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Kreta hat viele bekannte Sehnsuchtsorte. Doch warum fällt derzeit immer häufiger der Name Kissamos? Im Nordwesten der Insel eröffnet gerade das erste Ikos-Resort Kretas, das Ikos Kissamos – zwischen türkisfarbenen Buchten, langen Sandstränden und der entspannten Seite der Insel, die viele bislang übersehen haben

Wo liegt’s? An der Bucht von Kissamos auf Kreta. Knapp zwei Kilometer vom gleichnamigen ehemaligen Fischerdorf entfernt, direkt an der Nordwestküste der Insel. Chania ist etwa 45 Minuten entfernt, ebenso der Flughafen. Was die Lage von den meisten Kreta-Adressen unterscheidet: keine Hotelreihe dahinter, keine Strandpromenade davor. Nur 600 Meter naturbelassener Sand, dahinter Olivenhaine und darüber die weißgrauen Berge Westkretas. Das Kretische Meer liegt vor der Tür und die »Pirateninsel« Gramvousa ist per Boot direkt vom Resort erreichbar.

Lobby des Resorts mit hohen Decken, hellen Möbeln und in der Mite einem alten Olivenbaum.

Foto: Ikos Resorts

Wie viele Zimmer? 414 Zimmer, Suiten und Bungalows verteilen sich auf mehr als 53 Hektar. Wer also Platz braucht, der liegt hier richtig: Die Anlage ist so weitläufig, dass selbst bei Vollbelegung das Gefühl von Gedränge kaum entstehen dürfte. Acht Pools, acht Gartenwelten, Strand satt — die Rechnung geht auf. Dass das Resort eine Netto-Null-CO₂-Emission bis 2030 als verbindliches Ziel nennt, passt zur Größe der Anlage. Denn wer so viel Fläche in eine noch weitgehend unberührte Küstenregion baut, trägt eben auch Verantwortung. Hier bedeutet es unter anderem: Einwegplastik ist abgeschafft, Wasser wird vollständig wiederverwendet und organische Abfälle werden kompostiert.

Zimmer des Resorts mit Blick auf das Meer und Privatpool in einem kleinen Garten. Das Zimmer ist in hellen, steinfarbenen Tönen gehalten und dezent eingerichtet.

Foto: Ikos Resorts

Drinnen: Olivenbaum, Michelin-Küche, kretische Wurzeln

Was verspricht das Interieur? Das Herzstück ist die Lobby. In ihrer Mitte ein alter Olivenbaum. Kein dekoratives Beiwerk, sondern ein architektonisches Statement: Die Natur als Gast, nicht als Kulisse. Die Farbpalette bleibt konsequent im Warmen, gebrochenes Weiß, dunkles Holz, naturfarbene Stoffe und handwerkliche Keramik in den Regalen. Die Zimmer setzen das fort: raumhohe Fenster mit Blick auf Meer oder Garten, klare Linien, keine Überfüllung. Wer in Hotelzimmern an zu vielen Kissen erstickt, wird hier aufatmen. Noch mehr Luxus gibt’s in der Deluxe Collection: Champagner auf dem Zimmer, eine kostenlose Spa-Anwendung und privater Concierge-Service inklusive.

Foto von der Lobby des Hotels: naturfarbene Polstermöbel mit dunklem Holz, an der Rezeption arbeitet ein Mann am Computer, eine Frau geht auf ihn zu. Links im Bild der Stamm des alten Olivenbaums.

Foto: Ikos Resort Kissamos

Wo essen und trinken? Sechs À-la-carte-Restaurants plus ein Marktrestaurant, Menüs kuratiert von Michelin-Sterneköchen. Die Patisserie kommt von Antonio Bachour, dem wohl dekoriertesten Konditor der Gegenwart. Neu und exklusiv im Kissamos ist das Restaurant »Kriti«: Kretische Küche mit traditionellen Inselrezepten und lokalen Zutaten. Nebenbei bemerkt eine der eigenständigsten Küchen des Mittelmeerraums. Mehr als 70 Prozent der verwendeten Zutaten stammen von der Insel, mit Fokus auf saisonalen Produkten und regionalen Handwerksbetrieben. Zum Abend hin verlagert sich das Leben auf drei Außenbars mit Blick aufs Kretische Meer.

Draußen: Hier fängt Kreta an

Was verspricht die Umgebung? Westkreta ist das, was der Rest der Insel vor zwanzig Jahren noch war: roh, wenig erschlossen, landschaftlich spektakulär. Falassarna und die Lagune von Balos — beide 2026 unter die weltweiten Top-15-Strände bei TripAdvisor gewählt — liegen in der Nachbarschaft. Die Samaria-Schlucht, Elafonissi, die Altstadt von Chania und auch das Archäologische Museum der Region eignen sich perfekt für Tagesausflüge. Ikos schickt seine Gäste mit dem Local-Discovery-Programm los. Will heißen, ein vollelektrischer Mini Countryman steht kostenfrei zur Verfügung. Dine-Out in ausgewählten lokalen Restaurants ist dabei im Preis enthalten.

Wer das Gelände selbst nicht verlassen möchte, findet in den acht Gartenwelten genug Grund dafür. Denn hier lässt es sich prima lustwandeln. Zum Beispiel in Lavendellabyrinthen, alten Olivenhainen, auf Sinnespfaden oder Regengärten, die beiläufig über Wasserkreisläufe aufklären. Für die Kleinen gibt es versteckte Spielbereiche. Das ist schon mehr Park als Hotelanlage. Und deutlich durchdachter als der übliche Strandrasen mit Sonnenliegen.

Luftaufnahme des weitläufigen Resorts inmitten von grünen Feldern und Wäldern am Strand. Im Hintergrund Berge.

Foto: Ikos Resorts

Highlight des Hotels? Die Lobby mit dem Olivenbaum bleibt im Gedächtnis, aber das eigentliche Highlight ist die Kombination aus Lage und Konzept. Westkreta hatte bislang kein Luxusresort dieser Kategorie. Das Ikos Kissamos ist nicht einfach ein weiteres Strandresort an einer bereits erschlossenen Küste, sondern das erste seiner Art in einer Region, die ihre Unberührtheit gerade noch bewahrt hat.

Was kostet der Spaß? Ab 474 Euro die Nacht, saisonabhängig. All-Inclusive ist inbegriffen

Mehr Informationen findest du hier auf der Website des Hotels.