Geografie-Falle: New York – aber New Jersey
Viele Fans stolpern über den Namen: Das Stadion heißt MetLife Stadium und wird meist automatisch mit New York verbunden. Tatsächlich liegt die Arena jedoch in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey, rund 16 Kilometer westlich von Manhattan. Wer aus den oberen Rängen nach Osten blickt, kann sogar die Skyline von New York erkennen.
Die Verwirrung kommt nicht von ungefähr. Die beiden NFL-Teams des Stadions heißen New York Giants und New York Jets, obwohl sie ihre Heimspiele seit Jahrzehnten in New Jersey austragen. Auch zahlreiche Großveranstaltungen werden weltweit mit New York beworben, obwohl sie geografisch auf der anderen Seite des Hudson River stattfinden.

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Das MetLife Stadium gehört zum Meadowlands Sports Complex, einem riesigen Sport- und Freizeitareal in den Meadowlands, einem ausgedehnten Feuchtgebiet im Nordosten New Jerseys. Neben dem Stadion befinden sich dort unter anderem eine Pferderennbahn, das Einkaufs- und Freizeitzentrum American Dream sowie zahlreiche Parkflächen für Zehntausende Besucher.
Die Frage »New York oder New Jersey?« gehört deshalb zu den Klassikern unter Sportfans. Die Antwort ist eindeutig: Das Stadion liegt in New Jersey. Gleichzeitig profitiert es von seiner unmittelbaren Nähe zur Weltmetropole New York und zählt damit zu den am besten erreichbaren Großstadien Nordamerikas.
Zwei NFL-Teams, ein Stadion
Das MetLife Stadium ist Heimat von gleich zwei NFL-Franchises: den New York Giants und den New York Jets. Nur wenige Stadien in der Liga teilen sich zwei Profiteams. Bei seiner Eröffnung 2010 war es mit Baukosten von rund 1,6 Milliarden Dollar das teuerste Stadion der USA zu jener Zeit. Es ersetzte das legendäre Giants Stadium und bietet bei Football-Spielen Platz für über 82.000 Zuschauer.

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Wetterhärte bewiesen: Der kalte Super Bowl
Das Open-Air-Stadion ohne Dach bewies 2014 seine Wetterhärte. Der Super Bowl XLVIII war der erste Super Bowl unter freiem Himmel bei winterlicher Kälte im Norden. Die Seattle Seahawks dominierten die Denver Broncos deutlich. Das war ein ziemlich frostiges Spektakel.
Berüchtigter Rasen: Achillessehnen-Drama um Aaron Rodgers
Der Kunstrasen im MetLife Stadium steht seit Jahren in der Kritik. Zahlreiche NFL-Profis bevorzugen Naturrasen und äußern regelmäßig Bedenken hinsichtlich des Verletzungsrisikos auf Kunstrasen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Debatte nach der schweren Verletzung von Aaron Rodgers am 11. September 2023. Der Quarterback der New York Jets riss sich in seinem ersten Spiel für das Team die Achillessehne und fiel für die gesamte Saison aus.
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Untergrund und der Verletzung gibt es zwar nicht. Der Vorfall verlieh der Diskussion über Kunstrasen in der NFL jedoch neue Dynamik. Viele Spieler und Experten fordern seitdem verstärkt den Einsatz von Naturrasen in den Stadien der Liga.

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Für die Fußball-WM 2026 wird der Kunstrasen im MetLife Stadium durch einen Naturrasen ersetzt. Die FIFA schreibt für ihre Spiele einen natürlichen Untergrund vor.
WM-Doppelrolle: Gruppenfinale und Finale
Für die Fußball-WM 2026 trägt das Stadion den offiziellen FIFA-Namen »New York New Jersey Stadium« (wegen der Sponsorenregeln). Das DFB-Team bestreitet hier sein entscheidendes Gruppenspiel gegen Ecuador – und nur gut drei Wochen später wird an derselben Stelle der neue Weltmeister gekrönt.
Weitere WM-Spiele im New York New Jersey Stadium:
- 27. Juni 2026: Panama gegen England
- 30. Juni 2026: Spiel der Runde der letzten 32
- 5. Juli 2026: Spiel im Achtelfinale
Mehr als 82.000 Plätze bei der WM
Mit seinen 82.500 Plätzen zählt das MetLife Stadium zu den größten Arenen der gesamten Weltmeisterschaft. Nur wenige WM-Spielorte bieten eine vergleichbare Kulisse. Wenn Deutschland hier am 25. Juni auf Ecuador trifft, werden die Ränge aller Voraussicht nach bis auf den letzten Platz gefüllt sein.
Dazu trägt vor allem die Lage in einer der größten Metropolregionen der Welt bei. Im Großraum New York und New Jersey leben mehr als 20 Millionen Menschen. Gleichzeitig ist die Region geprägt von Einwanderung und kultureller Vielfalt. Menschen mit Wurzeln in Lateinamerika, Europa, Afrika und Asien sorgen dafür, dass Fußball hier längst zu den beliebtesten Sportarten zählt.


