Manche dieser Städte kennt jeder, andere sind echte Entdeckungen. Alle eignen sich für ein verlängertes Wochenende und sind von Deutschland aus gut erreichbar.
Füssen im Allgäu
Die rund 16.000 Einwohner zählende Stadt im Allgäu empfängt Besucher mit bunt bemalten Häusern, barocken Kirchen und dem Hohen Schloss, der früheren Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe. Dessen Fassaden sind mit Scheinarchitektur bemalt, drinnen zeigen eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Städtische Galerie Kunst. Mehr romantische Ziele in Deutschland stellt unser Schwesterportal funkygermany vor. Dieser Link führt auf die Seite von funkygermany.

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Der eigentliche Grund für die Reise liegt wenige Kilometer entfernt: Schloss Neuschwanstein. König Ludwig II. fasste 1868 den Plan für seine Märchenburg, 1869 wurde der Grundstein gelegt, vollendet wurde sie nie. Seit Juli 2025 gehört Neuschwanstein zusammen mit weiteren Schlössern des Königs zum UNESCO-Welterbe. Gleich nebenan steht Schloss Hohenschwangau, in dem Ludwig seine Kindheit verbrachte.

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Tipp: Beide Schlösser sind nur mit Führung zu besichtigen, Tickets gibt es im Ticket-Center Hohenschwangau, am besten vorab online. Die Marienbrücke mit dem berühmten Blick auf Neuschwanstein ist bei Schnee und Eis gesperrt, für dieses Fotomotiv kommen Paare also besser zwischen Frühjahr und Herbst. Dieser Link führt auf die Seite des Ticket-Centers.
Gent in Belgien
Wer an Romantik in Belgien denkt, denkt meist an Brügge. Mindestens ebenso schön und deutlich lebendiger ist Gent. In der Hafenstadt mit rund 270.000 Einwohnern treffen mittelalterliche Gildehäuser auf eine junge Café- und Restaurantszene. Den Tag beginnen Paare am besten in einem der vielen Frühstückscafés, bevor es zur Burg Gravensteen geht, einer der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wasserburgen Europas mitten in einer Stadt.

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Danach führt ein langer Spaziergang an den Grachten entlang und durch die Gassen der Altstadt. Ein Abstecher lohnt sich ins Werregarenstraatje, eine schmale Gasse, in der Sprayer offiziell sprühen dürfen und die Wände ständig neu gestaltet werden. Von April bis Oktober fahren Boote ab Graslei und Korenlei über Leie und Grachten, die schönste Perspektive auf die Stadt.
Chur in der Schweiz
Wer die Berge liebt, wird sich in Chur wohlfühlen. Die Hauptstadt des Kantons Graubünden in der Schweiz liegt auf knapp 600 Metern, umgeben von Alpengipfeln. Chur bezeichnet sich als älteste Stadt der Schweiz und beruft sich auf rund 5.000 Jahre Siedlungsgeschichte. Die Altstadt mit ihren sanierten Häusern lädt zum Bummeln ein, zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Bischöfliche Schloss, die Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt, das Bündner Kunstmuseum und der Fontanapark.

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Eine Besonderheit hat Chur allen anderen Schweizer Städten voraus: Eine Seilbahn fährt direkt aus dem Stadtzentrum auf den Hausberg Brambrüesch auf 1.600 Metern. Im Winter warten dort rund 20 Kilometer Pisten, im Sommer Wander- und Bikewege. Und zu jeder Jahreszeit der Blick über die Bündner Alpen, für viele Paare der Höhepunkt des Ausflugs. Im Frühling und Herbst legt die Bahn Betriebspausen ein.
Breslau in Polen
Ein Geheimtipp ist Breslau in Polen, auf Polnisch Wrocław, rund 270 Kilometer von Dresden entfernt. Mit über 100 Brücken, die die Inseln der Oder verbinden, trägt die Stadt den Beinamen »Venedig Polens«. Von April bis Oktober fahren Ausflugsboote auf dem Fluss, eine der schönsten Arten, die rund 670.000 Einwohner zählende Stadt zu entdecken.

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Herz der Altstadt ist der Rynek, der Marktplatz, der im frühen 13. Jahrhundert angelegt wurde und zu den größten in Europa gehört. Den besten Blick darauf gibt es vom Turm der Elisabethkirche, über 300 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform, geöffnet von April bis Oktober. Beim Bummeln durch die Gassen fallen die kleinen Bronzezwerge auf, die überall in der Stadt sitzen. Sie erinnern an die Protestbewegung »Orange Alternative«, die sich in den 1980er-Jahren mit Zwergen-Graffiti über die kommunistische Regierung lustig machte.
Colmar in Frankreich
Paris trägt den Beinamen »Stadt der Liebe«, doch für ein Wochenende zu zweit muss es nicht immer die Hauptstadt Frankreichs sein. Colmar im Elsass liegt nur eine Autostunde von Freiburg und Basel entfernt und wirkt mit seinen bunten Fachwerkhäusern wie aus einem Bilderbuch.

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Am romantischsten ist das Viertel Petite Venise, wo blumengeschmückte Häuser direkt am Wasser der Lauch stehen. Von etwa April bis Oktober gleiten flache Boote ab der Pont Saint-Pierre durch die Kanäle. Danach geht es zum Essen: Die elsässische Küche ist herzhaft, mit Flammkuchen, Baeckeoffe oder Choucroute, dazu ein Glas Riesling, und zum Kaffee ein Kougelhopf.
Verona in Italien
Keine Stadt verbindet sich so sehr mit einer Liebesgeschichte wie Verona. Hier spielt Shakespeares »Romeo und Julia«, und jedes Jahr pilgern Tausende Paare zum Haus der Julia. Der berühmte Balkon wurde allerdings erst 1936 bei einer Restaurierung angebaut. Seit Januar 2026 kostet bereits der Innenhof mit dem Balkon 12 Euro Eintritt, Tickets gibt es online. Wer im Sommer kommt, kann den Abend unter freiem Himmel verbringen: Von Juni bis September finden in der antiken Arena di Verona die Opernfestspiele statt, seit 1913.

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Heidelberg am Neckar
Heidelberg gilt als Inbegriff der deutschen Romantik. Anfang des 19. Jahrhunderts lebten und schrieben hier Dichter wie Joseph von Eichendorff, Clemens Brentano und Achim von Arnim. Ihr Lieblingsspaziergang, der Philosophenweg am Heiligenberg, bietet bis heute den schönsten Blick auf die Altstadt, die Alte Brücke und das Schloss. Das Heidelberger Schloss ist ganzjährig geöffnet, hinauf fährt die Bergbahn, die weiter bis zum Königstuhl führt. Für reisen EXCLUSIV ist Heidelberg die romantischste Stadt Deutschlands für ein Wochenende zu zweit.


