Foto: Hyatt Phu Quoc
Vietnam

Ein ganzes Dorf für Luxusurlauber: Auf Vietnams Trauminsel eröffnet das Hyatt Phu Quoc

Lotusseen, Reisfelder und 1,7 Kilometer Strand: Am 18. Dezember 2026 soll das neue Park Hyatt Phu Quoc auf Vietnams größter Insel eröffnen. Statt eines klassischen Hotels erwartet die Gäste ein riesiges Resort mit privaten Poolvillen, sechs gastronomischen Adressen und einem ungewöhnlichen Wellnesskonzept.

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Ein Hotel, das wie ein vietnamesisches Dorf aussehen soll: Zwischen Reisfeldern, Lotusteichen und schattigen Wegen verteilen sich Häuser, Gärten und Innenhöfe. Sogar einen zentralen Dorfplatz gibt es. Nur dass anstelle eines traditionellen Marktes sechs Restaurants und Bars auf die Gäste warten. Am 18. Dezember 2026 soll das erste Park-Hyatt-Resort Vietnams eröffnen. Die Ankündigung kommt reichlich spät: Ursprünglich war der Start bereits für 2022 vorgesehen. Nun werden die ersten Zimmer rechtzeitig zu Weihnachten und Silvester angeboten.

Zwischen Lotusseen und 1,7 Kilometern Sandstrand

Wo liegt’s? Das Park Hyatt Phu Quoc entsteht an der Südwestküste der vietnamesischen Insel Phu Quoc, unweit von An Thoi. Das rund 65 Hektar große Gelände erstreckt sich zwischen bewaldeten Hügeln und einem 1,7 Kilometer langen Strand.

Poolvillen, große Suiten und ein Haus für die ganze Familie

Wie viele Zimmer? Das Resort verfügt über 114 Zimmer und Suiten sowie 54 private Poolvillen. Hinzu kommt The Manor, eine eigenständige Residenz mit acht Schlafzimmern, die vor allem für größere Familien und gemeinsam reisende Gruppen gedacht ist. Schon die normalen Zimmer sind mit mindestens 80 Quadratmetern ziemlich groß. Bodentiefe Fenster, separate Sitzbereiche und Badezimmer mit Badewanne gehören zur Ausstattung. Je nach Kategorie blicken die Gäste auf Gärten oder das Meer.

Schlafzimmer einer Beachfront Pool Villa im Park Hyatt Phu Quoc in Vietnam mit großem Bett, gemusterten Holzpaneelen, blauem Lampenfuß und dekorativem Wandbild.

Foto: Park Hyatt Phu Quoc

Die 54 Poolvillen verteilen sich auf Strand, Seeufer und Hanglagen. Jede besitzt einen eigenen Swimmingpool und großzügige Innen- und Außenbereiche. Besonders reizvoll dürften die Villen unmittelbar am Strand sein, während die Häuser am Hang mehr Abstand zum übrigen Hotelgeschehen bieten.

Vietnamesische Wohnkultur statt internationaler Resort-Einheitslook

Was verspricht das Interieur? Die Gestaltung orientiert sich an traditionellen vietnamesischen Küstendörfern und den sogenannten Drei-Raum-Häusern, in denen früher häufig mehrere Generationen unter einem Dach lebten. Diese Architektur übersetzt das Park Hyatt in eine großzügige Hotelanlage mit Innenhöfen, überdachten Wegen und privaten Wohnbereichen. Statt eines dominanten Hauptgebäudes verteilen sich kleinere Einheiten über das Areal. Bestehende Wasserläufe und Vegetation wurden nach Betreiberangaben in die Planung einbezogen. Lotusteiche, Reisfelder und tropische Gärten sollen den Eindruck einer gewachsenen Landschaft vermitteln.

Luftaufnahme des Park Hyatt Phu Quoc mit terrassierten Reisfeldern, Wasserlandschaft, tropischen Bäumen und Villen mit roten Ziegeldächern.

Foto: Park Hyatt Phu Quoc

Auch im Inneren spielt vietnamesisches Handwerk eine wichtige Rolle. Holz, Bronze, Lackarbeiten und Keramik gehören zu den prägenden Materialien. Geflochtene Oberflächen und handgefertigte Dekorationen ergänzen die Ausstattung. Kunsthandwerker aus verschiedenen Regionen Vietnams wurden an der Gestaltung beteiligt. Die Zimmer setzen auf natürliche Farbtöne, viel Holz und eine vergleichsweise zurückhaltende Möblierung. Dabei sollen die Räume weniger an klassische Hotelsuiten als an private Wohnhäuser erinnern. In den Villen verbinden sich großzügige Wohnbereiche mit Terrassen und eigenen Pools.

Beachfront-Zimmer im Park Hyatt Phu Quoc in Vietnam mit Doppelbett, Wohnbereich, privater Terrasse und Blick auf Palmen, Sandstrand und Meer.

Foto: Park Hyatt Phu Quoc

Frischer Fisch im Restaurant auf dem Wasser

Wo essen und trinken? Gleich sechs gastronomische Adressen sind im Park Hyatt Phu Quoc vorgesehen. Die kulinarische Leitung übernimmt Executive Chef Sheldon Fonseca. Das ungewöhnlichste Restaurant heißt Fisherman’s und soll direkt über dem Wasser liegen. Gäste wählen Fisch und Meeresfrüchte aus einem Becken mit lebenden Meerestieren aus, bevor diese frisch zubereitet werden. Das passt zur Fischereitradition der Insel, auch wenn der Rahmen deutlich luxuriöser ausfällt als in einem örtlichen Hafenrestaurant.

Architekturvisualisierung des Fisherman’s Restaurants im Park Hyatt Phu Quoc in Vietnam mit mehreren Gebäuden auf Stelzen, langen Holzstegen und türkisfarbenem Meer.

Foto (Visualisierung): Park Hyatt Phu Quoc

Im Herbs & Spice stehen vietnamesische Familienrezepte im Mittelpunkt, die nach Betreiberangaben bereits über drei Generationen weitergegeben wurden. Das Pepper Grill widmet sich dagegen einer Spezialität, für die Phu Quoc seit Langem bekannt ist: schwarzem Pfeffer. Hier soll über offenem Feuer gekocht werden. Internationaler wird es im La Maisonette, das sich an der Küche und Lebensart der französischen Riviera orientiert. Für leichte Gerichte und Getränke am Swimmingpool ist das Pool House & Bar vorgesehen.

Eine eigene Rolle übernimmt der Living Room. Hier dreht sich alles um vietnamesischen Kaffee, Kakao und Schokolade. Gerade die ausgeprägte Kaffeekultur Vietnams bietet reichlich Möglichkeiten, über das übliche Cappuccino-Angebot eines Luxushotels hinauszugehen. Die Restaurants gruppieren sich um den Courtyard, wo auch zwei Infinitypools und eine Sunset-Bar entstehen.

Pfefferplantagen, Fischsauce und ein Nationalpark

Was kann man in der Umgebung unternehmen? Phu Quoc bietet deutlich mehr als Strände. Besonders interessant sind die Pfefferplantagen, deren Erzeugnisse zu den bekanntesten Spezialitäten der Insel gehören. Auch traditionelle Betriebe zur Herstellung von Fischsauce sind einen Besuch wert. Die fermentierte Würzsauce Nước mắm ist ein wichtiger Bestandteil der vietnamesischen Küche. Naturfreunde können im Phu-Quoc-Nationalpark wandern oder die Unterwasserwelt rund um die südlichen Inseln erkunden. Schnorchel- und Tauchausflüge führen zu Korallenriffen, deren Zustand allerdings je nach Standort unterschiedlich ist. Ein Hauch Venedig dagegen erwartet Besucher im Freizeitviertel Grand World im Nordwesten der Insel. Vom Park Hyatt dauert die Fahrt dorthin ungefähr eine gute Stunde.

Bunte Gebäude im europäischen Stil am Venice Canal im Grand World auf der vietnamesischen Insel Phu Quoc, mit Palmen und Spiegelungen im Wasser.

Foto: artem evdokimov/Shutterstock.com

Highlight des Hotels? Das Spa. Es entsteht an einem Lotusteich und soll als erstes Park-Hyatt-Spa sein Programm konsequent an den natürlichen Tagesrhythmus anpassen. Dahinter steht die Idee, den menschlichen Biorhythmus stärker bei der Gestaltung von Wellnessanwendungen zu berücksichtigen. Morgens stehen aktivierende Bewegungsangebote im Mittelpunkt, tagsüber geht es um Ausgleich und am Abend um Entspannung. Traditionelle vietnamesische Behandlungen sollen mit moderner Technik kombiniert werden. Geplant sind unter anderem Infrarotmasken, spezielle Regenerationsliegen und Kompressionstherapien.

Das kostet eine Nacht im Park Hyatt Phu Quoc

Was kostet der Spaß? Auf der offiziellen Buchungsseite werden Übernachtungen derzeit ab rund 540 Euro pro Zimmer und Nacht angeboten. Aber der tatsächliche Preis hängt von Reisedatum, Zimmerkategorie und Buchungsbedingungen ab. Ob Frühstück sowie sämtliche Steuern und Gebühren enthalten sind, sollte bei der Reservierung geprüft werden. Reservierungen und weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website des Park Hyatt Phu Quoc.

Wer Vietnam bereist, sollte auch die kulturellen Gepflogenheiten kennen. Deshalb verrät unser Vietnam-Knigge, welche Verhaltensregeln wichtig sind und wie man unangenehme Fettnäpfchen vermeidet. Und wer tiefer in die kulinarische Vielfalt des Landes eintauchen möchte, findet in unserem Artikel über die Highlights der vietnamesischen Küche Spezialitäten, die man unbedingt probieren sollte.

Häufige Fragen

Wo liegt Phu Quoc?
Phú Quốc (deutsch: Phu Quoc) ist Vietnams größte Insel und liegt im Golf von Thailand, nahe der kambodschanischen Küste. Die wichtigsten Orte sind Dương Đông an der Westküste und An Thới im Süden. Die Insel ist rund 50 Kilometer lang und an ihrer breitesten Stelle etwa 25 Kilometer breit. Wann ist die beste Reisezeit für Phu Quoc?:.Phu Quoc hat ein tropisches Monsunklima mit zwei Hauptjahreszeiten. Als beste Reisezeit gilt die Trockenzeit von November bis April, besonders die Monate Dezember bis März. Dann scheint häufig die Sonne, und es regnet vergleichsweise wenig.
Wie kommt man von Deutschland nach Phu Quoc?
Direktflüge von Deutschland zum internationalen Flughafen Phu Quoc (PQC) werden nicht angeboten. Die Anreise erfolgt daher mit mindestens einem Zwischenstopp, beispielsweise über Ho-Chi-Minh-Stadt, Bangkok, Singapur oder Hongkong.
Frank Störbrauck
Brasilien ist sein Ding. Hier feiert Frank gerne ausgelassene Strandpartys bis tief in die warme Nacht. Klar, die Copacabana ist dafür in aller Munde, ihn zieht es allerdings viel lieber nach Salvador, wo die Strände nicht weniger traumhaft sind. Pluspunkt dort: Die Partys sind kleiner und mit den Locals kommt man schneller ins Gespräch.