Das Inland von Irland ist das Herz der grünen Insel! Hier warten in neun Grafschaften malerische Seen, lang vergessene Burgruinen und quirlige Städtchen mit einer lebendigen Pub-Szene. Wir stellen fünf dieser Ortschaften und schönen Städte in Irland vor, in denen ihr dem Herzen des Landes ganz nah kommt!
Carrick-on-Shannon: Irlands kleine Wasserwelt
In Carrick-on-Shannon pulsiert das Leben auf dem Wasser. Die selbst ernannte Hauptstadt des irischen Bootssports liegt dort, wo sich der mächtige Fluss Shannon verzweigt. Eine idyllische Kulisse aus schaukelnden Booten und sanftem Ufer, das zum Verweilen einlädt. Seine Lage macht den Ort geschichtlich wie geografisch besonders. Der Großteil gehört zur Grafschaft Leitrim, ein kleiner Zipfel westlich des Flusses zählt zu Roscommon. Ein Umstand, der Carrick einst strategische Bedeutung verlieh. Zwischen Galerien, dem integrierten Kunstzentrum und der winzigen Costello Memorial Chapel (angeblich die kleinste Kapelle Europas!) entfaltet Carrick-on-Shannon eine liebevolle Mischung aus Beschaulichkeit und kosmopolitischem Flair. Spätestens beim zehntägigen »Carrick Carnival« zeigen die Einheimischen, wie lebendig Tradition sein kann.

Das McDermotts Castle liegt nur rund 15 Minuten von Carrick-on-Shannon im Lough Key
Und was wartet zum perfekten Abschluss eines Tages, zum Beispiel nach einem Bootsausflug oder Angelerlebnis? Ein Tisch im Pub »The Oarsman«! Das mehrfach ausgezeichnete Lokal gilt als Institution im Ort und serviert regionale Spezialitäten, die so frisch und saisonal sind wie der Shannon selbst.
Killaloe: Geburtsort des irischen Nationalhelden
Bekannt wurde das charmante Städtchen Killaloe als Geburtsort von Brian Boru. Er war jener legendäre König, der das Land im 11. Jahrhundert vereinte und bis heute als Nationalheld gilt. Doch Killaloe hat natürlich noch mehr zu bieten! Wer die Stadt wirklich kennenlernen will, folgt dem »Historic Town Trail«: Über neun liebevoll kuratierte Stationen führt er durch das Erbe Killaloes – von geschichtsträchtigen Bauten über sakrale Schätze bis hin zu Aussichtspunkten. Ganz besonders berührend ist das St. Lua’s Oratory, eine Miniaturkirche aus dem 10. Jahrhundert. Einst stand sie auf Friar’s Island im Shannon, bevor sie 1929 Stein für Stein versetzt wurde, als die Insel den Wasserkraftarbeiten weichen musste. Ebenso ein Muss für alle, die Architektur lieben: Die St. Flannan’s Cathedral. Ihr typisch irischer Oghamstein und die majestätischen Details des Bauwerks erzählen Jahrhunderte Geschichte der grünen Insel.

Killaloe am Ufer des Shannon von oben
Das Städtchen Killaloe liegt malerisch am Westufer des ruhigen Lough Derg. Über den Shannon und die hübsche 13-Bogen-Brücke ist der Ort mit seiner Zwillingsstadt Ballina auf der anderen Uferseite verbunden. Das Leben spielt sich hier das ganze Jahr auf dem Wasser ab: Angeln, Schwimmen, SUP, Wasserski oder eine Bootstour im Abendlicht – der Lough Derg ist ein Eldorado für Wasserratten.
Portumna: Wo Irlands Westen sein herzlichstes Lächeln zeigt
Genau am anderen Ufer des Lough Derg, und zwar an seiner Nordspitze, liegt Portumna. Portumna ist einer dieser Orte, die einem sofort ans Herz wachsen und eine der schönsten Städte in Irland. Die rund 1.500 Bewohner gelten als besonders lebenslustig und herzlich. Wer sich auf den »Portumna Heritage Trail« begibt, spürt sofort, wie sehr sie ihre Stadt lieben! Auf dem Rundweg geht es vom mächtigen Portumna Castle aus dem 17. Jahrhundert bis zu den alten Armenhäusern und dem Friedhof, der eindrucksvoll an die Zeit der Großen Hungersnot erinnert. Ein Spaziergang, der sowohl berührt als auch bereichert.

Das schöne Städtchen Portumna I Foto: Destination Lough Derg
Ein echtes Highlight für Naturliebhaber – neben dem Lough Derg mit seinem Wassersportangebot – ist der Portumna Forest Park. Über 1.000 Hektar Wald, Lichtungen und versteckte Pfade laden zu langen Spaziergängen, abenteuerlichen Mountainbike-Touren oder einer ruhigen Runde durch die Stille der Bäume ein. Einfach herrlich.

Wald soweit das Auge reicht im Portumna Forest Park I Foto: Destination Lough Derg
Roscommon: Irlands ruhige Mitte voller Geschichten
Mitten im Herzen Irlands liegt Roscommon. Wahrzeichen dieser schönen Stadt in Irland ist das mächtige Roscommon Castle, eine von den Normannen errichtete Festung aus dem 13. Jahrhundert. Auch wenn sie heute als Ruine dasteht, beeindruckt ihre Größe noch immer. Ein absolutes Muss für Geschichtsfans! Die weitläufige Anlage ist kostenfrei zugänglich und hundefreundlich, perfekt also für einen Spaziergang mit historischem Flair.
Gleich nebenan liegt der Loughnaneane Park, ein kleines Naturjuwel mit Wildblumenwiese, einem versunkenen See und einem rekonstruierten Crannóg – jener künstlichen Inselbehausung, die einst typisch für Irland waren. Am Rand der Stadt wacht außerdem die Roscommon Abbey. Seit über 750 Jahren trotzt die Klosterruine Feuer, Wetter und dem Lauf der Zeit – eine stille Zeugin der bewegten Geschichte dieser besonderen Region.

Foto: celticpostcards/Shutterstock.com
Wer noch tiefer in die Kultur eintauchen möchte, besucht das »Claypipe Museum« oder das »Roscommon County Museum«, wo regionale Geschichte lebendig wird und so mancher gefundene Schatz ausgestellt wird. Der berühmte Bronzezeit-Schatz »Coggalbeg Hoard«, einst in einem Moor der Region entdeckt, ist zwar inzwischen in Dublin ausgestellt. Doch in Roscommon hat man bis heute das Gefühl, dass hier noch weitere Geheimnisse unter der Erde schlummern könnten.
Athlone: Pulsierendes Herz am Ufer des Shannon
Athlone gehört zu den größten Städten im irischen Inland und ist ein lebendiger Knotenpunkt für Genuss, Kultur und Nachtleben. Dank seiner optimalen Anbindung an Straße, Schiene und Fluss ist Athlone der perfekte Ausgangspunkt für eine Reise ins grüne Herz der Insel. Die Lebensader bleibt der Shannon, der ideal für Kajaktouren oder Angelausflüge ist. Natürlich gibt es in Athlone ebenso ein historisches Castle. Es ist aus dem 12. Jahrhundert und wacht bis heute über die Stadt. Auch die kunstvollen Glasfenster der Church of Saints Peter & Paul – gefertigt in der Werkstatt des berühmten Harry Clarke! – sind echte Hingucker.

Foto: Chris Hill for Failte Ireland
Und dann wäre da noch die »Sean’s Bar«: Sie ist vermutlich rund tausend Jahre alt und angeblich der älteste Pub der Welt mit einem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde! Und wer gerade stutzt: Ja, die Idee zum Rekordbuch entstand während eines Pub-Abends und wurde erstmals von der irischen Brauerei in Auftrag gegeben und hat daher seinen Namen. Hier in der »Sean’s Bar« ein Guinness zu trinken, ist bei einem Besuch in Athlone also ein Muss!
Sowieso: Feinschmecker kommen in Athlone, einer der schönen Städte in Irland, voll auf ihre Kosten. Restaurants wie das »Thyme Restaurant«, das »The Left Bank Bistro« und »The Fatted Calf« setzen auf regionale Zutaten und wurden dafür mehrfach ausgezeichnet – eine kulinarische Entdeckungsreise, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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