Wer vor dem Urlaub richtig krank wird und mit einer heftigen Erkältung oder Ähnlichem im Bett liegt, sollte sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob es nicht sinnvoller ist, zuhause zu bleiben und die Reise nicht anzutreten – allein der eigenen Gesundheit zuliebe. Wenn sich der Zustand im Urlaub verschlechtert, könnte schließlich alles noch viel schlimmer werden.
Krank vor Abflug: Zu Hause bleiben oder dennoch verreisen?
Aber manchmal fällt die Entscheidung über die eigene Flugfähigkeit gar nicht so leicht. Das gilt ganz besonders bei einer Erkältung. Wer »nur« leicht erkältet ist, braucht sich keine Gedanken zu machen. Du solltest allerdings im Blick haben, dass es im Flieger aufgrund des niedrigen Luftdrucks zu einem unangenehmen Druckgefühl kommen kann. Der Luftdruck kann durchaus auch zu Schmerzen in den Ohren und in den Nasennebenhöhlen führen. Das gilt besonders für den Start und für die Landung. Wer unsicher ist, sollte vorab einen Arzt aufsuchen und ihn befragen.
Anders sieht es aus, wenn die Schleimhäute durch die Erkältung stark geschwollen sind. Dann kann der Druckausgleich dazu führen, dass du an Bord unter starken Ohrenschmerzen, einem Paukenerguss oder sogar unter einem Trommelfellriss leidest. Ebenfalls fluguntauglich ist, wer an hohem Fieber, einer Mittelohr- oder einer Nebenhöhlenentzündung leidet.
Wer unsicher ist, sollte unbedingt eine Arztpraxis aufsuchen und sich beraten lassen.

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Reise wegen Krankheit verschieben: Geht das so einfach?
Wer sich dazu entschlossen hat, die Reise nicht ganz abzusagen, sondern nur zu verschieben, muss sich an den Reiseveranstalter wenden. Oft bist du dann auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen. Lehnt der eine Verschiebung ab, hast du schlechte Karten. Stimmt er zu, musst du mit Umbuchungsgebühren rechnen. Verständlich, denn die Umbuchung verursacht Arbeit beim Veranstalter. Die Verbraucherzentrale hält eine Pauschale von bis zu 30 Euro pro Reise für angemessen (hier geht es zur Website).
Wer dagegen eine Individualreise gebucht hat, muss sich an die Airline wenden. Je nach Tarif, den du gebucht hast, ist eine Umbuchung durchaus möglich. Wer bei einer Billigfluggesellschaft das Ticket erworben hat, schaut allerdings meist in die Röhre. Zuweilen sind Umbuchungen ausgeschlossen, zuweilen sind sie so teuer, dass es günstiger ist, ein gänzlich neues Ticket zu buchen.

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Krank vor Abflug: Wie sinnvoll ist eine Reiserücktrittsversicherung?
Hast du dich dazu entschlossen, die Reise zu stornieren, dürfte es – je nach Reiseziel und Unterkunft – teuer werden. Klar, der gestrichene Städtetrip mit Ryanair nach Lissabon im 2-Sterne-Hotel ist vermutlich noch verkraftbar. Anders dagegen sieht es aus mit der gebuchten Reise ins 5-Sterne-Resort auf die Malediven – da können locker einige Tausend Euro zusammen können, die man für die Stornierung der Reise zahlen muss. Aber wie kann man diese Kosten vermeiden?
Eine Lösung könnte der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sein. Wer eine gute Versicherung abgeschlossen hat, ist vor diesen Kosten gefeit. Wer noch keine Reiserücktrittsversicherung hat, sollte sich aber unbedingt vor Vertragsabschluss darüber informieren, was konkret versichert ist und was du beispielsweise im Schadensfall tun musst. Dabei gilt es unbedingt zu klären, was die Versicherung genau unter einer »unerwartet schweren Erkrankung« versteht, ob die Versicherung mit oder ohne Selbstbehalt gilt und ob es Altersbeschränkungen gibt. Der Beitrag für eine Reiserückrittsversicherung richtet sich nach dem Reisepreis, dem Leistungsumfang und häufig auch nach dem Alter des Versicherten. Wichtig: Auf keinen Fall sollte man die erstbeste Versicherung abschließen, die einem über den Weg läuft. Die Stiftung Warentest hat erst im Frühjahr 2026 wieder zahlreiche Reiserücktrittsversicherungen getestet (hier geht’s zur Website) und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt.
Fazit der Tester: Eine Reiserücktrittsversicherung könne vor allem für Familien mit kleinen Kindern und Senioren sinnvoll sein, weil bei ihnen gesundheitlich eher etwas dazwischenkommen könne.

