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Thailand

Starkregen auf Phuket: Was Thailand-Urlauber jetzt wissen müssen

Heftige Regenfälle haben auf der thailändischen Ferieninsel Phuket Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen sind die beliebten Urlaubsorten Patong und Kamala. Häuser, Hotels und Fahrzeuge wurden beschädigt, mehrere Straßen gesperrt. Und die Wetterbehörden warnen bereits vor weiteren Unwettern.

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Auf Phuket ist das tropische Urlaubsparadies vorübergehend zur Schlammzone geworden. Nach stundenlangem Starkregen in der Nacht zum Montag, 26. Oktober 2026, schossen Wassermassen von den Hügeln der thailändischen Ferieninsel. Sie rissen Erde, Geröll und größere Felsbrocken mit sich und überfluteten Straßen und Wohngebiete. Besonders heftig traf es Patong an der Westküste, einen der bekanntesten Urlaubsorte Phukets.

Wie die thailändische Lokalzeitung The Phuket News auf ihrer Website berichtet, waren allein in Patong mehr als 100 Haushalte und Gewerbebetriebe betroffen. Auch Hotels und Fahrzeuge wurden beschädigt. Rettungskräfte und Behörden rückten mit Baggern, Lastwagen und Wasserpumpen an, um Straßen freizuräumen und Betroffene zu unterstützen.

Schlammlawinen treffen Patong besonders schwer

Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage in der Gegend um die Nanai Road in Patong. Gegen 3.05 Uhr Ortszeit strömten Wassermassen vom Hügel Khao 50 Pi talwärts. Steine und Geröll stießen dabei bis in bewohnte Gebiete. In einigen Straßen wurden Häuser, Geschäfte, Autos und Motorräder beschädigt. Teile der Nanai Road mussten gesperrt werden. Einsatzkräfte arbeiteten am Montagvormittag daran, die Straßen wieder befahrbar zu machen. Nach Angaben der Provinzverwaltung waren bis zum späten Vormittag etwa 60 Prozent der betroffenen Flächen geräumt.

Auch Urlauber bekamen die Folgen zu spüren. Die Behörden arbeiteten mit dem thailändischen Hotelverband zusammen, um betroffene Gäste zu versorgen. Einige Touristen sollten zunächst in ihren Unterkünften bleiben, bis ein sicheres Verlassen wieder möglich war. Bei Bedarf wurden alternative Hotelzimmer organisiert.

Auch Kamala und Phuket Town von Überschwemmungen betroffen

Die Unwetter beschränkten sich keineswegs auf Patong. Auch in Kamala, einem weiteren beliebten Ferienort an der Westküste, standen Straßen unter Wasser. Besonders betroffen war die Verbindung zwischen der Kreuzung am Freizeitpark Phuket FantaSea und einer nahe gelegenen Ampelkreuzung. Zeitweise blieb dort nur eine Fahrspur passierbar. In Phuket Town erreichte das Wasser auf einigen Straßen eine Höhe von 30 bis 50 Zentimetern. Betroffen waren unter anderem Abschnitte der Bangkok Road, Yaowarat Road und Ranong Road. Die Stadtverwaltung setzte Pumpen und Einsatzfahrzeuge ein, um die Überschwemmungen einzudämmen.

Nach Angaben der Provinzverwaltung waren insgesamt Gebiete in den drei Verwaltungsbezirken Mueang Phuket, Kathu und Thalang betroffen. Bis zum späten Montagvormittag ging das Wasser vielerorts zurück. Schlamm und Geröll behinderten jedoch weiterhin den Verkehr.

Bis zu 143 Millimeter Regen innerhalb von 24 Stunden

Wie außergewöhnlich heftig die Niederschläge ausfielen, zeigen die Messwerte der örtlichen Wetterstationen. Laut The Phuket News wurden innerhalb von 24 Stunden an der Messstation des Khlong-Ka-Tha-Stausees in Chalong 142,8 Millimeter Regen registriert. An einer weiteren Station in Chalong waren es 135 Millimeter, am Bang-Neow-Stausee im Bezirk Thalang 127,8 Millimeter.

Heftiger Starkregen über Häusern und tropischer Vegetation in Patong auf Phuket, Thailand.

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Zum Vergleich: 143 Millimeter Niederschlag entsprechen rund 143 Litern Wasser pro Quadratmeter. Fällt eine solche Menge innerhalb eines Tages, können Entwässerungssysteme schnell an ihre Grenzen geraten. An Phukets Hängen kommt hinzu, dass Wasser mit großer Geschwindigkeit talwärts fließt und dabei Erde und Steine mitreißen kann.

Behörden warnen vor weiterem Starkregen auf Phuket

Entwarnung gibt es vorerst nicht. Der thailändische Wetterdienst Thai Meteorological Department warnt bis einschließlich Mittwoch, den 28. Oktober vor weiteren kräftigen bis sehr heftigen Regenfällen in Teilen Südthailands. Für Phuket wird insbesondere am Mittwoch erneut starker Regen erwartet. Die nationale Wasserbehörde ONWR hat zudem für 14 südthailändische Provinzen, darunter Phuket, Krabi und Phang Nga, eine Hochwasserwarnung für den Zeitraum vom 26. bis 29. Oktober ausgesprochen. Die Behörden rechnen mit der Gefahr weiterer Sturzfluten, überlaufender Wasserläufe und Erdrutsche.

Besonders gefährdet sind tiefer gelegene Gebiete, Siedlungen an Wasserläufen und Grundstücke unterhalb steiler Hänge. Auch auf See ist Vorsicht geboten: In Gewittergebieten können die Wellen laut Wetterdienst mehr als zwei Meter hoch werden.

Überschwemmte Straßen mit Autos auf der Urlaubsinsel Phuket

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Was bedeutet das Unwetter für Phuket-Urlauber?

Wer sich derzeit auf Phuket aufhält oder in Kürze ankommt, sollte vor allem bei Ausflügen und Fahrten über die Insel vorsichtig sein. Auch wenn das Wasser an vielen Stellen bereits zurückgegangen ist, können Straßen durch Schlamm, Geröll oder beschädigte Fahrbahnen weiterhin gefährlich sein. Besonders auf den hügeligen Verbindungen zwischen den Urlaubsorten Patong, Kamala und anderen Küstenabschnitten können sich die Bedingungen nach weiteren Regenfällen kurzfristig verschlechtern.

Die Behörden haben in Patong drei Notunterkünfte eingerichtet, darunter im Rathaus von Patong, in der Wat Suwan Khiri Wong School und im Patong Bay Hill Hotel. Nach dem offiziellen Lagebericht vom Montagvormittag, 26. Oktober, sind zunächst keine Todesopfer gemeldet.

Für Reisende sind derzeit folgende Hinweise wichtig:

  • Straßenverkehr: Überflutete oder mit Schlamm bedeckte Straßen meiden. Besonders bei Fahrten mit dem Motorroller besteht ein erhöhtes Risiko.
  • Ausflüge und Bootstouren: Vor der Abfahrt die aktuellen Wetterbedingungen prüfen und Anweisungen der Veranstalter beachten.
  • Hotelaufenthalt: Bei Unterkünften in Hanglage oder tiefer gelegenen Gebieten nach möglichen Einschränkungen fragen.
  • Aktuelle Warnungen: Die Meldungen des thailändischen Wetterdienstes verfolgen.
  • Notfälle: Die thailändische Katastrophenschutzbehörde ist unter der Telefonnummer 1784 erreichbar.
Für die Ferieninsel kommt das Unwetter in einer Übergangsphase: Der Oktober zählt auf Phuket noch zur regenreichen Jahreszeit, bevor sich mit dem Nordostmonsun normalerweise trockenere Bedingungen einstellen. Bis sich die aktuelle Wetterlage beruhigt, müssen Einheimische und Urlauber jedoch mit weiteren kräftigen Schauern und kurzfristigen Einschränkungen rechnen.
Dunkle Gewitterwolken über dem Kamala Beach auf Phuket, raue See und stürmisches Wetter. (Archivbild)

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Häufige Fragen

Wo liegt Phuket?
Phuket ist die größte Insel Thailands und liegt im Süden des Landes in der Andamanensee, rund 860 km südlich von Bangkok. Über die Sarasin-Brücke ist die Insel mit dem Festland verbunden.
Ist Phuket häufig von Starkregen betroffen?
Während des Südwestmonsuns von etwa Mai bis Oktober kommt es regelmäßig zu Starkregen, besonders im September und Oktober. Die Schauer sind oft heftig, dauern aber meist nur kurz, sodass es dazwischen auch sonnige Abschnitte gibt. Von November bis April ist es dagegen überwiegend trocken.
Wann ist Urlaubssaison auf Phuket?
Die Hauptsaison dauert von November bis April, wenn es trocken und sonnig ist und das Meer ruhig bleibt. Am vollsten und teuersten ist es von Dezember bis Februar. Die Nebensaison von Mai bis Oktober bringt mehr Regen, dafür aber günstigere Preise und weniger Touristen.
Frank Störbrauck
Brasilien ist sein Ding. Hier feiert Frank gerne ausgelassene Strandpartys bis tief in die warme Nacht. Klar, die Copacabana ist dafür in aller Munde, ihn zieht es allerdings viel lieber nach Salvador, wo die Strände nicht weniger traumhaft sind. Pluspunkt dort: Die Partys sind kleiner und mit den Locals kommt man schneller ins Gespräch.