Wo die Brände bei Athen wüten
Wer an Athen denkt, hat meist die Akropolis, die Altstadt Plaka oder die belebten Viertel rund um das Zentrum vor Augen. Die aktuellen Brände liegen jedoch nicht in der griechischen Hauptstadt selbst, sondern westlich davon in der Region Westattika.
Dort treffen verschiedene Landschaften aufeinander: das Meer des Golfs von Korinth, bewaldete Berghänge, kleine Küstenorte und ländliche Gebiete. Genau diese Mischung prägt auch die Orte, die derzeit von den Bränden betroffen sind.

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Porto Germeno: Kleiner Küstenort zwischen Bergen und Meer
Besonders im Fokus steht Porto Germeno (griechisch: Πόρτο Γερμενό). Der Ort liegt etwa 60 bis 70 Kilometer westlich von Athen am Golf von Korinth und gehört zur Gemeinde Mandra-Idyllia in Westattika.
Normalerweise ist Porto Germeno ein recht gemütlicher Badeort, der vor allem von Griechen besucht wird, die dem Trubel der Hauptstadt mal für ein paar Stunden oder Tage entkommen möchten. Kleine Buchten, Tavernen am Wasser und die Nähe zu den Bergen machen den Ort zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge und kurze Sommeraufenthalte.

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Bekannt ist die Gegend auch wegen der antiken Stadt Aigosthena. Die Reste der Festungsanlage gehören zu den gut erhaltenen Befestigungen aus klassischer Zeit und liegen oberhalb der Küste. Die aktuellen Brände haben diese Küstenregion stark getroffen. Rund um Porto Germeno wurden Evakuierungen angeordnet, auch die Orte Psatha und Mytikas waren betroffen.
Psatha und Alepochori: Küstenziele westlich der Hauptstadt
Auch die Orte Psatha und Alepochori liegen in Westattika am Golf von Korinth. Sie gehören nicht zu den klassischen internationalen Urlaubszielen wie Santorini oder Kreta, sind aber bei vielen Athenern als Sommerorte bekannt.
Die Region lebt von kleinen Stränden, Buchten und der Kombination aus Meer und Bergen. Viele Besucher kommen hierher, um abseits großer Touristenströme zu baden oder ein Wochenende am Wasser zu verbringen. Gerade diese Nähe zu bewaldeten Hängen macht die Gegend bei Waldbränden besonders anfällig. Die aktuellen Feuer führten auch dort zu Evakuierungsmaßnahmen.
Megara: Antike Stadt vor den Toren Athens
Rund 50 Kilometer westlich von Athen liegt Megara. Die Stadt gehört zu den ältesten Griechenlands und spielte bereits in der Antike eine wichtige Rolle. Ihre Lage zwischen Attika und dem Peloponnes machte sie historisch zu einem bedeutenden Verbindungspunkt.
Heute ist Megara weniger ein klassisches Urlaubsziel, sondern vor allem eine Stadt mit Industrie, Landwirtschaft und einem wichtigen Verkehrsstandort. Die Umgebung bietet jedoch Zugang zu Küstenabschnitten, Bergen und kleineren Ausflugszielen. Die aktuellen Brände rückten auch in Richtung Megara vor. Besonders betroffen waren Gebiete nordwestlich der Stadt und im Umfeld des Kithairon-Gebirges.
Kithairon-Gebirge: Wanderregion westlich von Athen
Das Kithairon-Gebirge erstreckt sich zwischen Attika und Böotien. Die Bergregion ist vor allem bei Wanderern und Naturfreunden bekannt. Schluchten, Wälder und kleinere Bergdörfer prägen die Landschaft.

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Für viele Athen-Besucher ist das Gebiet ein Kontrastprogramm zur dicht bebauten Hauptstadt: Innerhalb kurzer Zeit gelangt man von der Metropole in eine deutlich ruhigere Umgebung. Bei den aktuellen Bränden erschweren das bergige Gelände und starke Winde die Löscharbeiten.
Ist Athen selbst betroffen?
Für Reisende ist die wichtigste Nachricht: Die bekannten Sehenswürdigkeiten im Zentrum Athens liegen nicht im Brandgebiet. Die Akropolis, die Altstadt Plaka, die Museen und die meisten touristischen Viertel befinden sich innerhalb des Stadtgebiets und sind von den aktuellen Bränden westlich der Hauptstadt nicht direkt betroffen.

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Auch wer Athen als Ausgangspunkt für eine Griechenlandreise nutzt, muss die Reise deshalb nicht automatisch absagen. Wer allerdings Ausflüge in die westlichen Randgebiete plant, sollte die aktuelle Lage prüfen und Hinweise der Behörden beachten.
Was sollten Urlauber jetzt beachten?
Wer in die Region reist oder einen Aufenthalt rund um Athen geplant hat, sollte:
- aktuelle Warnungen der griechischen Behörden verfolgen,
- Evakuierungs- und Sperrgebiete meiden,
- bei Ausflügen in Wald- und Bergregionen besonders vorsichtig sein,
- Hinweise von Hotels und Reiseveranstaltern beachten.
In Griechenland werden Warnungen bei akuten Gefahren über das Notfall-System 112 verbreitet. Bei akuten Gefahren (z. B. Waldbränden, Starkregen, Erdbeben, industriellen Unfällen) schickt die Generalsekretariat für Zivilschutz gezielte Warnungen an Menschen in den betroffenen Gebieten. Reisende sollten entsprechende Hinweise ernst nehmen und ihre Pläne gegebenenfalls kurzfristig anpassen.


