Foto: Gert Perauer / Kärnten Werbung
Österreich

Kärnten im Herbst: 11 Tipps für Wandern, Wellness und Genuss in der Nebensaison

Kärnten ist im Sommer schon eine echte Schönheit, doch im Herbst dreht das südlichste Bundesland Österreichs noch einmal richtig auf. Falls du noch auf der Suche nach einem Urlaub in der Nebensaison bist, kommt hier deine Antwort.

Wandern in Kärnten: Vom 750-Kilometer-Trail bis zum gemütlichen Slow Trail

Bekannt ist die Region in Österreich für ihre anspruchsvollen Wanderrouten. Eine davon ist der Nockberge-Trail. Während Reisende im Winter auf Skiern unterwegs sind, geht es im Rest des Jahres zu Fuß auf Tour. Die 125 Kilometer teilen sich in mehrere anspruchsvolle Tagesetappen auf. Zur Belohnung gibt es atemberaubende Ausblicke über die malerischen Täler und Gipfel sowie das Biosphärenreservat Nockberge.

Zwei Wandernde stehen auf der Aussichtsplattform Sternenbalkon Gschriet und blicken über den Millstätter See. Über ihnen leuchten die gelben Blätter eines Ahorns im Gegenlicht.

Foto: Franz Gerdl / Kärnten Werbung

Das ist keine Herausforderung? Wie wäre es dann mit dem Alpe-Adria-Trail und seinen 43 Etappen auf 750 Kilometern. Vom Gletscher des Großglockner aus geht es durch insgesamt drei Länder in Richtung Meer. An der Adria angekommen, bleibt Zeit zum Relaxen und Sonnetanken. Natürlich eignet sich der Langwanderweg aber auch bestens dafür, nur einzelne Etappen zu bezwingen, wie zum Beispiel hier im schönen Kärnten. Entspannter lässt sich die Natur auf den Kärntner Slow Trails genießen. Unterwegs auf den gediegenen Wanderwegen kommen Urlauber an tiefblauen Seen und sanften Berglandschaften vorbei. Dabei bleiben alle Routen unter 300 Höhenmetern und sind maximal zehn Kilometer lang!

Millstätter See: Mit dem Ruderboot durch die Kärntner Everglades

Ob Yoga am Wörthersee oder Buchtenwandern am Millstätter See – Kärnten ist ein Paradies für Wasserratten. Die warmen Badeseen halten nämlich einige Überraschungen für Urlauber bereit. Da wäre zum Beispiel das Genussfloß am Weissensee. Bei der Bootsfahrt werden spannende Naturerlebnisse mit österreichischer Kulinarik kombiniert. Romantisch wird es am Millstätter See. Mit dem Ruderboot geht es durch die Kärntner Everglades – türkisblaue Wasserwege, die sich vom See aus ihren Weg durch die grüne Landschaft bahnen.

Vier Personen fahren in Kanus über die Drau.

Foto: WRTG/Stabentheiner

Thermen in Kärnten: Fünf Wellnessadressen mit Blick auf See und Berge

Nach all der Action ist auch mal Entspannung fällig! Zum Glück hält Kärnten jede Menge Wellness-Überraschungen bereit. Wie etwa das Badehaus am Klopeiner See. Vom beheizten Infinitypool des luxuriösen Wellnesstempels fällt der tiefenentspannte Blick auf das ruhige Wasser und die Berge. Zum Aufwärmen geht es in eine der fünf verschiedenen Saunen oder das Soledampfbad.

Von hier aus dann weiter in den Westen, wo ein architektonisches Meisterwerk aus verspiegeltem Glas und weiß getünchtem Beton Kärntens modernste Therme beherbergt. In Villach fließen täglich rund zehn Millionen Liter frisches Thermalwasser aus den Quellen in die Becken der weitläufigen Badewelt. Dank des großzügigen Spa-Bereichs und der lustigen Erlebnisrutschen sind die Thermen für Wellnessliebhaber und wilde Wasserratten zugleich geeignet. Nicht weit von hier liegt der Kurort Bad Kleinkirchheim, der mit gleich zwei Thermen begeistert. Da wären einmal das Römerbad mit 12.000 Quadratmetern voller Erholung sowie die Therme St. Kathrein mit dem größten Indoorpool der Region sowie einer riesigen Wasserrutsche!

Ein Paar in weißen Bademänteln steht auf der Terrasse der Seesauna Seefischer am Millstätter See und blickt auf den Sonnenuntergang über den Bergen.

Foto: Michael Stabentheiner / Kärnten Werbung

Das Fünfte im Bunde ist das Badehaus am Millstätter See. Auf 3.900 Quadratmetern purer Erholung mit Seeblick bleiben keine Wünsche offen. Wer gar nicht genug von dem Schwimmbad inmitten der atemberaubenden Naturlandschaft hat, übernachtet im zugehörigen Hotel. Alternativ steht das Badehaus aber auch Day-Spa-Gästen offen. 

Kärntens Küche: Wo alpine Tradition auf italienische Lebensfreude trifft

Lieber deftige Kasnudeln, also gefüllte Teigtaschen, oder zimtig-süße Zuckerreinkerl? Die einzigartige Küche Kärntens verbindet alpine Geschmäcker mit österreichischer Tradition und italienischer Lebensfreude. Als Grundlage dafür dienen frische und saisonale Zutaten aus lokaler Produktion.

Wer Kärntens Kulinarik aus erster Hand erfahren will, bucht eines der unzähligen Slowfood-Erlebnisse der Region. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Käseworkshop, bei dem man die Biokäseherstellung erlernt? Passend dazu gibt es eine Weinwanderung zu regionalen Herstellern. Wer lieber Bier statt Wein trinkt, versucht sich an einem coolen Craft-Bier-Kurs. Unter fachmännischer Anleitung erlernen Interessierte hier die uralte Kunst der Brauerei mit einem modernen Twist! Mehr spannende Slow-Food-Events finden sich unter www.slowfood-kaernten.at.

Ein Paar sitzt bei Sonnenuntergang mit einem Picknickkorb auf einem Holzsteg am Wörthersee bei Pörtschach und stößt mit Rotwein an. Links liegt ein hölzernes Ruderboot vertäut.

Foto: Franz Gerdl / WRTG

Radfahren in Kärnten: 420 Kilometer Seen-Schleife in Form einer Acht

Die 420 Kilometer lange Kärntner Seen-Schleife ist Österreichs abwechslungsreichste Radtour. Die Strecke in Form eines Unendlichkeitszeichens führt vorbei an 20 idyllischen Seen, entlang der Ufer der Gaul und der Drau bis hin zu atemberaubenden Aussichtspunkten.

Ebenfalls entlang der Drau führt der gleichnamige Radweg. In sechs Tagesetappen geht es vom Westen Kärntens bis zum östlichen Ende. Dank der flachen Flusslandschaft ist die Route gut zu meistern! Nicht nur an, sondern auch über Grenzen hinweg kommen Radler auf dem Alpe-Adria-Radweg. Von Salzburg aus geht es quer durch das Kärntner Land bis in das italienische Küstenörtchen Grado mit seinen romantischen Kanälen und historischen Stadtkernen.


Hier geben wir den großen Überblick zu Radtouren in Kärnten.


Fahrradfahren entlang der Donau

Foto: Gert Perauer

Museum Liaunig: Österreichs größte Privatsammlung in einem Bau aus Glas und Beton

Das Kärntner Kulturangebot ist so vielseitig, dass eine Entscheidung oft schwerfällt. Das ganze Jahr über begeistert Österreichs südlichstes Bundesland mit kreativen Veranstaltungen, ob auf der Bühne, in der Galerie oder im Konzertsaal. Angenehm ruhig etwa geht es im Museum Liaunig zu, einem Meisterwerk der Architektur. Fast schon futuristisch wirkt das moderne Gebäude aus Glas und Beton, wie es da so schwerelos am Hang steht. Wer die Fassade ausreichend bestaunt hat, macht im Inneren weiter. Österreichs größte Privatsammlung beherbergt westafrikanische Perlenkunst, eine gigantische Sammlung aus Miniaturporträts sowie immer wechselnde Ausstellungen der Moderne.

Ebenfalls einen Abstecher wert sind das Stadttheater Klagenfurt, die Künstlerstadt Gmünd, Burg Hochosterwitz oder das Heinrich Harrer Museum in Hüttenberg.

Bad Kleinkirchheim: Hier liegt der längste Flow Trail Europas

Jetzt wird es rekordverdächtig. Bad Kleinkirchheim in Kärnten ist das Zuhause des längsten Flow Trails in Europas! Auf 15 Kilometer erreichen Mountain Biker förmlich den namensgebenden Flow State, denn die Strecke schlängelt sich kontinuierlich den Berg hinab. 910 Tiefenmeter werden dabei gemacht, bei niemals mehr als acht Prozent Gefälle. Auf diese Weise ensteht ein Gefühl, das fast schon einem Ritt auf der Achterbahn gleicht, aber gleichzeitig auch für Einsteiger gut zu bewältigen ist.

Ein Mountainbiker fährt über eine Bergkuppe am Flow Country Trail bei Bad Kleinkirchheim. Hinter ihm reicht eine geschlossene Wolkendecke bis zu den Gipfeln der Julischen Alpen.

Foto: Franz Gerdl / Kärnten Werbung

Die Drau: Kärnten vom Kajak aus in 13 Flussetappen entdecken

Wie ein blaues Band zieht sich Kärntens längster Fluss durch das Bundesland im Süden Österreichs. Dabei ist die Drau nicht nur schön anzusehen. Wer Kärnten vom Wasser aus entdecken will, liegt hier richtig. Am besten mieten Teilzeit-Matrosen dazu ein Kanu oder Kajak und paddeln drauflos. Das mobile Drau Paddel Center verleiht die Boote nicht nur, sondern bietet auch einen extra Shuttle-Dienst an. So wird es ambitionierten Ruderern leicht gemacht, die 13 spannenden Flussetappen zu erkunden!

Großglockner-Hochalpenstraße: 2.369 Meter hoch bis zum Gletscherblick

In Serpentinen schlängelt sich die Hochalpenstraße nach oben, bis in die Gipfel des Großglockners. Die fast 100 Jahre alte Straße gilt dabei als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs und als Meisterwerk des alpinen Straßenbaus. Im warmen Auto geht es ganz gemütlich den Panoramaweg entlang, bis hin zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369 Meter Seehöhe. Von hier aus haben Reisende einen wunderbaren Ausblick über den Gletscher Pasterze. Das perfekte Urlaubsfoto ist hier natürlich inklusive! Wer will, fährt von hier aus direkt weiter ins Bundesland Salzburg.

Ob die Straße aktuell befahrbar ist, erfahren Interessierte hier auf der Website des Staßenbetreibers.

Bergstraße am Großglockner in Österreich

Foto: Wirestock Creators/Shutterstock.com

Golfen in Kärnten: Mit einer Karte über 20 Plätze in drei Ländern

Ganze zwölf Golfplätze gibt es im schönen Kärnten! Die meisten von ihnen sind bis spät in den Herbst hinein bespielbar. Besonders attraktiv für Golfer wird die Region dank ihrer großartigen Angebote, wie der 2-für-1-Aktion für Inhaber der Alpe-Adria-Golf Card. Ab Oktober spielt hierbei die zweite Person gratis! Mit der Karte lässt es sich auf rund 20 Golfplätzen in Kärnten, Slowenien und Italien zum Einheitspreis spielen. Wie wäre es also mit einer kleinen Golfreise?

Mit der Kärnten Card durch den Urlaub

Klingt alles unwiderstehlich? Dann ist die Kärnten Card ein Muss! In der Nachsaison ab 13. September 2026 ist die Erlebniskarte pro Woche ab 64 Euro für Erwachsene und 33 Euro für Kinder erhältlich. Inkludiert sind Eintritte für Museen, Bergbahnen, Schiffsfahrten, Erlebnisbäder, Panoramastraßen und viele weitere spannende Freizeitangebote. Insgesamt sind es mehr als 130 Sehenswürdigkeiten an der Zahl!

Zwei Wandernde stehen bei Sonnenaufgang neben dem Gipfelkreuz der Gerlitzen. Unter ihnen liegt ein Nebelmeer, aus dem die Bergrücken herausragen.

Foto: Franz Gerdl / VIFAOS

 

Häufige Fragen

1. Warum lohnt sich Kärnten im Herbst?
Kärnten verbindet im Herbst milde Temperaturen mit farbigen Bergwäldern und ruhigen Seen. Am Wörthersee und Klopeiner See sind Badetage teils bis Oktober möglich. Gleichzeitig sind Wanderwege und Ausflugsziele meist weniger besucht als im Sommer.
2. Welche Aktivitäten bieten sich im Herbst an?
Beliebt sind Wanderungen auf den Slow Trails, im Nationalpark Hohe Tauern oder in den Nockbergen. Auch Radtouren, Schifffahrten auf dem Weißensee und Ausblicke vom Pyramidenkogel passen gut in den Herbst. Bei kühlem Wetter bieten sich Thermalbäder in Villach oder Bad Kleinkirchheim an.
3. Was gibt es im Herbst in Kärnten zu genießen?
Der Herbst ist Erntezeit mit Weinverkostungen, Moststraßen, Buschenschanken und regionalen Märkten. Besonders im Lavanttal und rund um Millstätter See, Nassfeld und Weissensee stehen heimische Produkte im Mittelpunkt. Viele Betriebe verbinden Kulinarik mit Wanderungen und Veranstaltungen.
Susanne Jung-Klotz
Susanne mag stilvolle Restaurants und schicke Hotels. Wichtiges Kriterium bei der Wahl der Unterkunft auch: ein schöner Pool. Hier kann Susanne ewig entspannen, dazu ein leckerer Drink und ein gutes Buch – und ein modischer Sonnenhut auf dem Kopf. Denn Susanne liebt Mode und hat immer das richtige Outfit für jede Gelegenheit dabei. Und so shoppt sie sich auch mal durch so manche Vintage-Stores und Boutiquen auf der Welt auf der Suche nach dem perfekten Dress.