Im Mai 2026 eröffnete im Nordosten Namibias das Safari-Camp Nkasa Linyanti. Natural Selection betreibt es mit nur sechs Zeltsuiten auf einer Insel mitten im Feuchtgebiet.  Die Szenerie erinnert an das Okavango-Delta. Was nicht das Schlechteste ist.

Wo liegt’s? Das Camp steht im Nkasa-Rupara-Nationalpark in der Sambesi-Region, dem Nordosten Namibias. Die Region hieß früher Caprivi-Streifen, der Park grenzt im Westen, Süden und Osten an Botswana. Nkasa Linyanti liegt auf einem privaten Konzessionsgebiet und ist das einzige Camp auf der Insel Nkasa. Das Feuchtgebiet gehört zum größeren Linyanti-Ökosystem und liegt rund 80 Kilometer nördlich des Okavango-Deltas. Während der jährlichen Überschwemmungen aus Angola verwandelt sich die Landschaft in ein Mosaik aus Inseln, Lagunen und Wasserarmen.

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Innenraum eines Safari-Zelts mit Himmelbett, Garderobe und Schreibtisch unter cremefarbenem Stoffdach, durch geöffnete Türen Blick in die weite Grassavanne im Abendlicht.

Foto: Natural Selection

Wie viele Zimmer? Das Camp zählt sechs Zeltsuiten mit Blick auf das weite Schwemmland. Sie stehen erhöht über den Flussauen, um die Umwelt zu schonen. Organische Texturen und eine Palette natürlicher Farbtöne prägen das Design.

Leben im Feuchtgebiet

Was verspricht das Camp? Das Herzstück bilden eine offene Lounge, ein Pool und eine Feuerstelle unter freiem Himmel. Das Camp läuft vollständig mit Solarstrom und nutzt moderne Wasseraufbereitung. Der ökologische Fußabdruck bleibt damit gering.

Gedeckte Tische für ein Bush-Dinner unter einem mächtigen Baobab, im Hintergrund ein offenes Safari-Fahrzeug zwischen Buschwerk.

Foto: Natural Selection

Was erleben Gäste? Safaris gibt es ganzjährig, zu Fuß, im Geländewagen, im Boot und im Mokoro. Ein Mokoro ist ein traditioneller Einbaum, mit dem Guides durch flache Wasserarme staken. Die Wintermonate von April bis Oktober eignen sich am besten für Mokoro- und Bootstouren, dann steht das Wasser am höchsten. Von November bis März ergrünt das Grasland und lockt Vogelbeobachter an. Der Park beheimatet große Büffel- und Elefantenherden, Löwen, Leoparden sowie über 430 Vogelarten, ein Spitzenwert für Namibia. Saisonal kommen kulturelle Einblicke in die lokalen Gemeinden dazu.

Reisen, das schützt

Was hat es mit dem Naturschutz auf sich? Der 30.000 Hektar große Nkasa-Rupara-Nationalpark ist Teil der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, eines grenzüberschreitenden Schutzgebiets über fünf Länder. Jeder Aufenthalt finanziert die Ranger vor Ort und den Schutz bedrohter Arten. Natural Selection spendet dafür jährlich 1,5 Prozent seines Umsatzes. Das Unternehmen führt über 20 eigentümergeführte Camps in Botswana, Namibia und Südafrika.

Highlight des Camps? Den größten Reiz macht die Exklusivität aus: sechs Zelte, ein einziges Camp auf der ganzen Insel und ein Feuchtgebiet fast ohne andere Besucher. Mitgründer Colin Bell nennt die Region »Namibias Antwort auf das Okavango-Delta«.

Elefantenherde mit zwei Jungtieren zieht durch die grüne Savanne, im Hintergrund eine einzelne Palme vor blauem Himmel.

Foto: Natural Selection

Wie kommt man hin? Per Flug geht es ab Windhoek oder Maun nach Katima Mulilo, von dort mit einem Charterflug zur Lianshulu-Piste und per Fahrzeug ins Camp. Straßentransfers starten in Katima Mulilo, Kasane oder von den Victoria Falls. Zur Eröffnung schenkt das Camp Gästen bei drei Nächten oder mehr einen kostenlosen Hin- und Rücktransfer ab Kasane, gültig bis 9. Januar 2027.

Was kostet der Spaß? Natural Selection nennt die Übernachtungsraten nur auf Anfrage (Stand Juni 2026). Buchungen und Preise laufen über naturalselection.travel. Für Hochzeitsreisende und lange Aufenthalte gibt es Rabatte.