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Island

Vulkane in Island: 5 Fakten, die die Naturgewalt greifbar machen

Rumms! Wenn so ein Vulkan ausbricht, kann es schon mal laut werden. Und ziemlich spektakulär. Wohl kein Ort ist zum Beobachten dieser uralten Naturgewalten so geeignet wie Island. Aber warum eigentlich?

Wie ein Vulkanausbruch auf Island die Französische Revolution mitauslöste

Auf eine Art könnte es stimmen! Denn die Isländer behaupten mit einer gewissen Vehemenz, dass einer der Vulkane in Island der Grund für die Demokratie ist, wie wir sie kennen. Der Ausbruch des Laki 1783 war der größte Vulkanausbruch der Geschichte. Die aus der Eruption entstandene Asche verdunkelte jahrelang den Himmel über ganz Europa.

Hinzu kam, dass die Asche toxisch war und im Nachhinein für schwerwiegende Ernteausfälle sorgte. Die daraus resultierende Hungersnot in ganz Europa war mit ziemlicher Sicherheit eine der Ursachen der Französischen Revolution 1789, die schließlich zur ersten modernen Demokratie in Europa, wie wir sie heute erleben, führte.

Vulkanausbruch auf Island mit einem aktiven Kraterkegel, aus dem Lava spritzt und eine Rauchsäule aufsteigt, davor ein glühender Lavastrom durch ein schwarzes Lavafeld unter grauem Himmel.

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Der Laki: 370 Quadratkilometer Lava in nur 50 Tagen

Wenn es hier kracht, dann richtig! Nicht nur eine, sondern zwei der größten Eruptionen in der aufgezeichneten Weltgeschichte ereigneten sich in Island. Der Laki war nicht nur der größte Ausbruch in der Geschichte, gemessen am Volumen der Lava, sondern Island war auch der Ort der zweitgrößten Emission in der Geschichte, in Form des Ausbruchs von Bárðarbunga im Jahr 2014.

In nur sechs Monaten produzierte von Bárðarbunga genügend Lava, um ganz Manhattan zu bedecken – 85 Quadratkilometer. Doch das ist nichts gegen die Masse, die der Laki ausgespuckt hat. Denn diese Eruption produzierte 370 Quadratkilometer Lava in nur 50 Tagen.

Warum ein Drittel aller frischen Lava weltweit aus Island kommt

Wenn wir über Vulkane reden, wird unser Zeitgefühl ausgehebelt und verzerrt. Erdfrische Lava beispielsweise heißt konkret: Lava-Emissionen auf der Erde seit dem Jahr 1500. Über den Begriff »frisch« lässt sich also streiten. Doch was ist der Grund für diese beeindruckende Menge an flüssigem Gestein in Island? Das Land sitzt zum einen mitten auf dem Spalt zwischen zwei tektonischen Platten und zum anderen auch auf einem geologischen Hotspot. Und für eine relative kleine Insel ist es eine wahrlich beeindruckende Menge an Lava.

Nahaufnahme aus der Luft von glühender, orange leuchtender Lava, die sich in verzweigten Strömen über bereits erkaltetes schwarzes Gestein bewegt.

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150 Vulkane, 30 aktiv: Warum es in Island so oft kracht

So oft? In der Tat. Doch es ist kaum überraschend. Immerhin gibt es in Island um die 150 bis 200 Vulkane, die auf verschiedene Vulkansysteme verteilt sind. Etwa 30 Systeme gelten auf Island immer noch als aktiv, 13 von ihnen sind seit der Besiedlung durch die Wikinger im Jahr 874 ausgebrochen. Doch nicht alle Ausbrüche haben das gleiche Ausmaß wie der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010. Einige sind klein genug, um als Touristenattraktion zu gelten, andere ereignen sich unter Gletschern und geraten nie ans Tageslicht.

Luftaufnahme einer schwarzen Vulkanlandschaft auf Island mit einem türkisfarbenen Kratersee, der in einer Senke aus dunkler Vulkanasche liegt, im Hintergrund flache Berge am Horizont.

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Surtsey: Wie 1963 eine ganze Insel aus dem Meer auftauchte

Die Insel Surtsey entstand durch einen Vulkanausbruch auf dem Meeresgrund und tauchte am 14. Januar 1963 wortwörtlich aus dem Wasser auf. Die Isländer haben sofort begriffen, welcher Schatz sich ihnen dabei offenbarte. Somit wurde die Insel sofort gesetzlich geschützt und niemand durfte und darf die Insel betreten. Bis heute haben nur auserwählte Wissenschaftler Zutritt.

Das Tolle daran: Die Wissenschaft konnte von Anfang an beobachten, wie sich das Leben auf einem nagelneuen Stückchen Land ansiedelt. Über die Vulkane in Island informiert die Regierung des Landes hier.

Häufige Fragen

1. Gibt es aktuell aktive Vulkane auf Island?
Island hat etwa 130 Vulkane, davon gelten rund 31 als aktiv. Stand Anfang 2026 gibt es keinen laufenden Ausbruch, doch die Reykjanes-Halbinsel befindet sich in einem aktiven Vulkanzyklus, der Jahrzehnte dauern kann.
2. Wo kann man Vulkane auf Island beobachten?
Die bekanntesten aktiven Zonen liegen auf der Reykjanes-Halbinsel nördlich von Grindavík, etwa die Kraterkette Sundhnúkagígar. Zudem sind klassische Vulkane wie Hekla, Eyjafjallajökull, Katla oder Askja wichtige Beobachtungsorte, auch wenn sie gerade nicht aktiv sind.
3. Wie kann man Vulkane auf Island sicher beobachten?
Bei aktivem Ausbruch gelten Sicherheitsabstände von meist 20 bis 30 Kilometern, je nach Lage und Lavafluss. Informationen kommen von der isländischen Katastrophenschutzbehörde und dem meteorologischen Amt. Viele Anbieter organisieren geführte Touren, die aktuelle Warnungen und sichere Routen berücksichtigen.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.