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Natur im Herbst erleben

Mit den Füßen durchs Laub rascheln und dabei durch eine unberührte Natur streifen, die in ein magisches goldenes Licht getaucht ist – der Herbst in Mecklenburg-Vorpommern hat jede Menge Urlaubsglück und unvergessliche Eindrücke im Gepäck. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Kanu – das Urlaubsland bietet reichlich ursprüngliche Naturwunder und außergewöhnliche Tierbegegnungen zwischen Ostsee und Seenplatte.

Urig

Hochkaräter der Natur: die Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern

Der Himmel ist tiefblau. Der eisige Wind treibt die Wolken im rasanten Tempo voran und die Sonne wärmt wohltuend das Gesicht. Während das Herbstlaub unter den Füssen raschelt, dringt ganz leise das Tosen der Brandung ans Ohr, die sich an die Steilküste wirft. Hebt man den Blick, scheinen die Wipfel der Bäume wie vergoldet im Sonnenlicht. Schön hier. Vor allem ruhig. 

Im Herbst scheint Rügen wie im wohltuenden Dornröschenschlaf versunken. Gelangt man schließlich zum eigentlichen Star des Nationalparks Jasmund, treibt es einem vor Schönheit die Tränen in die Augen: die berühmte Kreideküste mit dem 118 Meter hohen Königsstuhl, dem höchsten und berühmtesten Kreidevorsprung Rügens, zeigt sich – eingerahmt von gelb-rotem Herbstlaub mit meerblauem Hintergrund – beeindruckend schön. Eine sagenhafte Fotokulisse, und doch vermag kein Bild der Welt das Naturwunder mit all seiner Pracht so wiederzugeben, wie es das bloße Auge sieht. Kein Wunder, dass die Kreidefelsen vor Rügen das Wahrzeichen der Insel sind – und millionenfach gemalt und abgelichtet wurden. Oder dass sie Jahrhundertkünstler wie Caspar David Friedrich zu einem seiner bekanntesten Werke inspirierten.

Ganz nebenbei wandert man auf dem Weg durch einen weiteren Hochkaräter der Natur: einen alten Buchenwald, der zu den letzten unversehrten Wäldern Europas zählt. 2011 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe Deutsche Buchenwälder erklärt, wie auch die Serrahner Buchenwälder im Müritz-Nationalpark. Bei so vielen Naturwundern ist es kaum zu glauben, dass man sich im kleinsten Nationalpark Deutschlands befindet.

Für einen sonnigen Herbstspaziergang eignet sich auch ganz hervorragend der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns. Er reicht vom westlichen Rügen bis zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und wird Vorpommersche Boddenlandschaft genannt. Die Inselwelt zwischen Ostsee und Bodden ist im ständigen Wandel – das Zusammenspiel von Wind, Wolken und Wasser machen die Landschaft zum eindrucksvollen Verwandlungskünstler. So streift man durch naturbelassene herbstliche Wälder, mystische Moorgebiete, malerische Seen-und Boddenufer und Küsten, die im güldenen Herbstlicht erstrahlen. Wie am Darßer Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der – umrahmt von windgepeitschten Kiefern, die aus dem Sand ragen – im Herbst so ungezähmt und wild erscheint, als wäre man der erste Mensch, der ihn jemals betreten hat. 

Besonders im Herbst warten beeindruckende Lichtstimmungen auf die Besucher des Darßer Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. | TMV/ Harms
Besonders im Herbst warten beeindruckende Lichtstimmungen auf die Besucher des Darßer Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. | TMV/ Harms

Der frühe Vogel fängt den besten Schnappschuss

Die Landschaft erwacht gemächlich. Nebelschwaden ziehen gespenstisch über die weiten Felder. Langsam kämpfen sich die ersten Sonnenstrahlen durch den nebelverhangenen Morgen und tauchen die Szenerie in ein schummrig schönes Licht. Aber Moment! Wo kommt das laute Trompeten her? Plötzlich, wie aus dem Nichts, steigen Hunderte von Vögeln in der Ferne über den weiten Feldern und Wiesen auf. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich als Kraniche. Im Herbst beobachtet man in Mecklenburg-Vorpommern eines der letzten großen Naturschauspiele Deutschlands, denn dann rasten bis zu 60.000 der majestätischen Vögel vor ihrem Weiterflug nach Süden einige Wochen hier an vielen Orten. 

Wer das Schauspiel zu sehen bekommt, weiß genau, warum die Kraniche auch »Vögel des Glücks« genannt werden: Sie sorgen für unvergessliche Glücksmomente. Doch auch die Kraniche verbringen in Mecklenburg-Vorpommern eine richtig gute Zeit: Für den langen Weiterflug fressen sie sich auf abgeernteten Mais- und Getreidefeldern Energiereserven an. 

Doch, wo genau kann man das Naturschauspiel beobachten? An der Vorpommerschen Boddenküste können rastende Kraniche unter anderem auf einer Plattform in Bisdorf und im barrierefreien Kranorama am Günzer See, nahe Groß Mohrdorf in Vorpommern, beobachtet werden. Einer der wichtigsten Zugrastplätze des grauen Kranichs liegt vor Pramort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Hierbei gilt: Der frühe Vogel sahnt den besten Schnappschuss der Tiere ab. Zum Schutz der Großvögel ist dieser Bereich ab 15 Uhr für Besucher generell geschlossen.  Außer für Besitzer der Nationalpark-Card »Beobachten, ohne zu stören«, die man im Kurhaus Zingst kaufen kann. 

Außerdem gibt es bis zum 31. Oktober noch die Chance, mit dem Ranger im Müritz-Nationalpark auf Entdeckungstour zu gehen. Mit dem Kranichticket geht es auf eine dreistündige geführte Wanderung in die Dämmerung. Ein imposantes Schauspiel: Tausende »Vögel des Glücks« fliegen laut trompetend zu ihren Schlafplätzen in den seichten Gewässern. Gänsehaut pur! Doch wer rastet, der rostet – und so machen sich die Kraniche nach ihrem Urlaub weiter auf gen Süden. Bis zum nächsten Jahr!

Zahlreiche Tiere können im Naturpark beobachtet werden. | Wolfgang Ehn
Zahlreiche Tiere können im Naturpark beobachtet werden. | Wolfgang Ehn

Paddeln über den Amazonas des Nordens: der Naturpark Peenetal

Man hört nur das monotone Platschen des Paddels, wenn es auf die Wasseroberfläche trifft. Ansonsten herrscht eine kathedralenhafte Ruhe. Das üppig bewachsene Ufer zieht zügig vorüber. Doch es lohnt auch, sich einfach treiben zu lassen und dieses einzigartige Fleckchen in Mecklenburg-Vorpommern auf sich wirken zu lassen. Amazonas des Nordens wird es auch genannt – wie passend! In den zahlreichen Nebenarmen, Torfstichen und dem urwaldähnlichen, bewachsenen Ufer verstecken sich zahlreiche Vogelarten – das Gebiet gilt fast vollständig als Vogelschutzgebiet. Mit Glück kreisen Seeadler über dem Wasser oder segeln Seeschwalben über den Köpfen hinweg. Eine Kanutour auf der Peene, einem der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands, ist ein ganz besonderes Erlebnis. 

Und dann wären da noch die Biber und Fischotter, die den Fluss ihr Zuhause nennen. Wenn eines der possierlichen Tierchen plötzlich sein Köpfchen aus dem Wasser streckt, muss man sich schwer zusammenreißen, keinen Freudenschrei auszustoßen und es so unweigerlich zu verscheuchen. Stattdessen hält man lieber den Atem an und kostet die Minuten aus, die man diesen unbeschreiblich schönen Augenblick genießen darf.

Es lohnt sich, die Natur im herbstlich geschmückten Naturpark Peenetal ausgiebig zu genießen. Denn eines ist sicher: Ob nun im Kanu, zu Fuß oder auch auf dem Rad – im Herbst ist das Peenetal ein Ort der Ruhe und Erholung – mit zahlreichen spannenden Naturerlebnissen, die man entweder allein oder auch bei geführten Touren genießen kann.

Die Sterne stehen günstig in der Mecklenburgischen Schweiz

Die Sterne vom Himmel holen? In der Mecklenburgischen Schweiz erweckt der Sternenhimmel tatsächlich den Eindruck, als wäre das Unmögliche doch möglich. Selten funkeln die Sterne so klar und scheint die Milchstraße so nah, als könne man sie mit einem weiten Sprung erreichen.

Tagsüber erkunden Besucher mit dem Rad oder zu Fuß die üppigen Grünanlagen und zahlreichen Herrensitze, die der Mecklenburgischen Schweiz ihr einzigartiges Gesicht verleihen. Doch auf jeden Fall genug Zeit einplanen, um sich tagsüber so zu erholen, dass man notfalls die Nacht zum Tag machen kann. Denn wenn es dunkel wird, wartet der Astrolehrpfad »De Sternkieker« auf seine Besucher. Als Stahlfigur mit gen Himmel gerichtetem Fernrohr weist der »Sternkieker« höchstpersönlich an der Zufahrtsstraße den Weg zur Beobachtungsstation, und nimmt die Gäste an die Hand, Licht in das Dunkel so mancher Himmelsgeschichte zu bringen. Es gibt verschiedene Beobachtungsstationen zu erwandern, die sich insgesamt auf über sechs Ortschaften verteilen. Eine davon befindet sich etwa im Gutspark Dahlwitz. So kuschelt man sich an den Stationen zu zweit auf einer Liege aneinander und beobachtet mit einem Fernglas oder einem Teleskop die weit abgelegene Sternenwelt und philosophiert über fremde Galaxien, die noch so viele Rätsel aufgeben. Müde? Auf keinen Fall! Wir möchten noch lange nach den Sternen greifen

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