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Norwegen

Vøringsfossen: Darum lohnt sich Norwegens berühmtester Wasserfall

182 Meter stürzt das Wasser vom Rand der Hardangervidda in die Tiefe, darüber spannt sich eine spektakuläre Treppenbrücke durch die Landschaft: Der Vøringsfossen gehört zu den bekanntesten Naturattraktionen Norwegens.

Zwischen Fjorden und Bergen liegt rund zweieinhalb Autostunden von Bergen entfernt der Vøringsfossen. Der Wasserfall markiert einen der spektakulärsten Übergänge zwischen der Hochebene Hardangervidda und der Fjordlandschaft im Westen des Landes.

Vøringsfossen und Hardangervidda in Norwegen

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Riesige Wassermassen stürzen hier insgesamt 182 Meter vom Hardangervidda-Plateau hinab in das Måbødalen. Besonders eindrucksvoll ist der freie Fall des Wassers über die nahezu senkrechte Felskante. Bei hoher Wasserführung ist das Tosen des Vøringsfossen schon aus einiger Entfernung zu hören.

Die spektakuläre Treppenbrücke am Vøringsfossen

Eine der ungewöhnlichsten Perspektiven eröffnet die von Architekt Carl-Viggo Hølmebakk entworfene Treppenbrücke. Sie wurde im August 2020 eröffnet und überspannt den Fluss Bjoreio oberhalb des Wasserfalls. 99 Stufen führen über die 47 Meter lange Konstruktion.

Die Brücke verbindet die Bereiche Fossli und Fossatromma und ist längst selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden. Wer über die Stufen geht, sollte allerdings schwindelfrei sein. Die Konstruktion liegt unmittelbar an der tief eingeschnittenen Schlucht.

Treppenbrücke am Vøringsfossen in Norwegen

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Wer es weniger spektakulär mag, muss auf den Blick auf den Vøringsfossen dennoch nicht verzichten. Rund um den Wasserfall verteilen sich inzwischen mehrere gesicherte Aussichtspunkte, von denen sich der Wasserfall und das Måbødalen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten lassen.

Seit 2024 ist die neue Besucheranlage komplett

Was viele ältere Reiseführer und Internetartikel noch nicht berücksichtigen: Der Ausbau des Vøringsfossen endete nicht mit der Eröffnung der Treppenbrücke. Im September 2024 wurde mit Fossatromma der letzte große Abschnitt der über Jahre entstandenen Besucheranlage eröffnet.

Damit ist eines der größten Projekte entlang der Norwegischen Landschaftsrouten abgeschlossen. Rund um den Vøringsfossen gibt es heute mehr als einen Kilometer gesicherte Wege, mehrere Aussichtsplattformen, große und kleine Brücken sowie zwei Servicegebäude. Fossli und Fossatromma sind über die Treppenbrücke und den alten Saumpfad miteinander verbunden.

Wo parken am Vøringsfossen?

Für Besucher stehen Parkmöglichkeiten sowohl im oberen Bereich bei Fossli als auch bei Fossatromma zur Verfügung. Wer die verschiedenen Aussichtspunkte und die Treppenbrücke erkunden möchte, sollte genügend Zeit einplanen und einen Teil der Anlage zu Fuß entdecken.

Die öffentlichen Toiletten in Fossli und Fossatromma sind normalerweise von Anfang April bis November geöffnet. Teile der Anlage werden im Winter wegen Schnee und Glätte gesperrt. Die Straßenverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass der Vøringsfossen im Winter nicht vollständig zugänglich ist.

Fossli Hotel und Besucheranlage am Vøringsfossen in Norwegen

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Wanderung zum Fuß des Vøringsfossen

Wer den Wasserfall nicht nur von oben sehen möchte, kann in das Måbødalen hinabsteigen. Die Wanderung zum Fuß des Vøringsfossen ermöglicht eine völlig andere Perspektive auf die Schlucht und die herabstürzenden Wassermassen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Fossatromma. Von dort geht es zunächst rund zwei Kilometer auf der alten Straße bis Storegjel und anschließend noch etwa 300 Meter weiter. Ein ausgeschilderter Pfad führt von dort in die Schlucht.

Nach jahrelanger Unterbrechung ist die Route inzwischen wieder durchgängig möglich. Die alte Brücke unterhalb des Wasserfalls wurde entfernt und durch eine neue ersetzt. Auch die Markierungen auf dem Weg zur Brücke wurden verbessert.

Ein gemütlicher Spaziergang ist die Tour trotzdem nicht. Vom Parkplatz Fossatromma sind es etwa 3,7 Kilometer bis zum Wasserfall. Große Felsblöcke, unebenes Gelände und bei Regen rutschige Passagen verlangen Trittsicherheit. Für die Strecke werden etwa zwei bis drei Stunden angegeben. Feste Wanderschuhe sind notwendig.

Als Wandersaison gelten je nach Schneelage ungefähr die Monate Mai beziehungsweise Juni bis Oktober. Bei Schnee und Eis sollte die Tour nicht unternommen werden. Vom Parken am Tunnel bei Storegjel wird inzwischen ausdrücklich abgeraten. Ausgangspunkt sollte der offizielle Parkplatz Fossatromma sein.

Wie kommt man zum Vøringsfossen?

Der Vøringsfossen liegt unmittelbar an der Norwegischen Landschaftsroute Hardangervidda und lässt sich deshalb besonders gut auf einer Rundreise mit dem Auto oder Wohnmobil besuchen. Von Eidfjord sind es über die Rv7 rund 17 Kilometer bis Fossatromma.

Schon die Fahrt ist ein Erlebnis. Vom Hardangerfjord steigt die Straße durch das enge Måbødalen hinauf in Richtung Hardangervidda. Innerhalb kurzer Zeit verändert sich die Landschaft von den grünen Hängen der Fjordregion zur kargen Hochgebirgslandschaft.

Von Bergen sind für die Fahrt zum Vøringsfossen je nach Route und Verkehrsbedingungen ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden einzuplanen. Wer aus Richtung Oslo kommt, erreicht den Wasserfall über die Hardangervidda und die Rv7.

Vøringsfossen und Hardangervidda verbinden

Wer bereits am Vøringsfossen ist, sollte die Reise nicht unbedingt am Wasserfall beenden. Direkt dahinter beginnt eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften Norwegens.

Straße Rv7 durch die Landschaft der Hardangervidda in Norwegen

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Die Norwegische Landschaftsroute Hardangervidda führt auf 67 Kilometern zwischen Eidfjord und Haugastøl. Dabei steigt die Straße vom Hardangerfjord bis auf rund 1.250 Meter Höhe. Die Strecke führt über die größte Hochgebirgshochebene Nordeuropas und vorbei an Seen, Mooren und weitgehend baumlosen Berglandschaften.

Gerade der Kontrast macht die Strecke interessant: Am Vøringsfossen fällt die Landschaft abrupt in das enge Måbødalen ab, während sich wenige Kilometer weiter östlich die nahezu endlose Weite der Hardangervidda öffnet.

Auch im Sommer sollte warme und wetterfeste Kleidung ins Auto oder in den Wanderrucksack. Das Wetter auf der Hochebene kann sich schnell ändern. Im Winter kann die Rv7 zeitweise gesperrt werden oder nur im Konvoi hinter einem Schneepflug befahrbar sein. Vereinzelt wird die Straße zudem geschlossen, damit wilde Rentiere ungestört grasen können.

Wandern auf der Hardangervidda

Wer mehr Zeit mitbringt, findet auf der Hardangervidda zahlreiche Möglichkeiten für kurze Spaziergänge und längere Bergtouren. Anders als am tief eingeschnittenen Vøringsfossen prägen weite, offene Flächen die Landschaft. Entfernungen können dadurch allerdings täuschen.

Wanderungen sollten deshalb auch hier nicht unterschätzt werden. Wetterumschwünge, Wind und Nebel können selbst im Sommer schnell auftreten. Für längere Touren gehören wetterfeste Kleidung, feste Schuhe, ausreichend Proviant und eine geeignete Karte zur Ausrüstung.

Wer die Landschaft nur kennenlernen möchte, ohne eine lange Wanderung zu unternehmen, kann die Rv7 weiter in Richtung Haugastøl fahren und unterwegs Stopps einlegen. Schon wenige Kilometer hinter dem Vøringsfossen zeigt sich die Hardangervidda von einer völlig anderen Seite als die Fjordlandschaft rund um Eidfjord.

Norwegian Nature Center Hardanger als Ergänzung

Eine gute Ergänzung zum Besuch des Wasserfalls ist das Norwegian Nature Center Hardanger in Øvre Eidfjord. Das Erlebniszentrum widmet sich der Natur, dem Klima und der Landschaft der Region und erklärt unter anderem, wie Fjorde, Berge und Wasserfälle entstanden sind.

Damit eignet sich das Zentrum besonders als Einstieg in einen Ausflug zum Vøringsfossen und auf die Hardangervidda. Und anschließend lässt sich mit etwas mehr Hintergrundwissen noch einmal ganz anders auf die gewaltige Schlucht des Måbødalen blicken.

Weitere Informationen über den Vøringsfossen gibt es auf der Website von Visit Norway. Wer mehr über spektakuläre Wasserfälle in Norwegen erfahren möchte, erfährt hier mehr.

Häufige Fragen

Kostet der Besuch des Vøringsfossen Eintritt?
Nein. Der Zugang zum Vøringsfossen, zu den Aussichtspunkten und zur spektakulären Treppenbrücke ist kostenlos.
Wo kann man am Vøringsfossen parken?
Parkmöglichkeiten gibt es in Fossli und Fossatromma. In Fossatromma stehen außerdem öffentliche Toiletten und Lademöglichkeiten für Elektroautos zur Verfügung. Für die Wanderung zum Fuß des Wasserfalls ist Fossatromma der empfohlene Ausgangspunkt.
Wie viel Zeit sollte man für den Vøringsfossen einplanen?
Für die Aussichtspunkte und einen Gang über die Treppenbrücke sollten mindestens ein bis zwei Stunden eingeplant werden. Wer zusätzlich zum Fuß des Wasserfalls wandern möchte, benötigt deutlich mehr Zeit. Für diese Tour werden etwa zwei bis drei Stunden angegeben.
Kann man zum Fuß des Vøringsfossen wandern?
Ja. Von Fossatromma führt eine anspruchsvolle Wanderung hinunter in die Schlucht. Die Strecke verläuft teilweise über große Felsblöcke und kann bei Nässe rutschig sein. Trittsicherheit und feste Wanderschuhe sind erforderlich; bei Schnee und Eis sollte auf die Tour verzichtet werden.