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Warerton Lakes National Park. Foto: Emanuel Smedbol/@secretcities
Kanada · Sponsored Post

Alberta jenseits der Rockies

Ranchland, Badlands, Métis-Gastgeber und Waterton: Alberta zeigt östlich der Rockies ein zweites Gesicht. Route, Saison und Entfernungen im Überblick.

Türkisfarbene Gletscherseen prägen das Bild der Provinz Alberta in Kanada. Doch östlich der Berge beginnt ein zweites Alberta: Ranchland in den Foothills, Fossilienschichten in den Badlands, Métis-Gastgeber am North Saskatchewan River. Und Waterton, ein Nationalpark mit einer beeindruckenden Landschaft aus Gipfeln und Seen, ist deutlich entspannter als Banff oder Jasper. Die folgende Route bildet eine große Schleife: von Calgary nach Süden, dann nach Osten in die Badlands und schließlich nach Norden bis Edmonton. Zwei Wochen braucht das Ganze, jede Etappe funktioniert aber auch für sich. Auf geht’s!

Eine Stadt in Feierlaune! Wer nach Alberta reist, kommt meist in Calgary an. Eine Stadt, die Verweilen verdient hat. Besonders an zehn Tagen im Juli, wenn sich die Locals allesamt in Cowboys und -girls verwandeln.

Dann ist Stampede, ein Event, das sich selbst ganz bescheiden »The Greatest Outdoor Show on Earth« betitelt.

Aber ganz ehrlich: Der Slogan ist wahr! Jedes Jahr zieht es über eine Million Menschen auf das Festivalgelände südöstlich der Innenstadt. Zum Programm der Stampede gehören eines der größten Rodeos der Welt, eine Parade durch die Innenstadt und eine Kirmesmeile mit Fahrgeschäften und außergewöhnlichen Food Trucks. Dazu kommen Bühnenshows und Konzerte, Zucht- und Landwirtschaftsschauen, Chuckwaggon-Rennen und zahlreiche Veranstaltungen der First Nations.

Blick über zwei Strohcowboyhüte hinweg auf eine Barrel-Racing-Reiterin in der Rodeoarena der Calgary Stampede

Foto: Canadian Tourism Commission

Stampede erleben und zwar jeden Tag

📍Startpunkt: Calgary

Seit Mai 2024 erzählt das Sam Centre diese Geschichte das ganze Jahr über. Das 44 Millionen Dollar teure »Museum« steht mitten im Stampede Park. Im Inneren befinden sich Sättel, Plakate und Fotografien aus mehr als 110 Jahren. Eine 15-minütige 270-Grad-Show holt Rodeo-Staub, Blaskapellen und die Stimmen alter Stampede-Familien in den Raum. Und es ist ein interaktiver Space. Kinder können auf Entdeckungsreise gehen, Kreativität und Geschick sind gefragt, und die Atmosphäre zieht auch diejenigen in den Bann, die kein Fan von Rodeo und Countrymusik sind. Im Museumsgebäude gibt es auch ein bezauberndes Café: Maisie Eatery. Es ist nicht nur für seine Schokoladencroissants bekannt, sondern auch für seine tollen Sandwiches und Salate.

Sam Centre in Calgary Ausstellung über Stampede

Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Highway 22, der Cowboy Trail

📍Etappe 1: 95 Kilometer nach Südwesten

Apropos Cowboy. Südwestlich von Calgary verläuft der Highway 22 an der Kante der Foothills entlang. Auf der einen Seite steigt das Grasland zu den Bergen hin an, auf der anderen Seite öffnet sich die Prärie bis zum Horizont. Nach rund 95 Kilometern liegt die Bar U Ranch. Sie zählte über siebzig Jahre hinweg zu den größten Rinderbetrieben Kanadas und gehört heute zu den National Historic Sites. Percherons, schwere Zugpferde aus Frankreich, für deren Zucht die Bar U einmal weltweit bekannt war, ziehen Planwagen zum Roundup Camp am Pekisko Creek. Lassos werden geflochten und geworfen, Kaffee röstet über offenem Feuer. Das Cowboy-Leben wird hier für alle Besucher lebendig. Ach ja, die Saison läuft von Mai bis September.

Historische Holzgebäude und rote Scheunen der Bar U Ranch National Historic Site in Longview vor schneebedeckten Gipfeln der Rocky Mountains im Herbst

Foto: Andrew Penner

Was es auf der Bar U zu essen gibt

Das Cookhouse heißt bei Parks Canada »the belly of the Bar U«. Dort schliefen und aßen die Cowboys, und wer vorbeikam, bekam einen Teller und einen Kaffee, unabhängig davon, wer er war. Der Holzofen wird weiter befeuert, aus ihm kommen Kekse und heiße Pies, beides zum Probieren. Am Roundup Camp am Pekisko Creek hängt der Kessel über offenem Feuer, dazu wird Bannock gereicht.

Bannock ist ein einfaches Fladenbrot aus Mehl, Fett, Backpulver und Wasser, das in der Pfanne oder um einen Stock gewickelt über dem Feuer gebacken wird. Auf der Ranch war es Cowboy-Essen, weil es ohne Hefe, Gehzeit und Backofen auskommt: Die Zutaten hielten sich wochenlang im Chuckwagon, und der Koch brauchte für frisches Brot am Roundup nichts weiter als Fett und offenes Feuer.

Foto: Travel Alberta / Colin Way · Credit: Travel Alberta / Ryan Bray

Wo die Geschichte 6.000 Jahre zurückreicht

📍 Etappe 2: eine gute Stunde weiter südlich, bei Fort Macleod

Der Cowboy ist in Alberta ein Nachzügler. Wie lange Menschen hier schon vom Bison leben, zeigt eine unscheinbare Sandsteinklippe bei Fort Macleod, zehn Meter hoch. Head-Smashed-In Buffalo Jump, seit 1981 Unesco-Welterbe.

Sonnenuntergang über der Sandsteinklippe von Head-Smashed-In Buffalo Jump, im Hintergrund die weite Prärie Südalbertas in warmem Licht

Foto: Travel Alberta / roth + ramberg

Blackfoot-Gruppen trieben hier fast 6.000 Jahre lang Bisonherden über die Kante. Dafür brauchte es Steinreihen, die kilometerweit in die Prärie liefen, genaues Wissen über den Wind und Läufer, die sich in Wolfsfelle hüllten. Das Besucherzentrum steckt in der Klippe selbst, sieben Ebenen führen nach oben ans Licht. Durch das Haus führen Guides der Piikani. Sie erzählen ihre eigene Geschichte, die Technik dahinter und das, was danach kam, als die Herden verschwanden.

Ganz im Süden hören die Berge nicht auf, sie fangen an

📍Etappe 3: anderthalb Stunden nach Südwesten, bis an die US-Grenze

Und dann kommen die Berge eben doch, nur ohne Reisebusse. Waterton Lakes grenzt direkt an den Glacier National Park in Montana, gemeinsam bilden beide seit 1995 den Waterton-Glacier International Peace Park und stehen als Unesco-Welterbe. Das Besondere: Hier gibt es kein Vorgebirge. Die Prärie läuft flach heran, und dann stehen die Gipfel einfach da. Über dem Ort thront das bildschöne Prince of Wales Hotel, 1927 von der Great Northern Railway auf eine windige Kuppe gesetzt und bis heute eines der meistfotografierten Hotels Nordamerikas.

Wanderer in orangefarbener Jacke steht bei Sonnenaufgang auf dem Bear's Hump und blickt auf Waterton Township und den See tief unten

Foto: Travel Alberta / Silver Fern Productions

Der Red Rock Parkway führt in eine Schlucht aus rostrotem Gestein, der Akamina Parkway zum Cameron Lake, und vom Ortskai fährt ein Ausflugsboot über die Landesgrenze nach Goat Haunt in Montana. Nachts erstrahlt die Milchstraße über dem See. Ein pralles Meer aus Sternen glitzert in klaren Nächten so beeindruckend, dass dieses Firmament für immer in Erinnerung bleibt. Wer Lust hat, bucht sich die Erläuterung dazu. Es gibt geführte Dark-Sky-Touren. Wer Banff und Jasper schon kennt, findet hier die stillere Fassung. Die Saison ist allerdings kurz, das Prince of Wales öffnet meist von Mitte Mai bis Mitte Oktober.

Vier Tänzerinnen und Tänzer der Siksika Nation in Powwow-Regalia stehen vor einem weißen Tipi am Waldrand im Tipi Village

Foto: Travel Alberta / Katie Goldie

Diese Brücke musst du sehen

📍 Etappe 4: anderthalb Stunden nach Osten bis Lethbridge, von dort noch einmal 100 Kilometer nach Südosten

Zwischen Waterton und den Badlands liegt Lethbridge, und die Stadt ist weitaus mehr als einen Tankstopp. Der Oldman River hat sich dort tief in die Prärie gegraben, über die Schlucht spannt sich seit 1909 die High Level Bridge: 1,6 Kilometer lang, 96 Meter hoch, bis heute die längste und höchste Eisenbahnbrücke ihrer Bauart weltweit.

Die stählerne High Level Bridge spannt sich im Herbst über das Tal des Oldman River in Lethbridge, im Vordergrund rot gefärbtes Buschwerk am Wasser

Foto: Travel Alberta / Katie Goldie

Ein paar Straßen weiter wird es still. Nikka Yuko ist ein japanischer Garten, vier Hektar Kiefern, Steine und geharkter Kies, und er steht aus einem Grund mitten im Cowboy-Land: Im Zweiten Weltkrieg wurden japanischstämmige Kanadier von der Pazifikküste zwangsumgesiedelt, viele kamen auf die Zuckerrübenfelder Südalbertas. Sie blieben. 1967 legten die Stadt und ihre japanischen Nachbarn diesen Garten gemeinsam an, entworfen von Tadashi Kubo aus Osaka. Den Pavillon baute man in Japan aus Hinoki-Zypresse und verschiffte ihn über den Pazifik. Hier blüht kein Beet, es geht um Wasser, Fels und Schatten. Zwanzig Minuten auf einer Bank reichen, um den Roadtrip aus dem Kopf zu bekommen.

Paar in Yukata steht auf der Holzbrücke über dem Teich des Nikka Yuko Japanese Garden in Lethbridge, dahinter Kiefern und ein kleiner Wasserfall

Foto: Travel Alberta / Katie Goldie

Wo die Prärie beschriftet ist

Wer lieber weiterliest als sitzt, geht ins Galt Museum am Rand der Schlucht, das im alten Krankenhaus von 1910 untergebracht ist. Es erzählt, warum es Lethbridge überhaupt gibt: Kohle. Und was davor war: die Niitsitapi in der Prärie, der Whiskyhandel der 1870er-Jahre und die berittene Polizei, die man deshalb nach Westen schickte. Ihren ersten Posten baute sie in Fort Macleod auf. Ganzjährig geöffnet, mit Fensterfront aufs Tal.

Guide von Alberta Parks zeigt Besuchern eingeritzte Figuren auf einer Sandsteinwand im Writing-on-Stone Provincial Park bei Milk River

Foto: Travel Alberta / Dave Lieske

Hundert Kilometer weiter südöstlich schneidet sich der Milk River durch weichen Sandstein. Die Blackfoot nennen ihn Áísínai’pi, was so viel heißt wie: Hier steht es geschrieben. Zwischen Hoodoos und Felswänden liegt die größte Konzentration indigener Felskunst in der nordamerikanischen Prärie, tausende eingeritzte und gemalte Figuren. Jäger, Pferde, Schilde, ganze Schlachtszenen. Seit 2019 steht Writing-on-Stone auf der Unesco-Liste, für die Blackfoot ist es bis heute ein heiliger Ort. Die wichtigsten Tafeln liegen im gesperrten archäologischen Schutzgebiet und sind nur mit Guide zu sehen. Diese Touren laufen von Mitte Mai bis Mitte Oktober, der Park selbst ist ganzjährig befahrbar.

Wo sich die Blackfoot selbst erklären

📍 Etappe 5: zurück nach Norden, dann auf dem Highway 1 nach Osten, rund 100 Kilometer hinter Calgary

Farbenfroher Ausstellungsraum im Blackfoot Crossing Historical Park in Siksika mit Bisonpräparat auf rotem Podest und bemalten Schautafeln

Foto: Travel Alberta / Victor Aerden

Bei Gleichen liegt Blackfoot Crossing auf dem Gebiet der Siksika Nation. Blackfoot ist der Name, den die Europäer vergaben. Selbst nennen sie sich Niitsitapi, die wirklichen Menschen. Vier Nationen gehören zur Blackfoot Confederacy, drei davon in Alberta, eine in Montana. Ihre Sprache wird bis heute gesprochen, und im Kulturzentrum kann man sie hören, sprechen üben und in den Ausstellungen nachlesen, wie eng Sprache, Land und Bison zusammenhängen. Denn ohne den Bison lief hier nichts: Nahrung, Kleidung, Werkzeug, Zelt, alles kam von ihm.

Das Zentrum steht seit 2007 über der Flussniederung, die Architektur nimmt die Form des Tipis auf. Geführt wird von Mitgliedern der Nation, im Sommer stehen Tipis auf dem Gelände, es wird getrommelt und getanzt. Der Ort selbst hat Gewicht: Hier wurde am 22. September 1877 Treaty 7 unterzeichnet – ein Vertrag zwischen der kanadischen Krone und mehreren First Nations, dessen Folgen bis heute das Leben, Land und die Selbstbestimmung der beteiligten Nationen prägen.

Foto: Travel Alberta/Scott Bakken · Foto: Travel Alberta / Victor Aerden

Tiefenzeit in den Badlands

📍Etappe 6: eine Stunde weiter östlich, dann nach Norden

Bei Brooks liegt der Dinosaur Provincial Park, seit 1979 Unesco-Welterbe. Der größte Teil steht als Schutzzone unter Verschluss und öffnet nur für geführte Touren, etwa zum Centrosaurus-Bonebed, wo Hunderte Knochen einer einzigen Herde im Boden liegen. Weiter nordwestlich, anderthalb Autostunden nordöstlich von Calgary, hat der Red Deer River sich eine Furche durch siebzig Millionen Jahre Sediment gegraben und eine Schlucht hinterlassen, die von der Prärie unsichtbar bleibt. In der Rinne stehen Hoodoos, also Erdpyramiden: schmale Säulen aus weichem Sandstein, jede mit einer härteren Steinplatte auf dem Kopf. Der Hut hält den Regen ab, während der Boden ringsum abgetragen wird.

weiße Bisons in Métis Crossing

Foto: Travel Alberta

In Drumheller sammelt das Royal Tyrrell Museum seit 1985 die Funde der Region. Mehr als 160.000 katalogisierte Fossilien lagern im Haus, die größte Sammlung Kanadas. Im Präparationslabor arbeiten Technikerinnen hinter Glas an Knochen, die noch im Gestein sitzen.

Weiße Bisons am North Saskatchewan River

📍Etappe 7: drei Stunden nach Norden, an Edmonton vorbei

Zwei Autostunden nordöstlich von Edmonton liegt Métis Crossing bei Smoky Lake. Die Métis sind eines der drei indigenen Völker Kanadas, neben First Nations und Inuit. Sie gehen auf Verbindungen zwischen indigenen Frauen und europäischen Pelzhändlern zurück und entwickelten eine eigene Gesellschaft mit eigener Sprache, dem Michif. Der Ort steht auf historischen Métis-River-Lots aus dem 19. Jahrhundert. Eine Lodge mit vierzig Zimmern öffnet sich nach Süden zum Wasser.

Mutter und Kind lesen im Bett im SkyWatching Dome

Foto: Travel Alberta / Cooper & O’Hara

Im Wildlife Park grasen seltene weiße Bisons, dazu Waldbisons, Wapitis und schwarze Percherons. Seit Herbst 2023 stehen dort auch Sky Watching Domes: feste Kuppeln mit Bad, Küchenzeile und transparenter Decke über dem Bett. Die Hälfte blickt nach Norden, in Richtung Polarstern und Nordlicht. Im Winter wie im Sommer ist es eine wunderbare Erfahrung, weil Métis Crossing mit so viel Persönlichkeit und Herz geführt wird. Dort lernt man einiges über die Kulturgeschichte, das Handwerk, Jagdgeschichte und Küche der Community.

Zwei Köche richten Vorspeisen auf schwarzen Tellern an, im Hintergrund der brennende Holzofen der Restaurantküche

Foto: Detour Photography

Vom Land auf den Teller

📍 Ziel: Edmonton, zwei Stunden südwestlich

In Edmonton führt Blair Lebsack seit 2013 das RGE RD, ein Farm-to-Table-Restaurant mit sechzig Plätzen. Die Küche arbeitet mit einem Holzofen, die Karte wechselt mit der Saison. Auf den Teller kommt, was Alberta hergibt: Bison, Wild, Rind von Höfen aus der Umgebung, dazu Gemüse aus der kurzen Prärie-Vegetationszeit. Damit steht das Haus für eine Entwicklung, die die ganze Provinz mittlerweile erfasst hat. Aus dem einstigen Steakland ist eine Küche mit eigener Handschrift geworden.

Historische Häuserzeile mit dem Princess Theatre und leuchtenden Neonschildern auf der Whyte Avenue in Edmonton zur blauen Stunde

Foto: Travel Alberta / Cooper & O’Hara

Das lässt sich in Edmonton auch ohne Reservierung erleben: In Old Strathcona reihen sich Bistros, Bäckereien und Brauereien entlang der Whyte Avenue, dazu kommt ein ganzjähriger Bauernmarkt. Seitdem Alberta seine Brauereiregeln gelockert hat, sind es mehr als hundert Craft-Brauereien, viele davon in umgebauten Lagerhallen und Getreidesilos. Probieren gehört somit zum Pflichtprogramm!

Häufige Fragen

Wie kommt man von Deutschland nach Alberta?
Discover Airlines fliegt ganzjährig täglich nonstop von Frankfurt nach Calgary, in der Sommersaison zusätzlich dreimal wöchentlich ab München. Condor ergänzt die Strecke von Mai bis Oktober viermal wöchentlich ab Frankfurt, Air Canada erreicht Calgary mit einem Umstieg. Die reine Flugzeit nonstop liegt bei gut neuneinhalb Stunden.
Lohnt sich ein Gabelflug über zwei Flughäfen?
Ja, weil die Route als Schleife angelegt ist: Hinflug nach Calgary, Rückflug ab Edmonton. Edmonton erreicht man mit einem Umstieg.
Welche Papiere braucht man für die Einreise?
Ein gültiger Reisepass und die elektronische Genehmigung eTA genügen. Beides sollte vor Abflug vorliegen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Bar U Ranch und Waterton öffnen von Mai bis September, damit ist die komplette Schleife in diesem Zeitfenster fahrbar. Nordlichter zeigen sich dagegen zwischen September und April.
Was hat ganzjährig geöffnet?
Sam Centre, Royal Tyrrell Museum, Blackfoot Crossing (Achtung, am Wochenende geschlossen!) und Métis Crossing sind ganzjährig zugänglich. Damit trägt die Route auch eine Winterreise.
Wie lang sind die einzelnen Etappen?
Von Calgary bis zur Bar U Ranch sind es 95 Kilometer, weiter nach Fort Macleod rund 80 und nach Waterton noch einmal 130. Zurück über Calgary folgen Blackfoot Crossing nach 100, Brooks nach 90 und Drumheller nach 170 Kilometern, von dort bis Métis Crossing rund 350.
Muss man vorab buchen?
Die geführten Touren im Dinosaur Provincial Park, die Programme bei Métis Crossing und die Zimmer im Prince of Wales sind in der Hochsaison sehr begehrt. Mit dem Ansturm auf die Rockies lässt sich das trotzdem nicht vergleichen.
Gibt es eine Verlängerung für die Südroute?
Writing-on-Stone, seit 2019 UNESCO-Welterbe, liegt rund 100 Kilometer östlich von Lethbridge und zeigt die größte Konzentration indigener Felskunst in der nordamerikanischen Prärie. Das Besucherzentrum und die geführten Touren laufen von Mitte Mai bis Mitte Oktober.
Wo übernachtet man zwischen Waterton und den Badlands?
Lethbridge liegt auf halber Strecke und bietet ganzjährig Hotels, Restaurants und mit dem Galt Museum einen Programmpunkt bei jedem Wetter.
Wo bekomme ich noch mehr Infos zur Provinz?
Die offizielle Seite der Provinz führt travelalberta.com. Dort finden sich Routenvorschläge, Karten, Öffnungszeiten und die Anbieter vor Ort, dazu die Buchungslinks für die genannten Häuser und Touren.