalt im Hotel versüßt. Sie arbeiten, während andere ein üppiges Frühstück genießen, am Strand in der Sonne liegen oder auf Spurensuche in den Städten unterwegs sind. Ihnen gebührt reichlich Dankbarkeit – und das nicht nur mit dem nötigen Respekt und einem freundlichen Lächeln, sondern auch mit einer kleinen Aufmerksamkeit in Form von Trinkgeld.

Aber wie viel Trinkgeld ist angesagt? Das ist sicherlich eine Frage des eigenen Einkommens und der eigenen Großzügigkeit. Und hängt natürlich auch davon ab, wie zufriedenstellend der Service war.

Ein zerwühltes Bett in einem Hotel, daneben zwei gefüllte Frühstücksetageren.

Foto: Jonas Allert

Im Restaurant gilt die Zehn-Prozent-Regel, im Rest des Hotels nicht

In Restaurants ist das meist ganz einfach, da gilt in Deutschland die Faustregel: zehn Prozent der Gesamtrechnung als Anerkennung für die Kellner. Und wenn der Service extrem gut war oder die Bedienung den Abend besonders charmant gestaltete, dann – das ist keine Frage – gern auch mehr. Aber diese zementierte Regel gibt es für den Rest des Hotelteams leider nicht.

Gehen wir es der Reihe nach an: Das Taxi oder Auto hält vor dem Hotel, die Tür wird aufgehalten, das Gepäck wird sogleich entgegengenommen, der Wagen eventuell in die Garage gefahren und am nächsten Tag wieder vor. Für diese Aufmerksamkeiten sind ein bis zwei Euro als anerkennender Dank angemessen. Der Check-in an der Rezeption geht dem Gang ins piccobello hergerichtete Zimmer voraus.

Und kaum sind die Suite, der Deluxe- oder Standardroom inspiziert, klopft es schon an der Tür. Der große Koffer und der Kabinentrolley plus Weekender werden von einem freundlichen Hotelangestellten ins Zimmer gebracht. Für diese Hilfe freuen sich die Kofferträger über einen Euro pro Gepäckstück, für schwerere Taschen und Koffer gern auch zwei Euro bereithalten. Immer genug Kleingeld oder kleine Scheine auf Reisen im Portemonnaie zu haben ist also hilfreich, im Ausland natürlich am besten in der entsprechenden Währung.

Mehrere rote und schwarze Koffer stehen auf und neben einem vergoldeten Gepäckwagen im Hotel

Foto: American Green Travel

Housekeeping, Room Service, Concierge: Wie viel für wen angemessen ist

Wer nur einen Tag oder ein Wochenende bleibt, der kann sich an der Faustregel orientieren, dem Housekeeping etwa ein bis zwei Euro pro Tag oder rund fünf Euro für ein Wochenende zukommen zu lassen. Für eine Woche sind etwa zehn Euro angemessen.

Für einen besonders persönlichen Dank können zum Trinkgeld im Hotel ein paar Zeilen in der Landessprache oder auf Deutsch hinterlassen werden, etwa auf dem Notizblock, der meist auf dem Nachttisch oder dem Schreibtisch liegt.

Nahaufnahme der Hände einer Zimmermitarbeiterin, die einen Fünf-Euro- und einen Zwanzig-Euro-Schein hält. Im Hintergrund ein frisch bezogenes Bett.

Foto: New Africa / Shutterstock

Dann gibt es noch den Room Service, der vielleicht mal das Clubsandwich und ein Bier aufs Zimmer bringt oder sogar Hilfestellung mit dem Rückenreißverschluss gibt, wenn die Zeit bis zum Opernbesuch langsam knapp wird. Der freut sich über zwei Euro als Dank. Und apropos Opernkarten: Wenn der oder die Concierge dabei hilft, noch Last-Minute-Plätze für das Kulturevent zu besorgen, dann ist auch diese Hilfe ein Dankeschön wert. Im besten Fall einen Schein, und auf dem sollte – je nach Preis und Einzigartigkeit des Events – mindestens eine Fünf, gern auch eine Zehn oder mehr zu lesen sein.

Anders sieht es an der Rezeption aus: wenn die Hotelrechnung und die Minibar abgerechnet werden, ist es nicht üblich, Trinkgeld zu geben. Wer aber vergessen hat, dem aufmerksamen Housekeeping eine Freude zu machen oder wer kein entsprechendes Kleingeld dafür im Portemonnaie hatte, der kann auch noch beim Auschecken einen Umschlag hinterlassen oder im besten Fall etwas in die Kaffeekasse stecken. Und natürlich ist das alles keine Pflicht. Es ist die Kür! Ein Dank, der von Herzen kommt.

Blick von oben auf ein Frühstückstablett aus Holz, das auf einem Bett steht. Darauf Kaffeekanne, Müsli, Croissant, Toast, Marmelade und Orangensaft.

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Trinkgeld im Hotel: Die Übersicht für alle Bereiche

Hier noch einmal eine Übersicht über Trinkgelder für alle freundlichen Helfer auf Reisen. Um das kleine Dankeschön persönlich überreichen zu können, ist es hilfreich, ausreichend Kleingeld und kleine Scheine dabei zu haben.

  • Doorman: ein bis zwei Euro
  • Parkservice: ein bis zwei Euro
  • Kofferträger: ein bis zwei Euro pro Koffer
  • Kellner im Restaurant: mindestens zehn Prozent
  • Housekeeping: ein bis zwei Euro pro Tag, fünf Euro für ein Wochenende
  • Room Service: ein bis zwei Euro
  • Concierge: fünf bis 20 Euro

Häufige Fragen

Wie verhält man sich nachts im Hotel?
Ruhezeiten (meist 22–7 Uhr) einhalten, TV und Musik leise stellen, keine lauten Gespräche im Flur. Besonders in Wohnhotels und bei Familien mit Kindern wichtig.
Was darf man aus dem Hotelzimmer mitnehmen?
Einweg-Toilettenartikel wie Shampoo, Duschgel und Seife sind oft erlaubt. Handtücher, Bademäntel, Föhn oder Elektronik gehören nicht dazu.
Wie geht man mit dem Hotelpersonal um?
Freundlich und respektvoll auftreten, klare Wünsche äußern, Trinkgeld geben bei gutem Service. Nicht herablassend oder fordernd wirken.
Was ist bei Check-in und Check-out zu beachten?
Check-in-Zeiten einhalten, bei später Ankunft Bescheid geben. Beim Check-out Zimmer zügig räumen, Schlüssel abgeben und ggf. Late Check-out vorher vereinbaren.
Simone Sever
Vor allem Big City Lights und Traumhotels locken Simone zu jeder Jahreszeit aus ihrem Hamburger Heimathafen hinaus in die weite Welt. Ob Orient oder Okzident, Nord- oder Südhalbkugel, Ost oder West, kalt oder warm … Wetter ist Nebensache, weiß die Hamburgerin mit Flugangst, denn jeder Ort der Welt hat seine eigene Schönheit. Simones Lieblingsspiel: Ich packe meinen Koffer. Ihr Erkennungszeichen: stets tip top manikürte Nägel. Ihr Motto besonders für Flugreisetage: Vor dem nächsten Traumziel liegt der Weg!