Foto: Jean Carlo Emer
Frankreich

Louvre in Paris: Die besten Tipps für einen stressfreien Besuch

Endlich steht der Traumbesuch in Paris an. Und ein Besuch im vielleicht wichtigsten Kunstmuseum der Welt darf da nicht fehlen. Damit bei deinem Trip in den Louvre kein Frust aufkommt, haben wir einige Tipps für dich.

Eins gleich vorab: Ganz ohne andere Menschen geht es im Louvre nicht. Nicht ohne Grund gehört das Museum zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankreich. Aber an ein paar Stellschrauben lässt es sich dann eben doch mit etwas Vorbereitung drehen.

Louvre-Ticket: Warum der Besuch vorab gebucht werden sollte

Menschen. Menschen. Und noch mehr Menschen, wenn es mit der Rolltreppe die Glaspyramide hinuntergeht. Um den scheinbar unendlichen Menschenmassen und Warteschlangen zu entkommen, ist es ratsam, sein Ticket vorher online oder an einem der Ticketautomaten in der Carrousel du Louvre Einkaufsmall zu kaufen. Damit dürfen Besucher die wesentlich kürzere Schlange für »Ticket-Pre-Holders« benutzen. Übrigens: Besucher mit einem Wohnsitz in der EU und bis 26 Jahre brauchen kein Ticket zu kaufen und müssen sich an keiner Schlange anstellen. Allerdings müssen sie für den Besuchszeitraum 1. Juli bis 31. August vorab einen Zeitslot reservieren.

Tipp für einen stressfreien Besuch im Louvre: Nicht den Haupteingang benutzen

HUANG Zheng/ Shutterstock.com

Die Geheimeingänge des Louvre: So umgeht man die Schlange an der Pyramide

Und dann kursiert noch der Trick mit den Eingängen. Online ist immer wieder die Rede von »Geheimeingängen«, die weniger besucht sind. Ja, die gibt es. Aktuell (Stand August 2026) können Besucher das Museum durch einen von vier Eingängen betreten, allerdings sind nur drei Individualtouristen zugänglich. In jedem Fall vermeiden sollte der clevere Kunstkenner den offensichtlichsten – den Haupteingang durch die berühmte Glaspyramide. Wer hier auf ein Tagesticket hofft, sollte einiges an Wartezeit einplanen. Wer hingegen mit vorab gebuchtem Ticket mit Zeitslot kommt, kann einfach durchrauschen.

Unmittelbar rechts und links des kleinen Triumphbogens (Arc de Triomphe du Carrousel), der von der Glaspyramide aus gut zu sehen ist, führt eine Treppe runter zum Eingang Galerie du Carrousel durch die Einkaufsmall. Oft ist dieser Eingang im Vergleich kaum besucht. Die wenig bekannte dritte Möglichkeit besteht durch die Porte des Lions (rechts des Triumphbogens mit Blick auf die Pyramide), gut zu erkennen durch die beiden einrahmenden Löwenstatuen. Beide Eingänge stehen allerdings nur Besuchern mit bereits vorhandenem Ticket offen, Tagestickets werden hier keine verkauft.

Menschen vor dem Haupteingang des Louvres

Foto: Amy Leigh Barnard

Der vierte Eingang ist durch die Passage Richelieu, die sich, vom Triumphbogen auf die Glaspyramide blickend, links im Königspalast befindet. Hier kommen strikt nur Gruppen des Museums, geführte Touren oder Inhaber einer Mitgliedskarte rein.

Achtung, die Nebeneingänge sind teils nicht so lange geöffnet wieder Haupteingang an der Pyramide. Tagesaktuelle Zeiten finden sich auf der Website des Louvre.

Louvre-Besuch: Warum nur die Kamera mit hineinsollte

Im Museum ist es voll und warm. Jede Last am Körper nervt schnell  – mehr als seine Kamera werden beim Besuch nicht benötigt. Am besten Jacke und Tasche in der kostenlosen Garderobe einschließen. Wird etwas aus dem Gepäck benötigt, kann der Besucher seinen Spint immer wieder aufsuchen. Leider gibt es keine Möglichkeit, größere Gepäckstücke abzugeben. Das Limit liegt bei 55 x 35 x 20 Zentimeter. Alles was größer ist, darf gar nicht erst mit ins Museum genommen werden.

Gemäldesaal im Louvre mit drei goldgerahmten Werken an der Wand, die vorbeigehenden Besucher erscheinen durch die lange Belichtungszeit verwischt.

Foto: Diogo Fagundes

Der Louvre selbst ist Kunst: Ein Blick an Decken und Wände lohnt sich

Auch das Museumsgebäude ist Kunst! Die Räumlichkeiten sind nämlich nichts anderes als der ehemalige Stadtpalast, in dem über Jahrhunderte der französische König wohnte. Ein Blick nach oben und an die Wände lohnt, überall finden sich prunkvolle Verzierungen und die Namen der ehemaligen Herrscher. Unbedingt Zeit mitbringen – immerhin geht es gerade durch das frühere Wohnzimmer des Königs.

Foto: Dat Vo

Richelieu, Sully, Denon: In welcher Reihenfolge man den Louvre besucht

Das Museum besteht aus drei großen Flügeln – Richelieu, Sully und Denon. Jeder Flügel zeigt Kunst einer bestimmten Epoche oder Region. Am besten informierst du dich im Museumsplan über die Gemälde und Skulpturen, die dich am meisten interessieren. Wer alle Flügel sehen möchte, der sollte im Richelieu-Flügel beginnen, sich dann durch den Sully-Flügel vorarbeiten und seinen Besuch im Denon-Flügel beenden.

Die moderneren Werke des Museums beinhalten Gemälde aus der Renaissance; das bekannteste von ihnen ist zweifelsohne Da Vincis lächelnde Mona Lisa. Auch wenn immer eine Menschentraube vor dem kleinen Gemälde versammelt ist, ist kein Besuch im Louvre vollständig, ohne einen Blick auf das Öl-Portrait aus dem 16. Jahrhundert geworfen zu haben. Übrigens: Momentan wird groß umgebaut im Louvre, ab 2031 soll die Mona Lisa in einem eigenen Saal hängen. Und nur noch mit Aufpreis zu sehen sein. Schnell sein lohnt sich also.

Leonardo da Vincis Mona Lisa im vergoldeten Rahmen an dunkler Wand, davor eine dichte Gruppe von Besuchern.

Foto: Federico Scarionati

Nach dem Kronjuwelen-Raub 2025: Was im Louvre heute fehlt

Seit dem spektakulären Raub im Louvre im Oktober 2025 fehlen einige elementare Sammlung in der wichtigsten Sammlung Frankreichs: Acht Stücke der französischen Kronjuwelen, im Wert von rund 88 Millionen Euro, sind nicht mehr zu sehen. Die restlichen Kronjuwelen werden erst seit Juli 2026 wieder gezeigt, nun aber in einem fensterlosen Tresorraum. Fool me once…

Außerdem wichtig: Der Louvre wird derzeit umgebaut, 2031 sollen die Arbeiten fertiggestellt werden. Dadurch kann es immer wieder zur vorübergehenden Sperrung einzelner Bereiche kommen. Daher gilt: Vor dem Besuch auf der Website genau informieren.


Mehr Informationen gibt’s auf der Website des Louvre.

Wir verraten, was man außerdem in Paris gesehen haben sollte.

Häufige Fragen

1. Wie kauft man Tickets für den Louvre am besten?
Tickets sollten vorab online mit Zeitfenster reserviert werden, da der Eintritt sonst an besuchsstarken Tagen nicht garantiert ist und die Wartezeiten deutlich länger sind. Auch Besucher mit freiem Eintritt sollten ein kostenloses Zeitfenster buchen, um schneller durch die Eingangskontrolle zu kommen.
2. Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch im Louvre einplanen?
Für einen ersten Überblick mit einigen Highlights wie Mona Lisa, Venus von Milo und Nike von Samothrake reichen etwa zwei bis drei Stunden. Wer mehr Abteilungen sehen oder in Ruhe durch mehrere Flügel gehen möchte, sollte vier bis fünf Stunden oder sogar zwei separate Besuchstage einplanen.
3. Wann und wie besucht man den Louvre am entspanntesten?
Am ruhigsten ist es meist morgens zur Öffnung oder am späten Nachmittag, außerdem an den Abendöffnungen mittwochs und freitags. Dienstags ist der Louvre geschlossen. Ein alternativer Eingang über die Carrousel-du-Louvre-Passage und eine gut geplante Route mit Museumsplan helfen, Gedränge an der Glaspyramide und unnötige Umwege zu vermeiden.
Marie Tysiak
Ihren ersten Gipfel erklomm Marie im Himalaya in Nepal, weitestgehend ungeplant. Seither sind einige Berge hinzugekommen, besonders Vulkane haben es ihr angetan. Je abenteuerlicher der Aufstieg, je mehr Adrenalin involviert, je zerklüfteter der Weg erscheint, desto besser! Hoch über den Wolken, aus eigener Kraft hinaufgeschleppt, das ist für Marie Urlaub.