Diese Stadt sollte jeder einmal im Leben besucht haben. Doch auch weitere Abstecher nach London können sich für all jene lohnen, die die richtigen Geheimtipps kennen. Nämlich unsere. Und keine Sorge: Weitererzählen ist ausdrücklich erwünscht.
London gehört ja zu den absoluten Lieblingen der Touristen. Keine andere Stadt in Europa lockt so viele Besucher an. Kein Wunder, die Metropole quillt über vor Sehenswürdigkeiten. Nicht nur London-Neulinge können hier locker zwei Wochen verbringen, täglich durch die Stadt laufen, um sich alles anzusehen und am Ende doch ernüchtert feststellen: Da geht noch mehr. Was genau? Wir verraten unsere Geheimtipps in London.
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Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥Ab auf die Themse
London wurde bekanntlich rund um die Themse gebaut. Warum also nicht ab aufs Boot und die Stadt vom Fluss aus bestaunen? Dafür gibt es in London eine große Auswahl. Mit den Booten von City Cruises zum Beispiel geht es 24 Stunden lang mit dem Hop-on-Hop-off-Ticket von Pier zu Pier und dabei entschleunigt an den Highlights der Stadt vorbei. Oder wie klingt die Kombination von Abendessen und Themse-Tour in Form eines dreistündigen Dinners an Bord. Im Sommer werden auf einigen Schiffen sogar Open-air-Filmabende angeboten.
Like a Local: Mit der Tube durch London
Eine Tour auf dem Wasser ist doch nicht das Richtige? Kein Problem, mit den U-Bahn-Linien kommen Besucher auch zügig zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das einzige Manko: Während der Fahrt gibt’s so gut wie nichts außer U-Bahn-Haltestellen und anderen Passagieren zu sehen. Unser Tipp: Ab in die Linie 9 vom Somerset House in Aldwych. Die tuckert an ziemlich vielen Sehenswürdigkeiten wie Trafalgar Square, Green Park und Kensington Palace vorbei. Ebenfalls lohnend ist eine Fahrt mit der Buslinie 11 ab Liverpool Street, die unter anderem hier vorbeifährt: St Paul’s, Whitehall und Downing Street. Sehr praktisch: In der U-Bahn wird einfach kontaktlos mit dem Handy oder der Kreditkarte gezahlt, nervige Schlangen vorm Automaten sind so ein Ding der Vergangenheit! Pro Tag und Woche gibt’s außerdem ein Preismaximum. Wer das einmal erreicht hat, fährt in der entsprechenden Zone für den Rest des Zeitraums ohne weitere Kosten. Do it like a local.
Geheimtipps in London: Brixton, Maltby Street, Southbank Centre
London ist berühmt für seine schönen Märkte – besonders am Wochenende. Doch Markt ist nicht gleich Markt. Das gilt natürlich auch für die in London. Auf dem einen Markt gibt’s frisches Obst und Gemüse kaufen, auf dem anderen eher Klamotten, Nippes und sonstigen Krimskrams. Ein besonders interessanter Markt in London ist der in Brixton.

Foto: Willy Barton/Shutterstock.com
Das liegt vor allem an seinem multikulturellen Angebot, denn viele der Händler haben sich auf afrikanische und karibische Street-Food-Leckereien spezialisiert. Und wer ein exotisches Mitbringsel für die Daheimgebliebenen sucht, kann Ausschau nach karibischer Kunst Ausschau halten.
Beim Streifzug durch London sind die zahllosen Essensstände in der Stadt unübersehbar. Manche sind okay, manche eher nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will und leckeres Streetfood in London essen mag, fährt zum Maltby Street Market. Der am Wochenende geöffnete Flohmarkt, der viel kleiner und intimer als der bekannte Borough Market ist, hat nach Ansicht vieler Besucher einfach das beste Streetfood im Angebot. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Southbank Centre Market, der freitags bis sonntags stattfindet.

Foto: Lara Ra/Shutterstock.com
Graffiti-Kunst in der Leake Street
Nur fünf Minuten zu Fuß vom London Eye entfernt befindet sich der Leake Street Tunnel. In dem Tunnel unterhalb der Waterloo-Station gibt es jede Menge Graffiti-Werke zu bestaunen. Und mit etwas Glück lässt sich ein Graffiti-Künstler auch bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Die Wand wird nämlich ständig neu besprüht.
Formidabler Blick vom Primrose Hill
Spieglein, Spieglein an der Wand, wo gibt’s denn den schönsten Blick auf London-Land? Für viele Locals in London liegt die Antwort auf der Hand: auf dem Primrose-Hill-Hügel natürlich! Hier genießen Besucher eine fabelhafte Aussicht auf die Skyline der Stadt. Bei der Gelegenheit haben wir gleich noch zwei Tipps in petto. Erstens: Sandwich und was zu trinken mitnehmen. Bei schönem Wetter lassen sich hier nämlich ohne Mühe mehrere Stunden verbringen. Zweitens: Noch schöner ist es hier nachts, wenn die Dunkelheit des Regent’s Park einen Kontrast zu den Lichtern der Stadt bildet.

Foto: Simon Rae
Was für Friedhöfe!
London ist die Heimat der »Magnificent Seven«: eine Sammlung schöner und prestigeträchtiger Friedhöfe aus der viktorianischen Zeit. Abney Park und Tower Hamlets sind einen Besuch wert, kostenlos dazu, aber der berühmteste Friedhof ist der Highgate Cemetery mit seinen vielen Mausoleen. Hier können nicht nur Gothic-affine Spaziergänger stundenlang in den geheimnisvollen Wäldern verloren gehen und die Grabsteine von Berühmtheiten wie Karl Marx, Patrick Caulfield und Douglas Adams besuchen. Der Eintritt beträgt zehn Pfund.

Foto: Gary Perkin/Shutterstock.com
Mit dem Rail-Mail-Zug fahren
Okay, ein Post-Museum klingt vielleicht eher nach Nischeninteresse. Das Postal Museum in London allerdings ist etwas Besonderes. Wie so viele Londoner Museen ist es sehr gut kuratiert und bietet viele interessante Ausstellungsstücke rund ums Thema Post-Geschichte. Aber das Highlight des Museums ist ein Postzug, in den man einsteigen und eine Fahrt durch den unterirdischen Tunnel unternehmen kann, die der Royal-Mail-Dienst während des größten Teils des 20. Jahrhunderts benutzte.
Was zum Mitbringen für die Daheimgebliebenen
Wer sich durch die Street-Food-Märkte und Restaurants geschlemmt hat, möchte vielleicht auch den Lieben daheim etwas Leckeres aus London mitbringen. Paul Rothe & Son im schnieken Marylebone bietet konservierte Dosen, Konfitüren und Eingemachtes, Relishes und Kekse – alles natürlich very british! Toll ist übrigens auch das schrullige Interieur, das wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Sollte nach dem Einkauf der Hunger drohen, verschafft der hauseigene Sandwich-Shop Abhilfe. Wer als Mitbringsel lieber Klamotten, Haushaltswaren oder Accessoires im Vintage-Stil kaufen möchte, sollte zum kleinen Labour-and-Wait-Shop in den Market District nach East London fahren.

Foto: Anton Escobar
Lust auf noch mehr London? Dann haben wir hier die Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten in London oder aber für den Sommer die schönsten Freibäder Londons.
Geheimtipps in London in der Kurzübersicht
Häufige Fragen
Welche Geheimtipps in London lohnen sich wirklich?
Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten sind etwa Little Venice, die Leake Street, Primrose Hill und der Highgate Cemetery beliebt. Auch Märkte und kleine Museen machen London abseits der Hauptrouten spannend.
Welche geheimen Orte in London sind kostenlos?
Viele Tipps wie Primrose Hill, Little Venice oder der Thames Path kosten keinen Eintritt. Auch einige Museen und Gärten lassen sich ohne Ticket besuchen.
Welche Londoner Viertel sind noch nicht so touristisch?
Brixton, Hackney, Richmond und Hampstead gelten als gute Adressen für einen lokaleren Blick auf die Stadt. Dort findet man Märkte, Cafés, Parks und ein entspannteres Tempo.
Wo findet man in London besondere Aussichten?
Gute Blicke auf die Skyline gibt es von Primrose Hill, dem Sky Garden oder einigen Rooftop-Spots. Auch eine Fahrt auf der Themse zeigt die Stadt aus einer anderen Perspektive.


