Republik Irland & Nordirland

Causeway Coastal Route: Von Belfast über den Giant’s Causeway bis zum Dunluce Castle

Wer den Giant’s Causeway sieht, könnte tatsächlich auf den Gedanken kommen, dass ein Riese die Steine dort gestapelt hat. Doch die Causeway Coastal Route lohnt sicht nicht allein wegen des Naturwunders.

Foto: Krumpelman Photography / Shutterstock.com

120 Meilen oder 192 Kilometer nach dem Aufbruch in Belfast gibt es viel Ablenkung auf der Causeway Coastal Route, Irlands prächtiger Panoramastraße. In lauschigen Hafenorten wie Carnlough und Cushendun schmeckt ein Irish Coffee besonders gut, in Seebädern wie Portrush und Portstewart können Gäste herrlich übernachten und das Meer genießen. Und in der farbströmenden Eiszeitlandschaft der Glens of Antrim an der Biegung von der Ostküste zur Nordküste geht der Blick bis nach Schottland. Grandios!

Giant’s Causeway: 38.000 Basaltsäulen, die ein Riese gestapelt haben soll

Und dann der Giant’s Causeway, der Pfad des Riesen mit seinen in der Sonne unwirklich goldrot leuchtenden Basaltquadern. Schon mal gesehen? Eventuell ist das Gebilde aus 38.000 achteckigen Säulen in der Fantasysaga »Game of Thrones« als Naturkulisse für Westeros aufgefallen.

Eine Person sitzt bei Sonnenuntergang auf den sechseckigen Basaltsäulen des Giant's Causeway in Nordirland und blickt aufs Meer, am Horizont ziehen rosa gefärbte Wolken.

Foto: Umomos / Shutterstock.com

Dem Mythos nach hat sie der Riese namens Finn McCool gebaut. Er wollte darauf übers Meer bis nach Schottland gelangen und sich dort mit einem Rivalen duellieren. Das ist nur eine der Stationen auf dem Causeway Coastal Path. Er beginnt am Giant’s Causeway und endet hoch über dem Meer an der Ruine des Dunluce Castle. Das Schloss taucht ebenfalls in »Game of Thrones« auf.

Ein weiterer Höhepunkt auf der Strecke ist die Carrick-a-Rede Rope Bridge. Die in schwindelnder Höhe vom Festland auf eine vorgelagerte Insel gespannte Hängeseilbrücke, auf der einst Lachsfischer ihre Netze ausgeworfen haben, können Besucher mit ein bisschen Mut überqueren.

Und dann liegt die Nase wieder im Wind der Straße. Doch bald schon wartet die Bushmills Distillery. Das historische Kleinod der frühen Industrialisierung bietet Führungen durch die Brennerei mit anschließender Verkostung einiger Whiskeys an.

Luftaufnahme einer grünen Landzunge bei Carrick-a-Rede in Nordirland mit einem schmalen Sandstrand zwischen zwei Klippen und türkisfarbenem Wasser.

Foto: Nordic Moonlight / Shutterstock.com

Rathlin Island und The Gobbins: Leuchtturm und Klippenpfad abseits der Route

Lust auf eine Spritztour übers Wasser? Vom kleinen Ort Ballycastle rauscht eine Fähre hinüber nach Rathlin Island. Dort befindet sich einer der erstaunlichsten Leuchttürme des Nordens. Rathlin West Light ist Teil des großartigen Great Lighthouses of Ireland Trail. Und nicht zu vergessen der Besuch auf Islandmagee. Dort führt der edwardianische Pfad »The Gobbins« entlang der Küstenklippen. Es geht vorbei an Tunnel- und Hängebrücken, durch Höhlen und rund um schäumende Buchten. Die Antrim Coastal Road führt Meile um Meile in eine so wundersame wie überraschende Welt.

Luftaufnahme eines weißen Leuchtturms auf einer schmalen Landzunge bei Rathlin Island in Nordirland, die Klippen fallen steil zum Meer ab, im Hintergrund die Küste des Festlands.

Foto: Lukassek / Shutterstock.com


Weitere Informationen über die Causeway Coastal Route und über Irland gibt es bei Tourism Ireland.

Die Route lässt sich, in umgekehrter Reihenfolge, auch perfekt als Fortführung des Wild Atlantic Way planen.

Häufige Fragen

1. Was ist der Giant’s Causeway?
Der Giant’s Causeway ist ein Naturwunder an der Nordküste Nordirlands, bestehend aus rund 40.000 sechseckigen Basaltsäulen, die vor etwa 60 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden. Die Felsformation gehört seit 1986 zum Unesco-Welterbe und ist von Mythen um den Riesen Finn McCool umgeben.
2. Was macht die Causeway Coastal Route besonders?
Die Causeway Coastal Route ist eine rund 185 bis 240 Kilometer lange Küstenstraße zwischen Belfast und Derry/Londonderry, die als einer der spektakulärsten Roadtrips Europas gilt. Entlang der Strecke liegen schroffe Klippen, wilde Strände, Burgruinen wie Dunluce Castle, die Carrick-a-Rede-Hängebrücke und als Höhepunkt der Giant’s Causeway.
3. Wie besucht man Giant’s Causeway und die Causeway Coastal Route am besten?
Am flexibelsten ist ein Roadtrip mit Mietwagen über mehrere Tage, um die wichtigsten Stopps entlang der Route anzusteuern. Der Giant’s Causeway lässt sich vom Besucherzentrum aus auf mehreren Wanderwegen erreichen; der eigentliche Zugang zu den Felsen ist kostenfrei, bezahlt wird vor allem für Parkplatz und Zentrum. Alternativ bieten Reiseveranstalter geführte Tagestouren ab Belfast oder Dublin an.