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Nordamerika

Besondere Erlebnisse in der Karibik: 5 Ideen abseits vom Strand

Die Karibik ist ein Sehnsuchtsort für viele Menschen. Traumhafte Strände, ewig gutes Wetter, die Weite des Meeres. Doch wer denkt, die Inseln gleichen sich wie ein Ei dem anderen, irrt. Die Karibik ist eine Wundertüte der Schönheit. Mit den Tipps der Redaktion von reisen EXCLUSIV steht dem Traumurlaub nichts mehr im Wege.

Welche besonderen Erlebnisse gibt es in der Karibik? Neben Strandurlaub bietet die Karibik außergewöhnliche Natur- und Kulturerlebnisse: leuchtende Buchten in Puerto Rico, Tauchen in Curaçao, koloniale Geschichte in Santo Domingo und Musikgeschichte in Jamaika. Welche Aktivitäten möglich sind, hängt von Saison, Schutzregeln und lokalen Anbietern ab.

Curaçao: Nachttauchen zwischen Kraken, Hummern und Rotfeuerfischen

Curaçaos Unterwasserwelt beeindruckt seit jeher – vor allem Familien. Denn auch Kinder können bereits im flachen Wasser und ohne weit hinaus zu schwimmen die schillernd bunte Unterwasserwelt entdecken. Wer den besonderen Kick sucht, sollte sich einmal im Nachttauchen versuchen, aber bitte in professioneller Begleitung. Die Tauchschule Coral Divers bietet an ihrem Hausriff einen Tauchgang in der Nacht an – nächtliche Begegnungen mit Hummer, Kraken, Rotfeuerfischen und Krabben inklusive! Mehr unter www.divecentercuracao.com.

Blick von unten auf mehrere Schnorchler, die sich als Silhouetten gegen die spiegelnde Wasseroberfläche abzeichnen. Rechts steht ein dichter Schwarm kleiner Fische vor einer Felswand.

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Um das Leben unter Wasser von seiner schönsten Seite zu erleben, sollte der Besuch zwischen Ende September und Anfang Oktober geplant werden. Dann locken Millionen Fischlaiche unzählige tropische Fische der westlichen Hemisphäre in die bunten Korallenriffe vor Curaçao. Wenn dann noch Vollmond ist, erleben Reisende garantiert einen der spannendsten Tauchgänge des Lebens. Und keine Sorge, die Sicht in der Nacht ist überraschend gut.

Mosquito Bay: Die hellste biolumineszierende Bucht der Welt

Wer sich einmal am Strand von Vieques niedergelassen hat, kommt eventuell in die Versuchung, nicht mehr gehen zu wollen. Doch das wäre schade, denn Mosquito Bay liegt nur zehn Kilometer entfernt und ist die hellste biolumineszierende Bucht der Welt.

Nachtaufnahme einer Meeresküste. Das Bild ist sehr dunkel, im Wasser sind dadurch blau leuchtende Dinoflagellaten sichtbar

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Denn winzige Dinoflagellaten bevölkern hier das Wasser. Insbesondere um die Zeit eines Neumondes, wenn der Himmel am dunkelsten ist, leuchten sie wie Glühwürmchen. Toll ist, wenn sie mit einem anderen Organismus in Berührung kommen und dann leuchtende neonblaue Spuren hinterlassen. Ein nächtliches Bad wird hier zu einem glühenden Ereignis, das im Gedächtnis bleibt. Aber Achtung: Der Zugang ist nur im Rahmen einer gebuchten Tour möglich und nur in der Nacht. Für Einzelpersonen bleibt der Besuch der Bucht tabu.

Barbados mit dem Roller umrunden: Zwei Küsten, zwei völlig verschiedene Welten

Die Insel Barbados birgt noch echte Abenteuer, zum Beispiel eine Umrundung mit dem Motorroller. Bei einem Blick auf die Landkarte steht fest: Barbados ist dafür wie geschaffen. Wie praktisch, dass die Scooter dort an vielen Stellen erhältlich sind. Meist schon an der Rezeption. Doch wer losfährt, und das eventuell auf noch einsameren Straßen, muss dringend daran denken: Linksverkehr! Und wer das verinnerlicht hat, kann sich auf ein kleines rundes Abenteuer freuen. Eine wunderbare Küstenstraße führt die gesamte Westküste entlang. Hier ist die Insel flach, und ein langer, seichter Traumstrand reiht sich an den nächsten. Karibik-Feeling pur. Dabei liegt Barbados streng genommen gar nicht im Karibischen Meer, sondern im Atlantischen Ozean.

Straße auf Barbados, gesäumt von Palmen, unter blauem Himmel

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Das zeigt sich vor allem an der Animal Flower Cave, wo sich ein Blick über die Klippen lohnt: Die Wellen peitschen gegen die Küste, darunter liegt versteckt die berühmte Höhle, die von oben über eine Treppe zugänglich ist. Als Nächstes geht es die Ostküste hinunter. Plötzlich kommt das Gefühl auf, auf einer völlig anderen Insel zu sein. Es rollt sich prima vorbei an Zuckerrohrfeldern, an einem verlassenen Leuchtturm, und wer mag, sollte sich die kurvenreiche Straße hinauf in die Berge trauen.

Bergab ist es weitaus holpriger. Die Küste wird rau und öffnet sich nur in kleinen, palmenüberladenen Buchten wild ihren Besuchern. Doch einige wenige Dörfer finden sich hier, und im kleinen Surferort Bathsheba lohnt sich eine Rast in einem kleinen Rum-Shop, da wird es gerne mal sehr laut und herzlich.

Zum Schluss sollte der Weg nach Oistins führen. Denn: Auf dem dortigen Fischmarkt werden die besten Meeresfrüchte der Insel serviert. Frisch gefangen, werden Hummer, Schwertfisch und Co.
gegrillt und gleich an Plastiktischen serviert, dazu gibt es Livemusik. Barbados ist eine runde karibische Sache. Oder sagen wir so, eine runde karibische Atlantikinsel.

Santo Domingo: Die älteste von Europäern gegründete Stadt Amerikas

Oh, Santo Domingo, du Perle der Dominikanischen Republik! In »La Capital«, wie die Stadt von den Menschen im Land auch genannt wird, fühlen Besucher sich gleich wie in einem Freilichtmuseum. Das verwundert wenig, schließlich ist die Stadt die älteste von Europäern gegründete Stadt in den Amerikas. Und das ist überall spürbar. In der Ciudad Colonial, der historischen Altstadt Santo Domingos, lassen sich viele architektonische Meisterwerke vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert bewundern.

Ein Platz in der Altstadt von Santo Domingo, quer darüber geht eine koloniale Mauer mit Tor, auf dem die Flagge der Dominikanischen Republik weht.

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Unser Tipp: einen gemütlichen Spaziergang auf der El-Conde-Straße unternehmen. Es ist vermutlich die interessanteste Art, um einen authentischen Eindruck von Santo Domingo zu bekommen. Vorbei geht es an der imposanten Kathedrale, der Festung Ozama, dem alten Gemeindehaus (Cabildo) und dem Pranger (La Picota). Wer sich zwischendurch erholen möchte, nimmt Kurs auf den Jardín Botánico Nacional, den größten botanischen Garten in der Karibik, und gönnt sich im Grünen eine Pause.

Jamaika: Im Februar feiert die ganze Insel den Reggae-Monat

Reggae gehört zu Jamaika wie der Jazz zu New Orleans und der Samba zu Rio de Janeiro. Es geht also gar nicht ohne. In den Randbezirken der Hauptstadt Kingston entwickelte sich der Reggae in den 1960er-Jahren aus seinen Vorläufern Mento, Ska und Rocksteady. Und spätestens Bob Marley verschaffte dem Musikstil eine internationale Reputation, von der Jamaika noch heute zehrt. Womit wir auch beim Thema wären: Der Geburtsmonat von Bob Marley, der Februar, wird auf Jamaika heutzutage als »Reggae-Monat« mit Konzerten auf der ganzen Insel gefeiert.

Reggae-Künstler auf Jamaika auf einer Bühne, mit in die Höhe gestreckten Händen

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Mitfeiern lohnt sich da nicht nur, sondern macht auch eine Menge Fun! Wer noch mehr über den Reggae erfahren möchte, kann in Kingston das Bob Marley Museum besuchen. Aber auch geführte Touren in die Musikszene von Kingston sind vor Ort buchbar.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für die Karibik?
Dezember bis April ist meist trocken, sonnig und weniger schwül. Die offizielle Hurrikansaison dauert von Juni bis November, besonders aktiv ist sie oft von August bis Oktober.
Braucht man für die Karibik ein Visum?
Das hängt von der Insel ab. Deutsche reisen in viele Karibikstaaten bis 90 Tage visumfrei ein; meist sind Reisepass und Rück- oder Weiterflugticket nötig.
Welche Karibikinsel passt zu welchem Urlaub?
Barbados und Antigua eignen sich für Strand und Genuss, Dominica für Natur, Kuba für Kultur, die ABC-Inseln für Tauchen und Aruba für Windsport.
Lohnt sich Inselhopping in der Karibik?
Ja, besonders ab etwa zwei Wochen Reisezeit. Fähren und Regionalflüge verbinden Inseln, etwa Guadeloupe, Dominica und Martinique.