Australiens Northern Territory

Tourism NT/Salty Aura

Endlose Spinifexgras-Steppen und schroffe Felslandschaften prägen das Gesicht des Northern Territory. Rostrot leuchtet die Erde im Zentrum, Orangerot hingegen glüht der Uluṟu in der Abendsonne und Dunkelrot sind die aufgetürmten Termitenbauten.

Das Top End und das Red Centre sind landschaftliche Sinfonien und Orte der besonderen Momente. Wer hierher reist, erlebt Tiefgründiges und ein neues Gefühl für Freiheit, Achtsamkeit und Wertschätzung. Willkommen im Northern Territory, das sich so zeigt, wie wir uns Australien erträumen: rote Erde, Kängurus und Felsformationen. Und natürlich die Menschen, die beieiner Reise den wichtigen Unterschied machen.

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Tourism NT/Hello Emily

Tourism NT/Shaana McNaught

Larapinta Trail

Der 231 Kilometer lange Larapinta Trail startet (oder endet, je nach Richtung) in der Nähe von Alice Springs und durchquert den West MacDonnell Ranges National Park. Er ist einer der bedeutendsten Fernwanderwege Australiens.

Der Larapinta Trail präsentiert einen Strauß an Möglichkeiten und Schwierigkeitsgraden. Es gibt Streckenabschnitte über hohe und äußerst felsige Bergrücken, die spektakuläre Panoramaaussichten bieten, und leichtere Wanderungen über ausgedehnte Plateaus und trockene Bachbetten am Fuß der Gebirgsketten. Beim Wandern durch diese raue Landschaft, die von Rot-, Grün- und Gelbtönen und einem unvorstellbar blauen Himmel dominiert wird, hat man das Gefühl, dass die Zeit auf einer anderen, tieferen Ebene fließt.

Die Ranger von Northern Territory Parks & Wildlife haben den Trail durch stetige Verbesserungen und Instandhaltung so sicher und zugänglich wie möglich gemacht. Blaue Pfeilmarkierungen an Bäumen entlang gut definierter Wege geben einem alle 500 Meter die Sicherheit, dass Verlaufen fast unmöglich ist.

Das wichtigste Detail ist eine garantierte Wasserversorgung, denn Trinkwasser ist nie weiter als einen Tagesmarsch entfernt. Zum Beispiel kann man seinen Vorrat meistens an ausgewiesenen Campingplätzen auffüllen.

Der Larapinta Trail kann in beide Richtungen begangen werden. Wer von Osten nach Westen wandert, kann am letzten Tag den Gipfel des Mount Sonder – des vierthöchsten Bergs im Northern Territory – erklimmen und so die Wanderung im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Höhepunkt abschließen.

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#AKTIV #NATIONALPARK #WANDERN

Tourism NT/Salty Aura

Uluṟu Kata Tjuṯa National Park

»Mingas« – Ameisen – so wurden einst die Touristen genannt, die den heiligen Berg der Aboriginal People bestiegen. Von unten sahen sie eben aus wie winzige Krabbeltiere, die sich auf dem roten Gestein bewegten. Seit Oktober 2019 ist es verboten, den Uluṟu zu besteigen. Was gerne auch vergessen wird: Zum Uluṟu Kata Tjuṯa National Park gehören neben dem bekanntesten Monolithen der Welt auch die Kata Tjuṯa (früher Olgas genannt) – was so viel bedeutet wie »die vielen Köpfe«. Um genau zu sein: 36 Bergkuppen.

Die jetzt am Uluṟu lebenden Aboriginal People nennen sich Anangu, was in der indigenen Sprache »Mensch« bedeutet. Ihnen ist alles an diesem Berg heilig. Jede Höhle, jede Spalte und jede Wasserstelle. Umso mehr sollte man dem Berg mit Ehrfurcht begegnen.

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Aber er ist auch einfach eine echte Schönheit. Wenn die Sonne das rote Gestein des Uluṟu kitzelt, fängt dieser an zu glühen. Er steht tatsächlich im geografischen Zentrum des Fünften Kontinents und ragt 348 Meter aus einer baumlosen Ebene hervor. Er und sein fantastisches Farbenspiel sind also schon von Weitem zu sehen. Doch am 600 Millionen Jahre alten Naturschauspiel lässt sich auch einiges erleben. Verschiedene Wanderungen mit einem Aboriginal-Guide erklären ihr Territorium. Es gibt lange tiefgründige Touren, wie den Uluṟu Base Walk, und kurze unterhaltsame, wie den Mala Walk.

Doch auch bei Dunkelheit ist es hier zauberhaft. Denn die mangelnde Lichtverschmutzung bietet eine unglaubliche Sicht auf den Sternenhimmel. Wer mag, kann sich ein spektakuläres Abendessen auf einer roten Sanddüne gönnen. Nicht nur mundet bei einem Menü »Sounds of Silence« das Essen, sondern ein Sternendeuter erklärt auch noch die Konstellationen. Romantik pur!

#ABORIGINALCULTURE #NATIONALPARK #WANDERN

Tourism NT

Territory Art Trails

Heute leben im Northern Territory – im Verhältnis zur jeweiligen Gesamtbevölkerung – die meisten australischen Ureinwohner. Die jahrtausendealte Kultur der Aboriginal People, die Höhlenmalereien und Felsritzungen an heiligen Orten sind Teil der besonderen Anziehungskraft dieser Region.

Bruce Chatwin, ein englischer Schriftsteller, der den Reiseroman »Traumpfade« verfasste, beschrieb die Aboriginal People als »ein Volk, das auf leichten Füßen über die Erde schritt; und je weniger sie der Erde wegnahmen, desto weniger mussten sie ihr zurückgeben.« Ein Volk, das aufgrund ihrer Dankbarkeit für die Natur und ihrer Bescheidenheit ihr gegenüber ein Vorbild für die restliche Menschheit sein sollte. Gleichzeitig sind sie auch ein unglaublich kreatives Volk. Am leichtesten sind die faszinierenden Kunstwerke zu finden, indem ihr den Territory Art Trails folgt.

Es ist durchaus bekannt, dass man hier in die indigene Kultur eintauchen kann. Doch häufig ist dabei vergessen worden, dass sich in den letzten Jahrzehnten – ganz still und heimlich – eine zeitgenössische Kunstszene entwickelt hat. Die Territory Art Trails, die dieses riesige geografische – und künstlerische – Terrain abdecken, zeigen einige der wichtigsten Kunst- und Kulturstätten und ermöglichen es den Reisenden, sich ihren ganz eigenen Weg durch dieses weitläufige Land zu bahnen. Sozusagen ein Roadtrip der Kunst.

#ABORIGINALCULTURE #ABORIGINALART

Tourism NT/Hello Emily

Kakadu National Park

Der Kakadu National Park ist für seine natürliche Schönheit berühmt und beherbergt einige der bemerkenswertesten Felskunststätten der Welt. Und ja, Kakadus gibt es tatsächlich auch in diesem großen Nationalpark. Doch daher kommt der Name nicht. Den Gagadju, dem gleichnamigen Volk der Aboriginal People, die auch in dieser Gegend leben, verdankt der Park seinen Namen. Er ist auch UNESCO-Welterbe.

Die hiesigen Felsmalereien belegen die frühe Kultur der australischen Ureinwohner. Sie gehören zu den beeindruckendsten ihrer Art. Die ältesten Zeichnungen sollen 20.000 Jahre alt sein. Ja, richtig gelesen. Wobei manche Experten sie tatsächlich noch weiter zurückdatieren würden. Ein Must-see ist die Felskunst am Ubirr Rock und am Nourlangie Rock. Auf den Bildern im sogenannten Röntgenstil (x-Ray-Stil) sind Rippen, Rückgrat und innere Organe des Menschen exakt dargestellt.

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Eine besondere Bedeutung genießt auch die Darstellung der Regenbogenschlange. Was es damit auf sich hat? Das kann am besten Storyteller Sab Lord erklären. Sabs Version eines Ausflugs im Kakadu ist zum einen tiereguckend in Safari-Manier, denn er ist auf einer Krokodilsfarm groß geworden. Zum anderen lernt man dabei viel von der Aboriginal-Kultur. Er genießt das Vertrauen der Ureinwohner und ist nicht nur Experte ihrer wegweisenden Kunst, sondern darf auch ihre Geschichten erzählen. Besser kann man sich nicht durch den Park führen lassen.

Aber noch ein kleines Highlight sei in diesem Park dringend empfohlen: das spontane Baden. Ein Favorit ist der Maguk Pool. Zwar muss man sich das Schwimmen ein wenig verdienen, aber es lohnt sich, nicht nur für ein spektakuläres Foto! Nach einer kleinen Wanderung zum oberen Ende des Wasserfalls kann man endlich in dem unglaublich schönen Naturpool eine Abkühlung nehmen. Der Blick von hier über den Kakadu National Park ist einfach atemberaubend.

#ABORIGINALCULTURE #NATIONALPARK #WANDERN

Tourism NT

Kangaroo Sanctuary

Kein anderes Tier steht symbolisch so für Australien wie das Känguru. Und natürlich ist es wunderbar, das Tier in seiner Umgebung zu beobachten. Perfekt dafür ist das Kangaroo Sanctuary. Ein Ort, an dem die Schönheit des Kängurus geradezu zelebriert wird.

Das Schutzgebiet liegt etwas außerhalb von Alice Springs. Auf der geführten Tour bei Sonnenuntergang kann man bei einem gemütlichen Spaziergang durch das 188 Hektar große Wildtierreservat die Beuteltiere beobachten. Da die Kängurus tagsüber schlafen, sollen sie zu dieser Tageszeit ungestört bleiben. Deshalb finden die Führungen am späten Nachmittag statt – genau dann, wenn die Kängurus aus ihrem Tagesschlaf zu erwachen beginnen. Das Schutzgebiet kann nur im Rahmen einer im Voraus gebuchten Tour besucht werden. Die Tour dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Und diese bleiben garantiert unvergesslich.

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#ABORIGINALCULTURE #NATIONALPARK #WANDERN

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