In der Nebensaison ist auf der einzigen Durchgangsstraße der Inselkette kaum Verkehr, an den Stränden ist es angenehm ruhig. Im Sommer sieht das ganz anders aus, dann übernehmen hier Wohnmobile und jeder Aussichtspunkt hat seine eigene Warteschlange, auch im Winter ist der Andrang groß. Allerdings warten in diesen beiden Jahreszeiten die Mitternachtssonne beziehungsweise Nordlichter auf Besucher!
Wir verraten dir in diesem Artikel mehr über die besten Reisezeiten für die Lofoten – die spektakuläre Inselgruppe vor der Nordwestküste Norwegens.
Sommer: Bühne der Mitternachtssonne
Zwischen Ende Mai bis Ende Juli geht die Sonne über den Lofoten kaum unter, was den eigenen Schlafrhythmus zuverlässig durcheinanderbringt. Grüne Hänge und weiße Sandstrände zeigen sich in bestem Licht, dazu die typischen roten Fischerhäuser am Wasser, bei Temperaturen um 10 bis 18 Grad. Das ist Coolcation in norwegisch-pittoresk und ziemlich wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die Besucherzahlen.
Outdooraktivitäten oder einen Roadtrip lassen sich hier nämlich dann rund um die Uhr planen. Diese Freiheit hat allerdings ihren Preis, denn Hotels und Campingplätze sind früh ausgebucht. Und am Reinebringen oder dem Haukland Beach wird geparkt, wo eigentlich kein Platz mehr ist. Dabei liegen ruhigere Alternativen oft nur eine Fähre entfernt. Die Insel Gimsøya bietet mit ihren Stränden und dem winzigen Gimsøy-Kirchlein Reitausflüge zur Mitternachtssonne an. Und der kleine Ort Skrova wirkt wie ein kleines Lofoten-Kondensat mit spürbar mehr Dorfleben als Kulisse.
Übrigens: Wer den Reinebringen bereits kennt (und die Warteschlange davor), findet am Festvågtind über Henningsvær einen ähnlich spektakulären Ausblick, nur ohne die Menschentraube am Gipfel.
Winter: Stille und Nordlichter
Zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar bleibt die Sonne in der Polarnacht komplett unter dem Horizont. Dafür tanzen Nordlichter über einem Himmel, der plötzlich sehr viel Programm bietet. Dank Golfstrom liegen die Temperaturen meist zwischen minus 2 und plus 4 Grad, was relativ gut auszuhalten ist. Was für die Reiseplanung aber bedacht werden sollte: Das Wetter ist wechselhaft genug, um jeden Zeitplan zu ignorieren. Als beste Zeit für Aurora-Beobachtungen gelten Februar und März, wenn noch Schnee liegt und die Tage schon wieder länger werden.






