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In diesem Jahr steht die Sommersonnenwende am 20. Juni an. Dann wird überall in Europa Mittsommer gefeiert. Und das auf unterschiedlichste Art. Einige der eindrücklichsten Feiern und Traditionen haben wir hier zusammengestellt.

Von Mai bis Juli steht der Norden Europas Kopf – wenn die Nächte in magisches Licht getaucht sind und es nie dunkel wird. Dann feiern Jung und Alt die Sonne, das Leben und die Gemeinschaft – mit Traditionen, Ritualen und einem Lagerfeuer.

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Island im Sommer: Wenn um Mitternacht die Sonne noch scheint

Im Norden Europas haben die Feierlichkeiten rund um den Mittsommer eine sehr große Bedeutung. Besonders Island als der nördlichste Inselstaat hat im Sommer einiges zu bieten. Einmal sehen, wie das Abendrot direkt in das Morgenrot übergeht – das sind die taghellen Sommernächte in Island. Zwischen Mai und Juli wird es dort kaum dunkel, so kann dann auch um Mitternacht die atemberaubende Landschaft der Insel genossen werden. Wer das Naturschauspiel live sehen will, muss sich schnell entscheiden, denn in der Mittsommer-Woche sind oft über 80 Prozent der Hotelzimmer in Island ausgebucht.

Hinter dem Vulkan Kirkjufell auf Island scheint die Mitternachtssonne hervor, wie sie zu Mittsommer gut zu sehen ist.

Foto: Somphol/Shutterstock.com

Feuer, Blumenkränze, böse Geister: So feiert der Norden den Mittsommer

Auch in den anderen Ländern Nordeuropas sind die Traditionen rund um den Mittsommer sehr lebendig und finden in den verschiedenen Ländern meist zwischen dem 20. und 26 Juni statt. In Finnland wird zur Sommersonnenwende viel getrunken, gelärmt, musiziert und getanzt. Nach altem Volksglauben fällt die Ernte besser aus, je mehr getrunken wird. Zudem soll der Lärm Glück bringen, weil so die bösen Geister vertrieben werden.

In Dänemark, Norwegen und Schweden finden die Feste rund um den Mittsommer auf dem Land oder am Strand statt. Um die bösen Geister zu verjagen, brennt die ganze Nacht über ein Feuer. Die Menschen schmücken sich und ihre Häuser mit Gräsern, Blumen und Birkenzweigen, die der Mythologie nach besondere Heilkräfte besitzen sollen. In Schweden tanzen die Feiernden um einen geschmückten Baumstamm.

Mehrere Männer in traditioneller Kleidung stellen auf einer großen Mittsommer-Feier in Schweden einen grün geschmückten Pfahl auf.

Foto: Natalia Bohren

Und unverheiratete junge Frauen pflücken sieben Sorten wilder Blumen von sieben verschiedenen Wiesen, die sie dann unter ihr Kopfkissen legen. Der Legende nach träumen sie in der Nacht dann von ihrem zukünftigen Ehemann.

Mitnehmen, was geht: Mitsommer-Hopping in Skandinavien

Wer besonders viel von den Festlichkeiten erleben möchte, für den lohnt sich ein kleines Mittsommer-Hopping. Als guter Start eignet sich Dänemark. In Norwegen und im Baltikum ist es oft nur noch ein Katzensprung bis zur nächsten Mittsommerfeier. Die Ortschaften im Landesinneren verfügen zwar nicht über viele Hotels, dafür sind die Preise erschwinglich. Das bietet auch die beste Gelegenheit, das Land von seiner ursprünglichen Seite kennenzulernen.

Stonehenge: Zum längsten Tag des Jahres wird es hier richtig mystisch

Stonehenge ist der wohl berühmteste und sagenumwobenste Ort für die Sommersonnenwende. Am 21. Juni finden sich dort unzählige Menschen zusammen um zu musizieren, zu beten und für allerlei mystische Rituale.

Im inneren Kreis des Megalithen-Denkmals Stonehenge in England steht eine große Menschenmenge, geringt um einige Menschen, die als keltische Druiden gewandet sind.

Foto: John Kotlowski/Shutterstock.com

Alicante: Punkt Mitternacht gehen alle gemeinsam ins Meer

Kein Mittsommerfest wie in Nordeuropa, aber trotzdem beeindruckend sind die Hogueras de San Juan in Alicante, auf Deutsch die Freudenfeuer des Heiligen Johannes. Die Feierlichkeiten ziehen sich vom 20. bis zum 24. Juni, der Höhepunkt des Festes liegt in der Nacht auf den 24. Juni, den eigentlichen Namenstag des Heiligen Johannes. In der Nacht werden riesige Figuren entzündet, die dann lichterloh die Nacht erhellen. Um Mitternacht rennen viele Menschen außerdem ins Meer um sich etwas zu wünschen, so will es die Tradition. Für Besucher eignet sich besonders der Playa del Postiguet, an dem die meisten Menschen zusammenkommen.

Inmitten einer Menschenmenge ragt eine Figur einer Göttin mit blauen Haaren und gelbem Kleid heraus

Foto: J.ParedsPhotos/Shutterstock.com

 

Häufige Fragen zur Sommersonnenwende in Europa

Wann ist die Sommersonnenwende in Europa?

Die Sommersonnenwende fällt meist auf den 20., 21. oder 22. Juni. Sie markiert den längsten Tag des Jahres und den Beginn des astronomischen Sommers.

Wo wird Mittsommer in Europa besonders schön gefeiert?

Besonders lebendig ist Mittsommer in Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und im Baltikum. Dort gehören Blumenkränze, Feuer, Musik und Feiern im Freien oft fest dazu.

Was macht die Mittsommerzeit in Europa so besonders?

In vielen Regionen ist es dann lange hell, im Norden sogar fast die ganze Nacht. Genau dieses besondere Licht sorgt für eine sehr eigene Stimmung und viele Feste am Wasser, auf dem Land oder am Strand.