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Wer viel auf Reisen ist, merkt irgendwann: Die eigentlichen Geheimtipps verbergen sich oft in der zweiten Reihe. Und klar, Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen ist mehr als eine Reise wert. Aber die zweitgrößte Stadt des Landes steht der großen Schwester in nichts nach. Das zeigen auch unsere fünf Tipps für deinen perfekten Sommerurlaub in Aarhus.

1. ARoS: Ein Muss für Freunde der Kunst

Schon von Weitem schwebt wie eine Mischung aus Heiligenschein und Regenbogen das farbenfrohe und kreisrunde Rainbow-Panorama des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson über dem Gebäude des »ARoS« Kunstmuseum (hier geht es zur Webseite des Museums).

Der Besuch des »ARoS« ist aus vielerlei Gründen ein absolutes Muss. Zum einen lockt natürlich die Kunst. Absoluter Hingucker ist die überdimensional große Boy-Skulptur von Ron Mück, die 500 Kilogramm schwer dauerhaft im Museum sitzt. Aber auch das Innenleben des Hauses, das mit seiner lichten Farbgebung und fließenden Formen einen skulpturalen Innenraum erschafft, der den Besucher zu einer erlebbaren Raumreise einlädt und ein wenig an das Guggenheim Museum in New York City erinnert. Last but not least und über allem schwebend wartet dann ein spektakulärer Spaziergang durch den Regenbogen. Immer und immer wieder.

Aros Museum in Aarhus

Foto: Julius Yls

Ein weiterer triftiger Grund, Aarhus und das »ARoS« im Sommer zu besuchen: James Turrell, einer der bedeutendsten Lichtkünstler unserer Zeit, stellt im Kunstmuseum seit Juni sein bislang größtes Skyspace-Werk aus: »As Seen Below – The Dome«. 16 Meter hoch, 40 Meter im Durchmesser. Turrell arbeitet seit Jahrzehnten mit einem einzigen Medium: Licht. Nicht als Beleuchtung, sondern als Substanz, die den Raum verändert, die Wahrnehmung verschiebt und Grenzen auflöst. Seine Skyspaces sind begehbare Räume, deren Decke sich zum Himmel öffnet. Was wie ein Bild wirkt, ist in Wahrheit ein lebendiges Erlebnis.

Der Weg in »As Seen Below« führt durch einen unterirdischen Gang, das Licht wird weicher, die Schritte werden langsamer. Dann öffnet sich die gewaltige Kuppel und der Blick geht nach oben durch die kreisrunde Öffnung direkt in den Himmel. Eine Wolke schiebt sich ins Bild. Kaum merklich verändert sich die Farbe, von Blau ins Grau ins Gold. In der Ferne flattern Vögel, millimeterklein. Ein Flugzeug zieht einen Kondensstreifen hinter sich her, dann ist es weg. Wieder kippt das Licht, wieder entsteht ein neues Bild. Dasselbe Werk, ein völlig anderer Moment. Faszinierend, wie Turrell mit nichts als Licht und Himmel eine Erfahrung schafft, bei der Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren. Das Kunstwerk ist noch bis zum 30. September 2026 zu sehen.

Die Kunstinstallation "As Seen Below" des Künstlers James Turrell im Museum Aros in Aarhus; unter einer nahtlos scheinenden Kuppel, die in dunklem Lila angestrahlt wird, sitzen einige Menschen und blicken nach oben. Genau in der Mitte der Kuppel prangt ein runder, schwarzer Kreis

Foto: Mads Smidstrup/Aros 2025

2. Salling Roofgarden

Mitten im Zentrum liegt das Salling-Kaufhaus (hier geht es zur Webseite des Sailing), dem man am besten aufs Dach steigt. Hier oben auf dem »Salling Roofgarden« erschließt sich dem Besuchenden eine kleine Welt auf unterschiedlichen Ebenen mit viel begrünter Fläche und allerlei Möglichkeiten einen Kaffee oder einen Cocktail zu genießen. Der 360-Grad-Blick über die Stadt ist besonders zum Sonnenuntergang schwer zu empfehlen. Herrlich auch die Brücke, die direkt in den Himmel zu führen scheint. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Sailing Rooftop in Aarhus, eine moderne Dachterrasse, auf der mehrere Menschen Platz in einer Außengastronomie eingenommen haben

Foto: C-Y/Shutterstock.com

3. Street Food Market

Bock auf Hot Dog oder soll es lieber Smørrebrød sein? Wonach auch immer der Gaumen gelüstet, ob nun typisch dänische Delikatessen oder internationale Cuisine. Der Aarhus Streetfood Market (hier geht es zur Webseite des Aarhus Streetfood Market) im alten Busterminal am Aarhuser Busbahnhof hat für jeden Geschmack etwas im Angebot. Über 30 Straßenküchen und Bars bieten ihre Waren feil. Hier lässt sich eine Pause in entspannter Atmosphäre erleben während die vielfältigen Streetfood Angebote den Mund wässrig machen.

Streetfood Markt in Aarhus, mehrere Menschen sitzen auf Bierzeltgarnituren, im Hintergrund eine große Halle, auf der ein Schild "Street Food" angebracht ist

Foto: BigDane/Shutterstock.com

4. Die unendliche Brücke

Wer eine Runde auf der unendlichen Brücke, der »Uenendelige Bro« drehen mag, dem sei ein Besuch in der Zeit von April bis Oktober empfohlen. Denn das Objekt der Begierde, das für das Kunstfestival Sculpture by the Sea vom Architekturbüro Gjøde & Povlsgaard Arkitekter entworfen wurde, wird nur temporär und saisonal aufgebaut. Wenn das Zeitfenster passt, erfreut man sich am Varna- und Ballehage-Strand über allerlei Brückenwandler. Ganze 188 Meter lang, zwei Meter vierzig breit und mit einem Durchmesser von 60 Metern bietet das hölzerne Ausflugsziel allerlei Möglichkeiten für entspannte Momente. Einfach mal hinsetzen und die Beine baumeln lassen.

unendliche Brücke in Aarhus. eine aus der Vogelperspektive aufgenommene, kreisrunde Holzbrücke, die halb an Land, halb über Wasser führt

Foto: Kenneth Bagge Jorgensen/Shutterstock.com

5. Reif für die Insel

Aarhus‘ neuester Stadtteil Ø – bedeutet übersetzt Insel – überzeugt vom ersten Moment mit seiner bunten Mischung. Ø trumpft auf mit spannender Architektur, urbanem Lifestyle und gechillter Hafenatmosphäre. Ein idealer Ort, sich per Kajak oder SUP durch die Kanäle zu bewegen, sich eventuell auf die Wasserskianlage zu trauen oder einfach nur mit einem Glas in der Hand am Blick aufs Wasser zu erfreuen. Aarhus kann das und Aarhus kann auch noch viel Meer!

Wasserskifahren vor der Skyline von Aarhus

Foto: Erika Cristina Manno/Shutterstock.com

Auf der Webseite des Fremdenverkehrsamtes findest du mehr Infos zu Aarhus. Hier liest du unsere Reportage zur Dänischen Riviera.

Häufige Fragen zum Städtetrip nach Aarhus

Wie plant man einen Städtetrip nach Aarhus?

Ein Städtetrip nach Aarhus lohnt sich vor allem in den warmen Monaten, wenn die Stadt durch Festivals und Veranstaltungen besonders lebendig ist. Dann zeigen sich Hafenpromenade, moderne Architektur und historische Viertel von ihrer besten Seite, und viele Cafés sowie Bars haben Außenbereiche geöffnet. So entsteht eine entspannte Atmosphäre, in der sich Kultur, Kulinarik und Stadtleben gut verbinden lassen.

Was darf man in Aarhus nicht verpassen?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das ARoS Kunstmuseum mit dem markanten Rainbow Panorama, das einen Rundblick über Aarhus bietet, sowie Den Gamle By als Freilichtmuseum mit historischen Häusern. Ein Besuch der Street-Food-Märkte am alten Busbahnhof empfiehlt sich, um unterschiedliche Küchen zu probieren. Dort trifft urbane Atmosphäre auf vielfältiges Essen, was gut zu einem lockeren Städtetrip passt.

Wo hat man in Aarhus eine tolle Aussicht?

Eine besonders eindrucksvolle Aussicht bietet der Salling Roofgarden im Zentrum, von dem aus sich Dächer, Hafen und Bucht überblicken lassen. Die Terrasse eignet sich tagsüber und abends als Ort für eine Pause und Fotos. Zusätzlich bieten das Dach des ARoS sowie Wege entlang der Hafenpromenade weitere Blickpunkte, an denen sich moderne Architektur und Wasserblick kombinieren.