Foto: TG Gsiesertal/Kamilla Photography
Italien

Herbsturlaub in Südtirol: Darum ist das Gsiesertal das perfekte Reiseziel

Urlaub in Südtirol liegt seit Jahren im Trend. Viele zieht es nach Meran oder Bozen. Das Gsiesertal ist hingegen noch ein Geheimtipp. Im Herbst zeigt sich die Region von ihrer schönsten Seite. 

Diesen Artikel vorlesen
3:53

Goldene Lärchen, klare Bergluft und festlich geschmückte Kühe, die von den Almen zurück ins Tal marschieren. Das Gsiesertal zeigt sich im Herbst von seiner ursprünglichsten Seite. Urlauber dürfen sich zu dieser Jahreszeit sich nicht nur auf idyllische Natur freuen, sondern auch auf Comfort Food vom Feinsten und Wanderungen mit Ausblick. Wir verraten, was genau Reisende im Gsiesertsal im Herbst erwartet.

Diese Delikatessen solltest du im Gsiesertal probieren

Wer Urlaub im Gsiesertal macht, darf sich – wie überall in Südtirol – auf ausgezeichnetes Essen freuen. Ob bei einem deftigen Mahl auf der Alm oder beim Fine-Dining-Menü im Tal: Die Produkte stammen zum Großteil direkt von den Höfen und Hütten der Region, zubereitet nach seit Generationen überlieferten Rezepten. Und bei kühleren Temperaturen im Herbst schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.

Eine Hand hält die Gabel und sticht damit in den Teller mit Schlutzkrapfen vor ihr.

Foto: TG Gsiesertal/Lumii Agency

Zu den Delikatessen im Gsiesertal zählen zum Beispiel Schlutzkrapfen (siehe Bild oben). Und der »Original Gsieser Ochse«, der mit seinem zarten, feinfaserigen Fleisch stark an das japanische Rindfleisch Wagyu erinnert. Damit ein Tier dieses begehrte Gütesiegel erhält, muss es im Gsiesertal geboren sein, mehr als 650 Kilogramm wiegen und mindestens zwei Sommer auf einer Alm in der Region verbracht haben.

Wandern im Gsiesertal im Herbst – zwei beliebte Wege

Wer die Landschaft im Herbst in vollen Zügen genießen möchte, sollte in die Wanderschuhe schlüpfen und den Tag auf einem der Wanderwege verbringen. Zum Beispiel auf dem Almweg 2000. Dieser führt – wie der Name schon verrät – auf sportliche 2.000 Meter Höhe und gehört mit 26,6 Kilometern zu den längsten Höhenwanderwegen in Südtirol gehört.

Der Weg führt vom Hörneckle bei St. Martin bis zur Tscharnietalm bei St. Magdalena und nimmt mindestens zehn Stunden in Anspruch. Sind die 2.000 Höhenmeter einmal erreicht, verläuft der Almweg vorwiegend flach. Auf der Strecke warten mehrere bewirtschaftete Hütten und Almen, die zu einem kurzen Päuschen einladen. Dabei lassen sich dann auch die herbstliche Landschaft und die Aussicht auf die Dolomiten, die Marmolada und den Seekofelganz in Ruhe bewundern.

Foto: TG Gsiesertal/Harald Wisthaler · Foto: TG Gsiesertal/Lumii Agency

Weniger fordernd, da kaum Höhenmeter zurückgelegt werden müssen, ist der Talblickweg. Die 35 Kilometer lange Strecke führt über Wiesen und durch Wälder einmal rund um das Gsiesertal. Am Wegrand tauchen immer wieder Bauernhöfe, kleine Weilern und jede Menge Möglichkeiten zur Einkehr auf.

Die Umrundung dauert etwa neun bis zehn Stunden. Start- und Endpunkte des Talblickwegs befinden sich in Welsberg, Taisten, Pichl, St. Martin und St. Magdalena. Der Weg ist mit weißen Punkten markiert.

Weitere Wanderwege im Gsiesertal sind die Wege über die Jöcher, die Via Lucis und die Rundwanderung über den Lutterkopf und Durakopf.

Diese Veranstaltungen erwarten dich im Herbst

Ein junger Hirte in Lederhose und mit rot kariertem Hemd geht vor der geschmückten Kuh beim Almabtrieb des Obotola Kirschta in St. Magdalena her.

Foto: TG Gsiesertal/Elke Lessnig

  • Keila Kirschta in Pichl vom 26. bis 27. September 2026
  • Gsiesa Marschtl in St. Martin am 3. Oktober 2026
  • Obtola Kirschta in St. Magdalena vom 10. bis 11. Oktober 2026
  • Gsieser Almhüttenfest auf der Versellalm am 20. September 2026

Diese Artikel über Südtirol könnten dich auch interessieren

Häufige Fragen

Wo liegt die Dolomiten Panorama Region Gsiesertal-Welsberg-Taisten?
Die Region liegt im Norden Südtirols und erstreckt sich vom Pustertal bei Welsberg bis an die österreichische Grenze.
Wie kann man sich vor Ort fortbewegen?
Mit dem Südtirol Guest Pass können Gäste die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol kostenlos nutzen. Busse verbinden das Gsiesertal, Taisten und Welsberg mit dem Pustertal.
Was kann man in der Region unternehmen?
Die Region bietet ganzjährig zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und für weitere Naturaktivitäten. Im Winter ist der Gsieser Tal Lauf eines der sportlichen Highlights.
Wie nachhaltig ist die Region?
Seit Oktober 2024 trägt die Region das Nachhaltigkeitslabel Südtirol – Level 3. Es ist die höchste Stufe des Labels und bestätigt das Engagement für ökologische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit.
Jana Freiberger
Jana fühlt sich dort wohl, wo das Leben pulsiert. Kapstadt, New York, Tokio. Je größer die Stadt, desto größer die Vorfreude. Und desto größer die Auswahl an Restaurants! Die Saarländerin liebt gutes Essen und reserviert lange bevor’s losgeht. Bei so viel Amore für Food überrascht es nicht wirklich, dass sie ihren Wohnsitz ab und an ins Zentrum des guten Geschmacks verlegt – nach Italien.