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Zoll bei der Einreise nach Deutschland: Was du mitbringen darfst

Was darf bei der Einreise nach Deutschland ins Gepäck? Und ab wann redet der Zoll mit? Für Zigaretten, Whisky, Lederjacke oder Tabletten gelten klare Grenzen. Welche das sind, hängt vor allem davon ab, ob die Reise aus einem EU-Land oder aus einem Drittstaat zurückführt. Der Überblick zeigt alle Reisefreimengen, Stand September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

Einreise aus Nicht-EU-Staaten 200 Zigaretten, 1 Liter Spirituosen, 4 Liter Wein und 16 Liter Bier pro Person abgabenfrei
Wertgrenze für andere Waren 430 Euro bei Flug- und Seereisen, 300 Euro auf dem Landweg, 175 Euro unter 15 Jahren
Reisen innerhalb der EU Richtmengen von 800 Zigaretten und 10 Litern Spirituosen, für Wein keine Richtmenge
Mindestalter Tabak und Alkohol erst ab 17 Jahren abgabenfrei
Mehr dabei als erlaubt Roter Ausgang, mündlich anmelden; bis 700 Euro Warenwert pauschal 17,5 Prozent
Bargeld Ab 10.000 Euro bei Ein- und Ausreise aus der EU schriftlich anmelden
Tabu im Koffer Geschützte Tier- und Pflanzenarten, Fleisch- und Milchprodukte aus Drittstaaten, Betäubungsmittel ohne Bescheinigung

Stand: September 2026

Die Stange Zigaretten kostet im Urlaubsland umgerechnet 20 Euro, die Flasche Wodka zehn, das Marken-T-Shirt vom Markt fünf. Gleich um die Ecke lockt vielleicht noch ein Outlet-Center mit spottbilligen Angeboten. Da gerät so mancher Urlauber in einen regelrechten Kaufrausch. Bei der Einreise nach Deutschland rechnet dann allerdings der Zoll mit. Wer die Freimengen kennt, bevor er im Duty-Free-Shop zugreift, erspart sich Nachzahlungen und im schlimmsten Fall ein Strafverfahren.

Zigaretten in Duty-Free-Shop in der Türkei

Radu Bercan/Shutterstock.com

Wie weit manche Reisende gehen, zeigte ein Fall am Flughafen Köln/Bonn im Mai 2024. Ein 37-jähriger Belgier kam kurz nach Mitternacht aus Istanbul und steuerte den grünen Ausgang an. In seinen zwei großen Koffern lagen fast 45.000 unversteuerte Zigaretten. Der Zoll stellte die Ware sicher und leitete noch vor Ort ein Steuerstrafverfahren ein. »Reiserückkehrer aus der Türkei mit zu vielen Zigaretten im Gepäck gehören für uns am Flughafen zum Alltagsgeschäft. Aber zwei große Koffer ausschließlich gefüllt mit fast 45.000 unversteuerten Zigaretten ist schon außergewöhnlich«, sagte damals Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.

Zoll bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land: Was ist erlaubt?

Für die Rückkehr aus Drittstaaten wie der Türkei, der Schweiz, Großbritannien, Dubai oder den USA gelten feste Freimengen pro Person. Sie gelten nur für Waren, die Reisende selbst im Gepäck mitführen. Die Waren müssen dem eigenen Gebrauch dienen oder als Geschenk gedacht sein.

Freimengen bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern
Ware Abgabenfrei pro Person
Tabakwaren (ab 17 Jahren) 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Rauchtabak
Alkohol (ab 17 Jahren) 1 Liter über 22 Prozent vol oder 2 Liter bis 22 Prozent vol, etwa Sekt oder Likörwein
Wein (ab 17 Jahren) zusätzlich 4 Liter nicht schäumender Wein
Bier (ab 17 Jahren) zusätzlich 16 Liter
Arzneimittel Menge für den persönlichen Bedarf
Kraftstoff Tankinhalt plus bis zu 10 Liter im Reservekanister
Andere Waren, Flug- und Seereise bis 430 Euro Gesamtwert
Andere Waren, Landweg bis 300 Euro Gesamtwert
Andere Waren, Reisende unter 15 Jahren bis 175 Euro Gesamtwert

 

Die Tabakmengen lassen sich anteilig kombinieren, etwa 100 Zigaretten plus 25 Zigarren. Tabaksticks für Tabakerhitzer rechnet der Zoll in der Regel zu den Zigaretten. Die niedrigere Grenze von 300 Euro gilt auch für Passagiere eines Binnenschiffs und für alle, die im eigenen Flugzeug oder mit der privaten Yacht ankommen.

Drei Details sorgen bei der Einreise regelmäßig für Überraschungen. Die Wertgrenzen mehrerer Personen lassen sich nicht zusammenrechnen, auch nicht innerhalb einer Familie. Für eine Uhr zu 600 Euro berechnet der Zoll die Abgaben auf den gesamten Kaufpreis. Außerdem zählen Einkäufe aus dem Duty-Free-Shop zur Freimenge dazu.

Einige Gebiete wirken auf den ersten Blick europäisch, zählen beim Zoll aber wie Drittstaaten. Die Färöer-Inseln und Grönland gehören zu Dänemark, aber nicht zur EU. Die Kanarischen Inseln liegen im EU-Zollgebiet, aber außerhalb des Steuergebiets für Mehrwert- und Verbrauchsteuern. Für Mitbringsel von den Kanaren und von der Insel Helgoland gelten deshalb dieselben Freimengen wie bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Staat.

Welche Reisefreimengen gelten innerhalb der EU?

Innerhalb der EU fallen für private Einkäufe keine Zölle an. Für Tabak, Alkohol und Kaffee gelten allerdings Richtmengen. Bis zu diesen Mengen geht der Zoll vom Eigenbedarf aus:

  • 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren oder 1 Kilogramm Rauchtabak
  • 10 Liter Spirituosen und 10 Liter Alkopops
  • 20 Liter Zwischenerzeugnisse wie Sherry oder Portwein
  • 60 Liter Schaumwein
  • 110 Liter Bier
  • 10 Kilogramm Kaffee

Die Richtmengen funktionieren als Orientierung. Wer darüber liegt, muss glaubhaft machen, dass die Ware für den eigenen Bedarf bestimmt ist, etwa für eine Hochzeitsfeier. Für Wein hat Deutschland keine Richtmenge festgelegt. Weinliebhaber dürfen den Kofferraum in Bordeaux oder im Piemont also großzügig füllen, solange die Flaschen für den eigenen Keller bestimmt sind.

Entscheidend ist, dass die Waren im Urlaubsland korrekt versteuert sind. Wer auf einem Markt Zigaretten kauft, achtet deshalb auf ein gültiges Steuerzeichen. Eine Ausnahme betrifft den Duty-Free-Shop: Wer dort auf einer Reise innerhalb der EU einkauft, muss jede Ware anmelden und versteuern. Freimengen gibt es dafür keine.

Wie viele Vapes und Liquids darf man mitbringen?

Liquids für E-Zigaretten gelten in Deutschland als Ersatz für Tabakwaren und unterliegen der Tabaksteuer. Seit Januar 2026 fallen 32 Cent pro Milliliter an. Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern zählen Vapes und Liquids zu den anderen Waren. Sie bleiben also nur innerhalb der Wertgrenze von 430 oder 300 Euro abgabenfrei, und das erst ab 17 Jahren. Innerhalb der EU gilt als Richtmenge 1 Liter Liquid, verteilt auf höchstens zehn Packungen.

Wer in Dubai, den USA oder in Asien einkauft, stößt auf deutlich größere Geräte. Dort gibt es Einweg-Vapes mit einem Vielfachen an Füllmenge und höherem Nikotingehalt. In Deutschland dürfen solche Geräte höchstens 2 Milliliter Liquid und 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter enthalten. Größere Modelle darf in Deutschland niemand verkaufen. Bei der Einreise zählt der Zoll zudem den vollen Kaufpreis zur Wertgrenze. Wer mehrere Großgeräte im Koffer hat, weckt schnell den Verdacht auf Weiterverkauf.

Frau raucht Vape vor einem Flughafen. Darf sie den Vape auch zollfrei mitnehmen?

Foto: Jorge Elizaquibel/Shutterstock.com

Geräte und Ersatzakkus gehören im Flugzeug ins Handgepäck, weil Lithium-Akkus im aufgegebenen Koffer verboten sind. Vorsicht gilt schon bei der Anreise: In Thailand, Singapur und Indien drohen für das Mitführen von Vapes hohe Geldstrafen bis hin zu Haft.

Einreise aus der Schweiz, Dubai oder den USA: Was gilt?

Bei der Einreise aus der Schweiz gelten die Freimengen für Nicht-EU-Länder, auf dem Landweg also 300 Euro für Waren. Die Freimenge lässt sich pro Reise nur einmal nutzen. Wer das Auto hinter der Grenze parkt und zu Fuß noch einmal einkaufen geht, zahlt für den zweiten Einkauf Abgaben. Auch auf der Durchreise lohnt Vorsicht: In der Schweiz gelten niedrigere Grenzen als in der EU. EU-Waren bleiben bei der Einreise nach Deutschland steuerfrei, wenn Kassenbelege ihre Herkunft belegen.

Wer aus Dubai zurückfliegt, darf Waren bis 430 Euro abgabenfrei einführen. Die großen Duty-Free-Zonen am Flughafen verführen, doch jeder Einkauf dort zählt zur Freimenge. Das gilt ebenso für Parfum, Uhren und Elektronik.

Für die USA gilt ebenfalls die Grenze von 430 Euro bei der Flugreise. Anders als bei der Türkei gewährt die EU für US-Waren keine Zollpräferenz. Oberhalb der Freigrenze berechnet der Zoll deshalb den vollen Pauschalsatz von 17,5 Prozent.

Was kostet es, wenn man mehr dabeihat als erlaubt?

Wer mehr dabeihat, nimmt den roten Ausgang und meldet die Waren mündlich an. Die Abgaben richten sich nach Art und Wert der Ware. Kaufbelege beschleunigen das Verfahren. Fehlen sie, schätzt der Zoll den Wert.

Bis zu einem abgabenpflichtigen Warenwert von 700 Euro pro Person berechnet der Zoll einen Pauschalsatz von 17,5 Prozent. Dieser Satz deckt Zoll und Einfuhrumsatzsteuer gemeinsam ab. Für Waren aus Ländern mit Zollpräferenz, etwa der Türkei, sinkt er auf 15 Prozent. Für Zigaretten und Alkohol gelten eigene Pauschalsätze. Oberhalb von 700 Euro rechnet der Zoll jede Abgabe einzeln ab: Zoll nach Zolltarif, dazu 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer, bei Lebensmitteln und Büchern 7 Prozent.

Zöllner bei der Arbeit

Hauptzollamt Potsdam

Beträge unter 3 Euro erhebt der Zoll nicht. Wer nicht sofort zahlen kann, bekommt eine Frist von zehn Tagen. So lange behält der Zoll die Ware als Pfand. Die kostenlose App »Zoll und Reise« und der Abgabenrechner auf zoll.de zeigen schon vor dem Heimflug, welche Abgaben anfallen.

Welche Strafen drohen beim Schmuggel?

Wer den grünen Ausgang wählt, erklärt damit, nichts Anmeldepflichtiges dabeizuhaben. Findet der Zoll bei einer Kontrolle mehr, droht ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Handelte der Reisende nur leichtfertig, bleibt es bei einer Ordnungswidrigkeit. Spätestens auf die direkte Frage der Beamten hilft nur noch die Wahrheit.

Fake-Sneaker gestapelt auf Markt

melissamn/Shutterstock.com

Für kleinere Beträge gibt es eine Sonderregel. Liegen die hinterzogenen Abgaben bei höchstens 250 Euro, soll der Zoll die Tat nicht als Steuerstraftat verfolgen. Er kann dann einen Zuschlag in Höhe der Abgaben erheben, höchstens 250 Euro. Die Abgaben selbst kommen hinzu. Für gewerbsmäßigen Schmuggel und besonders schwere Fälle gilt die Regel nicht. Darüber hängt die Strafe vom Einzelfall ab.

Darf man gefälschte Markenware mit nach Deutschland bringen?

Gefälschte Sneaker, Taschen und Uhren gibt es auf Märkten in vielen Urlaubsländern, von der Türkei bis Thailand. Je niedriger der Preis für eine vermeintliche Luxusmarke, desto sicherer handelt es sich um eine Fälschung.

Privatleute machen sich in Deutschland mit dem Kauf einzelner Plagiate grundsätzlich nicht strafbar. Bleiben die Stücke innerhalb der Wertgrenzen und im eigenen Kleiderschrank, greift der Zoll bei der Einreise in der Regel nicht ein. Bei Verdacht auf Weiterverkauf zieht er die Ware jedoch ein, unabhängig vom Wert. Dann drohen zusätzlich Abmahnungen und Schadenersatzforderungen der Markeninhaber.

Wie schnell dieser Verdacht entsteht, zeigten zwei Fälle des Hauptzollamts Erfurt im Frühjahr 2024. Ein 36-Jähriger aus Aue-Bad Schlema hatte 14 Paar gefälschte Nike-Sportschuhe dabei, ein 21-Jähriger aus Leipzig 26 Paar. Beide hatten sie auf einem Asiamarkt in Tschechien gekauft, nach eigener Aussage für sich, Freunde und Familie. Die Zöllner erkannten die Fälschungen an der simplen Verarbeitung, der billigen Verpackung und dem stechenden Chemiegeruch. Der Zoll zog alle 40 Paar ein und vernichtete sie. Den Männern drohen zudem Forderungen des Markenherstellers.

Hinzu kommt ein gesundheitlicher Aspekt: Billig produzierte Textilien und Schuhe enthalten häufig Schadstoffe aus Farben und Klebern.

Welche Souvenirs aus Tieren und Pflanzen sind verboten?

Korallen, Riesenmuscheln, Elfenbein, Schildpatt oder Handtaschen aus Krokodilleder: Viele klassische Urlaubssouvenirs stammen von geschützten Arten. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, international CITES genannt, regelt den Handel mit rund 40.900 Arten. Darunter sind etwa 6.600 Tier- und 34.300 Pflanzenarten. Dem Abkommen gehören 185 Vertragsparteien an. Etwa alle drei Jahre verhandeln sie über neue Schutzlistungen, zuletzt 2025 im usbekischen Samarkand. Die Regeln betreffen auch verarbeitete Produkte, etwa Kosmetik, traditionelle Heilmittel oder Schnaps mit eingelegten Schlangen.

Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf das Portal artenschutz-online.de von Zoll und Bundesamt für Naturschutz. Es zeigt für jedes Reiseland, welche Souvenirs tabu sind. Ein Verstoß kostet das Souvenir, oft ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro und in schweren Fällen ein Strafverfahren.

Auch lebende Pflanzen bergen Risiken. Pflanzen aus dem Mittelmeerraum können gefährliche Schadorganismen wie Bakterien einschleppen. Aus Nicht-EU-Staaten brauchen Pflanzen, Stecklinge, Samen, Obst, Gemüse und Schnittblumen seit Dezember 2019 ein Pflanzengesundheitszeugnis. Ausgenommen sind nur Ananas, Bananen, Kokosnüsse, Datteln und Durian.

Tierpräparate

Hauptzollamt Frankfurt am Main

Welche Lebensmittel darf man aus dem Urlaub mitbringen?

Fleisch, Wurst, Milch und Käse aus Nicht-EU-Staaten bleiben bei der Einreise grundsätzlich draußen. Das Verbot soll Tierseuchen wie die Maul- und Klauenseuche fernhalten. Ausnahmen gelten etwa für Säuglingsnahrung und für Produkte aus der Schweiz. Für Fisch und Honig gelten Mengengrenzen. Innerhalb der EU dürfen Reisende Lebensmittel für den Eigenbedarf mitbringen.

Wie viele Medikamente darf man mitbringen?

Medikamente für den persönlichen Bedarf dürfen mit, auch aus Drittstaaten. Als Faustregel gilt der Bedarf für bis zu drei Monate. Günstige Großpackungen für die Hausapotheke fallen nicht darunter. Vorsicht gilt auch bei Vitamin- und Nahrungsergänzungsmitteln: Was im Ausland frei im Regal steht, gilt in Deutschland womöglich als Arzneimittel.

Deutlich strenger sind die Regeln für Betäubungsmittel. Dazu zählen starke Schmerzmittel, aber auch viele Schlaf- und Beruhigungsmittel. Wer eigene, ärztlich verschriebene Betäubungsmittel innerhalb des Schengen-Raums mitnimmt, braucht eine beglaubigte ärztliche Bescheinigung für höchstens 30 Tage. Für Reisen außerhalb des Schengen-Raums empfiehlt sich eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung. Wer solche Mittel im Ausland kauft und ohne Genehmigung einführt, riskiert ein Strafverfahren.

Das zeigte ein Fall am Flughafen Dortmund im Dezember 2023. Vier Reisende nahmen den grünen Ausgang, die Zöllner baten sie zur Kontrolle. Zusammen trugen sie 503 Tabletten mit Bromazepam, Diazepam und Tilidin bei sich. Keine der vier konnte eine Einfuhrgenehmigung vorlegen. Der Zoll leitete Strafverfahren wegen Bannbruchs in Verbindung mit dem Betäubungsmittelgesetz ein.

Ab welchem Betrag muss man Bargeld beim Zoll anmelden?

Wer mit 10.000 Euro oder mehr in die EU einreist oder sie verlässt, muss das Geld schriftlich anmelden. Das gilt auch für Wertpapiere, Schecks sowie Goldmünzen und Goldbarren. Bei Reisen innerhalb der EU genügt eine mündliche Anzeige, wenn der Zoll nachfragt.

Häufige Fragen

Gelten die Freimengen auch für Waren, die ich per Post nach Hause schicke?
Nein, Pakete und vorausgeschicktes Gepäck gelten beim Zoll als nicht mitgeführt. Für sie fallen Einfuhrabgaben nach den Regeln für Postsendungen an.
Zählen E-Zigaretten-Liquids zu den Tabakwaren?
Liquids und andere Tabakersatzprodukte fallen unter die Wertgrenze für andere Waren von 300 oder 430 Euro. Abgabenfrei einführen dürfen sie nur Reisende ab 17 Jahren.
Wo kontrolliert der Zoll beim Umsteigen in einem anderen EU-Land?
Das Handgepäck prüft der Zoll am ersten EU-Flughafen, durchgechecktes Gepäck in der Regel am Zielflughafen. Beim Umstieg gelten zusätzlich die nationalen Vorschriften des Transitlandes.
Darf Duty-Free-Alkohol beim Umsteigen ins Handgepäck?
Nur im versiegelten Sicherheitsbeutel mit sichtbarem Kaufbeleg. Sonst nimmt die Sicherheitskontrolle am Umsteigeflughafen Flüssigkeiten über 100 Milliliter ab.
Brauche ich Belege für teure Sachen, die ich von zu Hause mitnehme?
Für Kamera, Uhr oder Schmuck lohnt der Kaufbeleg im Gepäck, damit der Zoll sie bei der Rückkehr nicht für Urlaubseinkäufe hält. Alternativ bestätigt der Zoll die Gegenstände vor der Abreise.
Darf ich Antiquitäten aus dem Urlaub mitbringen?
Viele Länder verbieten die Ausfuhr von Kulturgut wie archäologischen Funden oder alten Ikonen. Fehlt die Ausfuhrgenehmigung des Herkunftslandes, beschlagnahmt der deutsche Zoll die Stücke.
Darf man Muscheln und Sand vom Strand mitnehmen?
Geschützte Muschelarten fallen unter den Artenschutz, auch wenn sie leer am Strand liegen. Einige Regionen wie Sardinien bestrafen schon die Mitnahme von Sand mit Bußgeld.
Was brauchen Hund und Katze bei der Einreise nach Deutschland?
Aus EU-Ländern reichen EU-Heimtierausweis, Mikrochip und gültige Tollwutimpfung. Aus manchen Drittstaaten verlangt Deutschland zusätzlich einen Tollwut-Antikörpertest und eine Tiergesundheitsbescheinigung.
Darf ich große Einweg-Vapes aus Dubai oder den USA mitbringen?
Sie zählen zur Wertgrenze von 430 Euro bei der Flugreise und sind erst ab 17 Jahren abgabenfrei. In Deutschland dürfen Geräte mit mehr als 2 Millilitern Liquid allerdings nicht verkauft werden, größere Mengen wecken den Verdacht auf Weiterverkauf.
Darf ich meine Vape mit in den Urlaub nehmen?
In der EU in der Regel ja, Gerät und Akkus gehören dabei ins Handgepäck. In Thailand, Singapur und Indien drohen für Vapes dagegen hohe Strafen bis hin zu Haft.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.