Die Kanarischen Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Aber wie unterscheiden sie sich und welche ist die passende für deinen Urlaub? Eine Übersicht.
Teneriffa: Im Bann des Teide
Hoch über Teneriffas schwarzen Stränden thront der Teide, mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens. Wer durch seine Kraterlandschaft wandert, könnte meinen, auf dem Mond unterwegs zu sein. Erstarrte Lavaströme und bizarre Felsformationen verleihen dem Nationalpark einen fast mystischen Charakter.

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Plane deinen Besuch allerdings vorher: Seit Januar 2026 zahlen Besucherinnen und Besucher, die nicht auf Teneriffa wohnen, für die beliebtesten Aufstiege eine Gebühr. Das betrifft den Telesforo-Bravo-Pfad zum Gipfel und die Route über Montaña Blanca. Ohne Führung kostet der Gipfelpfad 15 Euro, mit Guide 10 Euro. Die Plätze sind begrenzt, du musst sie online reservieren. Die Einnahmen fließen direkt in den Schutz des Parks. Auch der Autoverkehr soll künftig eingeschränkt werden, Elektro-Shuttles sollen dann die Besucher in den Park bringen. Wer flexibel bleiben will, fährt früh am Morgen oder nimmt gleich die Seilbahn.
Es lohnt sich aber, auch über den Kraterrand hinauszuschauen. Da wäre zum Beispiel San Cristóbal de La Laguna. Die im 15. Jahrhundert gegründete Stadt beherbergt die älteste Universität des Archipels und trägt den Titel Unesco-Weltkulturerbe. Fast ebenso alt ist die Küstenstadt Garachico. Hier lag einst der wichtigste Hafen der Insel, bis der Vulkan Trevejo 1706 ausbrach und ihn unter Lava begrub. Aus den erstarrten Strömen entstanden die Naturschwimmbecken von El Caletón, in denen du heute baden kannst. Bevor du Teneriffa den Rücken kehrst, geht es noch einmal in die Natur: Das Anaga-Gebirge im Nordwesten der Insel ist bekannt für seinen urzeitlichen Lorbeerwald und seine Artenvielfalt. Der perfekte Ort für eine ausgiebige Wanderung.
Hier verraten wir dir, was du sonst auf Teneriffa ansehen solltest!

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La Gomera: Die Lorbeer-Insel
Weiter geht die Reise zwischen den malerischen Palmenhainen, uralten Lorbeerwäldern und majestätischen Felsen von La Gomera entlang. Nach einem Bummel durch die Hauptstadt San Sebastián geht es in das beschauliche Agulo. Das pittoreske Örtchen ist vor allem bekannt für seine Kopfsteinpflasterstraßen und die süßen Häuschen, die auch als Bonbon von La Gomera bekannt sind. Ein weiteres Highlight der Insel ist der Nationalpark Garajonay, der dank seiner Lorbeerwälder zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt wurde. Beim Spaziergang unter den Schatten spendenden Bäumen fällt es einem schwer, sich wieder von der mystischen Insel loszureißen.
Hier erfährst du mehr zur Kanareninsel La Gomera.

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Gran Canaria: Zu Besuch in Europas schönster Wüste
Der nächste Stopp ist Gran Canaria. Hier zieht es Urlauber vor allem her, um die Dünen von Maspalomas zu bestaunen. Nirgends sonst in Europa gibt es eine Wüstenlandschaft, die ihr das Wasser reichen kann. Sandig bleibt es auch im Süden der Insel. Hier laden weitläufige Traumstrände zum Relaxen und Sonnenbaden ein. Besonders beliebt ist der Strand Las Canteras in der Hauptstadt Las Palmas. Von hier aus geht es zu einem Bummel in die gemütlichen Stadtviertel Triana und Vegueta.

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Eine weitere Stadt, die auf die Gran-Canaria-Bucketlist gehört, ist Mogán. Wegen der charmanten Brücken und kleinen Kanäle wird die Hafenstadt gerne auch mal als Klein-Venedig bezeichnet. Wer sich eher für die Geschichte der Insel interessiert, macht sich auf die Spuren der Ureinwohner der Kanaren. An den Wänden der Höhlen von Gáldar haben sie sich mit ihren Malereien verewigt. Übrigens: Gran Canaria ist auch queerer Hotspot der Kanaren. Die Pride hier ist legendär!
Mehr Infos in unseren Reise-Tipps Gran Canaria.

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Lanzarote: Vorsicht, feurig!
Die Urlaubsdestination Lanzarote wird nicht umsonst als Insel der Vulkane bezeichnet. So weit das Auge reicht, erinnern die unwirklichen Kraterlandschaften an die Oberfläche des Mars. Kein Wunder, dass die Magie Lanzarotes auch den bekannten spanischen Maler und Bildhauer César Manrique inspirierte. Sein künstlerischer Fußabdruck findet sich auf der ganzen Insel in einzigartigen Kunstwerken wieder. Nach einer Entdeckungstour an die schönsten Orte der Insel, wie Jameos del Agua, den Mirador del Rio oder die Cueva de Los Verdes, darf ein Gläschen kanarischer Wein nicht fehlen. Die lokalen Tropfen erhalten ihr unverkennbares Aroma durch den besonderen Anbau: In der Nähe des Weinbaugebiets La Geria wachsen die Weinreben in tiefen Löchern, umgeben von Mauern aus Lavagestein.
Hast du schon von diesem coolen Festival auf Lanzarote gehört?

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La Graciosa: Für Einsiedler und Aussteiger
Mit dem Boot dauert es von Lanzarote aus nur eine halbe Stunde bis nach La Graciosa. Die Insel ist nicht nur die kleinste der Kanaren, sondern definitiv auch die idyllischste. Das liegt daran, dass hier weder Autos noch Menschenmassen zu finden sind. Vielmehr lautet das Motto: abschalten und entspannen. Besonders der Naturstrand las Conchas im Norden der Insel hat es uns angetan! Wer hier im Sand liegt, hat einen wunderschönen Ausblick auf den kristallblauen Ozean und die unbewohnte Insel Montaña Clara. Doch ein bisschen Zivilisation gefällig? In den zwei traditionellen Örtchen Pedro Barba und Caleta de Cebo bekommt man eine Idee davon, wie das Leben auf La Graciosa aussieht.
Was es sonst noch auf La Graciosa zu sehen gibt, verraten wir hier.

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Fuerteventura: Packt die Badehose ein!
Auf der Suche nach der Sommersonne zieht es uns nach Fuerteventura. Die kilometerlangen Traumstrände mit ihrem goldenen Sand sind perfekt zum Entspannen. Mehr Action gefällig? Auch für Wassersport ist die Insel bestens geeignet.
Wer sich von dem Meerblick losreißen kann, besucht Betancuria. Das pittoreske Örtchen war die erste Hauptstadt der Insel und ist immer einen Besuch wert. Von hier aus geht es weiter in die atemberaubende Naturlandschaft von Barranco de los Enamorados. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde der Ort durch Erosionen geformt und sorgt für einen postkartenreifen Fotomoment.
Hier ist Fuerteventura besonders schön.

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La Palma: Der Alleskönner
La Palma trägt den treffenden Beinamen »Die Schöne«. Dafür ist nicht zuletzt der Nationalpark Caldera de Taburiente verantwortlich. Tiefe Vulkankrater, schroffe Felswände und schwindelerregende Schluchten umgeben das Unesco-Biosphärenreservat. Am Rande der Caldera liegt der Roque de los Muchachos. Der höchste Punkt der Insel ist nicht nur bekannt für weitläufige Aussichten, sondern auch für das Astrophysikalische Observatorium. Wer gar nicht genug bekommen kann von Vulkanen, besucht danach den Tajogaite. Im Jahr 2021 hat er mit einem Ausbruch für Schlagzeilen gesorgt. Am Nachmittag geht es dann nach Santa Cruz, die Hauptstadt der Insel. Nach einer Besichtigung der Kirche El Salvador zieht es Besucher gerne zu einem Bummel auf die Avenida Maritima. Bei einem Aperitif auf der Plaza de España lässt sich der Tag bestens Revue passieren.
Hier zeigen wir grandiose Wanderrouten auf La Palma.

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El Hierro: Von Wäldern und Bäumen
Wir beenden unsere Reise in El Hierro, im Westen des Archipels. Auf der jüngsten Kanareninsel dreht sich alles um Bäume, angefangen mit El Sabinar. Der märchenhafte Wacholderwald zeichnet sich durch geschwungene und gewundene Bäume aus, die einen ganz besonderen Charme versprühen. Ebenso faszinierend ist der Garoé-Baum. Ihm wird die Fähigkeit zugeschrieben, Wasser aus Nebel zu ziehen. Diese spannende Eigenschaft sorgte dafür, dass die ersten Bewohner der Insel ihn als Heiligtum verehrten. Als das Wasser auf El Hierro knapp war und sie um ihr Überleben bangten, wurde er zum Symbol der Hoffnung. Im 17. Jahrhundert wurde der Baum leider zerstört – doch die Inselbewohner ließen es sich nicht nehmen, einen neuen Garoé-Baum zu pflanzen. Auch heute noch können wir ihn bewundern! Der Inselbesuch bleibt weiterhin spannend, zum Beispiel bei einer Besichtigung des Leuchtturms von Orchilla oder der archäologischen Stätte von Julán.
Mehr über El Hierro erfährst du hier.

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