Mexiko-Stadt hat sich im Laufe der Jahre zu einer hippen Destination gewandelt. Neben der bewegten Geschichte – von Azteken über Spanien bis hin zur Kaiser- und Neuzeit – kann man auch Abstecher zum Shoppen machen und, ganz wichtig, es gibt auch viele kulinarische Perlen, die erobert werden wollen.
Einreise. Deutsche Staatsbürger benötigen bei der Einreise einen noch mindestens sechs Monate lang gültigen Reisepass. Eine Touristenkarte (FMM) ist nicht mehr erforderlich.
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Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥Anreise. Die Lufthansa fliegt von Frankfurt aus täglich nach Mexiko-Stadt, von München aus dreimal die Woche. Aber auch alle anderen großen Fluggesellschaften unterhalten tägliche Verbindungen in die mexikanische Metropole, dann eben mit Umsteigeverbindungen am jeweiligen Drehkreuz.
Unterkunft. Die Bandbreite an Unterkünften in Mexiko-Stadt ist allein schon der Größe wegen riesig und für jedes Budget lässt sich etwas finden. Mondän mit Blick auf den Zócalo (oder Innenhof) geht es im Gran Hotel Ciudad de México (hier geht’s zur Website) zu. Mit insgesamt 60 Zimmern und Suiten ist das Hotel vergleichsweise überschaubar und von der Dachterrasse hat man nicht nur beim Dinner einen hervorragenden Blick über das historische Zentrum.

Foto: Andreas Dauerer
Sprache. Die Amtssprache Mexikos ist Spanisch. Neben knapp 70 indigenen Sprachen des Landes, dürfte Nahuatl die im Tal von Mexiko am weitesten verbreitete sein. Aber keine Sorge, in der Stadt kommt man auch mit Englisch inzwischen sehr weit.
Klima. Mexiko-Stadt liegt auf über 2.100 Metern über dem Meeresspiegel und ist mit vergleichsweise gemäßigten Temperaturen gesegnet. Das heißt, im Durchschnitt schwankt die Temperatur tagsüber zwischen 18 und 26 Grad, nachts kühlt es auf 6 bis 14 Grad herab. Aufgrund der Höhenlage kann es nach der Landung schon einmal zu einer Kurzatmigkeit kommen. Generell sollte man hier auch stets um Flüssigkeitsaufnahme bemüht sein.
Was ist die beste Reisezeit für Mexiko-Stadt?
Reisezeit. Je nach Geschmack kann Mexiko-Stadt ganzjährig besucht werden. Als beste Reisezeit werden in der Regel die Frühlingsmonate von März bis Mai empfohlen. Dann herrschen tagsüber Temperaturen von angenehmen 22 bis 26 Grad und die Nächste sind mit um die zehn Grad angenehm kühl, um gut zu schlafen. Ab Juni beginnt dann die Regenzeit, die bis September andauert. Hier sollte man sich auf meist nachmittägliche Regengüsse und Gewitter einstellen. Die kältesten Monate sind wiederum Dezember und Januar mit Durchschnittstemperaturen um die 12 bis 13 Grad.
Fortbewegung. In Mexiko-Stadt – und insbesondere im historischen Zentrum – kann man das meiste zu Fuß erledigen. Taxifahren ist günstig, wobei man darauf achten sollte, die offiziellen (inzwischen meist) pinken Taxis an den offiziellen Ständen (Sitios) zu nehmen. Dazu ist es ratsam, auf das spezielle weiße Nummernschild zu achten, das mit einem Großbuchstaben und fünf Zahlen bestückt ist. Und auch die offizielle Fahrerlizenz muss im Inneren gut sichtbar angebracht sein.
Eine Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von Mexiko-Stadt schlägt mit mindestens 250 Pesos zu buche, also um die 15 Euro. Daneben gibt es natürlich auch die Metro mit ihren 12 Linien (5 Pesos pro Fahrt) oder den Metrobus. Hier sollte man zumindest ein bisschen Spanisch sprechen, um sich die entsprechenden Fahrkarten kaufen zu können.
Wie viel Pesos sind ein Euro?
Geld. In Mexiko bezahlt man mit Pesos (MXN) und Das Zeichen für den mexikanischen Peso ist das gleiche wie für den Dollar. 100 MXN sind ca. 4,98 Euro. (Stand: Juni 2026)
Essen. Die Auswahl in der Metropole an gutem Essen ist gewaltig. Dabei kann man, je nach Gusto und starkem Magen, auch die unzähligen Straßenkioske ausprobieren, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Ein paar Empfehlungen für Restaurants mit guter mexikanischer Küche.
Limosneros (Link zur Website), Calle Allende 3. Hier gibt es lokale und regionale Küche mit internationalem Touch. Hervorragende Fisch- und Fleischgerichte.

Foto: Andreas Dauerer
Wer mag, kann hier unter anderem Cocopaches (Käfer) oder Escamoles (Ameiseneier) probieren.
Azul Histórico (Link zur Website), Calle Isabel la Católica 30. Wunderbares Restaurant mit regionaler mexikanischer Küche von Ricardo Muñoz Zurita. Man sitzt im Innenhof unter Bäumen an schweren Holztischen.

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Unbedingt probieren: Enchiladas de mole negro. Drei gerollte Enchiladas gefüllt mit Käse oder Hühnchen in der berühmten Schokoladensoße aus Oaxaca.
Restauranttipps: das Comedor Jacinta und das Lorea
Comedor Jacinta (Link zur Website), Calle Virgilio 40. Der Chef des berühmten Sud777 in der Nähe des Aztekenstadions, Edgar Núñez Magaña, hat auch einen kleineren Ableger in Polanco. Man speist in rustikalem Ambiente oder auf der kleinen Terrasse vor dem Restaurant. Die Karte ist angenehm klein, die Qualität hoch. Das Barbacoa vom Rind ist ein Gedicht, das Tunfisch-Steak ebenso. Und der Rest irgendwie auch.

Foto: Andreas Dauerer
Lorea (hier geht’s zur Website), Calle Sinaloa 141. Jetzt hat Oswaldo Oliva sein eigenes Restaurant eröffnet. Nach Stationen in Europa u.a. im Mugaritz, bietet er in seinem modernen Lorea seit Februar 2017 herausragende Gerichte an. Die sind meist mexikanisch, aber mit einem sehr extravaganten Touch. Was es korrekt gibt? Überraschung. Oswaldo uns sein Team entscheidet das gerne etwas spontaner und heimlicher. Deshalb hat der Gast die Wahl zwischen einem 9- und 14-Gang-Menü und kann dabei zuschauen, wie es in der offenen Küche zubereitet wird.
Must-see in Mexiko-Stadt: Templo Mayor und Casa de Azulejos
Der Templo Mayor mit seinem Museum ist ein Muss, um in die Kultur der Azteken einzutauchen. Der Palacio Nacional und das Bildungsministerium (SEP Palacio) vor allem wegen den Wandbildern von Diego Rivera. Geht man dann noch die Fußgängerzone Francisco I. Madero entlang, kommt man am imposanten Herrenhaus Palacio de Iturbide aus dem 18. Jahrhundert vorbei. Neuer Eigentümer ist jetzt eine mexikanische Bank, innen jedoch kann man neben der einzigartigen Architektur auch viel alte und zeitgenössische Kunst besichtigen.
Gegenüber des kleinen Kirchenkonvents San Francisco, strahlt die Casa de Azulejos, ein ehemaliger Palast, zu großem Teil mit Kacheln an der Fassade.

Foto: Diego Grandi/Shutterstock.com
Drinnen kann man in einem opulenten Innenhof essen, ehe man den Hinterausgang nimmt und den Palacio Postal einen Besuch abstattet. Das Postgebäude gehört sicherlich zu den schönsten seiner Art weltweit, 1907 vom italienischen Architekten Adamo Boardi fertiggestellt. Weitere Wandmalereien von den drei mexikanischen Künstler-Schwergewichten Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros und José Clemente Orozco gibt es dann direkt im Palast der Schönen Künste auf der Straße gegenüber zu besichtigen. Hochkultur kann man hier auch in diversen klassischen Konzert-, Ballet- und Theateraufführungen erleben.
Süße Verführung: Schokolade in der Fundación Herdez
Natürlich darf auch ein Abstecher nach Coyacán nicht fehlen, um Frida Kahlos Haus zu besuchen und ihren Lebensweg anschaulich nachzuvollziehen.

Foto: Andreas Dauerer
Tipp: Reserviere online einen Termin für deinen Besuch, dann halten sich auch die Wartezeiten in Grenzen.
Persönlicher Tipp. Schokoladen-Tasting in der Fundación Herdez, Prolongación Seminario 18. Das alte Herrschaftshaus liegt an der Ecke des Zócalo mit Blick auf die Kathedrale. Herdez, eigentlich Hersteller von Konserven und Elektrogeräten für die Küche, hat den marodierenden Palast gekauft und wieder hergerichtet. Darin befindet sich heute die umfangreichste Bibliothek zum Thema lokale Küche und Kulinarik, darunter auch ein Kochbuch aus dem Jahre 1831, das schon Frida Kahlo studiert hat. Im zweiten Stock des Museums kann man dann auch das Gold der Azteken probieren.

Foto: Andreas Dauerer
Was wenige wissen: Schokolade war damals nur dem Adel vorbehalten. Der Begriff setzt sich aus »xócoc« für bitter und »atl« für Wasser zusammen. Hier kann man verschiedene Schokoladengetränke, aber auch verschiedene Schokoladenstücke probieren. Es ist bemerkenswert, wie unterschiedlich die Kakaobohnen verarbeitet werden können.
Trinkgeld. Auch hier gilt, vor allem, wenn man mit dem Service zufrieden ist, dass man Trinkgeld da lässt. Zwischen fünf und zehn Prozent ist üblich.
Chili und Mole als Mitbringsel
Souvenirs. Lebensmittel sind tatsächlich ein gutes Mitbringsel. Insbesondere Chili und Mole. Letzterer ist der Begriff für Soße und ist quasi die mexikanische Art des Brühwürfels, wird aber in feiner Handarbeit und in großen Mengen vorbereitet.

Foto: Andreas Dauerer
So gelingt auch zu Hause die typische Mole für Fleischgerichte. Chili ist selbsterklärend, man kann ihn auch wunderbar in bereits abgepackten Fläschchen mit verschiedensten Ingredienzien erstehen. Weil es in Mexiko selbst über 60 Sorten gibt, entfällt hier der explizite Rat auf eine bestimmte Sorte. Der Mercado Medellín im Viertel Roma Norte ist für dieses Vorhaben empfehlenswert.
Besser nicht. Mit Wasser aus dem Wasserhahn wäscht man sich, trinken sollte man es nicht. Da greift man besser zur Plastikflasche aus dem Supermarkt.
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- Für mehr Infos zum Süden Mexikos und wie es Redakteurin Ulrike Klaas auf ihrem Roadtrip dort erging, erfährst du hier.
FAQ zu Mexiko-Stadt
Häufige Fragen
Wo liegt Mexiko-Stadt?
Mexiko-Stadt liegt im Zentrum Mexikos auf einer Hochebene in rund 2.200 Metern Höhe. Mit mehr als 20 Millionen Einwohnern in der Metropolregion zählt sie zu den größten Städten der Welt.
Wofür ist Mexiko-Stadt bekannt?
Die Stadt ist berühmt für ihre lebendige Kultur, ihre Geschichte und ihre hervorragende Gastronomie. Sie vereint präkolumbianisches Erbe, koloniale Architektur und modernes Großstadtleben.
Was sollte man in Mexiko-Stadt unbedingt probieren?
Typische Spezialitäten sind Tacos al Pastor, Tamales und Chilaquiles. Zudem gilt die Stadt als eine der spannendsten Food-Destinationen Lateinamerikas.
Wie sicher ist Urlaub in Mexiko-Stadt?
Mexiko-Stadt gilt im Vergleich zu vielen anderen Regionen des Landes als relativ sicheres Reiseziel. In touristischen Vierteln wie Condesa, Roma, Polanco oder dem historischen Zentrum können Besucher die Stadt in der Regel problemlos erkunden. Wie in anderen Großstädten weltweit sollte man jedoch auf Wertsachen achten, nachts vorsichtig sein und offizielle Taxis oder Fahrdienste nutzen.
