Mallorca steht für Sonne, Strand und Sangria. Die beliebte Urlaubsinsel verbirgt aber auch die eine oder andere tierische Überraschung. Hier kommt unser Guide zu den unangenehmsten und mitunter gefährlichen Tieren auf Mallorca.
Die Prozessionsspinner: Haarige Milizen
Unser Guide über gefährliche Tiere auf Mallorca beginnt fernab der Küsten: Man stelle sich vor, kleine haarige Raupen ziehen wie in einer Prozession durch die Pinienwälder der Insel. Die Rede ist von den berüchtigten Prozessionsspinner-Raupen, die in diesem Jahr bereits im Januar gesichtet wurden, wie das Mallorca Magazin auf seiner Website berichtete. Sie sind klein, aber gefährlich: Ihre extrem feinen Brennhaare können allergische Reaktionen auslösen, die von stark juckenden Hautausschlägen bis hin zu Atembeschwerden reichen.
Wer im Frühjahr durch Kiefernwälder wandert, sollte deshalb aufmerksam sein und Bereiche mit Gespinsten oder Raupen möglichst meiden. Besonders wichtig ist das, wenn Arme und Beine unbedeckt sind. Kommt es dennoch zu einem Kontakt, empfiehlt es sich, die Kleidung zu wechseln sowie Haut und Haare möglichst schnell gründlich abzuspülen oder zu duschen. In den Haaren können sich die feinen Brennhaare leicht festsetzen. Außerdem gilt: nicht kratzen. Dadurch können die Brennhaare tiefer in die Haut eindringen und die Reizung zusätzlich verstärken.

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Die Vipernatter: Mallorcas heimliche Zickzack-Königin
Mallorca hat auch Schlangen. Eine davon ist die Vipernatter. Trotz ihres Namens ist sie ungiftig. Mit einer Länge von etwa 40 bis 70 Zentimetern und ihrem auffälligen Zickzackmuster erinnert sie zwar an eine Viper, tatsächlich ist sie für Menschen jedoch kaum gefährlich. Die scheue, überwiegend tag- und dämmerungsaktive Schlange hält sich bevorzugt in der Nähe von Gewässern auf und ergreift bei Begegnungen meist die Flucht. Wer auf Wanderungen feste Schuhe trägt und auf den Wegen bleibt, wird ihr nur selten begegnen.
Sollte sie sich dennoch bedrängt fühlen, kann sie zubeißen. Der Biss ist zwar schmerzhaft und sollte gründlich gereinigt werden, lebensgefährlich ist er für gesunde Menschen aber in der Regel nicht. Bei stärkeren Beschwerden oder Anzeichen einer Infektion empfiehlt sich ein Arztbesuch.

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Hufeisennatter: Die Stiefschlange mit Stil
Mal ganz ehrlich: Die Hufeisennatter klingt eher nach einem Pferd mit Reitstiefeln als nach einem Reptil. Tatsächlich handelt es sich um eine schlanke Schlange, die bis zu 1,60 Meter lang werden kann und sich in den vergangenen Jahren auf Mallorca stark ausgebreitet hat. Die Hufeisennatter ist auf Mallorca vor allem deshalb ein Thema, weil sie als eingeschleppte Art gilt und eine Gefahr für die endemische Balearen-Eidechse darstellt – für Menschen dagegen spielt sie als Gefahr nur eine untergeordnete Rolle. Giftig ist die Hufeisennatter nicht, doch wer sie bedrängt oder anfasst, riskiert einen schmerzhaften Biss. Dabei kann es zu kleinen Verletzungen und örtlichen Entzündungen kommen.
Für Wanderer gilt deshalb: Auf den Wegen bleiben, aufmerksam sein und Schlangen nicht anfassen. Mit festen Schuhen und etwas Abstand lassen sich unerwünschte Begegnungen meist problemlos vermeiden.

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Asiatische Hornisse: Die unerwünschte Nachbarin
Mallorca hat es längst nicht mehr nur mit heimischen Tieren zu tun. In den vergangenen Jahren haben sich auch einige invasive Arten auf der Insel ausgebreitet. Dazu gehört die asiatische Hornisse. Sie ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse, wirkt durch ihre dunkle Färbung aber oft besonders bedrohlich. Menschen greift sie in der Regel nicht ohne Grund an. Wer sich jedoch einem Nest nähert, muss mit Angriffen und schmerzhaften Stichen rechnen.
Für Allergiker können Hornissenstiche lebensgefährlich sein. Doch auch für alle anderen gilt: Ruhe bewahren, Abstand halten und die Tiere keinesfalls provozieren oder nach ihnen schlagen. Wer ein Nest entdeckt, sollte es nicht selbst entfernen, sondern die zuständigen Behörden oder einen Schädlingsbekämpfer informieren.

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Violinspinne: Die unscheinbare Geigenspielerin
Klein, unscheinbar und mit einem geigenförmigen Muster auf dem Rücken: Die Violinspinne sieht aus, als hätte sie regelmäßige Gastauftritte in Horrorfilmen. Tatsächlich kann ihr Biss problematisch werden. Zunächst bleibt er oft unbemerkt, später können Rötungen, Juckreiz, Schwellungen oder kleine Bläschen auftreten. In seltenen Fällen kann das Gift auch Hautgewebe schädigen. Schwere Verläufe sind allerdings die Ausnahme und betreffen meist Kinder, ältere Menschen oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.
Trotzdem besteht kein Grund zur Panik. Die Violinspinne ist scheu und beißt in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlt oder versehentlich eingequetscht wird. Sie hält sich bevorzugt an geschützten Orten wie Kellern, Dachböden, hinter Schränken oder in dunklen Ritzen auf und kann deshalb auch in Häusern und Ferienunterkünften vorkommen.

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Skorpione: Die kleinen Stachelritter
Mallorca beherbergt verschiedene Skorpionarten. Zwar sind ihre Stiche für gesunde Menschen in der Regel nicht lebensbedrohlich, schmerzhaft können sie aber durchaus sein. Die Tiere verstecken sich tagsüber häufig unter Steinen, Holzstapeln oder in anderen geschützten Verstecken und werden vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Mitunter suchen sie auch in Schuhen oder Kleidungsstücken Unterschlupf.
Deshalb gilt: Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln, Decken und Handtücher kurz kontrollieren und beim Umsetzen von Steinen oder Holz vorsichtig sein. Mit diesen einfachen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich unangenehme Begegnungen meist vermeiden.

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Petermännchen: Der Feind am Strand
Hätte man Petermännchen nicht eher als den freundlichsten Fisch unter allen getauft? Dieser kleine, bis zu 50 Zentimeter lange Barsch ist ein Meister im Tarnen: Er buddelt sich an flachen Sandstränden im seichten Wasser ein und wartet auf ahnungslose Zehen, die sein Mini-Giftstachel treffen. Die Folgen? Ein höllischer Schmerz, im schlimmsten Fall allergische Schocks oder gar Ertrinken, weil man vor Schmerzen die Orientierung verliert. Also lieber keine Barfuß-Promenade ohne Badeschuhe.
Und jetzt kommt der Twist: Auf dem Teller ist das Petermännchen übrigens eine Delikatesse, bekannt unter dem Namen »Spinnenfisch«. Giftige Stacheln weg, lecker gebraten – Mallorca kann eben beides.

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Quallen: Brennendes Badevergnügen
Wer im Meer unterwegs ist, sollte die Augen nicht nur nach dem Petermännchen offenhalten: Auch Leuchtquallen und vor allem die berüchtigte Portugiesische Galeere können den Badespaß schnell verderben.
Ihre Nesselzellen verursachen schmerzhafte Hautreaktionen und können in manchen Fällen auch allergische Beschwerden auslösen. Besonders nach Stürmen oder bei bestimmten Windverhältnissen werden die Tiere häufig an die Strände gespült. Deshalb gilt: Warnflaggen und Hinweise der Rettungsschwimmer beachten und Quallen niemals anfassen – weder im Wasser noch am Strand. Selbst angespülte Tiere können noch schmerzhafte Verletzungen verursachen.

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Kakerlaken auf Mallorca: Plage ohne Gift
Kakerlaken gehören auf Mallorca leider zu den häufigsten ungebetenen Gästen. Vor allem in den heißen Sommermonaten, wenn hohe Temperaturen und Feuchtigkeit ideale Bedingungen schaffen, sind die Schädlinge besonders aktiv. Am häufigsten trifft man auf die Amerikanische oder die Deutsche Schabe.
Sie bevorzugen warme, dunkle Verstecke, Mülltonnen, alte Gemäuer und mitunter auch Küchen in Hotels oder Ferienunterkünften. Für Menschen sind Kakerlaken zwar in der Regel nicht direkt gefährlich, sie gelten jedoch als Hygienerisiko. Über ihre Beine und ihren Körper können sie Keime übertragen und Lebensmittel verunreinigen. Außerdem können sie bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen.
Deshalb gilt: Lebensmittel nicht offen stehen lassen, Müll regelmäßig entsorgen und Abfallbehälter stets gut verschließen. So sinkt das Risiko, ungebetene Mitbewohner anzulocken.

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Das war unser Guide über gefährliche und unangenehme Tiere auf Mallorca. Wer mehr über das Thema wissen möchte, sollte diesen Artikel über die gefährlichsten Tiere der Welt lesen.
Häufige Fragen
Gibt es auf Mallorca giftige Schlangen?
Nein. Auf Mallorca leben mehrere Schlangenarten, darunter die Hufeisennatter, die Treppennatter und die Vipernatter – alle sind ungiftig. Ein Biss kann schmerzhaft sein und sich entzünden, stellt für gesunde Menschen aber in der Regel keine ernste Gefahr dar.
Wann treten Quallen vor Mallorca besonders häufig auf?
Quallen werden vor allem zwischen Juni und September gesichtet, wenn das Mittelmeer warm ist. Besonders aufmerksam sollten Badegäste sein, wenn Rettungsschwimmer Warnflaggen hissen oder vor Portugiesischen Galeeren warnen, da selbst angespülte Tiere noch schmerzhafte Nesselzellen besitzen können.
Was tun nach einem Stich oder Biss auf Mallorca?
Die betroffene Stelle sollte nicht gekratzt werden. Nach Kontakt mit Quallen oder der Portugiesischen Galeere helfen Rettungsschwimmer oder medizinisches Personal weiter. Bei Schlangenbissen, starken Schwellungen, Atemnot oder allergischen Reaktionen ist umgehend ärztliche Hilfe gefragt.
Welche Notrufnummer gilt auf Mallorca?
Wie im gesamten Spanien gilt die europaweite Notrufnummer 112. Sie ist kostenlos erreichbar und verbindet Anrufer mit Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei, in touristischen Regionen oft auch mit deutsch- oder englischsprachigem Personal.
