Hoch über Zürich, eingebettet in die Wälder des Zürichbergs, liegt das Dolder Wellenbad. Seit Mitte der 1930er-Jahre prägt die Anlage den Zürcher Sommer. Sie gilt als erstes Wellenbad der Schweiz. Der Architekt Emil Rein entwarf das Dolder Wellenbad im Stil des Neuen Bauens. Klare Linien und die schlichte Betonarchitektur prägen die Anlage bis heute. Bei der Sanierung erhielt das beauftragte Büro diesen vertrauten Charakter bewusst. Eine neue zweigeschossige Säulenhalle ergänzt den historischen Säulengang am Garderobengebäude. 30 neu gepflanzte Bäume, ein begrünter Innenhof und begrünte Dächer mindern künftig die Hitze. So bleibt die Handschrift der Zwischenkriegszeit sichtbar, auch ohne formalen Denkmalschutz.

Foto: Dolder Grand / allink AG
Wellen per Maschine, eine Sensation der 1930er
Die Wellen galten in den 1930er-Jahren als kleine Sensation. Eine maschinelle Anlage brachte das Wasser zur vollen Stunde in Bewegung. Das Bad stand damals für eine neue, moderne Freizeitkultur. Das Baden am Berg wurde zum gesellschaftlichen Erlebnis. Bis 2006 sorgte die Technik für hohen Seegang im großen Becken. Danach brachte nur noch das Publikum Bewegung ins Wasser.

Foto: Dolder Grand / allink AG
Frisch saniert und seit Juni 2026 wieder offen
An heißen Tagen wie diesen zeigt sich der Wert solcher Orte. Am 19. Juni 2026 öffnete das frisch sanierte Bad wieder seine Tore. Die Stadt Zürich investierte rund 20 Millionen Franken in die Instandsetzung. Die Arbeiten dauerten rund zwei Jahre. Das Team erneuerte Becken, Garderoben und die gesamte Technik. Eine neue Säulenhalle ergänzt das historische Garderobengebäude. Familienkabinen und barrierefreie Wege erweitern das Angebot. Den vertrauten Charakter behielt die Anlage dabei bei. Die roten Betonbeläge und die historische Architektur prägen weiterhin das Bild.

Foto: Dolder Grand / allink AG
Panoramablick über Stadt, See und Alpen
Schon der Weg nach oben stimmt auf den Tag ein. Mit jedem Kilometer, den Zürichberg hinauf weicht der Lärm der Stadt zurück. Oben empfängt das Rauschen der Buchen und Tannen die Gäste. Auf rund 650 Metern Höhe schweift der bemerkenswerte Blick über die Dächer der Stadt. An klaren Tagen reicht er bis zum See und zu den Alpen. Vom Zentrum aus erreicht man das Dolder in rund 15 Minuten. Direkt benachbart thront das legendäre Dolder Grand über der Stadt. Bad und Hotel entstammen derselben Vision für Erholung am Zürichberg.
Erfrischung im Becken, Schatten auf der Wiese
Das 50-Meter-Becken hält an heißen Tagen angenehm Wasser bereit. An kühleren Tagen ist es zudem wohltuend, denn das BeRundherum spendet eine große, von Bäumen gesäumte Liegewiese Schatten. Zwischen den Schwimmzügen klingt das Stimmengewirr der Liegewiese herüber. Familien finden ein wieder aufgefülltes Planschbecken und einen Spielbereich vor. Wer Ruhe sucht, legt sein Strandtuch unter die alten Bäume.

Foto: Dolder Grand / allink AG
Champagner auf dem Dach
In dieser Saison setzt eine Besonderheit zusätzliche Akzente. Auf dem Dach des neuen Betriebsgebäudes lädt eine Moët-&-Chandon-Lounge zum Verweilen. Sunbeds und eine Champagnerbar sorgen für einen eleganten Rahmen. Einen passenderen Platz für einen heißen Sommernachmittag findet man am Zürichberg kaum. Wenige Schritte weiter wartet das Dolder Grand mit zwei Michelin-Sternen. Vom Glace am Beckenrand zum Fine Dining bei Heiko Nieder sind es nur Minuten.
2027 kehren die Wellen zurück
Den größten Auftritt hebt sich das Dolder Wellenbad für 2027 auf. Dann kehren die Wellen nach über 20 Jahren Pause zurück. Eine neue, hydraulisch angetriebene Wellenmaschine reaktiviert den historischen Markenkern. Der Name trägt dieses Versprechen schon heute. Zürich bekommt sein Wellenbad zurück.

Foto: © Dolder Grand / allink AG


