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Italien

Elba: 7 gute Gründe für einen Trip auf die italienische Mittelmeerinsel

Die italienische Mittelmeerinsel Elba ist viel mehr als nur das ehemalige Exil Napoleons. Wer das Eiland ausführlich erkunden will, ist mit unseren Tipps für einen Trip nach Elba gut beraten.

Gelegen im Tyrrhenischen Meer, auf halber Höhe zwischen dem italienischen Festland und Korsika, hat sich Elba seit dem Exil des französischen Kaisers zu einer beliebten Urlaubsdestination gemausert. Platz dafür ist vorhanden, denn:

Elba ist größer als gedacht: Ein Gebirge mit Buchten statt Badehandtuch im Meer

Heißt: abwechslungsreich. Auf der Karte sieht Elba zwar überschaubar aus. Vor Ort merkt der Besucher allerdings pronto: Diese Insel ist kein Badehandtuch im Mittelmeer, sondern ein stabiles Gebirge mit traumhaften Buchten. Zwischen Portoferraio, Capoliveri, Marina di Campo, Marciana und Sant’Andrea liegen nicht nur Kilometer, sondern unterschiedlichste Inselwelten. Am besten versteht man das vom Monte Capanne aus, dem höchsten Punkt Elbas.

Luftaufnahme der Bucht von Sant'Andrea bei Marciana auf Elba mit türkisfarbenem Wasser, hellen Granitfelsen und einem Sandstrand mit Liegereihen.

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Wandern auf Elba: Steile Kastanienhänge mit ständigem Meerblick

Natürlich gibt es Sand, Buchten und türkisblaues Wasser, geschenkt. Aber Elba ist auch für Wanderfexe eine Reise wert. Besonders im Westen, rund um Sant’Andrea, Marciana und den Monte Capanne, wirds auf Elba plötzlich steil, grün und felsig. Man läuft durch Kastanienhänge und idyllische Terrassen, hat dabei immer wieder das Meer im Blick. Kein Spaziergang zwischen Souvenirläden, sondern amtliches Wandern. Nicht an den Schuhen sparen!

Zwei Wandernde gehen über einen felsigen Grat der Grande Traversata Elbana. Vor ihnen erhebt sich der Gipfel des Monte Capanne mit den Antennenmasten, links reicht der Blick aufs Meer.

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Elbas Orte: Warum jeder Küstenort eine andere Stimmung hat

Elba ist klein genug, um sich schnell zu orientieren, aber groß genug, um ständig die Stimmung zu wechseln. Portoferraio ist Hafen, Festung, Napoleon und Alltag. Capoliveri ist Gassen, Abendbummel und Aussicht. Marina di Campo ist der klassische Badeort mit langem Sandstrand. Marciana Marina ist kleiner, eleganter, entspannter. Sant’Andrea ist die störrische Bucht im Nordwesten, die sich gegen das Größerwerden gewehrt hat.

Luftaufnahme der Landzunge von Portoferraio auf Elba mit der Altstadt, dem Hafenbecken und den Festungsanlagen, umgeben vom tiefblauen Tyrrhenischen Meer.

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Rio Marina: Wo Elba plötzlich rostrot statt türkisblau leuchtet

Auf der Ostseite zeigt Elba ein völlig anderes Gesicht. In Rio Marina ist die Insel nicht blau und grün, sondern rostrot, ocker, schwarz und mineralisch. Hier wurde über Jahrtausende Eisen abgebaut; die Landschaft sieht stellenweise aus, als habe jemand die Toskana aufgebrochen und ihr Inneres freigelegt. Das ist rau, fotogen und manchmal interessanter als die übliche Strandpostkarte.

Der Hafen von Rio Marina auf Elba mit dem achteckigen Uhrturm auf der Mole. Dahinter steigen die ockerfarbenen Häuser des Orts den Hang hinauf.

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Elba kulinarisch: Warum der Aleatico Passito jeden Süßwein-Zweifel widerlegt

Elba schmeckt nach Meer und Macchia. Nach Fisch, Oktopus, Pasta, Wildkräutern, Kastanien, Honig, Zitronen, Aleatico und Sangiovese. Es ist keine Insel der großen gastronomischen Show, hier dominieren Familienküchen, Terrassen und einfache Teller. Besonders typisch ist der Aleatico Passito dell’Elba, ein roter Süßwein, der viel besser ist als alles, was das Wort Süßwein in Deutschland befürchten lässt.

Ein Teller Spaghetti alle vongole mit Venusmuscheln, Tomatenstücken und Petersilie, aufgenommen vor dem Wasser auf Elba.

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Schnorcheln auf Elba: Die zweite Insel beginnt direkt am Ufer

Besonders an felsigen Küsten wie vor Sant’Andrea, Pomonte oder Capo Sant’Andrea beginnt die spannende Unterwasserwelt direkt am Ufer. Taucherbrille auf, Kopf runter, und plötzlich ist da eine zweite Insel: Felsen, Fische, Seegras, Licht, manchmal Rochen, draußen vielleicht Delfine. Selten, aber spektakulär, wenn er sich sehen lässt: der Flughahn!

Eine Gruppe von Tauchern schwebt über einem felsigen Meeresboden vor Elba. Zwischen den Steinen wachsen Büschel von Neptungras, von oben fällt Sonnenlicht durch das Wasser.

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Napoleon auf Elba: Was von seinem knappen Exiljahr bis heute geblieben ist

Napoleon lebte zwar nur weniger als ein Jahr auf Elba (und das gegen seinen Willen…), von Mai 1814 bis Februar 1815, aber die Insel hat aus dieser kurzen Episode erstaunlich viel gemacht. In Portoferraio steht noch seine Stadtresidenz, die Palazzina dei Mulini, zwischen Festungen und Meer. Etwas außerhalb liegt die Villa San Martino, seine Sommerresidenz, mit Museum und Demidoff-Galerie. Napoleon gerierte sich auf Elba recht eitel sichtbar als Herrscher, der auch im Exil noch standesgemäß Hof halten wollte.

Blick durch das schmiedeeiserne Tor auf die Villa San Martino auf Elba, Napoleons Sommerresidenz. Die Fassade trägt einen Säulenportikus mit Giebel, auf den Torpfeilern sitzen Adlerfiguren.

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Noch mehr Informationen zu Elba gibt’s auf der Website des Tourismusbüros.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Elba?
Für Baden eignen sich Juni bis September, im August ist die Insel jedoch besonders voll. Mai, Juni, September und Oktober sind ruhiger und gut für Ausflüge, Wanderungen und Radtouren. Bis Mitte Oktober ist das Meer oft noch warm genug zum Baden.
Welche Sehenswürdigkeiten lohnen sich auf Elba?
Portoferraio mit seinen Festungen und Napoleons Residenz Villa dei Mulini gehört zu den wichtigsten Zielen. Für Ausblicke lohnt die Seilbahn auf den 1.019 Meter hohen Monte Capanne. Der Strand von Sansone begeistert mit weißen Felsen und klarem Wasser, Fetovaia mit feinem Sand.
Wie kommt man nach Elba?
Die Anreise erfolgt per Fähre von Piombino nach Portoferraio, Rio Marina oder Cavo. Die Überfahrt nach Portoferraio dauert etwa eine Stunde. Ein Auto erleichtert Ausflüge zu Buchten und Bergdörfern, während Portoferraio auch mit Bussen und zu Fuß gut erkundbar ist.
Harald Braun
Harald liebt heiße Orte. Also so richtig heiß, gerne über 35 Grad, wie zum Beispiel in Australien oder Thailand. Und während andere hier nach einer Abkühlung suchen, fläzt Harald gern in der Sonne oder erkundet aktiv die Gegend. Allerdings nur an Land. Wasser mag der Wahl-Schleswig-Holsteiner so gar nicht.