Die zweitgrößte Insel der Kanaren ist bekannt für ihre kilometerlangen Sandstrände. Ein Urlaub auf Fuerteventura verheißt denn auch vor allem Sommer-, Sonne- und Strandfeeling. Wir verraten, was man auf Fuerteventura sonst noch gesehen haben sollte!

»Insel des ewigen Frühlings« ist der Kosename Fuerteventura. Der Grund liegt auf der Hand: Das Thermometer sinkt ganzjährig nie unter 20 Grad, dazu gibt es rund 300 Sonnentage im Jahr. Beim Chillen am Pool, Wandern oder Ausprobieren einer der Wassersportarten ist Urlaubsfeeling garantiert. Wer darüber hinaus auf Entdeckungstour über die Insel streifen möchte, für den haben wir schöne Orte herausgesucht, die man unbedingt auf Fuerteventura gesehen haben sollte.

Strand und Straße auf Fuerteventura

Myke Simon

Touristen-Hotspot Jandia

Wer auf Fuerteventura Urlaub in einem Ferienresort macht, landet meist auf der Halbinsel Jandia im Süden. Kein Wunder: Rund 30 Kilometer lange Sandstrände gibt es hier. Und, ganz wichtig, im Gegensatz zum Norden der Insel kaum Regen. Touristische Zentren der Gegend sind Costa Calma und – weiter südlich – Jandia Playa und Morro Jable. Wenn ihr also auf den Websiten der Reiseveranstalter nach Hotels in Fuerteventura sucht, ist es recht wahrscheinlich, dass euch Unterkünfte aus dieser Region schmackhaft gemacht werden.

Strand in Morro Jable auf Fuerteventura

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Wandern im Parque Natural de Jandia

In der Region gibt es einen wunderschönen Naturpark, Parque Natural de Jandia heißt er. Ihr findet ihn zwischen Istmo de La Pared und dem Leuchtturm an der Punta de Jandia. Besonders empfehlenswert ist der Wanderweg, der oberhalb des Hotels Barcelo Jandia Playa beginnt. Er führt euch auf den 812 Meter hohen Gipfel des Pico de la Zarza, von wo ihr eine fantastische Aussicht genießen könnt.

Haus im Parque Natural de Jandia auf Fuerteventura

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Spazieren am Playa de Cofete

Wer einen Tagesausflug zu einem einsamen Strand unternehmen möchte, sollte sich zum Busbahnhof von Morro Jable begeben. Von dort fährt um 10 und 14 Uhr ein Allrad-Bus zum Playa de Cofete und anschließend nach Puertito de la Cruz/Faro. Von der Bar Cofete aus habt ihr einen unglaublichen Ausblick auf den Strand. Umwerfend, wirklich! Bevor ihr Richtung Strand losmarschiert, rund 15 Minuten seid ihr unterwegs, könnt ihr noch eine Kleinigkeit in der Bar essen. Es gibt Hausmannskost, allerdings recht schmackhaft. Am Strand selbst könnt ihr kilometerlang weit laufen. Zuweilen begegnet ihr keiner Menschenseele hier. Baden solltet ihr allerdings tunlichst unterlassen, da die Strömung hier unberechenbar ist.

Cofete-Strand auf Fuerteventura

Michael Baccin

Faszinierende Flora und Fauna im La Lajita Oasis Park

Eine willkommene Abwechslung zu Pool und Strand ist ein Besuch des Tierparks La Lajita Oasis Parks. Reptilien, Seelöwen, Greifvögel, Elefanten, Giraffen und Papageien könnt ihr euch hier anschauen.

Eulen-Vorführung im La Lajita Oasis Park

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Die Shows sind gratis, aber sobald man näheren Kontakt zu einigen Tieren aufnehmen möchte, wird es recht teuer. Dazu gehört zum Beispiel Lemuren und Seelöwen streicheln oder eine Safari auf dem Rücken eines Kamels machen.

Wer sich weniger für Tiere, dafür aber für Pflanzen interessiert, sollte unbedingt in dem Botanischen Garten vorbeischauen. Über 1.500 Pflanzenarten gibt es zu bestaunen, darunter Kakteen, Orchideen und Akazien.

Der Park ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 35 Euro, Kinder zwischen 4 und 11 Jahren zahlen 20,50 Euro, Senioren 29,50 Euro. Sonntags findet außerdem ein Bauern- und Kunsthandwerksmarkt in dem Park statt. Ein Gratis-Bus fährt euch von vielen Orten Fuerteventuras zum Park – und am späten Nachmittag wieder zurück.

Mit dem Rad unterwegs im Surfer-Norden

Der Norden Fuerteventuras ist mit Blick auf die Zahl der Touristen deutlich ruhiger als der Süden der Insel. Umso mehr lohnt sich ein Besuch. Wenn ihr gern in die Pedale tretet, dann solltet ihr euch in dem Ort El Cotillo ein Fahrrad mieten. In El Cotillo gibt es nicht besonders viel zu sehen. Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Sehenswert in dem Örtchen ist vor allem der Torre del Tostón, ein Mitte des 18. Jahrhunderts errichteter Wehrturm.

Leuchtturm El Toston auf Fuerteventura

Michael Baccin

Von El Cotillo aus könnt ihr auf einem neuen Fahrradweg nach Lajares trampeln. Für die rund neun Kilometer lange Strecke benötigt ihr eine halbe Stunde.

Was in der Gegend gleich auffällt, ist die Surferszene. Diese tummeln sich natürlich vor allem an der windumtosten Küste.

Strand-Hinweisschilder auf Fuerteventura

Michal Mrozek

Aber auch in Lajares werdet ihr viele Surfer treffen. Einige Surfanbieter und Surfshops haben sich hier niedergelassen. Wer hungrig ist, kann auf der Hauptstraße in eines der Cafés oder in eine der Bars einkehren. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten: entweder ihr radelt weiter. Oder ihr unternehmt eine rund drei bis vier Stunden dauernde Wanderung auf dem Sendero de Bayuyo. Das Besondere an der Wanderung ist, dass ihr auf einem restaurierten Lehrpfad durch eine Lavalandschaft lauft, vorbei an einigen Vulkankratern. Zwischendurch könnt ihr immer wieder tolle Aussichtspunkte genießen.

Wanderer auf Fuerteventura

Eddy Billard

Wer darauf keine Lust hat, kann mit dem Fahrrad von Lajares zurück zum Meer radeln, allerdings über den Ort Majanicho. Von dort aus könnt ihr entlang des Meeres zurück Richtung El Cotillo radeln. Sehenswert sind unterwegs die drei Leuchttürme an der Punta de Tostón und die Lagunenstrände von Caletillas. Am Alten Hafen (Puerto Viejo) in El Cotillo endet der Tagestrip. Hier könnt ihr euch bei einem Drink den Sonnenuntergang gönnen. Wer hungrig ist, sollte unbedingt eines der Fischrestaurants besuchen.

Den Montaña de Tindaya bestaunen

Einigen gilt er als heilig, andere finden ihn einfach nur wunderschön anzuschauen: Die Rede ist vom Montaña de Tindaya im Nordwesten der Insel. Der rund 400 Meter hohe Berg darf allerdings nicht mehr bestiegen werden.

Tindaya Mountain in La Oliva, Fuerteventura

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So bleibt euch »nur« die Sicht auf den Berg. In Tindaya, einem kleinen Bauerdorf, wo die Menschen überwiegend von Ziegenzucht leben, locken einige Bars und Restaurants. Tipp: Kommt zum Sonnenuntergang vorbei. Dann wirkt der Berg besonders majestätisch.

Kolonialarchitektur im Inselinneren

Ein Besuch des Inselinneren bietet euch gleich mehrere Vorteile: Hier findet ihr barocke Dorfkirchen, pittoreske Landgasthäuser und eine imposante Berglandschaft. Beginnen wir mit dem schönsten Ort der Insel: Betancuria. Das ist die ehemalige Inselhauptstadt (bis 1834). Sie liegt so ziemlich in der Mitte der Insel.

Betancuria auf Fuerteventura

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Sehenswert sind die Iglesia de Santa Maria, eine 1620 errichtete Kirche, und vor allem das benachbarte Landhaus Casa Santa Maria. Es wurde von dem in Deutschland geborenen Fotografen und Designer Reiner Loos in jahrelanger Arbeit aufgebaut. Inmitten eines üppigen Gartens habt ihr die Möglichkeit, einheimischen Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. In einem kleinen Museum sind Arbeitsgeräte der frühen Landwirtschaft zu sehen. Highlight ist aber das in dem Landhaus beheimatete Restaurant, das für viele Besucher als das schönste der Insel gilt.

Restaurant Casa Santa Maria Fuerteventura

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Falls ihr keine Lust oder Zeit zum Essen in dem Restaurant habt, solltet ihr aber noch einen kurzen Abstecher zur Casa de Queso oder zur Finca Pepe machen, wo ihr köstlichen Ziegenkäse probieren und kaufen könnt.

Schlemmen wie die Bewohner der Insel

Wer All-inclusive, Voll- oder Halbpension bucht, muss sich ums Mittag- und Abendessen keine Gedanken machen. In den großen Hotelanlagen bekommt ihr meist ein üppiges Buffet serviert. Gut und schön, aber von der typischen Kanaren-Küche bekommt man in der Regel nichts zu sehen. Denn in den Hotels und in den Restaurants der Ferienorte wird meist eine internationale Küche serviert. Wer Lust und Zeit hat, einmal das zu probieren, was die Menschen auf den Kanaren essen, sollte einen typischen Landgasthof oder eine Tapas-Bar besuchen.

Restaurant in Betancuria auf Fuerteventura

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Der Besuch einer Tapas-Bar, von denen es einige auf der Insel gibt, ist daher ein Muss. Wie im Rest Spaniens erkennt ihr eine gute Tapas-Bar an den von den Decken hängenden luftgetrockneten Schinkenstücken. Davon (»Jamón serrano«) solltet ihr unbedingt ein paar hauchdünn geschnittene Scheiben probieren. Oft wird euch dazu Manchegokäse oder der berühmte Ziegenkäse von Fuerteventura serviert. Lecker auch: Tintenfischsalat, Fleischbällchen in feuriger Tomantensauce oder in Essig marinierte Sardellen.

Außerhalb der Tapas-Bar werden euch auf der Insel oft als Beilage zu Fleisch und Fisch die »Papas arrugadas« gereicht.

Papas Arrugadas

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Die typisch kanarischen Runzelkartoffeln werden häuftig mit einer Chili-Pfeffer-Knoblauchsauce oder mit Mojo Rojo auf den Teller gebracht. Typisch Fuerteventura ist außerdem der Gofio. Das aus Gerste gewonnene Mehl lässt sich prima zum Kochen oder Backen verwenden. Wenn man so will, eine Art Polenta. Aber auch als Süßspeise ist Gofio populär, zum Beispiel gemischt mit Bananen.

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