Griechenland steht auch im Sommer dieses Jahres bei den Urlaubern hoch im Kurs. Wer sich am Strand nicht nur in der Sonne aalen will, sondern auch Land und Leute kennenlernen möchte, sollte schon mal ein bisschen mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut sein. In unserem kleinen Griechenland-Knigge verraten wir einige wichtige Regeln für ein gelungenes Miteinander.

Ja? Nein? Was denn nun?

Beginnen wollen wir unseren Griechenland-Knigge mit einer ziemlich wirren Angelegenheit. Wer in Deutschland zustimmt, nickt mit dem Kopf. Wer ablehnt, schüttelt den Kopf. So weit, so gut. Allerdings nicht in Griechenland. Dort läuft es genau andersherum. Die Griechen schütteln mit dem Kopf, wenn sie dir zustimmen. Nicken sie, heißt es, dass sie etwas ablehnen. Ganz schön verwirrend, hmm? Aber es wird für Deutsche noch verwirrender. Denn das griechische »Né« heißt übersetzt »Ja«.

Begrüßen auf Griechisch

Immerhin: In Sachen Begrüßung ist die Sache für uns schon einfacher. Freunde und Familienangehörige werden gern mal umarmt. Manchmal auch »nur« mit der Hand begrüßt. Das kennt man! Bei Fremden oder flüchtig Bekannten bleibt es beim verbalen Gruß, eventuell kommt ein Schulterklopfen hinzu. »Guten Tag« heißt auf Griechisch »Kalimera«, »Guten Abend« heißt »Kalispera«. Das lässt sich doch leicht merken!

Bestellen, essen und bezahlen im Restaurant

Auch wer im Restaurant oder in der Bar etwas ordern möchte, sollte einige Besonderheiten beachten. Wer hierzulande die Bedienung mit dem Finger herbeirufen möchte, dreht den Handrücken nach unten und hebt den Zeigefinger. In Griechenland wird dagegen der Handrücken nach oben gedreht und der Zeigefinger oder alle Finger bewegt. Wer fünf Getränke bestellen möchte und dies mit seinen Fingern zum Ausdruck bringen will, sollte besonders vorsichtig sein. Denn in Griechenland könnte die offene Handinnenfläche mit abgespreizten Fingern als Beleidigung aufgefasst werden. Das nächste Fettnäpfchen in Sachen Fingerbewegung droht dann mit der Daumen-hoch-Geste. Was bei uns als Zustimmung gilt, wird in Griechenland als obszöne Geste interpretiert.

Open-air-Restaurant in Griechenland

Anna Jedynak/Shutterstock.com

Last but not least ein paar Tipps zu den Essenszeiten: In Griechenland wird normalerweise zwischen 12 und 15 Uhr zu Mittag gegessen. Wer also gern länger schläft und ergo erst gegen 14:30 Uhr zum Mittagessen erscheint, sollte sich dafür nicht schämen. Entsprechend verschieben sich die Abendessenszeiten. Vor 21 Uhr braucht man in den Restaurants nicht aufzuschlagen. Die Mahlzeit besteht meist aus mehreren Gängen. Dort, wo nur wenige Touristen Urlaub machen, findet man hin und wieder keine Nachspeisen auf der Speisekarte. Oft aber serviert der Tavernen- oder Restaurantbesitzer zum Abschluss einen Joghurt, Früchte oder Baklava. Gratis.

Wenn es ums Bezahlen geht, sollte grundsätzlich eine Person alles bezahlen. Dass jeder getrennt bezahlt, ist in Griechenland unüblich und sollte vor der Bestellung mitgeteilt werden. Wer eingeladen ist, aber nicht so großen Hunger hat, sollte von allen Gängen nur ein wenig probieren. Einen Gang auszulassen, kann vom Gastgeber als Beleidigung verstanden werden.

Griechenland-Knigge: Badesachen nicht vergessen

Dass Deutschland in Sachen FKK-Kultur recht freizügig ist, heißt nicht, dass dies in anderen Ländern genauso ist. Das gilt auch für Griechenland. Dort wird Wert darauf gelegt, dass man sich am Strand in Badekleidung präsentiert. FKK ist nur an ausgewiesenen Sträden erlaubt – und die sind ziemlich rar gesät. Auch Oben-ohne-Baden wird in Griechenland nicht gern gesehen.

Frau im Meer

Rad Radu/Shutterstock.com

Diese Tipps wurden mit freundlicher Unterstützung von Mouzenidis Travel, dem Spezialisten für Griechenland-Reisen, zusammengestellt.

 

 

 

 

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