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Rauchen im Urlaub: Die Regeln in Türkei, Ägypten, Thailand und 12 weiteren Ländern

Ob Türkei, Ägypten, Thailand oder Mexiko: In vielen beliebten Reiseländern wird der Griff zur Zigarette teuer. Manche Staaten verbieten das Rauchen an Stränden und in Parks, andere ahnden schon den Besitz einer E-Zigarette mit hohen Geldstrafen. Welche Regeln für Tabak, Vapes und Nikotinbeutel in den wichtigsten Urlaubszielen gelten, und in welchem Land Rauchen komplett verboten ist.

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Rauchen im Urlaub war lange eine Frage der Gewohnheit. Inzwischen ist es eine Frage des Rechts. In den vergangenen Jahren haben Dutzende Staaten ihre Regeln verschärft, und die Verbote reichen längst über Innenräume hinaus. Spanien untersagt den Griff zur Zigarette an vielen Stränden und auf Restaurantterrassen, Mexiko hat eines der schärfsten Gesetze der Welt beschlossen, und die Malediven verbieten Tabak seit dem 1. November 2025 einer ganzen Generation.

Besonders unübersichtlich wird es bei E-Zigaretten und Vapes. Was in Deutschland im Supermarkt liegt, gilt in Thailand, Singapur oder Mexiko als verbotene Ware. Dort drohen schon für den Besitz Beschlagnahme und hohe Geldstrafen. Wer im Urlaub raucht oder dampft, informiert sich deshalb besser vor der Buchung als am Zoll.

Schild mit Aufschrift "No Smoking" an einem Strand

Foto: Evgeniia Primavera/Shutterstock.com

Was du schon vor dem Abflug beachten solltest

Die erste Hürde steht schon am Flughafen. E-Zigaretten, Vapes und Tabakerhitzer gehören ins Handgepäck oder an den Körper, niemals in den aufgegebenen Koffer. Der Grund sind die Lithium-Ionen-Akkus: Bei Druck, Hitze oder Beschädigung können sie in Brand geraten oder explodieren. Wer die Geräte trotzdem im Koffer verstaut, riskiert je nach Airline und Land die Beschlagnahme, Geldstrafen oder den Ausschluss vom Flug.

Dampfen ist an Bord grundsätzlich verboten, das gilt auch für den Gang zur Toilette. Verstöße behandeln Airlines wie eine Gefährdung des Flugbetriebs, mit Anzeige und Hausverbot als möglicher Folge.

Die zweite Hürde ist die Einfuhr. In die EU dürfen Reisende aus Drittstaaten 200 Zigaretten mitbringen, bei Anreise per Auto oder Schiff nur 40. Für die Rückreise aus dem Urlaub gilt diese Grenze, unabhängig vom Preis der Ware. In die Gegenrichtung gelten die Regeln des Ziellandes, und die fallen oft deutlich strenger aus. Manche Staaten erlauben nur eine geöffnete Packung, andere verbieten die Einfuhr bestimmter Produkte vollständig.

Für Vapes lohnt der Blick auf die Regeln des Ziellandes besonders. In Thailand, Singapur, Mexiko, Vietnam, Indien, Katar und auf den Malediven sind sie komplett verboten. Wer dort mit einem Gerät im Gepäck ankommt, verliert es im besten Fall an den Zoll.

Rauchen im Urlaub
Land Rauchen in der Öffentlichkeit E-Zigarette und Vape Besonderheit
Türkei Verboten in Innenräumen, Verkehrsmitteln und auf Spielplätzen Verkauf verboten, Eigenbedarf wird meist geduldet Nachkaufen vor Ort nicht möglich
Ägypten Kein flächendeckendes Verbot, viele Restaurants mit getrennten Bereichen Rechtlich umstritten, in Touristenregionen meist geduldet Im Ramadan tagsüber Rücksicht nehmen
Spanien Verboten an vielen Stränden, Terrassen, Spielplätzen und Haltestellen In der Praxis meist gleichgestellt Gemeinden legen eigene Verbotszonen fest
Italien Verboten in Innenräumen, in Mailand auch im Freien ohne Abstand Erlaubt, in Innenräumen eingeschränkt Regeln unterscheiden sich je nach Stadt
Griechenland Strenges Verbot in Innenräumen, Durchsetzung uneinheitlich Erlaubt, dieselben Regeln wie für Tabak Auf Terrassen wird meist geraucht
Dubai und Emirate Nur in ausgewiesenen Raucherbereichen Erlaubt, streng reguliert Hohe Bußgelder bei Verstößen
Malediven Verboten für alle ab Jahrgang 2007, unabhängig von der Nationalität Komplett verboten, für jedes Alter Weltweit einziges Generationenverbot
Thailand Verboten an Stränden, in Parks, Gebäuden und Verkehrsmitteln Komplett verboten, schon Besitz ist strafbar Kontrollen in Touristengebieten
Singapur Nur in ausgewiesenen Zonen Komplett verboten Weggeworfene Kippen kosten viel Geld
Vietnam Verboten in Gebäuden und Verkehrsmitteln Seit 2025 komplett verboten, inklusive Tabakerhitzer Verbot umfasst auch Import und Besitz
Indonesien Weitgehend erlaubt, Einschränkungen in Gebäuden nehmen zu Erlaubt Großer Tabakproduzent, liberale Praxis
Japan Auf Straßen und Plätzen oft verboten, dafür Raucherzonen Erlaubt, Nikotin-Liquids streng reguliert In Bars und Restaurants teils erlaubt
Australien Verboten an Stränden, in Parks und rund um Restaurants Nikotin-Liquids nur mit ärztlichem Rezept Hohe Strafen bei Einfuhr ohne Rezept
Neuseeland Verboten in Innenräumen, Autos mit Kindern und vielen Außenbereichen Erlaubt, Verkauf reguliert Eine Packung kostet rund 40 NZ-Dollar
Mexiko An nahezu allen öffentlichen Orten verboten, auch an Stränden und in Hotels Landesweit verboten Eines der strengsten Gesetze weltweit
Dominikanische Republik Verboten in Restaurants, Bars und an vielen Stränden Zunehmend denselben Regeln unterworfen Strenge Zollkontrollen bei der Einreise

Stand: September 2026. Die Regeln ändern sich häufig, deshalb lohnt vor der Reise ein Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amts.

Darf man in der Türkei rauchen?

Ja, aber nicht überall. In Innenräumen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Bahnhöfen, Flughäfen und auf Spielplätzen gilt ein striktes Rauchverbot. Die Türkei zählt damit zu den Ländern mit den ältesten Nichtraucherschutzgesetzen der Region, und kontrolliert wird durchaus. Erlaubt bleibt das Rauchen auf den Terrassen von Cafés und Restaurants, solange diese nicht überdacht und geschlossen sind. Genau dort sitzen im Sommer die meisten Gäste, weshalb Urlauber vom Verbot oft wenig merken.

Komplizierter wird es bei E-Zigaretten. Der Verkauf und die gewerbliche Einfuhr sind in der Türkei verboten, Vapes und Liquids gibt es im Land offiziell nicht zu kaufen. Für Reisende bedeutet das: Wer dampft, muss den eigenen Vorrat mitbringen. Kleine Mengen für den Eigenbedarf werden in der Praxis meist geduldet, als Richtwert kursieren etwa zehn Einweggeräte oder 30 Milliliter Liquid. Größere Mengen kann der Zoll einbehalten, weil er sie als Einfuhr zum Weiterverkauf wertet. Ein rechtlicher Anspruch auf die Mitnahme besteht nicht.

Beim Dampfen gelten dieselben Regeln wie beim Rauchen: nicht in Innenräumen, nicht in Verkehrsmitteln, nicht auf Spielplätzen.

Zigaretten sind in der Türkei deutlich günstiger als in Deutschland. Bei der Rückreise gilt allerdings die EU-Grenze von 200 Stück pro Person, beim Flug nach Deutschland. Wer mehr mitbringt, zahlt Zoll und Tabaksteuer nach.

unge Frau dampft eine E-Zigarette vor einer türkisfarbenen Wand

Foto: Andrej Lisakov

Darf man in Ägypten rauchen?

Ägypten gehört zu den entspannteren Reisezielen für Raucher. Ein flächendeckendes Rauchverbot gibt es nicht, viele Restaurants und Hotels arbeiten mit getrennten Bereichen, und auf Terrassen wird geraucht. In klimatisierten Innenräumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Behörden gilt das Verbot dagegen auch hier. Shisha gehört zur Alltagskultur und wird in Cafés überall angeboten.

Bei E-Zigaretten ist die Lage unklar. Import und Verkauf waren jahrelang verboten; in touristischen Regionen wie Hurghada und Sharm el-Sheikh werden Vapes jedoch meist geduldet. Wer eigene Geräte mitbringt, sollte sie im Handgepäck transportieren, diskret nutzen und auf Nachfrage erklären können, dass es sich um den Eigenbedarf handelt. Auf den Kauf vor Ort sollte sich niemand verlassen.

Ein Punkt, der Urlauber überrascht: Im Ramadan verzichten Muslime tagsüber nicht nur auf Essen und Trinken, sondern auch auf Zigaretten. Wer in dieser Zeit in der Öffentlichkeit raucht, verhält sich rücksichtslos, in konservativen Gegenden kann es auch Ärger geben. In den Hotelanlagen am Roten Meer gilt das kaum, außerhalb schon.

Zigaretten sind in Ägypten günstig, die Qualität internationaler Marken schwankt jedoch, und gefälschte Ware ist verbreitet. Wer Wert auf die vertraute Marke legt, kauft besser im Duty-free.

Darf man in Mexiko rauchen?

Mexiko hat eines der schärfsten Rauchverbote der Welt. Seit 2023 ist das Rauchen an praktisch allen öffentlichen Orten untersagt: in Parks, an Stränden, in Hotels, Restaurants, Bars, Stadien und an Haltestellen. Ausgewiesene Raucherbereiche in der Gastronomie hat der Gesetzgeber ebenfalls abgeschafft. Auch Tabakwerbung ist vollständig verboten, Zigarettenpackungen dürfen im Handel nicht sichtbar ausliegen.

In der Praxis wird das Gesetz unterschiedlich streng durchgesetzt. In Mexiko-Stadt und an touristischen Hotspots wie Cancún oder Playa del Carmen drohen Bußgelder, in ländlichen Regionen sehen viele es lockerer. Verlassen sollte sich darauf niemand: Die Strafen reichen bis in den vierstelligen Pesobereich, und Hotels setzen das Verbot inzwischen konsequent durch, weil ihnen selbst Sanktionen drohen.

Noch strenger ist die Lage bei E-Zigaretten. Mexiko verbietet Einfuhr, Verkauf und Vertrieb von Vapes, Liquids und Tabakerhitzern vollständig, seit 2024 steht das Verbot in der Verfassung. Der Besitz zum Eigenbedarf wird zwar nicht durchgängig verfolgt, am Zoll werden Geräte aber regelmäßig einkassiert. Wer nach Mexiko reist, lässt die Vape besser zu Hause.

Nikotinbeutel bewegen sich in einer Grauzone. Sie sind teils erhältlich, fallen aber unter dieselben restriktiven Vorschriften. Auch hier gilt: Vorsicht ist der bessere Rat.

Zigarre mit Cutter und einem Glas Cognac auf einem Holztisch

Foto: Getty Images

Darf man in der Dominikanischen Republik rauchen?

In der Dominikanischen Republik ist das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen verboten, also in Restaurants, Bars, Geschäften, Behörden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Viele Hotels und Resorts richten Raucherbereiche im Freien ein, und an den meisten Stränden wird geraucht, auch wenn einzelne Abschnitte inzwischen rauchfrei sind. Wer sich an die vom Hotel ausgewiesenen Bereiche hält, macht nichts falsch.

Zigarren sind ein Kapitel für sich. Die Dominikanische Republik ist einer der größten Zigarrenproduzenten der Welt. In den Tabakregionen um Santiago öffnen Manufakturen ihre Werkstätten für Besucher und zeigen, wie die Blätter von Hand gerollt werden. Der Genuss einer Zigarre gehört dort zur Kultur und wird entsprechend entspannt gesehen. In den Lounges der großen Marken ist das Rauchen ausdrücklich erwünscht.

E-Zigaretten sind erlaubt, unterliegen aber zunehmend denselben Regeln wie Tabak. Das Angebot vor Ort ist schmal, Liquids sind teuer und schwer zu bekommen. Wer dampft, bringt seinen Bedarf besser mit.

Aufpassen heißt es bei der Einreise. Die Zollkontrollen am Flughafen gelten als streng, und nicht deklarierte Tabakwaren werden regelmäßig einbehalten. Erlaubt ist die Einfuhr kleiner Mengen für den Eigenbedarf. Bei der Rückreise gilt die EU-Grenze von 200 Zigaretten, für Zigarren liegt sie bei 50 Stück.

Darf man in Australien rauchen?

Australien gilt als eines der strengsten Länder der Welt, wenn es um Nikotin geht. Rauchen ist in allen Innenräumen verboten, dazu an vielen Stränden, in Parks, an Bahnsteigen, in Außenbereichen von Restaurants und häufig auch im Umkreis von Eingängen. Die Regeln legen die Bundesstaaten fest, sie unterscheiden sich also je nach Region. Verlassen sollte man sich auf nichts: Wo geraucht werden darf, steht in der Regel auf Schildern, und wo keine stehen, gilt meist das Verbot.

Dazu kommt der Preis. Eine Packung Zigaretten kostet in Australien rund 40 australische Dollar, umgerechnet etwa 23 Euro, und damit so viel wie fast nirgends sonst. Verantwortlich ist die Tabaksteuer, die seit Jahren regelmäßig steigt.

Bei E-Zigaretten ist Australien einen eigenen Weg gegangen. Nikotinhaltige Liquids gelten als verschreibungspflichtige Medikamente. Die Einfuhr ist nur mit ärztlichem Rezept erlaubt, der Verkauf läuft ausschließlich über Apotheken. Wer ohne Rezept mit Vapes einreist, riskiert Beschlagnahme und empfindliche Geldstrafen. Einweg-Vapes sind unabhängig vom Nikotingehalt verboten.

Für Urlauber heißt das: Wer dampft, klärt das vor der Reise mit einem Arzt oder verzichtet für die Dauer des Aufenthalts. Der Versuch, Geräte einfach im Koffer mitzunehmen, endet regelmäßig am Zoll.

Darf man in Thailand rauchen?

Rauchen ist in Thailand nicht grundsätzlich verboten, die Liste der Verbotszonen ist aber lang: Innenräume, öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel, Parks, Tempelanlagen und Märkte. Seit 2018 gilt das Rauchverbot außerdem an rund zwei Dutzend beliebten Stränden, darunter Patong auf Phuket und Strandabschnitte auf Koh Samui. Erlaubt bleibt es dort nur in ausgewiesenen Zonen. Verstöße können mit Geldstrafen bis zu 100.000 Baht geahndet werden, also rund 2.600 Euro. In der Praxis fallen die Bußgelder niedriger aus, teuer wird es trotzdem.

Deutlich ernster ist die Lage bei E-Zigaretten. Thailand verbietet Vapes, Liquids und Tabakerhitzer seit 2014 vollständig. Das Verbot umfasst Einfuhr, Verkauf, Besitz und Nutzung. Kontrollen finden gezielt in Touristengebieten statt, und es bleibt nicht bei der Beschlagnahme: Berichten zufolge fordern Beamte regelmäßig hohe Zahlungen, im schlimmsten Fall drohen Haftstrafen. Die Vape gehört auf dieser Reise also definitiv nicht ins Gepäck.

Für Nikotinbeutel gibt es keine klare Regelung. Da sie rechtlich leicht unter die Tabakvorschriften fallen können, ist auch hier Zurückhaltung der bessere Weg.

Zigaretten selbst sind im Land erhältlich, importierte Marken kosten allerdings mehr als in Deutschland üblich. Einführen darf man 200 Stück pro Person, mehr wird am Zoll einbehalten.

Frau zündet sich eine Zigarette an

Foto: lilartsy

Darf man in Spanien rauchen?

Spanien zieht die Regeln seit Jahren an. Verboten ist das Rauchen in allen Innenräumen, dazu an vielen Stränden, auf Spielplätzen, an Bushaltestellen, auf Sportanlagen und im Umfeld von Schulen und Krankenhäusern. Über 500 Strandabschnitte sind inzwischen rauchfrei, viele davon an der Costa del Sol, auf Mallorca und auf den Kanaren. Die Bußgelder beginnen bei rund 30 Euro und reichen je nach Region deutlich höher.

Besonders unübersichtlich macht die Lage, dass Regionen und Gemeinden eigene Verbotszonen festlegen dürfen. Was auf Mallorca gilt, muss in Andalusien nicht gelten, und der Nachbarstrand kann anders geregelt sein als der eigene. Wo Rauchen verboten ist, steht auf Schildern am Zugang.

Geplant ist eine weitere Verschärfung: Die Regierung arbeitet an einem Gesetz, das Rauchen und Dampfen auf Terrassen von Bars und Restaurants, an Bushaltestellen und in Außenbereichen von Hotels untersagen soll. E-Zigaretten sollen dem Tabak rechtlich gleichgestellt werden. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war zuletzt offen.

Für E-Zigaretten gelten schon heute in der Praxis meist dieselben Regeln wie für Tabak, auch wenn die Gesetzeslage das nicht überall ausdrücklich hergibt. Wer dampfen will, tut es dort, wo auch geraucht werden darf.

Darf man auf den Malediven rauchen?

Die Malediven gehen weiter als jedes andere Land der Welt. Seit dem 1. November 2025 gilt dort ein Generationenverbot: Wer am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurde, darf Tabakprodukte weder kaufen noch besitzen noch konsumieren. Das Verbot gilt für alle Formen von Tabak und ausdrücklich auch für Touristen, unabhängig von der Nationalität. Händler müssen vor jedem Verkauf das Alter kontrollieren, bei Verstößen drohen ihnen Bußgelder von rund 2.800 Euro.

Für alle anderen Jahrgänge bleibt Rauchen erlaubt, allerdings nur in den Bereichen, die das jeweilige Resort ausweist. Da die meisten Urlauber auf einer einzigen Hotelinsel bleiben, entscheidet das Haus über die Regeln vor Ort. Auf den bewohnten Inseln gelten zusätzlich die Vorschriften der Gemeinden, und in der Nähe von Moscheen und Schulen ist Rauchen tabu.

Getrennt davon steht das Verbot von E-Zigaretten. Einfuhr, Besitz und Nutzung von Vapes sind auf den Malediven seit 2024 für jedes Alter untersagt. Kontrolliert wird bei der Einreise, Geräte werden einbehalten, und es bleibt nicht immer bei der Beschlagnahme. Für ein Reiseziel dieser Preisklasse ist das ein bemerkenswert harter Kurs.

Junge Frau raucht eine Vape

Foto: sergey kolesnikov/Shutterstock.com

In Dubai und den übrigen Emiraten ist Rauchen erlaubt, aber nur dort, wo es ausdrücklich gestattet ist. Verboten ist es in Einkaufszentren, Büros, Behörden, öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bushaltestellen, in Parks und an vielen Stränden. Hotels, Malls und Flughäfen richten dafür klimatisierte Raucherräume ein, die meist gut ausgeschildert sind. Wer außerhalb dieser Bereiche raucht, zahlt Bußgelder, die schnell dreistellig werden.

Shisha ist erlaubt, allerdings nur in lizenzierten Lokalen und nicht in Wohngebieten. Während des Ramadan gelten strengere Regeln: Rauchen in der Öffentlichkeit ist tagsüber untersagt, das betrifft auch Nichtmuslime.

E-Zigaretten sind seit 2019 legal und im Handel erhältlich. Dieselben Ortsbeschränkungen wie beim Tabak gelten aber auch fürs Dampfen. Die Einfuhr ist auf den Eigenbedarf begrenzt, größere Mengen werden am Zoll einbehalten.

Beim Zoll lohnt Genauigkeit: Zollfrei sind 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 Gramm Tabak, so steht es im Passenger Customs Guide von Dubai Customs. Wer mehr mitführt, zahlt Abgaben nach oder riskiert die Beschlagnahme.

Darf man in Japan rauchen?

Japan dreht die gewohnte Logik um. Während in Europa die Innenräume rauchfrei sind und draußen geraucht wird, gilt in japanischen Städten oft das Gegenteil: Auf Straßen und öffentlichen Plätzen ist Rauchen vielerorts verboten, in Bars, Izakayas und kleineren Restaurants dagegen teilweise erlaubt.

Seit 2020 müssen Gastronomiebetriebe grundsätzlich rauchfrei sein, mit Ausnahmen für kleine, inhabergeführte Lokale und für Betriebe mit abgetrennten Raucherräumen. Ein Schild am Eingang zeigt, was gilt. Wer unsicher ist, fragt am besten nach.

Draußen führt kein Weg an den ausgewiesenen Raucherzonen vorbei. Sie sind in Tokio, Kyoto und Osaka an Bahnhöfen, in Einkaufsvierteln und vor Bürogebäuden eingerichtet und deutlich gekennzeichnet. Wer auf offener Straße raucht, riskiert ein Bußgeld, in Tokio je nach Bezirk rund 2.000 Yen, umgerechnet etwa 12 Euro. Beliebt ist Rauchen im Gehen ohnehin nicht, das gilt als rücksichtslos.

E-Zigaretten sind erlaubt, Tabakerhitzer sogar außerordentlich verbreitet. Nikotinhaltige Liquids fallen dagegen unter das Arzneimittelrecht und dürfen nicht verkauft werden. Wer sein gewohntes Liquid nutzen möchte, bringt es mit, für den Eigenbedarf ist die Einfuhr in begrenzter Menge möglich.

Raucherkammer in Tokio-Shimbashi

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Darf man in Neuseeland rauchen?

In Neuseeland ist Rauchen erlaubt, vor allem aber teuer. Eine Packung mit 20 Zigaretten kostet rund 40 neuseeländische Dollar, umgerechnet etwa 21 Euro. Verantwortlich ist eine Tabaksteuer, die über Jahre jährlich angehoben wurde. Wer eine Woche bleibt und täglich raucht, gibt mehr für Zigaretten aus als für den Mietwagen.

Rauchfrei sind alle Innenräume, Arbeitsplätze, öffentliche Verkehrsmittel und Schulgelände. Seit 2021 ist außerdem das Rauchen im Auto verboten, wenn Kinder unter 18 Jahren mitfahren. Viele Gemeinden haben zusätzlich Parks, Spielplätze, Strandabschnitte und Außenbereiche der Gastronomie rauchfrei erklärt. Diese Regeln sind teils Empfehlungen, teils verbindlich, die Schilder vor Ort geben Auskunft.

E-Zigaretten sind erlaubt und verbreitet, unterliegen aber denselben Ortsbeschränkungen wie Tabak. Einweg-Vapes sind seit 2024 verboten. Einführen dürfen Reisende 50 Zigaretten oder 50 Gramm Tabak, deutlich weniger als in vielen anderen Ländern.

Mann raucht auf einer Terrasse eines Cafes

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Darf man in Singapur rauchen?

Singapur macht in Sachen Strenge kaum jemand etwas vor. Rauchen ist nur in ausgewiesenen Zonen erlaubt, die als gelbe Kästen auf dem Boden markiert sind. Verboten ist es in allen Innenräumen, in Verkehrsmitteln, in Parks, an Bushaltestellen, auf Fußgängerbrücken, in Warteschlangen und in einem Umkreis von fünf Metern um Gebäudeeingänge. Wer eine Kippe auf die Straße wirft, zahlt zusätzlich, denn Littering gilt hier als eigenes Vergehen mit Bußgeldern ab 300 Singapur-Dollar.

E-Zigaretten sind vollständig verboten. Einfuhr, Verkauf, Besitz und Nutzung stehen unter Strafe, kontrolliert wird auch am Flughafen. Seit 2025 geht die Regierung noch härter gegen Vapes vor, weil zunehmend Geräte mit dem Narkosemittel Etomidat auftauchen. Wer beim Dampfen erwischt wird, zahlt mehrere Hundert Singapur-Dollar, bei Einfuhr größerer Mengen drohen deutlich höhere Strafen.

Reisende dürfen keine Zigaretten zollfrei einführen, auch nicht für den Eigenbedarf. Wer Tabak mitbringt, muss ihn deklarieren und versteuern. In Singapur verkaufte Packungen tragen den Aufdruck SDPC, dieser weist die Steuer nach. Zigaretten ohne diesen Aufdruck gelten als Schmuggelware.

Darf man in Vietnam rauchen?

Rauchen ist in Vietnam erlaubt und im Alltag weit verbreitet, Verbote gelten in Innenräumen, Krankenhäusern, Schulen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Durchgesetzt werden sie unterschiedlich streng, in Hotels und größeren Restaurants konsequenter als in kleinen Straßenlokalen.

E-Zigaretten sind seit Januar 2025 komplett verboten, das Verbot umfasst Vapes, Liquids und Tabakerhitzer und erstreckt sich auf Einfuhr, Handel, Besitz und Nutzung. Vietnam hat damit denselben Weg eingeschlagen wie Thailand und Singapur. Geräte im Gepäck gehören also auch hier zu den Dingen, die Reisende besser zu Hause lassen.

Darf man in Indonesien rauchen?

Indonesien ist die große Ausnahme in Südostasien. Das Land gehört zu den weltweit größten Tabakproduzenten, Rauchen ist gesellschaftlich akzeptiert, und mehr als die Hälfte der Männer raucht. Typisch sind Kretek-Zigaretten mit Nelkenanteil, die überall erhältlich sind und den charakteristischen süßlichen Geruch verbreiten.

Verbote gelten in Innenräumen, öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Schulen und religiösen Stätten. Die Umsetzung schwankt stark: In Jakarta und auf Bali wird kontrolliert, in ländlichen Regionen kaum. Auf Bali sind zudem Tempelanlagen und einige Strandabschnitte rauchfrei. Seit 2024 gilt ein neues Gesundheitsgesetz, das Werbung einschränkt und den Verkauf von Einzelzigaretten untersagt.

E-Zigaretten sind erlaubt und werden besteuert, Vape-Läden gibt es in den Städten und in Touristengebieten reichlich. Damit ist Indonesien innerhalb der Region das entspannteste Ziel für Dampfer.

Darf man in Italien rauchen?

Italien war 2005 eines der ersten Länder Europas mit einem Rauchverbot in Innenräumen, und daran hat sich nichts geändert: In Bars, Restaurants, Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln wird nicht geraucht. Auf Terrassen und im Freien war es dagegen lange unproblematisch.

Das ändert sich gerade auf kommunaler Ebene. Mailand verbietet seit Januar 2025 das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, sobald sich andere Menschen in weniger als zehn Metern Entfernung aufhalten. Ausgenommen sind nur abgelegene Orte. Weitere Städte arbeiten an ähnlichen Regeln, und viele Strandabschnitte in Ligurien, der Toskana und auf Sardinien sind bereits rauchfrei. Wer unterwegs ist, achtet deshalb besser auf die Schilder.

E-Zigaretten unterliegen in Innenräumen denselben Regeln wie Tabak, im Freien sind sie bislang meist ausgenommen. Die Mailänder Regelung gilt ausdrücklich nur für Tabak.

Darf man in Griechenland rauchen?

Auf dem Papier hat Griechenland eines der strengsten Rauchverbote Europas, in der Praxis fällt die Durchsetzung uneinheitlich aus. Seit 2019 wird in Innenräumen konsequenter kontrolliert als zuvor, in Tavernen und Bars auf den Inseln nimmt man es außerhalb der Hauptsaison oft lockerer. Auf überdachten Terrassen gilt das Verbot theoretisch ebenfalls, dort wird es am häufigsten ignoriert.

Verboten ist Rauchen in Verkehrsmitteln, Taxis, Behörden, Krankenhäusern und auf Schulgeländen. Die Bußgelder für Gäste beginnen bei rund 100 Euro, Wirte zahlen deutlich mehr, was die Kontrollen in den vergangenen Jahren wirksamer gemacht hat.

E-Zigaretten sind erlaubt und dem Tabak rechtlich gleichgestellt, gedampft wird also nur dort, wo auch geraucht werden darf. Zigaretten sind in Griechenland günstiger als in Deutschland, für die Rückreise gilt innerhalb der EU die Richtmenge von 800 Stück für den Eigenbedarf.

Rauchen auf Kreuzfahrten und bei Landgängen

Auf Kreuzfahrtschiffen gelten die Regeln der Reederei, nicht die des Landes, dessen Küste gerade vorbeizieht. Fast alle Anbieter erlauben Rauchen nur in ausgewiesenen Bereichen an Deck, meist an der Steuerbordseite oder in einer Raucherlounge. In Kabinen und auf Balkonen ist es bei den meisten Reedereien verboten, Verstöße kosten je nach Anbieter zwischen 200 und 500 Euro Reinigungsgebühr. Der Grund ist Brandschutz: Eine Zigarette, die vom Balkon fällt, ist auf See das größte anzunehmende Risiko. E-Zigaretten unterliegen denselben Regeln wie Tabak, dürfen also ebenfalls nicht in der Kabine benutzt werden. Geladen werden sie nur unter Aufsicht, viele Reedereien verbieten das Laden während der Nacht.

Beim Landgang gilt dagegen ausschließlich das Recht des Hafenlandes. Ein Vape, der an Bord erlaubt ist, wird in Phuket, Singapur oder auf den Malediven zum Problem, sobald er von Bord geht. Die Hafenbehörden kontrollieren beim Landgang zwar seltener als am Flughafen, die Rechtslage ändert das nicht: In Thailand ist schon der Besitz strafbar, und das gilt auch für Passagiere, die abends wieder an Bord sind. Wer solche Häfen anläuft, lässt das Gerät in der Kabine.

Die zweite Falle ist der Duty-free-Kauf an Bord. Zigaretten aus dem Bordshop unterliegen bei der Rückreise denselben Freimengen wie jede andere Einfuhr. Bei Kreuzfahrten, die in einem Drittland enden und von dort mit dem Schiff weitergehen, liegt die Grenze bei 40 Zigaretten pro Person.

Einfuhr, Zoll und Strafen: Was Reisende wissen müssen

Bei der Einfuhr von Tabak zählen zwei Richtungen, und beide haben eigene Regeln. Für die Reise ins Urlaubsland gelten die Vorschriften des Ziellandes, für die Rückkehr die der EU.

Rückreise nach Deutschland aus einem Drittstaat: erlaubt sind 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Tabak, jeweils pro Person ab 17 Jahren. Wer mit dem Auto, dem Bus oder dem Schiff einreist, darf nur 40 Zigaretten mitbringen. Kombinationen sind möglich, solange die Summe 100 Prozent nicht überschreitet.

Innerhalb der EU gibt es keine Mengenbegrenzung, sondern Richtwerte für den Eigenbedarf: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren oder ein Kilogramm Tabak. Wer mehr mitführt, muss glaubhaft machen, dass die Ware nicht zum Verkauf bestimmt ist.

Bei der Anreise fallen die Grenzen oft niedriger aus. Neuseeland erlaubt 50 Zigaretten, Dubai 200, Singapur keine einzige zollfrei. Wer mehr dabeihat, deklariert die Ware und zahlt Abgaben.

Vapes und Liquids folgen einer anderen Logik. In Ländern mit Totalverbot hilft keine Freimenge, dort ist schon der Besitz unzulässig. Dazu zählen Thailand, Singapur, Mexiko, Vietnam, Indien, Katar und die Malediven. Australien verlangt für nikotinhaltige Liquids ein ärztliches Rezept.

Was droht: Im harmlosesten Fall behält der Zoll die Ware ein. Häufiger kommen Geldstrafen dazu, die je nach Land von 50 bis über 2.000 Euro reichen. In Thailand und Singapur sind auch Haftstrafen vorgesehen. Wer unsicher ist, deklariert lieber, das kostet Zeit und Abgaben, aber keine Strafe.

Die Regeln ändern sich häufig. Vor der Abreise lohnt deshalb ein Blick auf die Länderseiten des Auswärtigen Amts und auf die Zollseite des Ziellandes.

Häufige Fragen

In welchem Land ist Rauchen komplett verboten?
Ein vollständiges Verbot für alle Altersgruppen gibt es in keinem Land. Am weitesten gehen die Malediven: Dort dürfen alle ab Jahrgang 2007 keinen Tabak kaufen oder konsumieren, auch Touristen nicht.
In welchen Ländern sind E-Zigaretten verboten?
Thailand, Singapur, Mexiko, Vietnam, Indien, Katar und die Malediven verbieten Vapes vollständig, schon der Besitz ist strafbar. In Australien sind nikotinhaltige Liquids nur mit ärztlichem Rezept erlaubt.
Darf man in der Türkei rauchen?
Ja, in Innenräumen, Verkehrsmitteln und auf Spielplätzen gilt jedoch ein striktes Verbot. Auf offenen Terrassen von Cafés und Restaurants ist Rauchen erlaubt.
Darf man in Ägypten rauchen?
Ja, ein flächendeckendes Verbot gibt es nicht, viele Restaurants haben getrennte Bereiche. Im Ramadan sollte man tagsüber in der Öffentlichkeit darauf verzichten.
Darf ich eine E-Zigarette mit in den Urlaub nehmen?
Nur wenn das Zielland sie erlaubt. Geräte mit Akku gehören ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer.
Wie viele Zigaretten darf ich aus dem Urlaub mitbringen?
Aus Ländern außerhalb der EU sind es 200 Zigaretten pro Person, bei Anreise mit Auto oder Schiff nur 40. Innerhalb der EU gilt ein Richtwert von 800 Zigaretten für den Eigenbedarf.
Wo sind Zigaretten am teuersten?
In Australien kostet eine Packung rund 23 Euro, in Neuseeland etwa 21 Euro. Beide Länder erheben die weltweit höchsten Tabaksteuern.
Darf man auf einem Kreuzfahrtschiff rauchen?
Nur in den Bereichen, die die Reederei ausweist, meist an Deck. In Kabinen und auf Balkonen ist es fast überall verboten, bei Verstößen werden hohe Reinigungsgebühren fällig.
Frank Störbrauck
Brasilien ist sein Ding. Hier feiert Frank gerne ausgelassene Strandpartys bis tief in die warme Nacht. Klar, die Copacabana ist dafür in aller Munde, ihn zieht es allerdings viel lieber nach Salvador, wo die Strände nicht weniger traumhaft sind. Pluspunkt dort: Die Partys sind kleiner und mit den Locals kommt man schneller ins Gespräch.