Gelegen im Tyrrhenischen Meer, auf halber Höhe zwischen dem italienischen Festland und Korsika, hat sich Elba seit dem Exil des französischen Kaisers zu einer beliebten Urlaubsdestination gemausert. Platz dafür ist vorhanden, denn:
Elba ist größer als gedacht: Ein Gebirge mit Buchten statt Badehandtuch im Meer
Heißt: abwechslungsreich. Auf der Karte sieht Elba zwar überschaubar aus. Vor Ort merkt der Besucher allerdings pronto: Diese Insel ist kein Badehandtuch im Mittelmeer, sondern ein stabiles Gebirge mit traumhaften Buchten. Zwischen Portoferraio, Capoliveri, Marina di Campo, Marciana und Sant’Andrea liegen nicht nur Kilometer, sondern unterschiedlichste Inselwelten. Am besten versteht man das vom Monte Capanne aus, dem höchsten Punkt Elbas.

Foto: DanieleFiaschiCreator / Shutterstock
Wandern auf Elba: Steile Kastanienhänge mit ständigem Meerblick
Natürlich gibt es Sand, Buchten und türkisblaues Wasser, geschenkt. Aber Elba ist auch für Wanderfexe eine Reise wert. Besonders im Westen, rund um Sant’Andrea, Marciana und den Monte Capanne, wirds auf Elba plötzlich steil, grün und felsig. Man läuft durch Kastanienhänge und idyllische Terrassen, hat dabei immer wieder das Meer im Blick. Kein Spaziergang zwischen Souvenirläden, sondern amtliches Wandern. Nicht an den Schuhen sparen!

Foto: ValerioMei / Shutterstock
Elbas Orte: Warum jeder Küstenort eine andere Stimmung hat
Elba ist klein genug, um sich schnell zu orientieren, aber groß genug, um ständig die Stimmung zu wechseln. Portoferraio ist Hafen, Festung, Napoleon und Alltag. Capoliveri ist Gassen, Abendbummel und Aussicht. Marina di Campo ist der klassische Badeort mit langem Sandstrand. Marciana Marina ist kleiner, eleganter, entspannter. Sant’Andrea ist die störrische Bucht im Nordwesten, die sich gegen das Größerwerden gewehrt hat.

Foto: DanieleFiaschiCreator / Shutterstock
Rio Marina: Wo Elba plötzlich rostrot statt türkisblau leuchtet
Auf der Ostseite zeigt Elba ein völlig anderes Gesicht. In Rio Marina ist die Insel nicht blau und grün, sondern rostrot, ocker, schwarz und mineralisch. Hier wurde über Jahrtausende Eisen abgebaut; die Landschaft sieht stellenweise aus, als habe jemand die Toskana aufgebrochen und ihr Inneres freigelegt. Das ist rau, fotogen und manchmal interessanter als die übliche Strandpostkarte.

Foto: StevanZZ / Shutterstock
Elba kulinarisch: Warum der Aleatico Passito jeden Süßwein-Zweifel widerlegt
Elba schmeckt nach Meer und Macchia. Nach Fisch, Oktopus, Pasta, Wildkräutern, Kastanien, Honig, Zitronen, Aleatico und Sangiovese. Es ist keine Insel der großen gastronomischen Show, hier dominieren Familienküchen, Terrassen und einfache Teller. Besonders typisch ist der Aleatico Passito dell’Elba, ein roter Süßwein, der viel besser ist als alles, was das Wort Süßwein in Deutschland befürchten lässt.

Foto: FVPhotography / Shutterstock
Schnorcheln auf Elba: Die zweite Insel beginnt direkt am Ufer
Besonders an felsigen Küsten wie vor Sant’Andrea, Pomonte oder Capo Sant’Andrea beginnt die spannende Unterwasserwelt direkt am Ufer. Taucherbrille auf, Kopf runter, und plötzlich ist da eine zweite Insel: Felsen, Fische, Seegras, Licht, manchmal Rochen, draußen vielleicht Delfine. Selten, aber spektakulär, wenn er sich sehen lässt: der Flughahn!

Foto: Pinosub / Shutterstock
Napoleon auf Elba: Was von seinem knappen Exiljahr bis heute geblieben ist
Napoleon lebte zwar nur weniger als ein Jahr auf Elba (und das gegen seinen Willen…), von Mai 1814 bis Februar 1815, aber die Insel hat aus dieser kurzen Episode erstaunlich viel gemacht. In Portoferraio steht noch seine Stadtresidenz, die Palazzina dei Mulini, zwischen Festungen und Meer. Etwas außerhalb liegt die Villa San Martino, seine Sommerresidenz, mit Museum und Demidoff-Galerie. Napoleon gerierte sich auf Elba recht eitel sichtbar als Herrscher, der auch im Exil noch standesgemäß Hof halten wollte.

Foto: Altrendo Images / Shutterstock
Noch mehr Informationen zu Elba gibt’s auf der Website des Tourismusbüros.


